Welche Kohle zum Schmieden?

Bene686

Mitglied
gas esse

[HankEr: abgespalten von Frage wegen dem Falten]

mann könnte ja dem guten mann eine esse
mit azetylen sauerstoff bauen:teuflisch
dann wirds aber heiß jenug :glgl:

wieso sollte mann keine gute kohle mehr bekommen ??
ich hab nur gemerkt das die recht teuer is .
in meiner firma liegt noch ca 1,5m³ rum die wired nich mher gebraucht.

wo bekommst du denn die kohle her markus ? was nimmst du koks kohle oder fettkohle ??
 
Ich benutze Fettnuss-Kohle von der früheren Zeche Blumental im Ruhrgebiet.
So 10 Tonnen im Jahr verbrauche ich davon.
Diese gute Kohle ist noch bei einigen Händlern zu bekommen.
Koks verwenden wir ebenfalls, aber nicht so viel. Koks bekommen wir von den Leuten hier im Ort, die noch Restbestände für ihre frühreren Koksheizung haben.
Gasöfen 2 Stück haben wir zudem auch noch. Damit aber wird kein Damast hergestellt, da diese Öfen zu groß sind. Wäre für uns teurer als mit Kohle zu arbeiten.
Gruß Markus
 

Max

Mitglied
Kohle im Raum Uelzen

falls jemand Kohle sucht und in der Nähe von Uelzen wohnt:

Firma Georg Röpe.

Die haben eine gute Fettnuß!

Viele Grüße,
Mathias
 

Leonardo75

Mitglied
Fettnuss kaufe ich bisher bei den Raiffeisenmärkten. Halt nach Fettnuss oder Schmiedekohle an der Kasse fragen und man bekommt einen 50kg Sack für ca. 15 Euro.

Gruß Leo.
 

Silence

Mitglied
Habe heute in meiner Esse mein erstes Stück Eisen flachgeklopft, jetzt konnte ich ja mit einem Regler die Sauerstoffzufur erhöhen, nur wenn ich das nur ein wenig gemacht habe gab es einen riesen Funkenregen. Ist das normal??
Ich habe Grillkohle verwewendet.
Ist das der Fehler? oder muss ich mehr Kohle draufmachen?
Da ich erst am Abend angefangen habe konnte ich nicht lange versuchen, ausserdem habe ich meine Hämmer noch nicht zurückbekommen (neue Stiele) und der 300g Hammer hatte nicht wirklich die Wirkung ;-)
 

Piston

Mitglied
Grillkohle produziert mehr Aschen- und Funkenflug als richtige Schmiedekohlen, das ist schon wahr. Ich benutze beides, mit Holzkohle ist der heiße Bereich (zumindest in meiner Feldschmiede) größer, das Arbeiten mit Schmiedekohlen ist angenehmer. Da fällt einem nicht so viel heißer Kram in den Nacken. Die Kohle die ich beim Landesproduktehändler im Nachbardorf hole kostet ca 16 Eu´s pro Zentner. Die Dinger heißen "Fettnuss IV" (zumindest laut handgeschriebenen Lieferschein).
 

Bene686

Mitglied
@silence

sei vorsichtig mit der luftzufuhr , wenn du eisen im feuer hast , wirds schnell zu heis , und wenns direckt im gebläse wind liegt nimmt es sauerstoff auf , und das erniedrigt die flam temp. und kann dir den stahl ruhinieren.wenn du fettnuss nimmst hast du die hitze konzentrierter, und das feuer wird nicht so groß .
du kannst mit einem bausch wasser den rand abtropfen , dann backt die kohle zusammen und du hast ein geschlossenes feuer.bei holzkohle geht das nich , dafür ist die sauberer(schwefel)
 

Silence

Mitglied
Danke für die Antworten, bei mir geht das nicht so schnell da ich es zuerst ausprobier bevor ich Antworte.
Ich war bei einem Schmied in unserer gegend der hat mir Steinkohle verkauft, zwar etwas teurer als das in Deutschland der Fall ist aber das geht jetzt damit.

Danke euch
Gruss Silence
 
Bei Holzkohle solltest du die Luft von der Seite zuführen ,bei einer richtigen Esse natürlich schwierig.Hab sowas mal bei einer Mittelalterschmiede gesehen.Also doch lieber Schmiedekohle nehmen.

Gruß
der schmied
 

Goderich

Mitglied
Hallo Leute!


Ich habe gerade mit den ersten Schmiedeversuchen in einer selbstgebauten Feldesse (Bremstrommelmodell) begonnen. Die erste Zange ist zwar etwas krumm geworden, greift aber.

Nun aber zum eigentlichen Thema:

Ich habe bisher mit Holzkohle gearbeitet da sie leicht zu bekommen und zu verarbeiten ist. Wegen des Funkenfluges und des hohen Verbrauchs will ich aber davon weg.

Fettnuss-Schmiedekohle scheint ja der Standard zu sein von daher werde ich mich demnächst dahingehend mal umsehen.
Mich interessieren allerdings noch die Alternativen und die Eigenschaften der einzelnen Kohlesorten.
Die Fettnuss muss nach dem, was ich gelesen habe, erstmal ausgasen um den Schwefelgehalt herbzusetzen.
Wo liegt der Unterschied zu Schmiedekoks?


Mir ist noch eine sehr preisgünstige evetuelle Alternative aufgefallen:

Jetzt, da es in Richtung Winter geht hat wieder mal jeder Supermarkt Braunkohlebriketts im Angebot. Wenn man diese entsprechend zerkleinern würde, könnte man damit auch schmieden? Hat vielleicht jemand Ahnung welche Brenneigenschaften Braunkohle hat? Ich habe bisher keinerlei Hinweise darauf finden können...


Sorry wenn ich hier ein Uhraltthema ausgrabe, aber ich wollte nicht gleich ein neues eröffnen :rolleyes:
 

Goderich

Mitglied
So... Jetzt hab ich mich mal durchgearbeitet und mir einiges über Kohlesorten und deren Eigenschaften angelesen. Lediglich die Frage nach der Braunkohle ist dabei unbeantwortet geblieben:

Aus Wikipedia habe ich die Info, dass diese Kohlenart einen geringeren Kohlenstoffanteil und Heizwert hat als Steinkohle, was sie wohl logischerweise weniger geeignet machen würde. Wird denn bei der Schmiedekohlenherstellung ausschließlich mit Steinkohle gearbeitet? Zumal der Bergbau auf dem Sektor in Deutschland immer weiter zurückgefahren wird...
 

Kingloui

Mitglied
also Fettnusskohle auch als Schmiedekohle bekannnt wir zum Beispiel gar nicht mehr in Deutschland abgebaut, ist wohl zu teuer oder lohnt sich nicht mehr. Fettnusskohle wir aber noch in Polen und in Tschechien abgebaut und von dort noch Deutschland exportiert.
Die Fa. RHEINBRAUN (www.rheinbraun-brennstoff.de) exportiert zum Beispiel Fettnusskohle aus diesen Ländern zu uns nach Deutschland und verkauft sie dann hier auch!
mfg Kingloui
P.S. : ich arbeite fast nur noch mit schmiedekoks, denn koks brennt heißer und raucht nicht oder besser garnicht. :steirer:
 

Meisenmann

Mitglied
Ich hatte immer gedacht, wenn Leute von Schmiedekoks reden, meinten sie eigentlich Schmiedekohle (Fettnuss 4), die dann auch die entsprechende Rauchentwicklung hat...

Kann ich dann, wenn ich irgendwo etwas als "Schmiedekoks" bezeichnet sehe, es beruhigt kaufen und mich über fehlende Rauchentwicklung freuen?
 

Goderich

Mitglied
Das kommt wohl auf die Eigenschaften an, die Du im Feuer haben willst. Mit Fettnuss kannst Du eine Gluthöhle erzeugen, da die äußeren Bereiche zu einer Art Panzer zusammenbacken. Das geht bei Koks nicht.
Der ist dafür reiner als Kohle, da er im verkokungsprozess von den meisten Zusatzstoffen wie Schwefel befreit wurde. Auf der Seite eines Solinger Kohlenhändlers steht, dass Schmiedekoks wegen der enthaltenen Feuchtigkeit beim verbrennen "spritzen" kann. Daher sollte man wohl bei der Benutzung vorsichtig sein und Schutzkleidung tragen. Ich bin allerdings der Meinung, dass diese Maßnahmen ohnehin beim Schmieden Pflicht sind!

Die Wahl des Brennstoffes ist nach dem, was ich in diesem Forum gefunden habe, wohl eher eine Frage von Know-How und Vorlieben des Schmiedes.
Ich habe mit Holzkohle meine ersten Gehversuche gemacht, das war Kinderleicht. Demnächst werde ich mal versuchen mit Fettnuss zu arbeiten. Ich vermute es wird nicht ganz so einfach, aber wo wäre dann der Reiz?
 
Zuletzt bearbeitet:

knivesmith

Mitglied
Hallo Schmiedekolegen ,ich benutze Kohle ,Koks und auch noch Gas .Man muss eben probieren womit man zurechtkommt .Schmiedekohle ist normale Fettnusskohle eben nur in der feineren Sorte Nr 4 .Genauso bei Koks der ist auch nur feiner .Koks ist Kohle die von ihren flüchtigen Stoffen befreit wurde .Ich feuere mit Kohle an und gebe wenns richtig brennt Koks dazu ,Koks giebt mehr hitze ,man muss aber aufpassen das das Feuer ohne Zuluft schnell ausgeht .Mein Gasfeuer benutze ich für meine Damast Versuche und zum härten .Aber wie schon gesagt der Eine Schwöhrt auf dies und der Andere auf das ,und Koks spritzt nicht ,aber Holzkohle . Gruss Rolf
 
Hi alle miteinander
Ich habe heute zum ersten mal mit fettnuss experimentiert
war alles super nur das starten war bei mir umständlich
ich hab erst mit Holzkohle angefangen und später die Fettnuss aufgelegt da ich die allein noch nicht zum glühen gebracht habe

Meine Frage an euch: Wie macht ihr das ?
ich hab im Forum gesucht aber nirgends gefunden wie jemand beschreibt wie er optimal seine Esse anzündet, es hat bei mir ja auch funktioniert, aber vielleicht gibt es noch irgendwelche Tips und Kniffe

MfG René
 
G

gast

Gast
Man nehme ein stück Zip :cool: uncool ich weiss,dann gebe man einige kleingehackte Hölzchen auf, wenn die sicher Brennen, lege man die Kohle auf, und gebe etwas Luft zu.
Dann qualmt es etwas mit der Fettnuss, besser man gibt etwas Fettnuss vom vorigen Schmieden bei, die ist entgast und qualmt fast nicht.
Dann, wenn sich eine ordendliche Glut etabliert hat, das Werkstück ins Feuer legen. Immer darauf achten, genügend Fettnuss an die Ränder des Feuers beischaufeln, damit jederzeit entgaste Kohle zur verfügung steht.
Kock, verhält sich wie beschrieben, und es ist etwas Schwieriger die ans brennen zu bekommen wegen der fehlenden flüchtigen Stoffen.

Es gibt sicherlich viele andere Möglichkeiten, aber diese hat vor 2 Std. bei mir noch geklappt.

Gruss unsel:)
 
Zum Zünden der Kohle nimmt man am besten eine alte Zeitung und wickelt diese locker zum Knäul (Faust groß). Nach dem anzünden mit gebrauchter Kohle bedecken und den Luftstrom nicht zu stark dosieren, so sollte es keine Probleme mit dem entfachen des Schmiedefeuers geben. Am besten eine ordentliche Flamme stehen lassen damit die Rauchgase abgefackelt werden. Der Nachtbar wirds Euch danken.

Gruß Askari