Eigenbauvorrichtungen - "T.d.u.A."

luftauge

Mitglied
Ich möchte hier mal damit beginnen, Eigenbauwerkzeuge oder -vorrichtungen vorzustellen oder aufzulisten, die man so vielleicht nicht kaufen kann.

Wäre schön, wenn sich einige Bastler aus dem Forum beteiligen würden, evtl. ist das Eine oder Andere dabei, was jemandem fehlt, oder woran er/sie noch gar nicht gedacht hat.

Hier das erste Beispiel, eine Schleifplatte zum Planschleifen oder auch zum Polieren, das gute Stück ist selbstverständlich nicht aus Neu- sondern aus Altmaterial zusammengeschraubt.
Material:
1x Glasplatte 6 x 110 x 500 (ex Waschbeckenablage)
1x Spanplatte 15 x 110 x ca. 600
1x Multiplex 22 x 90 x ca. 450
2x Multiplex 22 x 120 x 60
2x Zinkblech mit 90° Winkel (ex Waschmaschinenrückwand) 1,5mm als Klemme für Schleifpapier, darunter je ein Plättchen Sperrholz als Klemmung für das Schleifpapier und zwei Holzleisten, um einen Keilwinkel zum Klemmen für die Bleche zu erhalten
6 Flügelmuttern M5 + 6 M5 Schlossschrauben
4 Gummifüsse als Standfläche,die mit 4 der 6 Schlossschrauben befestigt sind
edit:
Die Glasplatte wird nicht von oben, sondern seitlich durch vier kleinere Sperrholzklötze geklemmt, um Spannungsbrüche im Glas zu vermeiden.
Nach dem 4. edit müsste es jetzt vollständig sein :rolleyes:

[HankEr: Ich habe hier mal ein wenig aufgeräumt um diesen Thread auf das Wesentliche zu konzentrieren. Bitte keine langen Diskussionen zu den einzelnen Tipps (diese ggf. in anderen Threads) sondern höchstens Ergänzungen und/oder Sicherheitswarnungen dazu.]
 

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Floppi

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Fangriemenösen säubern - genial einfach

Jeder, der schonmal Griffschalen feingeschliffen/poliert hat, kennt das Problem: Staub und Poliermittel setzen sich in Fangriemenösen fest.
Bisher hatte ich Q-Tip-Stäbchen oder Pfeifenreiner verwendet, aber es war trotzdem sehr mühsam. Durch Zufall bin ich im Internet auf eine Beschreibung gestoßen, die Juweliere verwenden.

Man benötigt:
1. ein kurzes Stück Lochblech
2. ein Stück Band (Paketband, dünne Hanfschnur, o.ä.)



Zur Erklärung: Das Band zieht man durch die äußeren Löcher des Bleches und verknotet es. Die eine Seite (hinter Lochblech) hängt man irgendwo ein und spannt das Band, auf das man das Messer aufgezogen hat. Nun verbreitert man die verbleibende Schlinge mit der Hand und bewegt das Messer hin und her. Man kann so sogar Fangriemenösen polieren. Dazu bringt man einfach Poliermittel auf die Schnur auf.

*Edit* Bilderlink korrigiert
 
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herbert

MF Ehrenmitglied
super sache, floppi. Gute Idee.
Ich habe auch noch was. Hab ich mal bei AchimW gesehen. Hätte ich übrigens benutzen sollen, Lauriklinge und so.
Es ist ein einfaches Vierkantrohr, Löcher rein, Muttern auf die Löcher geschweißt, Schrauben durch. Da kann man die Klinge einspannen (gegebenenfalls mit Leder dazwischen) und das Vierkantrohr einspannen. Dann kann man ohne Verletzungsgefahr am Erl oder Griff arbeiten. Ist einfach herzustellen. Hier ist es zu sehen
 

rfindigo

Mitglied
Griffpresse für Sandwich-Griffe

Beim Bau meines Beitrags zum Midsummerknife-Wettbewerb, kam ich irgendwann an den Punkt, die Einzelteile des Griffs mit der Klinge verkleben zu wollen. "Griffpressen" oder wie immer man sie auch nennen möchte, gibt's zwar auch zu kaufen, aber es sollte a) schnell gehen und b) möglichst wenig kosten! Also kurz zum Baumarkt und das Ergebnis 2h später seht Ihr hier:
http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=13961 (Bild im zweiten Post)

Verbaut wurden:
- Brett, Fichte, 200 x 600 x 28mm
- 500mm x M8 Gewindestange
- 6 Stück M8 Flügelmuttern
- 14 Unterlegscheiben 8mm
- 4 Stück M8 x 50mm Sechskantschrauben
- 6 Stück 50mm Holzschrauben
- Bohrständer Schraubstock
- Reste vom Frühstücksbrett :D als Druckplatte

Kostet weniger als 20 Euronen, wenn man einen Bohrsschraubstock entbehren kann. Der ist mit Flügelmuttern fixiert und in ein paar Sekunden wieder demontiert. Nächstes Mal würde ich allerdings 10mm Gewindestange und Schrauben nehmen um das Ganze noch stabiler zu machen!
Kleiner Tip: Wer das Epoxy wegen der kürzeren Aushärtezeit im Backofen trocknen möchte, sollte bei der Konstruktion die Höhe sein Backofens berücksichtigen! Mußte ich auch erst lernen... :rolleyes:

Grüße,
rfindigo
 
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Leonardo75

Mitglied
Hallo rfindigo,

schöne Presse, einfach aber effektiv. Gab es eigentlich keine Probleme beim Spannen damit, dass das Messer einen schrägen Griffabschluss hat?
Oder hast Du die Schräge durch einen Keil ausgeglichen?

Viele Grüße
vom Leo.
 

rfindigo

Mitglied
Hallo Leo,

das ging eigentlich auch trotz der Schräge ganz gut.
Das Holzbrettchen mit dem der Druck ausgeübt wird, hat angedeutete Langlöcher, so das sich da nichts verkanten kann. Dann habe ich die Klinge relativ fest aber leicht schräg eingespannt, um ein wenigetwas auszugleichen. Hat gut gehalten. Allerdings könnte man auch den Griff noch zusätzlich durch Holzstückchen in der schrägen Position fixieren um ein wegrutschen vollkommen zu vermeiden.
Das mit dem Keil von oben würde imo nicht so gut funktionieren, weil der auf dem schrägen Griffabschluß "wandern" könnte.
Die STabilität des Ganzen ist natürlich auch noch abhängig von dem verwendeten Maschinenschraubstock. Stabiler kann da sicher nicht schaden...

Grüße,
Ralf
 

Floppi

Mitglied
Flatgrinding-Jig für EB200

Um den Thread mal wieder nach oben zu holen, heute eine Schleifhilfe zum Flachschleifen für den EB200.

Beim Flachschleifen gegen die Bandrichtung muss man 3 Sachen machen:
- die Klinge gegen das Band drücken
- den Andruckwinkel halten
- die Klinge gegen die Bandrichtung halten

Die Schleifhilfe übernimmt die letzten 2 Punkte. Dafür lernt man damit aber nicht unbedingt Freihandschleifen. :)

Ansicht von vorn:
-> für's Bild hier klicken <-
Ein Blick auf den Übergang zwischen "Jig" und Schleifband:
-> für's Bild hier klicken <-
Die Befestigung:
-> für's Bild hier klicken <-

Die Schleifhilfe ist ca. 40 cm breit und besteht aus 2 Alu-Winkelprofilen, einem Stahlwinkel (normalerweise als Holzverbinder verwendet) und einigen M4-Schrauben.
Das große Aluprofil ist 70 x 20 mm, das kleine Aluprofil 10 x 10 mm.
Materialkosten knapp 15 Euro. Dafür hat man dann auch genügend Material für zweieinhalb von den Dingern. ;)

Auf Bild 3 sieht man die Befestigung. Die Bohrung der oberen Haltschraube ist vergrößert (ich hab eine Unterlgschreibe davor). Dadurch kann man den Befestigungspunkt verschieben und somit den Winkel einstellen. Unten wurden 2 Bohrungen verbunden, so dass man da auch beliebig die Schraube anziehen kann. Durch diese 2 variablen Befestigungspunkte kann man den Winkel für eigentlich jede Klingenstärke und -höhe einstellen. Da muss man ein wenig rumprobieren bis es passt.

In der Mitte, da wo das Band läuft, ist das Aluminium des großen Profils bis auf Höhe des kleinen Profils entfernt. Der Teil darunter ist angeschrägt, damit man am Übergang zwischen kleinem Aluprofil und Schleifband möglichst nah ans Band kommt (siehe Bild 2). Mit der derzeitigen Einstellung erhalte ich einen Anschliff, der 2 mm unter dem Klingenrücken endet. Aber hier nochmal eine Skizze:
-> hier klicken <-
Der graue Teil zeigt das fehlende Alu im Bereich des laufenden Bandes.

Ich muss erwähnen, dass ich eine 3 mm starke Auflage zum Flachschleifen auf meinen EB200 gebaut habe. Hier im Forum wurde bereits in 2 Threads beschrieben, wie das geht (siehe hier).

Und sowas kriegt man damit hin:
-> für's Bild hier klicken <-

Ein paar Hinweise:
Das Ding funktioniert nur vernünftig mit 'nem relativ geraden Klingenrücken, so dass man die Klinge auflegen kann. Sowas wie eine Daumenrampe gibt Probleme.
Wenn man die Klinge nur hin- und herschiebt wird natürlich die Spitze nicht dünn ausgeschliffen. Um das zu erreichen dreht man die Klingenspitze vorsichtig nach oben. Da man gegen die Bandrichtung schleift kann man ganz gut sehen, was man macht.

*Edit* Bilderlinks korrigiert
 
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micknives

Mitglied
klasse floppi!
solche anschaulichen threads gibt es noch zu wenig im forum.
Tip.
"Sowas wie eine Daumenrampe gibt Probleme" Klingenrücken gerade
lassen, hat man natürlich eine bessere auflage. erst nach angebrachten
schliff rückenkontur ausschneiden o. schleifen.


gruss
mic
 

Bene686

Mitglied
sieht gut aus , das ding , ich seh nur ein kleines prob
ich nehme an die 2. befestigungs schraube ist in eienm langloch um den winkel verstellen zu können ??
dann ist die wahl des drehpunktes so weit oben allerdings ungünstig , er sollte dann besser auf höhe ,oder im untersten punkt der rücken auflage liegen , sonst bewegst du die vorrichtung ja vom band weg ,wenn du den winkel verkleinerst . oder ist das teil als nicht verstellbar vorgesehen ?
 

Floppi

Mitglied
Original geschrieben von Bene686
ich nehme an die 2. befestigungs schraube ist in eienm langloch um den winkel verstellen zu können ??
dann ist die wahl des drehpunktes so weit oben allerdings ungünstig , er sollte dann besser auf höhe ,oder im untersten punkt der rücken auflage liegen , sonst bewegst du die vorrichtung ja vom band weg ,wenn du den winkel verkleinerst . oder ist das teil als nicht verstellbar vorgesehen ?

Ich muss gestehen, ich werde aus dem Bandwurmsatz nicht ganz schlau...

Beide Schrauben sind verstellbar. Dadurch kann man die gesamte Auflage näher ans Band bringen, bzw. entfernen. Gleichzeitig kann man auch die Punkt als Angelpunkte verstehen, um die gedreht wird. Dabei ist es prinzipiell egal, wie hoch oder niedrig der jeweilige Angelpunkt ist. Die obere Schraube dient quasi zur Einstellung auf die Klingendicke, die untere zur Einstellung der Schliffhöhe. Beide sind aber abhängig voneinander und müssen auf die jeweilige Klinge eingestellt werden.

Die untere Schraube befindet sich übrigens kurz unter dem kleinen Profil, auf dem der Klingenrücken ruht. Ich nutze ausschließlich die Originalgewinde vom EB-Arm. Und das war die unterste verfügbare Bohrung, bei der noch ein Stück vom Winkel war. (Die anderen Originalbohrungen sieht man übrigens auch auf dem Foto.)

Was vielleicht auch ein wenig täuscht ist das Langloch. Es sieht leicht nach unten gebogen aus - ist es auch. Müsste aber nach oben gebogen sein. Ursache: Ich hab die verhandenen Bohrungen im Winkel genommen und einfach verbunden. Da man nur wenige Millimeter Bewegungsraum braucht, wirkt sich der Bogen aber nicht aus. Die Bohrungen im Winkel bieten mit 5 mm Durchmesser genügend Spielraum für M4-Schrauben.
Der Vorteil des Langlochs ist eigentlich, dass man die Schrauben nur leicht lösen muss, damit man (mit einigem Geschick) das Band wechseln kann. Sonst müsste man beide Schrauben immer komplett rausschrauben.
 

Günther

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Schleifsteinhalterung

Diese Schleifsteinhalterung habe ich aus einem Teil einer ausgeschiedenen Greiferschine und den dazu gehörenden Nutensteinen einer Tiefziehpresse gemacht.
 

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Günther

Mitglied
Schleifhilfe

Hier eine Schleifhilfe für den ersten Anschliff.
Gibt´s ja schon, hier also meine Variante:

Ein Block Aluminium 140x40x50mm ,2 Aluleisten,2 Stäbe Silberstahl 200mm ,und etwas Gummi für den sicheren Stand.
In den Block habe ich auf der Fräsmaschine vier Einfräsungen mit 15°,20°,25° und 30° gemacht,in welche der Schleifstein gestellt wird.

Damit er nicht kippen kann,habe ich in den selben Einstellungen je zwei Bohrungen gmacht, in welche die beiden Stangen gesteckt werden.

Diese Vorrichtung nutze ich um den ersten Schliff anzubringen,danach schleife ich frei weiter.
 

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Vorrichtung zum zweiseitigen Absetzen der Angel

Diese Vorrichtung dient mir zum zweiseitigen, scharfkantigen Absetzen
der Angel beim Schmieden.
Sie besteht aus einem Reststück Flachstahl (so schauts auch aus!), auf dem ein Vierkant längs und die Halterung für den oberen Vierkant aufgeschweißt wurden.
Mit dem Zapfen unten wird die Vorrichtung üblicherweise in das Vierkantloch des Amboss gesteckt - der Schraubstock ist nur fürs Foto.
Für den oberen, beweglichen Arm gibt es in 3 verschiedenen Höhen Löcher, um verschieden dicke Klingen bearbeiten zu können.
Zum anformen der Angel halte ich die glühende Klinge zwischen die Vierkante und nach 2-3 kräftigen Schlägen sind die Absatzkanten soweit vorgeformt, das ich sie freihand fertig schmieden kann.

Bild unter: http://www.monacensis.de/~schmidtt/Vorrichtung2.jpg
ciao
thoMas
 

hobby

Mitglied
Verschiedene Hilfsmittel

Hier habe ich die bis jetzt von mir für mich gebauten Hilfsmittel (Lederschneider, Klebepresse, kleiner Bandschleifer für konkave Radien, Kydexpresse) aufgelisten: http://www.hobby-messer.de/hilfsm.htm

Vielleicht kann der eine oder andere das eine oder andere gebrauchen.

Hobby
 
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Dan Skov

Mitglied
Hilfswerkzeuge

Gutgemacht. Ich habe die Bilder ausgedruckt und werde die Lederschneidevorrichtung als erstes bauen. Dann kommt die Klingenhalterung fürs Einkleben vom Griff . Sparrt fummelei.
Dan
 

DeadlyEdge

Mitglied
Kanten längs satinieren

Hier und auf dem nächsten Bild.
Es ist so einfach, dass es fast keine Vorrichtung ist.
Eigentlich ist es besser, wenn der Winkel länger als die Schleiffläche ist, geht aber auch so.

Martin
 
Hallo zusammen,

meine Vorrichtung ist dazu gedacht, daß ich mein Messer flach in jeden Schraubstock spannen kann. Mit vier Inbusschrauben wird das Messer in der Halterung gespannt und so kann ich die Oberflächen behandeln und das Messer liegt satt auf. (Bild 1). Zwei Passstifte sorgen für die Ausrichtung der Vorichtungsteile.


Die Unterseite ist mit einem Vierkantmaterial versehen, so daß die Vorrichtung in den Schraubstock eingespannt werden kann. (Bild 2).

(noch ein wenig schwarz von der Anreisfarbe) :D :D

Spannt man das Messer auf die andere Seite (so daß die Klinge nach rechts schauen würde) kann ich die Vorrichtung als Anschlag zur Backenmontage verwenden.

Gruß Kuno
 

D.Frentzel

Mitglied
Genau die gleiche Vorrichtung habe Ich vor geraumer Zeit gebaut.
Ich habe Flügelmutter zum festziehen und Leder als unterlage.


Gruß Dirk
 

Moppekopp

Mitglied
Ich habe es endlich geschafft ein paar Werkstattbilder zu machen.


Den Anschlag kann man zum band hin kippen, um zb. Schwalbenschwanzpassungen zu schleifen.

Hier findet ihr unter "Werkstatt" ein paar Bilder von meinen beiden Bandschleifern.
Der Kleine ist ein Eigenbau aus einem alten "Holz Herr" Handbandschleifer. Der Motor dafür stammt aus einer alten Frankiermaschine und hat so 250 W . Darauf habe ich meine ersten Messer geschliffen.
An den Eb200 habe ich eine Schleifauflage drangebaut, bestehend aus einem 8mm Aluwinkel mit aufgeschraubter 3mm Stahlplatte. Den Anschlag kann man zum Band hin kippen, um zb. Schwalbenschwanzpassungen zu schleifen.


Gruß Tobi
 
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