Die Sinnlosigkeit von Gurtschneidern...

Ich hab mal vor paar Tagen den Gurtschneider meines MOD-Dieters getestet...
Um mir unnötige Kosten zu sparen, nahm ich den hinteren Gurt in der Mitte. Ich wollte ihn auch nicht trennen, sondern nur bißchen was vom Ende abschneiden. (Dann können halt keine dickeren Leute mehr da sitzen...*g*)
So, der Test ging los.
Gurtschneider genommen, versucht das Ding zu cutten...funktionierte beschissen.
Nur der Rand vom Gurt war etwas angefetzt.
Da ich nicht sonderlich geduldig bin, hats kurz "Klack" gemacht, dann hatte ich endlich wieder eine Klinge in der Hand...eine kurze Bewegung mit der Rasiermesserscharfen Klinge und das Ding war sofort sauber durchtrennt.
Also, was soll so ein scheiß Gurtschneider???
Überflüssiges Gimmick?
Oder bin ich zu blöd?
Muß man den Gurtschneider ganz "speziell" einsetzen?

NACHTRAG:
Habe den Gurtschneider nochmal getestet...
Muß mich bei MOD entschuldigen.
Ich war wohl doch zu blöd...
Man muß den Gurtschneider nur diagonal(!!!) durchziehen, dann flutscht es wie Butter.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sigtrygg

Mitglied
Hi aik juramentado!

Wie hast Du den Gurt denn gehalten? Wenn jemand angeschnallt ist, ist der Gurt praktisch auf beiden Seiten fixiert, und kann somit nicht ausweichen!

Und Hauptsächlich wurde bei den Gurtschneidern wohl an die Sicherheit des zu Rettenden gedacht...
Wenn Du Deine "Rasiermesserscharfe" Klinge bei einem Ohnmächtigen, der Vieleicht auch noch nach vorne im Sitz hängt einsetzen willst... Naja, vieleicht hast Du ihm dann schon ein Stück von der Schwarte abgesäbelt...:staun:

Und beim selber losschneiden, im Dunkeln, vieleicht liegt das Auto auch noch auf dem Dach... da hätt ich Hemmungen mit so einem scharfen Ding loszusäbeln!

Ich habe mal einen "Rettungshammer" (Marke nicht mehr zu ermitteln) in einem Schrottauto getestet, in dem ich mich angeschnallt hatte, der hat sehr gut funktioniert....
 

MarkusS

Mitglied
Gurtschneider

Hi,

wenn ich richtig informiert bin handelt es sich bei dem 'Gurtschneider' eigentlich um ein Werkzeug zum gefahrlosen Durchtrennen dieser schicken Kabelbinderhandschellen.

Zum 'gurtschneiden' sthen die Schneiden IMHO zu eng zusammen und sind zu kurz.

Gruss
Markus
 

sharky

Mitglied
Original geschrieben von aik juramentado
...Also, was soll so ein scheiß Gurtschneider??? Überflüssiges Gimmick? Oder bin ich zu blöd? Muß man den Gurtschneider ganz "speziell" einsetzen?
Das habe ich mich auch schon gefragt, bin da ganz Deiner Meinung ... :rolleyes:
 
Re: Gurtschneider

Original geschrieben von MarkusS
Hi,

wenn ich richtig informiert bin handelt es sich bei dem 'Gurtschneider' eigentlich um ein Werkzeug zum gefahrlosen Durchtrennen dieser schicken Kabelbinderhandschellen.

Zum 'gurtschneiden' sthen die Schneiden IMHO zu eng zusammen und sind zu kurz.

°°°Also sind die Dinger nur für Polizisten, die ihre "üblichen Verdächtigen" wieder auf freien Fuß lassen wollen.
Jetzt fehlt mir also zum MOD-Dieter-Messer noch ein Paar Plastikhandschellen, ne grüne Uniform und nen Krimineller...
Ach, und ne mehrjährige Polizeiausbildung brauch ich ja auch noch...
Super, das hätte man mir vor dem Kauf des Messers sagen sollen.
Wie nannte nochmal jemand den Gurtschneider auf einem Messertreffen?
"BH-Öffner"...gell?
Test folgt demnächst...*g*

PS: Da lobe ich mir doch das Spyderco Civilian...
Habe auch den Kopf geschüttelt, als es als Retteungsmesser bezeichnet wurde, bis ich nen Video von "Master at Arms" James Keating sah, wie der zeigte, wie man damit einen Gurt trennt oder Klamotten eines Verletzten zersäbelt.
 
F

filosofem

Gast
Re: Re: Gurtschneider

Original geschrieben von aik juramentado
Original geschrieben von MarkusS
PS: Da lobe ich mir doch das Spyderco Civilian...
Habe auch den Kopf geschüttelt, als es als Retteungsmesser bezeichnet wurde, bis ich nen Video von "Master at Arms" James Keating sah, wie der zeigte, wie man damit einen Gurt trennt oder Klamotten eines Verletzten zersäbelt.

Also ich will mir nicht vorstellen wenn jemand in einer Stresssituation versucht, natürlich ist es dunkel, es regnet, das Auto brennt :rolleyes: , damit einen Gurt bzw. erst recht nicht die Kleider eines Verletzten aufzuschneiden :angst:

Der Gurtschneider an meinem Eickhorn funktioniert übrigens schnell und sicher! Von den Qualitäten der MOD Teile habe ich noch nie viel gehalten...
 
Hmmh, ich habe ein Stück Autogurt verwendet, das von einer zweiten Person mit beiden Händen straff gespannt wurde, um das Gewicht einer Person zu simulieren. Das Ergebnis mit dem Gurtschneider des Dieter war nicht überwältigend, aber es ging. Unter Streß und Panik werden die meisten Leute allerdings die richtige Klinge verwenden, weil das einfacher durchzuführen ist.
"Best bet" beim Testen war die abgerundete Klinge des Eickhorn-Rettungsmessers, das als Fallmesser ab dem 01.04.2003 verboten sein wird.:(
 
F

filosofem

Gast
Ich habe das Eickhorn "Glasmaster", also nix mit verboten.

Eickhorn.jpg
 

Elmar Roth

Mitglied
Benchmade verkauft ein Teil namens "Rescue Hook".
Habe es mir zugelegt und an verschiedenen Stoffen,wie Hosen Hemden und auch Autogurten ausprobiert.
Hat alles mühelos zerschnitten!
Durch die Form ist es meiner Meinung nach auch unter Stress gefahrlos einzusetzen.
Integrierten Flaschenöffner hat es auch.
Außerdem ist es leicht klein und für Benchmade Verhältnisse sehr günstig.
Bei Toolshop in zwei Ausführungen erhältlich.
Meiner Ansicht nach,das perfekte Rettungsmesser!

Gruß Elmar


De Oppresso Liber
 
--quote:
Ich habe das Eickhorn "Glasmaster", also nix mit verboten.
-------
Und ich die umgebaute Version des Eickhorn-Fallschirmjäger-Kampfmessers. Also doch ab 01.04.2003 verboten. ;)
Kann das Glasmaster für den Träger gefährlich werden (aufspringende Klinge, scharfer Schlagdorn) ? Schließlich brauche ich nächstes Jahr was Neues für mein Auto.
(Der lange Dorn des Fallmessers war bei diversen Arbeiten immer so schön praktisch. Schluchz !)
 
Zuletzt bearbeitet:

Moonlight

Mitglied
Sgian, an deiner Darstellung ist einiges nicht richtig:
1. Das Fallschirmjäger-Fallmesser (div. Hersteller, z.B.mit WMF-Klinge) war schon immer als Fallmesser verboten, da die Klinge über 8,5 cm war.
2. Bei der zivilisierten Version wurde die Klinge gekürzt. Demnächst verboten.
3. Das Messer wurde nie als "Kampfmesser" definiert. M.E. auch nur wenig für diesen Zweck geeignet.

Moonlight
 
Moonlight:
Der Begriff "Eickhorn-Fallschirmjäger-Fallmesser" bezog sich natürlich auf die aktuelle Version der Bundeswehr und ist daher korrekt. Die Bundeswehrversion kannst du frei im Handel kaufen. Die Klingenlänge beträgt nicht mehr als 8,5 cm.
 

Moonlight

Mitglied
Zu meiner BW-Zeit hatte ich so ein Ding. Die Klingenlänge war über 8,5 cm. Vielleicht hat man die Klingenlänge gekürzt? Warum? Vielleicht liegt es aber nur daran, dass nicht genügend differenziert wird, wenn von dem BW-Fallschirmjägermesser gesprochen wird.
 
Das mit der Klingenlänge ist interessant. Ist hier jemand aktuell bei der Bundeswehr und hat als Fallschirmjäger etc. eines dieser Messer dienstlich geliefert bekommen ? Wie lang ist dessen Klinge ?
 

Moonlight

Mitglied
Sgian, ich denke auch die jetzt zivil verkaufte Version läßt sich - wie schon seinerzeit meine dienstliche - mit wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug zerlegen. Wenn die Klinge nach vorne genügend Platz hat (weil sie gekürzt ist) läßt sich zumindest der Beweis erbringen für die von mir erwähnte (historische?) Dienstversion (mit längerer Klinge) erbringen. Mein Messer hatte seinerzeit eine Klinge auf der WMF eingeäzt war.

Moonlight
 

teachdair

Mitglied
Eickhorn Glasmaster

auf keinen Fall unbesehen Kaufen!
Bei nem Bekannten hat sich der Liner gelöst und due Klinge klappte ein. Gut das er stabile Handschuhe trug.
Ubd als Gurtschneider taugt das Plastikdingens vom ADAC oder so am besten, macht zwar nix her funzt aber.
 
Hmmmh, die Bundeswehr verwendet meines Wissens die moderne Eickhorn-Version auch gar nicht. Lieferant der Bundeswehr sind andere Firmen. Deshalb entstand daraus auch bei Eickhorn ein Rettungsmesser.

TOBSE:
Als ehemaliger Fallschirmjäger solltest du die Antwort kennen. Wie sieht's denn nun aus ?
 

luftauge

Mitglied
Ich bin zwar nicht Tobse, aber die Skydiver aus meinem Bekanntenkreis benutzen die sog. "Hook-knives", dass sind Abwandlungen der Paketschneider, die man als Massenware bei Oppermann etc. als Werbeartikel bekommen kann, nur sind die nicht im EC-Kartenformat, sondern ein Kunststoffring, in den eine Cutterklinge eingegossen oder umspritzt wird.

Zum Glassmaster:
Ich habe das Teil auch, und bin fast kreideweis angelaufen, als ich den dicken Öffner versehentlich gedrückt hatte, worauf die Klinge umklappte,
aber der Öffner ist wohl so gedacht, dass er mit Handschuhen betätigt werden kann, und zugleich die rechtwinklig stehende Klinge im 90° Winkel geöffnet hält, bevor sie komplett im Griff einklappt.
Muss man nur vorher auch gesagt bekommen :rolleyes: - ich vermute keinen Fehler, sondern bewusste Konstruktion.

Gruß Andreas
 

Tobse

Mitglied
Mein dienstlich geliefertes hatte eine Klinge, die länger als 8.5cm war (also schon bei der jetzigen Gesetzeslage verbotener Gegenstand) - die machte es auch nicht nützlicher, also habe ich meins brav abgegeben - die von Luftauge/Andreas erwähnten Cutter sind wesentlich besser als Fangleinenschneider geeignet, und zudem kann man sie problemlos und griffbereit am Brustgurt tragen .

Munter bleiben (und nicht immer alles so verbissen sehen),
Tobse!