Wie bohrt ihr Löcher in die Backen ? [backen, bohren, bohrer]

Nidan

Mitglied
Wie bohrt ihr Löcher in die Backen ?

Also ich bin im Moment ein bisserl angefressen, weil es mir eben beim Bohren durch eine Neusilberbacke ebenselbige abgezogen hat. Das gleiche Problem hatte ich heut Mittag auch schon.

Ist ja kein großes Problem, jetzt sind sie auf jeden Fall brav verstiftet wie es sich gehört, aber da mir das auch schon früher mal passiert ist, wüßte ich gerne was ich da falsche mach.

Ich bohr mit ner Bosch im Bohrständer, gekühlt hab ich nicht besonders, nur ein wenig Wasser in`s Bohrloch geschüttet (naja immerhin besser als gar nix ;) )
 
Hallo Nidan,

was meinst Du mit "abgezogen hat".
Beim Bohren in Neusilber solltest Du nicht nur Wasser verwenden, sonst kannst Du gleich ohne bohren. Geh doch mal in einen metallverarbeitenden Betrieb und nimm ne alte Spülmittelflasche mit und lass Dir diese mit Bohrwasser füllen, damit geht das Bohren einfacher, da durch das Bohrwasser zur Kühlung auch eine Schmierung entsteht.

Gruß Kuno
 

Nidan

Mitglied
Jo da werd ich mal schaun wo ich sowas auftreiben kann. Ich hab auch schon an das Öl gedacht, das ich zum Schneiden nehm, aber da das eh immer qualmt kann ich mir nicht vorstellen, daß das kühlt.

Mit Abziehen meinte ich, daß sich durch das Bohren die Backe vom Stahl gelöst hat. Also Loch drin, Backe runter.
 
Zuletzt bearbeitet:

Brunhard

Mitglied
Verstehe ich das richtig, Du klebst die Backe auf und bohrst dann die Nietlöcher ?

Hier ist ein gutes Tutorial zu dem Thema.

brunhard
 

Nidan

Mitglied
Jo Brunhard, ich kleb die immer erst und bei den letzten Messern hatte ich auch kaum Probleme damit und werd es sicher auch weiter so machen.

Ab und zu gehen die halt runter und müssen anschließend neu verklebt werden, und und ich wüßte gern wie ich das vermeiden kann.

Prinzipiell werd ich an meiner Methode aber nix ändern.
 

kababear

Mitglied
ich würde dir aus rücksichtnahme auf deine krankenkasse raten dir einen bohrstock (so müsten die dinger heissen) zu kaufen. ist praktisch ein kleiner schraubstock in den du dein zu bohrendes material (hier deine backen) einspannst. schnell rotierende metallstücke sind echt böse, also vorsicht!:glgl:
 

zorro_43

Mitglied
Bei Messing ziehen sich normale Spiralbohrer gerne ins Loch, wenn sie unten gerade Austreten.
Ich denke das sich Neusilber ganz ähnlich verhält.
Meistens lässt sich das verhindern, indem man alles möglichst Steif aufbaut, so das der Effekt nicht durch das Auffedern des Bohrständers und der Unterlage verstärkt wird.
Also Werkstück fest einspannen, Schraubstock auf dem Tisch festschrauben usw. Dazu ist es natürlich hilfreich, wenn die Backen noch möglichst rechtwinkelig sind.
Und dann beim Austritt des Bohrers besonders vorsichtig bohren.

(Man kann den Spanwinkel des Bohrers auch auf Null schleifen.
Wäre meiner Meinung nach aber nur die letzte Lösung.
Das heisst, das du den Bohrer an der Spanfläche(also da, wo die Späne hochrutschen) nachschleifst bis die Fläche zu der Bohrerachse parallel ist. Also so, das der Bohrer mehr schabt als schneidet.)

Zorro
 

Sigtrygg

Mitglied
Hi Forum!
Bohreranschliff ändern wird hier nicht viel bringen...
Es hängt von dem Kleber ab, den Du verwendest.
Viele Kleber lösen sich, wenn sie warm werden.
Also...
Kühlen, kühlen, und nochmal kühlen... Mit Bohremulsion, wie oben schon erwähnt.
...
Und verstifte auf jeden Fall!
(Mist, dafür brauchst Du auch schon ein Loch...)
Auf GAR KEINEN FALL nur geklebte Metallstücke bohren.
Solange Du keine "Umschlagsicherung" hast, also der Bohrer das Werkstück frei verdrehen kann, wenn die Verklebung sich löst...
...
Bei sowas hat hier ein Azubi im ersten schon mal einen Finger verloren...

"...Kinder, nicht zuhause nachmachen!"

Unverstümmelte Grüsse...

Michael
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Nidan, Du solltest aber Deine Methode ändern. Erst die Backen bohren und Vorder- und Hinterkante anpassen, langsamhärtenden Kleber drauf und vernieten. Die Verklebung der Backen wird zum großen Teil gelöst sein ohne daß Du es gemerkt hast, wenn Du hinterher vernietet hast.
Der Kleber sollte nicht die Hauptarbeit der Befestigung leisten, wenn Du zusätzlich vernietest, sondern den Spalt abdichten.
 

gundacker

Mitglied
Hallo Nidan !
Ich fixiere die Backen beim Bohren mit einer Gripzange (gibts in jedem Baumarkt für ein paar Euro), hat bisher immer gehalten; als Polsterung zwischen Erl/Backe und Zange ein dünnes Holzstück, um grobe Kratzer zu vermeiden; natürlich verstiften. Aufpassen, dass du beim Bohren nicht verkanntest, alles fest fixieren, Kühlung mittels Bohröl.
Grüsse, Hannes
 

Nidan

Mitglied
Danke für eure Tipps. Eventuell bohr ich nächstes Mal wirklich die Backen extra.

Das Problem ist halt immer, daß die Backen nur sauschwer zu fixieren sind, da ja die Form nicht so regelmäßig ist.
 

Aiwazz

Mitglied
Jo, genau Günter!
Auf dem Seminar haben wir es auch so gemacht.
- Backen grob zurechtschneiden
- Vorder- und Rückseite bearbeiten
- eine Backe mit Knippzange am Rohling fixieren
- durch die Löcher im gehärteten Rohling (Führung) die Backe anbohren
- Zange lösen
- angebohrte Backe im Maschinenschraubstock fixieren
- fertig bohren
- andere Seite dto.
- beide Backen mit Erl vernieten (Wojtinowski verklebt die Backen nicht!)
- endgültige Formgebung

Gruß

Aiwazz
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Ich verklebe die Backen i.d.R. auch nicht. Bei Monostahlklingen kann man so arbeiten, daß kein Spalt vorhanden ist. Bei Damastklingen ist bedingt durch die Hoch-/Tief-Struktur immer ein Spalt vorhanden, den man auf diese Art mit Kleber gut füllen kann, um Rostansatz zu vermeiden.
 

Bene686

Mitglied
wens nich an der kleber aufweiichung liegt , sondern der bohrer dir die backe nach oben wegzieht , nimm mal ne höhere drehzahl so 40-50m/min und einen kleineren vorschub , aber warscheinlich kommt der bohrständer der sache nicht grad entgegen , bei e... gibts relativ billige tischborhmaschinen die gehen oft für 20-50 euro wech , die gnaz kleinen , die reichen auch für sowas , und sind stabiler als borständer .