Frage zu Stahlsorten (auch wenns das schon öfters gab)

Flaming-Moe

Mitglied
So, durch unzählige Postings von Mit-Membern ermutigt hab ich mich auch endlich mal getraut und 2 Stücke D2 Stahl bestellt, um eine eigene Idee umzusetzen.

Recknagel hat auch superschnell geliefert und ich hab mich gestern Abend mal ans sägen gemacht.
Erstaunlicherweise ließ sich das Material (3,2mm) sogar mit der billigsten 5-Mark-Bauhaus-Eisensäge bearbeiten.
Jetzt wurde ich doch etwas neugierig, da in einigen älteren Threads der D2 Stahl als sehr schwer zu bearbeiten beschrieben wurde.

Welcher Stahl wäre denn für einen Anfänger wie mich besser geeignet gewesen. Ich hab natürlich keinen kompletten Maschinenpark zu Hause und bin hauptsächlich auf Muskelkraft angewiesen.

Sollte ein guter Unviersalstahl sein, ohne daß das fertige Messer irgendwelche speziellen Spezialzwecke (Haumesser, OP-Besteck...) erfüllen muß.

Rostfrei oder -träge bzw. keins von beidem ist im Prinzip egal, solange das Material nicht grade nach 5 Minuten an der Luft zu Staub zerfällt...
 

Flaming-Moe

Mitglied
Naja, auch wenn dein Thread über die Verarbeitbarkeit von Stahlsorten etwas aus dem Ruder gelaufen ist... :D

Trotzdem danke!
 

Floppi

Mitglied
Original geschrieben von Flaming-Moe
Erstaunlicherweise ließ sich das Material (3,2mm) sogar mit der billigsten 5-Mark-Bauhaus-Eisensäge bearbeiten.
Jetzt wurde ich doch etwas neugierig, da in einigen älteren Threads der D2 Stahl als sehr schwer zu bearbeiten beschrieben wurde.

D2 soll recht schwer "zerspanbar" sein. Bohren soll auch recht schwer sein (immer im Vergleich zu anderen gebräuchlichen Werkzeugstählen/Messerstählen). Ich hab auf jeden Fall problemlos 50 Löcher mit einem Bohrer geschafft. Bei der Puk-Säge hat sich aber schon recht schnell Verschleiss gezeigt: ich hab bei meiner #2 mehr gesägt - das geht ganz gut auf die Blätter.
Weichgeglüht hat D2 laut HABA-Prospekt übrigens 250 HB (Binellhärte).
Zum Vergleich: V2A hat 130-180 HB und 1.2842 hat etwa 220 HB. Keine Ahnung ob sich das bemerkbar macht....
 

Flaming-Moe

Mitglied
Hm, nachdem ich gestern Abend nochmal 30 Minuten gesägt habe, spiele ich doch mit dem Gedanken, mir mal ne größere Säge zuzulegen...

Die Sägeblätter der kleinen PUK gehen wirklich recht schnell in die Knie.

Mal ne Anschlußfrage zu Bohrern.
Es gibt Titan-Nitrit beschichtete und Kobalt Bohrer, wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich läßt.

Welche von beiden sind besser???

Obi hat Kobalt, Bauhaus TiN...
 

Armin II

Mitglied
Zunächst einmal geht es bei der Bearbeitung von Stahl nicht nur um die Härte, sondern auch um die Festigkeit. Die Härte allein sagt also hier noch gar nicht viel aus.

Die Kobaltlegierten Bohrer sind denn TiN beschichteten HSS Bohrern bei der Bearbeitung von hochfesten Stählen / Werkzeugstählen vorzuziehen. Die TiN Bohrer sind dann z.B. zur Bearbeitung von Stahlguss wieder vorteilhafter.

Generell kann man nur sagen, dass man beim Werkzeugkauf auf entsprechende Qualität achten sollte, und die ist eben in vielen Baumärkten nicht optimal. Abgesehen davon bietet der Werkzeugfachhandel wie Z.B. http://www.hahn-kolb.de
http://www.precitool.de
http://www.wollschlaeger.de
eine wesentlich grössere Auswahl in besserer Qualität, und ist von den Preisen her z.T. noch günstiger als Obi & Co.
 

outlaw

Mitglied
Mein erstes Projeckt habe ich mit 1.2842 Stahl in Angriff genommen.
Da es auch bei mir nur auf reinen Muskelschmalz ankam, muss ich
allerdings sagen das mir diese besagte Bauhaus-Säge gar keine
schlechten Dienste geleistet hat (nur 3 Sägeblätter verschlissen)

Probiers mit dem... auf jeden fall kein schlechter Anfang !!!

Gruss outlaw
 

Flaming-Moe

Mitglied
Original geschrieben von outlaw


Probiers mit dem... auf jeden fall kein schlechter Anfang !!!

Gruss outlaw

Äh, mein Eingangsposting ist zwar schon ein Weilchen her, aber trotzdem danke... :D

#16 und #17 sind grad fertig zum härten und rein zufällig aus 1.2842.