FEUERMACHEN mit der Bogenmethode

neo

Mitglied
Hallo,
Kann einer von Euch Feuer machen mit der Bogenmethode?
Wenn ja, welche Tips/Erfahrungen kann er mir geben? Vorallem welches Holz muß ich nehmen?
(Ihr könnt Euch denken, ich habs schon oft porobiert, doch nie hats geklappt!!)
Gruß & Dank
Neo
 

Haudegen

Mitglied
hi neo,
bei mir hats mal geklappt.
allerdings nicht bogenmethode, sondern "handmade".
mein guide im orinocodelta hats mir mal gezeigt.(kein indio, sondern ein venezulaner, indos nehmen dazu glaub ich BIC´s) <IMG SRC="smilies/cwm44.gif" border="0">
der punkt ist: der stab ist hartholz, die platte ( schon wieder mit loch, sorry) weichholz. bogenmeth. sollte eine kerbe im stab sein, als führung der bogensehne.
das wichtigste: schnell reiben u. vor allem nicht aufhören u. - kein päuschen einlegen.
die erzeugte hitze darf auf keinen fall auch nur kurz abkühlen. bischen trockenen zunder parat haben, schon grillt der fisch. <IMG SRC="smilies/cwm47.gif" border="0">

ist voll der streß, danach war ich fix u. alle. ( was solls, meine frau war mächtig stolz, ich war der einzige der es geschafft hat, war glaub ich noch ein össi u. `n schweitzer dabei.) <IMG SRC="smilies/glglglgl.gif" border="0">
 

coolcat

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Bogenmethode:
Mit'm Zippo den Bogen anzünden, der Rest geht dann von alleine...

Sorry <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">
 

Haudegen

Mitglied
"katze",
bist vielleicht kein richtiger sammler, aber vom feuermachen verstehste was. <IMG SRC="smilies/cwm23.gif" border="0"> <IMG SRC="smilies/zwinker.gif" border="0">
 

bert

Mitglied
Feuerbohren ist wohl die elementarste und somit die wichtigste Methode ein Feuer zu machen. Alle Hilfsmittel findest du in der Natur. Bis auf Perlonschnüre, wachsen leider nicht auf Bäumen. Aber ein Schnürband reicht auch, und im Notfall kann man auch eine Schnur herstellen.
Wichtig ist den Zunder schon bereit zu haben.
Bohrbrett und Bohrer werden aus einem Ast hergestellt. Dazu nimmt man am besten abgestorbene Äste von Pappeln, Föhre, Weide, Lärche. Ob der Ast "richtig" zum Feuerbohren ist prüfst du mit der Nagelprobe. Kannst du mit deinem Fingernagel keine Rille ins Holz kratzen ist das Holz zu hart, oder dein Fingernagel zu weich (hi, hi). Brichst du mit dem Fingernagel in das Holz, ist es zu weich. Also du nimmst einen Ast armdick ca 20-30cm lang. Du schlägst es in zwei Hälften. Aus dem einen Stück wird das Bohrbrett geschnitzt und aus dem anderen der Bohrer gefertigt. Das Bohrbrett wird unten und oben flach gemacht. Der Bohrer soll etwa 20 cm lang und 2cm stark sein. Auch das Bohrbrett soll nicht mehr als 2cm haben.
Das Druckstück wird aus Grünholz geschnitzt und mit einer Mulde versehen, die später den Bohrer aufnimmt. Die Mulde wird mit Gras und Spucke geschmiert.
Der Bogen soll keine Art Pfeilbogen sein. Am besten ist ein Holzast in Form eines Ls oder Ts. Der Bogen soll auch nicht biegsam sein.
Mit dem Messer bohrst du im Bohrbrett eine kleine Mulde. 2cm vom Rand weg. Von der Mulde aus schneidest du eine V-Kerbe bis hin zum Rand. Das Bohrbrett soll stabil am Boden liegen und nicht wackeln. Unter das Brett (V-Kerbe) legst du ein Blatt (vom Baum am besten Bierdeckel groß, kann auch frisch und grün sein) Auf das Blatt genau zur Kerbe legst du den Zunder. Das Zundernest wird schön rundum isoliert. (zb.Heu, altes Vogelnest). Das ist notwendig um das Zundernest vor Kaltluft zu schützen!!
Die Schnur hängt noch schlapp im Bogen und wird erst mit dem Bohrer stramm gespannt.
Du stellst dich auf das Brett und mit kräftigen Zug (ohne wild zu reißen) fängst du an stramm und mit großem Druck zu bohren.
Darauf ist zu achten das der Bohrer nicht das Loch verläßt sondern ganz gerade aufsitzt. Du borst etwa eine Minute, und schon entsteht Rauch und es fängt an zu stinken. Noch kein Grund zur Freude!!. Kleine feine Rußpartikel fallen durch die Kerbe auf den Zunder. Das Rußhäufchen wird immer größer und sollte eine Größe von zirka einer Haselnuß bzw.ein Räucherkegel bekommen.
Bis du ein solches Häufchen erreicht hast, hast du etwa 3 Minuten gebohrt. Ohne einmal aubzusetzen. Nicht langsamer werden -- eher schneller. Das wichtigste kommt erst. Mit zittrigen Händen legst du den Bohrer zur Seite, und nimmst das Blatt mit dem Zunder auf. Rasch aber so vorsichtig das das Rußhäufchen nicht umfällt oder in sich zusammen fällt. Ist das passiert ist es schon vorbei. Mit leichten konstanten langen blasen versuchst du den Rußhäufchen einen Funken abzuringen. Dieser greift auf den Zunder über später auf den ganzen Wald (hi, hi) und alles ist warm. Hast du etwas falsch gemacht brennt nur den Arm.
Das wichtigste ist das Rußhäufchen nicht zu zerstören, und der Zunder. Aber das ist eine andere Geschichte.
Im übrigen kennt man die richtige Konsistenz der Holzes auch beim Bohren. Ist das Rußhäufchen nach einer Minute schon so groß wie eine Haselnuß, ist das Holz zu weich. Hast du nach 10 Minuten Bohren erst ein kleines Häufchen in Erpsengröße ist das Holz zu hart.
Noch ein Tipp.
Übe das Feueranblasen und verschiedene Holzarten, das Bohren ist nicht das Problem.
Also kannst du das bohren zum üben einer Akkubohrmaschine überlassen.
Das Bohren ist eine Kleinigkeit.
Und niemals aufgeben
Gruß
bert. www.69nord.at
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