Die Legende

Noodle

Mitglied
So, ich meld mich auch mal wieder.
Wer kennt es nicht? Das Buck 110, klassische Boots-Form (woher stammt eigentlich diese Bezeichnung?), klassische Palisander Beschalung und klassische Messingbacken. Ich denke es gibt kein Messer, um das sich mehr Legenden ranken (Bär getötet mit Buck!!!?) und das öfters in Filmen vorgekommen ist. Nun möchte ich aber eins wissen, und seid ehrlich!! Wer von Euch hat so ein Teil? Also ich hab eins. Ein ganz schönes Stück Messer. Ist halt ein (millionenfach kopierter) Klassiker. Die Verarbeitung ist eigentlich recht gut (besser als die billigen Herbertz-Modelle allemal). Doch aus den Socken haut sie mich auch nicht. Kennt Ihr noch so interessante Geschichten zu dem Messer? Ich bin immer bereit, um mir solche Märchen anzuhören, oder vielleicht stimmt ja sogar was davon.....:eek:
Also das Einzige, an was ich mich erinnern kann, ist eine Geschichte, die mal hier im Forum auftauchte, aber das ist schon ne ganze Weile her. Es ging da um einen Wanderer, der irgendwo in Kanada, glaube ich, in Notwehr :lach2: einen Bären mit dem Buck gestreckt hat. Obs stimmt oder nicht??:confused:

Tja, was meint Ihr dazu?

Noodle
 

crashlander

Mitglied
Ja, ein 110 hab ich auch, und mir gefällt es schon ganz gut. Meine anderen Messer haben zwar einen etwas anderen Stil, aber es ist eines meiner ersten Messer und hat als Klassiker einen Ehrenplatz. Die Verarbeitung ist IMHO gut, der Klingengang butterzart und Klingenspiel gibts auch nicht.
Beim Bund hatte ichs ne Zeitlang dabei, aber es ist halt schon recht schwer, gerade wenn man es mit meinem momentanen edc, dem Starmate bzw. dem BM 735 Ares vergleicht.
Auch muß man bedenken, daß das Design des Folding Hunter seinerzeit richtungsweisend war und das moderne "Folderzeitalter" eingeläutet hat. Siehe dazu auch näheres in "The Working Folding Knife" von Steven Dick.
 

WalterH

Mitglied
Original geschrieben von Noodle
Kennt Ihr noch so interessante Geschichten zu dem Messer? Ich bin immer bereit, um mir solche Märchen anzuhören, oder vielleicht stimmt ja sogar was davon.....:
Ich hab eins. Ein 110+. Ich hab es vor einigen Jahren meinem Vater geschenkt. Der war Jaeger und hat es oft gebrauchen koennen. Mein Vater ist am 11.5.2001 gestorben ...

Das Messer ist alt und gebraucht, aber werde es ganz sicher nicht hergeben!

-Walter
 

Geist

Mitglied
Ein Buck 110 habe ich zwar nicht, aber die "modernere" Vatiante ein B560GT. Das Teil hat Griffschalen aus Titan, der Klingen gang ist butterweich und die Verarbeitung insgesamt ist wirklich gut.

Ciao Geist
 

jangs

Mitglied
Auch ich besitze eins, war auch eines meiner ersten Messer. Den Klingengang finde ich nicht so toll, und zu schwer ist das Ding auch.
Was mich daran begeistert ist die .. nennen wirs mal Schärfbarkeit. Liegt es an mir, am Messer, oder wie ich vermute am Stahl, jedenfalls krieg ich kein Messer so scharf wie mein altes Buck. Und schon allein deswegen würd ich es auch nie hergeben!
 

Luca Brasi

Mitglied
Ich besitze seit mehr als vier Jahren ein Buck 110 finger grooved.
Bevor ich zaghaftes Interesse an anderen Messern äußerte, dachte ich, daß sei das Messer, mit dem Du alt und grau wirst.
Die Verarbeitung hat mich jedoch schon am ersten Tag nicht wirklich beglückt, da schon ein merkliches Klingenspiel vorhanden war.
Allerdings liest man wirklich häufig, daß dieses Buck eine kleine Legende sei, was einige kleine Schwächen hinsichtlich des Klingenspiels und des Gewichts auszugleichen vermochte.

Was mich wirklich stört ist das ständige Anlaufen der Messingbacken; die Hände riechen einfach zu stark nach Metall.
Ich werde es sicher nicht hergeben, es hat viele Spuren, also eine echte Patina, was für einen wirklichen Gebrauchsgegenstand ein Muß ist.

Ich freue mich aber morgen auf mein erstes Spyderco; es ist das alte Wayne Goddard.

Thomas
 
G

gast

Gast
Habe auch eins. 110 FG. War mein erstes "gutes Messer".
Noch heute behaupte ich, kaum ein Messer schneidet besser.
Es hat eine super Klingengeometrie, an dem Stahl liegt das auf jeden Fall nicht.
Ansonsten trag ich es jetzt nicht mehr mit mir herum. Viel zu schwer.
Aber DER KLASSIKER unter den Foldern.
 
Ich hatte mal eins "mitgekauft". Gefiel mir allerdings nicht so recht und daher hab ich's meinem Dad geschenkt. Der hat sich allerdings gefreut.
 

coolcat

Mitglied
Also ich bestitze den kleinen Bruder vom 110, das 112. Ich habe es mir extra zugelegt, um es mitzunehmen, wenn ich zu einem Kunden fahre und weiss, dass ich da Kartons oder was anderes öffnen muss. Ich habe nämlich gemerkt, dass diese "Bauart" von Messern von normalen Menschen besser akzeptiert wird, als z.B. mein Starmate. Manche schauten immer etwas befremdlich aus der Wäsche, wenn ich damit gearbeitet habe.
Was mich sehr positiv überrascht, ist die Stabilität, die ich von einem solchen Messer nicht erwartet hätte. Meins hat überhaupt kein Spiel. Dafür ist es für so einen Winzling allerdings auch grottenschwer.
 

herbie

Mitglied
Ich besitze auch den kleinen Bruder(112). Das Messer habe ich vor einigen Jahren geerbt, nachdem ich es (im Neuzustand) noch ein paar Jahre vorher nach reiflicher Überlegung verschenkt hatte.

Logischer- oder besser emotionalerweise verkauft man so ein Stück nicht!

Das Messer steht jetzt aber keineswegs in der Vitrine, sondern kommt regelmäßig im Wald zum Einsatz, besonders dann, wenn mit KIDS ein Zeltlager ansteht. Ich möchte jetzt keine Diskussion über den praktischen Nutzen von "Tanto-Spitzen" oder 3mm dicke Klingen eröffnen (Entschuldigung für diesen "Seitenhieb"), aber dieses Messer hat schon seine Vorteile, wenn es um die "Holzbearbeitung" geht. Wenn ich ein Messer länger benutze, habe ich lieber etwas in der Gewichtsklasse von Buck in der Hand.
Im Büro oder in der Stadt hat mein BUCK natürlich nichts verloren,dafür ist es mir halt zu gewichtig.
IM ÜBRIGEN: Mein Buck hat bis heute kein Klingenspiel und war das erste, daß ich einhändig öffnen konnte(unter optimalen Bedingungen)!

Genug der Sentimentalität.
 

Wolfgang Dell

Mitglied
Nu, denn, dazu kann ich auch was beitragen. Ich glaube fast ich besitze das älteste Buck .110. ! Denn es stammt von 1969! War ein geschenk meines schwiegervaters anläßlich meines ersten besuches in den USA. X-mal überarbeitet, stets getragen, immer noch klasse, jetzt aber dem schubladenfundus übergeben (finde mein eigenes inzwischen besser). Das alte Buck ist tausendmal besser zur täglichen arbeit geeignet als mein neuestes CRKT Walker Design mit dem blöden wellenschliff (der taugt ja zu nichts, nicht mal zum karton schneiden)oder gar der chiselground, nur K****e.
Vielleicht hat gar dieses alte Buck den grundstein für meine jetzige passion gelegt? wer weis?
Also bis dann
Wofgang