xtar wp2 II + AW IC 18650 2600mAh = dauergrüne LEDs - was mache ich falsch?

lightleak

Mitglied
Moin Stefan,

Warum muss ich die Spannung überprüfen?

Ich bin sehr dankbar für sämtliche Tipps und Tricks, habe wie gesagt noch keine Erfahrungen mit 18650ern und Ladevorgängen dieser Akkus.

Danke und Beste Grüße,

lightleak
 

Hmblgrmpf

Mitglied
Du musst nicht unbedingt messen, das ist nur meine dringende Empfehlung.

Wenn du nur 1x18650 Lampen hast kannst du darauf verzichten, bei 2x18650 oder mehr Lampen ist das Messen wichtig. Lithiumionenakkus sind nicht so gutmütig wie NiMH's, bei mehreren in einer Lampe sollten alle gleich sein und auch den gleichen Ladezustand aufweisen. Bei den Lithiumionenakkus lässt sich der Ladezustand anhand der Akkuspannung leicht bestimmen - deshalb messen.

Beim Ladevorgang kann es aus verschiedensten Gründen zu einer Störung kommen, mit einer einfachen Spannungsmessung am Ende kannst du feststellen ob alles richtig gelaufen ist.

Wenn du regelmäßig misst kannst du erkennen wann der Akku gealtert ist und ersetzt werden sollte.

Das von mir geschilderte Problem beim Laden der EagleTac Akkus könnte auch bei AW Akkus auftreten, überprüfen könntest du das mit einem Voltmeter.

Grundsätzlich ist kontrollieren immer besser als blind (dem Ladegerät) zu vertrauen.

Und mit einem Messgerät kannst du leicht geladene von ungeladenen Lithiumionenakkus unterscheiden. Bei NiMH-Akkus ist das deutlich schwieriger.

Genügend Gründe zu messen? Ich denke schon, es braucht nur wenige Sekunden.

Stefan
 

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Hallo,

Ich habe gehört, dass China der weltweit größte Produzent von Winkelsteckern sei.

Dem Xtar Steckernetzteil würde so ein Winkelstecker gut stehen.



Heinz
 

lightleak

Mitglied
Hallo Stefan,

Danke nochmals - viele gute Informationen!:super:

Ich habe gerade ein paar threads zum Thema Multimeter /Batteriemessgerät gelesen, bin aber nicht ganz sicher, was für mich am sinnvollsten wäre.

Ich brauche das Gerät nur, um zu sehen, ob die 18650 Akkus geladen wurden. Die exakte Spannung muss ich nicht wissen. Reicht dafür ein Batteriemessgerät? (Kannst Du eins empfehlen?) Oder ist ein Multimeter sinnvoller?(empfehlungen?)

Danke und Beste Grüße,

lightleak
 

Profi58

Mitglied
Warum muss ich die Spannung überprüfen?

Selbst ein Pila lädt nicht gleichmäßig. Bei meinem Gerät liegt die Leerlaufspannung des Akkus aus dem rechten Schacht immer um 0,02 V unter der Spannung des Akkus aus dem linken Schacht (beide Akkus jeweils eine Stunde nach grün entnommen). Wie Hmblgrmpf bereits schrieb, hängt das wahrscheinlich mit der unterschiedlichen Ladespannung und Überwachung beider Schächte zusammen.

Die exakte Spannung muss ich nicht wissen. Reicht dafür ein Batteriemessgerät? (Kannst Du eins empfehlen?) Oder ist ein Multimeter sinnvoller?(empfehlungen?)

Der Ladezustand der Lithiumakkus läßt sich (quick and dirty) nur über die Spannung bestimmen. Ein Batterietester nützt Dir da nichts, es muß schon ein Multimeter sein. Die Messgenauigkeit des Gerätes muß ausreichend hoch sein, weil ein Akku z. B. bei 4,15 V noch nicht vollständig geladen ist, bei 4,25 V aber schon eine Überladung droht. Teuer muß das Gerät nicht sein, man sollte es aber an einer konstanten Spannungsquelle testen, um eventuelle systematische Messfehler zu erkennen. Ich habe neben meinen Ladern ein Voltcraft VC-11 stehen (bei Conrad für knapp 7 Euro), welches für diese Zwecke völlig ausreicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hmblgrmpf

Mitglied
Beim Voltcraft VC-11 gefällt mir die geringe Genauigkeit nicht: ±(2,5% + 2 Counts) im 20 V Bereich, der für Messungen an Lithiumionenakkus genutzt werden muss.

Noch weniger gefällt mir die Sicherung in der Messspitze: ist die Sicherung durchgebrannt zeigt das Multimeter im Voltbereich Null an auch wenn an den Messspitzen eine hohe Spannung anliegt. Wenn man sich dann auf die Anzeige verlässt wird's gefährlich. Erstaunlich, dass so etwas hier verkauft werden darf.

Für "Nichttechniker" scheint mir ein Multimeter ohne Strommessbereich geeigneter als eines mit Strommessbereich. Strommessungen sind viel eher mit Gefahren verbunden als Spannungsmessungen.

Als Geschenk für einen "fast Nichttechniker" habe ich Ende letzter Woche ein BENNING MM P3 besstellt, das hoffentllich bald ankommt. Kein Strommessbereich, dafür aber recht ordentliche Genauigkeit, automatische oder manuelle Bereichswahl und Überlastschutz in allen Bereichen.
Preis etwa 38 €, ich hatte aber noch einen Gutschein über 5 € Warenwert + freien Versand bei Voelkner, habe also 33 € bezahlt. Kein Schnäppchen aber ein hochwertiges Geschenk in einem hoffentlich auch noch gut aussehendem Lederetui.

Das MS8216 DMM für 12,95 € bei Pollin könnte eine einfachere und billigere Alternative sein. Ich finde aber nirgends die kompletten technischen Daten bzw. die Bedienungsanleitung.

Im Bereich der normalgroßen Billigmultimeter gibt es anscheinend nur wenige ohne Strommessbereich, ich habe da jetzt nichts gefünden was mir wirklich gefällt.
Teure Markengeräte scheinen mir übertrieben wenn nur der Ladezustand der LiIon-Akkus geprüft werden soll. Ein Agilent U1231A z.B. wäre mit dem 6V Bereich ideal für Spannungsmessungen an den Akkus - aber über 100 € und dann so ein auffällig orangener Klotz neben dem Ladegerät?

Stefan
 

lightleak

Mitglied
Hallo,

Danke für die Vorschläge!

Was kann denn schlimmstenfalls passieren, wenn man die 18650 nicht nachmisst? Ich benutze NUR Lampen mit 1x 18650.

Das Problem bin nicht ich, sondern ein Bekannter, der auch gerne einen 18650er Akku für seine Lampe möchte - Ich bin aber sicher dass er nicht nachmessen würde/könnte. Ist dann ein 18650 einfach das Falsche für Ihn oder wie groß ist die Gefahr wirklich?

Danke nochmals,

Beste Grüße,

lightleak
 

lightleak

Mitglied
Danke für den Tipp,

und wieder ist ein Abend rum, habe mich durch einige threads über 18650er gewühlt.

Was ich allerdings nicht herausfinden konnte:

Was ist denn ganz konkret wichtig beim Laden von geschützten 18650ern?

Dass man sie nicht falsch herum in das Ladegerät legt? Dass sie nach dem Ladevorgang sofort heraus genommen werden?

Wobei muss ich genau vorsichtig sein?
Ich habe viele threads gelesen, die die Suchfunktion zum Stichwort "18650" ausspuckt, bin aber zu diesen Fragen nicht fündig geworden.

Beste Grüße,

lightleak
 

Dischn

Premium Mitglied
Na zum Beispiel "immer rechtzeitig Nachladen und nicht in die Abschaltung jagen. Wenn dann doch mal passiert jeden Abschaltvorgang auf dem Akku mit wischfestem Stift kennzeichnen. Wenn dann evtl. 5 Markierungen drauf sind, vorsichtshalber Entsorgen. Versehentliche Tiefentladungen sind das Hauptproblem.
Akkus nicht unbeaufsichtigt Laden.

Stefan
 

Hmblgrmpf

Mitglied
lightleak,

bei 1x18650 Lampen ist ein Messgerät eine Kontrollmöglichkeit um zu sehen ob Ladegerät und Akku in Ordnung sind oder ob z.B. der Akku in der Lampe tiefentladen wurde. Selbst geschützte Akkus werden in manchen Lampen sehr tief entladen wenn die Lampe weitergenutzt wird obwohl die Helligkeit schon stark nachgelassen hat. Wenn bei voller Leistung eine Abschaltung durch die Schutzschaltung erfolgt ist in aller Regel der Akku nicht tiefentladen, mit einem Voltmeter könntest du das prüfen.

Wichtig wird ein Messgerät bei Lampen mit mehreren 18650ern um zu prüfen ob alle Akkus gleich geladen sind.

Manche 1x18650er Lampen haben eine extrem hohe Stromaufnahme, mit einem Messgerät kann man dann sehen ob der Akku leer ist oder ob die Schutzschaltung wegen des zu hohen Stromes abgeschaltet hat, der Akku also für die Lampe nicht geeignet ist.

Außerdem kann ein Messgerät bei der Fehlersuche bei nicht funktionierenden Lampen (und nicht nur dort) nützlich sein.

Wenn du ein gutes Ladegerät, gute Akkus und nur nicht zu extreme 1x18650 Lampen hast kannst du auf das Messen verzichten wenn du mit den Akkus pfleglich umgehst: nicht mechanisch beschädigen, rechtzeitig nachladen aber nicht nach jeder kurzen Nutzung sofort wieder laden. Mit Messgerät könntest du prüfen, ob es überhaupt notwendig ist den Akku zu laden.

Stefan
 

lightleak

Mitglied
Ach du meine Güte - diese ganzen Informationen bauen sich vor mir auf wie eine unüberwindbare Wand aus 18650er Akkus...

Ich benutze meine Lampen immer bis die Batterien leer sind - da nachzumessen ob sich möglicherweise ein akku tiefentladen hat bzw. den Überblick zu behalten, wie lange ein Akku schon gelaufen ist - das kann und will ich einfach nicht. Das ist einfach zu umständlich und bedarf zu vieler zusätzlicher Kontrollen/Geräte usw.

Ich danke Euch für die Geduld und freundlichen Erklärungen!

lightleak

p.s. Jetzt habe ich allerdings ein Problem, es heißt 2x Pila IBC und 4x AW18650 2600 :argw:
 

Hmblgrmpf

Mitglied
Soooo kompliziert ist das nicht.

Ein einfaches Multimeter genügt an zusätzlicher Ausstattung.

Bei gut geregelten Lampen ist an der Helligkeit nicht zu erkennen wie voll die Akkus sind. Ab und zu eine Messung der Akkuspanung ist in wenigen Sekunden erledigt und viel einfacher als sich zu merken wie lange die Lampe schon genutzt wurde.

Nach einer Messung kannst du grob abschätzen wie lange der Akku noch durchhalten kann, das ist doch besser als mit einem Akku mit unbekanntem Ladezustand loszulaufen und dann plötzlich im dunkeln zu stehen.

Du kannst den Akku auch nach kurzer Nutztungsdauer jeweils nachladen, das verkürzt die Akkulebensdauer etwas, ist aber nicht gefährlich.

Ob bzw. wie schädlich es für den Akku ist wenn die Lampe genutzt wird bis der Akku leer ist hängt von der Lampe und der gewählten Helligkeitsstufe ab. Was für Lampen hast du?

Stefan
 

lightleak

Mitglied
Hallo Stefan,

Die einzige Lampe, die ich mit den 18650ern betreiben will (wollte) ist eine Spark st6-500cw. (Eine großartige Lampe!)

Ich glaube, man muss einfach Prioritäten setzen - eine Beschäftigung mit den Akkus ist bei mir nicht oben auf der Liste. Ich kann aber gut verstehen, dass es Leute wie dich gibt, die etwas Zeit in den Prozess investieren und dann sicher auch belohnt werden (geringere Kosten etc.) Ich brauche die Lampe einfach oft und lange, und wenn sie aus geht müssen neue Batterien rein. ;)
Ich hätte gerne etwas zum Umweltschutz beigetragen und dabei etwas Geld gespart, ich möchte aber kein Messgerät kaufen und mit mir herumtragen, um nachts am Strand zu schauen, ob der Akku in naher Zukunft geladen werden muss. Das macht den Gebrauch der Lampe zum Selbstzweck (kann bestimmt auch reizvoll sein), für mich ist sie aber ganz klar Mittel zum Zweck. Dann kaufe ich lieber irgendwo einen Vorrat an CR123s - das hat bis jetzt hervorragend funktioniert.

Danke und beste Grüße,

lightleak

ps: (edit): Sobald es wirklich unproblematische 18650-typ Akkus und Ladesysteme für Otto Normalverbraucher gibt, die genauso unkompliziert sind wie normale Batterien (natürlich mit der Ausnahme, dass man sie laden muss...), bin ich der erste der wieder zuschlägt!
 
Zuletzt bearbeitet:

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Die einzige Lampe, die ich mit den 18650ern betreiben will (wollte) ist eine Spark st6-500cw....Sobald es wirklich unproblematische 18650-typ Akkus und Ladesysteme für Otto Normalverbraucher gibt, die genauso unkompliziert sind wie normale Batterien (natürlich mit der Ausnahme, dass man sie laden muss...), bin ich der erste der wieder zuschlägt!

Ähm. Mal abgesehen davon, das eben auch NiMH ausgasen und ne Endkappe aufblasen können ;) und man auch CR123 Primärzellen zum Abrauchen bringen kann.

1. Es wird nie 18650 plus Lader geben, die genauso "einfach" zu verwenden sind, wie normale Batterien. Weil eben 18650 nicht normal sind, sondern Industrieakkus. Und schon die Verwendung von ollen NiMH Akkus ist nicht so einfach, wie die Verwendung normaler Batterien. Von den NiCd nicht zu reden, bei denen man auch noch mit einen Memoryeffekt rumtun muss. "Unkompliziert" ist eben relativ.

2. Eine ST6-500, mehrere geschütze AW 18650 und ein Pila Lader ist ziemlich unproblematisch. Ich muss das wissen, ich verwende genau das. Und wenn man, wie ich, Akkus als Betriebsmittel kalkuliert, die halt irgendwann kaputt gehen. Und wenn man nicht die maximal mögliche Zyklenzahl rausquetschen will. Dann muss man nichts messen und dann kann man auch Akkus vor jedem Betrieb grundsätzlich wieder laden. Das mache ich mit den 18650ern genauso, wie mit den LiION Akkus in Handy, Kameras, Notebook usw. Nach zwei bis drei Jahren sind die Dinger eh hinüber (je nach Qualität schneller oder langsamer, aber grundsätzlich altern LiION Akkus eben ab Herstellung), was soll ich mich da wegen den Zyklen rumschlagen.

Wer Geld sparen will, betreibt eben mehr Aufwand und misst, bevor er lädt. Ich nicht, also nicht im normalen Betrieb. Zum Spielen ist was anderes ;)

Pitter
 

lightleak

Mitglied
Hallo Pitter,

interessant von jemandem zu hören, der genau diese Kombination von Lampe/Akku/Lader benutzt.


Das klingt ja alles relativ "entspannt" (haha). Aber eine Frage habe ich doch: Was machst Du denn gegen Tiefentladung? Bei mir ist es eigentlich immer der Fall, dass die Batterien während dem Gebrauch alle gehen. Das ist aber nach allem, was ich bis jetzt zum Thema Tiefentladung gelesen habe, doch ein massives Problem, oder? (5 mal Tiefentladung und der Akku kann futsch sein ?)

Oder macht das bei dieser Lampen/Lader/Akku - Kombi gar nichts?

Danke und beste Grüße,

lightleak
 

Hmblgrmpf

Mitglied
Ein Betrieb der Spark mit einem 18650er ist sehr viel unproblematischer als mit 2xCR123.

Wenn die Spark bei voller Leistung durch die Schutzschaltung des Akkus abschaltet ist der Akku nicht tiefentladen.
Du solltest dann den Akku wechseln und die Lampe nicht in einer niedrigeren Stufe weiternutzen. Tiefentladen kann man geschützte A18650er in der Spark höchstens in einer niedrigen Leuchstufe.

Wenn du immer dann den Akku wechselst wenn sich die Lampe in einer hohen Stufe abschaltet oder sich nicht mehr in die höchste Stufe schalten lässt brauchst du kein Messgerät.


Stefan
(Ich habe noch nie ein Messgerät mitgenommen wenn ich nachts mit einer Lampe unterwegs war.)
 

lightleak

Mitglied
Hm, auch wieder interessant.

Das Problem ist denke ich die Grauzone?
Ich habe die Spark selten auf dauerlicht in der höchsten Stufe, sondern meistens auf der niedrigsten/zweiten Stufe in Betrieb.

Was passiert, wenn der Akku auf der niedrigsten Stufe (8 Lumen) "alle" geht? Ist er dann tiefentladen oder nicht?

Danke und beste Grüße,

lightleak
 

Hmblgrmpf

Mitglied
Vermutlich wäre der Akku dann tief entladen.
Auf Low sollte die Lampe mehrere Tage durchhalten, wenn du den Akku regelmäßig lädst sollte es nie soweit kommen, dass er so tief entladen wird.


Ich habe die Lampe nicht habe aber an einer SPARK ST6-220CW von Heinz mal die Stromaufnahme bei verschiedenen Spannungen gemessen. Auf Low waren das bei 2,5 V etwa 40 mA.

Im CPF soll es irgendwo Angaben von AW zu Schutzschaltung der AW 2600 geben aber dort wird mal wieder an irgendwas rumgebastelt.

Heinz hatte mal die Abschaltschwellen verschiedener 18650 getestet (hier ab #122), bei einem AW 2200 und 2 A Entladestrom lag sie bei 2,45 V. Nach dem Abschalten erholten sich die Akkus auf gut 3,4V.
Bei niedrigeren Strömen ändert sich die Abschaltschwelle nur wenig (s. #130) nach dem Abschalten ist aber die Leerlaufspannung des Akkus sehr viel niedriger - zu niedrig.

Stefan