Womit schaerfe ich das CD Recon Scout?

Jay_Dee

Mitglied
Hallo Leute!

Habe das Recon Scout nun doch bekommen, und bin damit auch sehr zufrieden.
Anfaengliche Skepsis, da es doch etwas gross und wuchtig ist hat sich schnell verfluechtigt, da ich damit schon den ein oder anderen Ast und kleinen Baum kuerzen musste, was sehr gut ging.

Nun leiht man das Messer ja auch mal in andere Haende (man ist ja direkt Spiesser wenn man sagt dass man es nicht zeigt), und nun hat es auch schon eine kleine Kerbe in der Klinge.
Den Verursacher habe ich 40m an einem Seil hinter meinem Kuebel hergezogen, somit ist das abgegolten.

Nun, wie schaerfe ich das Recon Scout am besten, und am einfachsten?
Den Artikel zum Schaerfen habe ich mir natuerlich schon durchgelesen, doch kann ich mich mit der Freihandmethode nicht so recht anfreunden, da ich mir das nicht zutraue (wenn man sowas "live" gezeigt bekommt ist das sicher was anderes)
Da gibt es doch diese Geraete wo ich das Messer einspannnen kann, taugen die was, oder muss ich wohl oder uebel in die Freihandschleifschule gehen? ;)

Ich will desweiteren mein BW-Klappmeser und ein 800Gr. Beil ab und an schaerfen. Meine Frau wuerde sich ueber scharfe Kuechenmesser sicher auch freuen. (Wetzstahl ist da irgendwie nicht so der Bringer)

Kann mir da jmd. was empfehlen?
Am Besten ein Tool was man auch mal zum Wandern mitnehmen kann?


Gruss aus Berlin...
 

Andreas

Mitglied
lange rede kurzer sinn (wie schon so oft auf die frage zum schleifen):
lern das freihandschleifen -> japanischer wasserstein (so groß es geht, 1000/6000 und nen 300/400 zum schruppen)
alle gimmicks (lansky, dmt, ....) sind nicht schlecht aber haben ihr nachteile (z.b. umspannen bei großen klingen, ob da ein beil mit zu schärfen ist, weiß ich nicht, ....).
zum schärfe "halten" evtl. nen sharpmaker von spyderco
 

Claes

Mitglied
Abends, JayDee & Leute!

Es ist ganz lustig, aber ich
habe genau dieselbe Probleme :)
Man hat mir gesagt, dass Freihand
viel, viel besser ist -- aber mein
Hand ist nich stabil genug (ich
"wobble")...

Deswegen habe ich ein Spyderco Sharpmaker
gekauft -- mit 2 braune, 2 weisse und 2
"ultra-weisse" Steinen.
Sie fungieren ausserordentlich!!!
Ich kann z.B. ein meine Fraus Küchenmessern
razierscharf machen, und dass ist ja
nicht schlecht...

Aber... Ist es "nobler" alles beim
Freihand zu machen??? Hm, tja... Sicher.
Oder?

Und: ob ich so gute Resultate mit dem
Sharpmaker kriegen -- warum soll ich
z.B. Jap. Wassersteine kaufen? Warum
kaufe ich nicht die Diamantsteine für mein Sharpmaker?
[Beide zu kaufen? Hm, ne -- ein bisschen zu teuer :)]

MfG
Claes aus Lund, Schweden
[bitte haben sie geduld mit mein
Halbdeutsch!!!]
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Jay_Dee!

Ich würde an Deiner Stelle auch eher zu der Freihandmethode zurückgreifen. Damit kann man auch einiges in der Holzwerkstatt schleifen.

Für den Anfänger empfehle ich gernen einen härteren groben und einen mittleren (weisser Kunst Arkansas hat sich hier bewährt) Schleifstein. Die beiden nehmen auch eine gröbere Behandlung nicht übel.
Dann später auf einen japanischen Wasserstein umsteigen.

Aber wie bei jedem Schärfen, nicht vergessen:
Lederriemen und Schleifsteinhalter erleichtern und verbessern die Arbeit.

Gruß Leo.
 

Jay_Dee

Mitglied
Hallo Leute!

Danke fuer die Antworten!

Leo, Deine Messerschleiftipps habe ich mir auch direkt ausgedruckt und werde sie nach und nach durchgehen.
Ein grober, und ein feiner Stein scheinen mir auch sehr vernuenftig.

Worauf ich aber noch keine Antwort weiss:

Wie lange sollte ich (zb. mit dem groben Stein) eine Messerseite behandeln?
Gibt es da Anahltspunkte an denen man erkennen kann, wann man die Seite wechseln, und sogar den feinen Stein nehmen sollte?

Claes, Dein Deutsch ist verstaendlich, und somit OK.
Ich war bis jetzt leider nur einmal in Schweden ( 99´ Drei Wochen gewandert und eine Woche Kanu).
Ist ein tolles Land, die Natur und die Menschen haben mich sehr beeindruckt!!!

Gibts eigentlich in Berlin einen Laden der solche Steine hat?

Gute N8....
 

Andreas

Mitglied
oft wird beim schleifen folgende vorgehensweise beschrieben:
eine seite der klinge schleifen, bis sich auf der gegenüberliegenden seite ein fühlbarer grat aufwirft. dann seite wechseln und das "spiel" nochmal. Anschließend der feinere Stein bzw. abziehen der schneide auf dem leder.
IMHO führt dies bei häufigerem schleifen dazu, dass die schneide aus der "mitte abwandert", da ja immer zuerst ein größerer abtrag auf einer seite der schneide erfolgt (wenn man immer mit der gleichen seite beginnt). ich schleife die schneide immer abwechselnd, z.b. erst 6 züge links, dann 6 züge rechts. auch so kommt es zum aufwerfen eines grates, der dann durch das schleifen der gegenüberliegenden seite der schneide entfernt wird (mit weniger druck).
 

Jay_Dee

Mitglied
Hallo Leute!

Also von der Idee mit den Wassersteinen bin ich wieder ein wenig abgekommen.

Vielmehr interessiere ich mich doch fuer so ein Geraet mit Klemmfunktion von Lanksy oder Gatco.
Welches ist denn nun besser?

Desweiteren gibt es ja noch den Sharpmaker von Spyderco (kostet allerdings so um die 80,- ist dafuer aber schoen klein)

Ich bin da ein wenig unschluessig.
Einige sagen, dass diese Klemmdinger nichts fuer grosse Messer wie das Recon Scout sind (oder passt das da noch rein?)
Ist es richtig, dass es diesen Sharpmaker auch von einer guenstigeren Firma gibt? Taugt das dann was?

Gibt es da nichts fuer rund 50-60,- mit dem ich das breite Recon Scout sowohl als auch ein feines Kuechenmesser schaerfen kann?

Mein Recon Scout wird langsam immer stumpfer :(

Gruss...
 

Jake Cutlass

Mitglied
Hi Jay_Dee, ich weiß natürlich nicht, wo in Berlin Du wohnst...notfalls schwingst Du Dich in den Kübel und braust los... in Kreuzberg am Marheinickeplatz ist der Laden "Holzapfel" dort gibts japanische Steine, und manches andere Scharfe aus diesem Land (Sägen, Holzwerkzeuge usw. usf.) Bei Wiedenhoff im Europa Center oder bei Frankonia-Jagd in der Friedrichstr. 69 (Höhe U-Stadtmitte) müßtest du ein Lansky Set kriegen. Ich habe das Lansky und finde es OK. Für das CS empfehle ich einen Winkel von 25° oder 30° (etwas stabiler, wird nicht so schnell wieder stumpf) und für Eure feineren Küchenmesser 20°. Das Standardset von Lansky mit den 3 Steinen reicht und kostet bei Frankonia 65,- €. Ich habe zwar das Luxusset mit 5 Steinen (85,- €) aber den sehr groben und den sehr feinen Stein braucht man kaum. Der Sharpmaker ist IMHO eher für das Abziehen zwischendurch, für einen neuen Grundschliff ist das Lanskyset IMHO besser. Bloß die Winkel muß man sich merken, aber 25°-Universal, 20°-Fein und 30°-Grob, sind gut handhabbare Richtwerte.
Hoffe dir geholfen zu haben...
Viel Spaß beim Kaufen und Schärfen wünscht
Jake C.
 

Jay_Dee

Mitglied
Fuer die Friedrichstr. lohnt die Fahrt mit dem Kuebel nicht, da gehe ich zu Fuss ;)
Allerdings sind mir 85,- zuviel. Habe das Set mit Tischhalterung fuer 59,- angeboten bekommen.
Das Gatco kann ich fuer 52,- erwerben.

Hmm, welches ist fuer meine Anforderungen das bessere?
Sollte ich mir noch ein Abziehleder fuer den Endschliff zulegen?


Gruss...
 

darley

Mitglied
unbedingt ein abziehleder.

am besten noch einen mittelfeine diamantpaste dazu.

beim schärfen mit lansky und co. bleibt immer ein grat stehen, der sich schnell wieder umlegt.

am besten zuerst über leder mit dia.-paste, dann leder pur und zum schluss die schneide einmal durch hartes hirnholz ziehen!
dann ist dieser grat weg, die schneide poliert und das messer sollte sau-scharf sein!

bernd