Wo ist die Grenze `?

Kai

Mitglied
Hi, hier wird immer von Überleben und Ausrüstung erzählt, wer braucht es denn wirklich bei seinen Touren ?? Meist ist das doch mehr Backen aufblasen ( ala Samstagnacht im Schwarzwald..)

Macht mal Meldung.

pROVOKATION IST ABSICHT:steirer:
 
Zuletzt bearbeitet:

Aleena

Mitglied
Hi Kai,

hab ich früher mal gebraucht, jetzt schon ne Weile nicht mehr.:D
Aber viele Sachen, die hier diskutiert werden sind einfach auch angenem.
Mit den Kindern im Oktober noch in den Bergen gewesen, die Hütten schon nicht mehr bewirtschaftet und dann Schnee-regen und ein eisiger Wind. In der Schutzhütte hätten wir auch ohne Feuer im Kamin und ohne Essen durchgehalten,:D: aber mit Mamis Feuer und gescheiter Brotzeit war´s eine Gaudi.:super: So ein bisschen Krempel nehme ich auch auf eine 1-Stunden-Wanderung mit, dann wird es nicht gleich unbequem wenn 5 Stunden draus werden.:steirer:
 

le.freak

Premium Mitglied
mag sein, das vieles hier spielerei ist, aber rennst du immer mit 50 uhren am arm herum?

(provokation ist absicht :fack: )

wobei ich sagen, muss einerseits machts einfach spass so rauszukitzeln mit wie wenig ich grad noch auskomme und andererseits haben wir hier im forum auch einige trekking-begeisterte, die mitm rucksack zum beispiel durch island tingeln (hallo fugazi). und da macht man sich dann schon gedanken.

oder meine touren in suedamerika und australien; klar, da war immer ein auto im spiel, aber dann hast du auch platz fuer beil, schaufel, sandbleche... :super:
 

Allmendinger

Mitglied
Hi Kai!

Natürlich braucht man die Sachen i. d. Regel nicht. Wenn Du allerdings den Grundgedanken des "Survivals" nämlich "Bereit sein für das Unerwartete" bedenkst, macht es doch durchaus Sinn, sich entsprechend in bester Qualität auszurüsten.

Einige hier werden sicher auch den Survivalfall nur simulieren und haben Spass dran, sowas zu bewältigen.

Auf Trekkingtouren, bei denen ich z. Bsp. im Hunsrück unter Umständen den ganzen Tag keine Menschenseele zu sehen kriege hab ich persönlich lieber ein Fixed dabei als ein Klappmesser. Es beruhigt mich halt zu wissen, dass meine Ausrüstung gewisse Reserven hat.

M. E. geht nur ein Dummkopf ohne Messer und Feuerzeug in den Wald, denn meine Erfahrungen haben gezeigt "Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt"

:D wenn ich auch noch keinen lebensgefährlichen Situationen im Wald ausgesetzt war.

:confused:

Viele Grüsse
Allmi

:irre:
 

crashlander

Premium Mitglied
Da kann ich Allmendinger nur zustimmen.
Ich persönlich mach auch keine so Riesendinger, aber wenn ich auf Kreta wandern gehe hab ich auch lieber ein fixed dabei. Schaden kanns ja nicht. Viel mehr isses bei mir persönlich aber auch nicht was ich an "survival" Zeugs dabei habe. Ich kanns aber gut verstehen wenn jemand Spaß an sowas hat, von wegen der werfe den ersten Stein usw.

Ich war aber schonmal mit dem Auto in Namibia unterwegs und da kanns schon mal passieren daß man 200km am Tag fährt und einem niemand entgegenkommt (von Überholen gar nicht zu reden:D ) Und dann ist genug Wasser und eine Schaufel plus was zu essen doch nicht so verkehrt. Wobei wir eigentlich nie in einer brenzligen Situation waren, unser Land Cruiser hat uns brav mit seinem 4L Diesel kutschiert und nie gemuckt. Wir haben sogar mal zwei Deutsche aus einem Sandbett rausgezogen, die leichtsinnigerweise mit ihrem PKW eine doch recht holprige Strecke gefahren sind.:D
 

tolegen

Mitglied
Für die norddeutsche Wildnis

Um in den Teutoburger Wald(Ja das ist ein Mittelgebirge, auch für alle die das nicht glauben)rein und wieder raus zu kommen reicht ein Messer(chen), eine Innova und das obligatorische Feuerzeug(hat der Raucher eh immer dabei).

Ich mag fixed sowieso lieber als Folder, aber ehrlich gesagt gebraucht habe ich es eigentlich so gut wie nie und auf eine Lampe kann man in diesem Teil der Welt zumindest im Sommer mehr oder weniger verzichten.
Ich glaube was ich als erstes in der Wildnis schmerzlich vermissen würde sind die Zigaretten, der Rest ist eher Spieltrieb und das ist hier wohl bei allen so!

In den wenigen Ländern wo ich mal auf Tour war(Ost bis sehr weit östlich) dürfte man sein/mein Lieblingsoutdoormesser eh nicht führen
und beim restlichen "Survivalkram" bin ich anspruchslos, den schließlich kriegt man für den Gegenwert eines ordentlichen Schlafsacks auch ein ordentiches Messer(he,he).

Ist eben Männerspielzeug! Interessanterweise hat hier niemand ein Handy genannt, dabei könnte einem das am Arsch der Welt mal wirklich gute Dienste leisten.
Das ist eben das falsche Forum für "solche" Spielzeuge(Ich komme auch blendend ohne so ein Teil aus).
In Automobilforen fragt vermutlich auch niemand warum jemand einen 300PS Motor in seinem PKW hat.

Haltet euch einfach an Tolegens volkwirtschaftlichen Merksatz.

WENN JEDER NUR NOCH KAUFT WAS ER BRAUCHT IST DEUTSCHLAND ÜBERMORGEN PLEITE.

In diesem Sinne Grüße ich alle Kampfmesserfans, die Ihre Messer niemals zum kämpfen nehmen, alle Sporttaucher die zweimal im Jahr mit ihrem Mission in den Pool springen und alle Outdorrfreaks, die vor Jahren das letzte mal "Outdoor" waren.

Mir machen die Waldspaziergänge mit Busse und Konsorten deutlich mehr Spaß als Ohne!
 

hagrid

Mitglied
Wie es euch gefällt

Hallo zusammen,
nun ich denke jeder kann mitschleppen was er möchte. Solange ich nicht in der Gruppe bin und das Zeug schleppen darf weil sich derjenige etwas zuviel zugemutet hat. Meine Ausrüstung besteht aus Kompass oder GPS, einem guten Messer je nach Laune, eine LED Lampe
(meist InovaX5)und mein kleines Zeiss 8X20 Glas. Im Rucksack Regenzeug, Trinkflasche, Streichhölzer in einer WD-Box und eine kleine erste Hilfe Box. Außerdem was zu futtern, auch nach Lust und Laune. Noch mit im Rucksack Schnürsenkel und Kamera (wenn sie nicht an der BW-Koppel neben dem Messer hängt).


Die Lachnummer für mich ist das Schrade i-QUIP für 250 Euro

Gruß

Hagrid
 

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neo

Mitglied
@ hagrid: das IQuip ist wirklich ein witz für den preis!!


@Kai: ob man die ausrüstung und das wissen braucht hängt wohl auch vom Schicksal ab wie ja einige hier schon geschrieben haben, dann es notfall auch immer eintreten, auch schon bei einem längeren spaziergang /autofahrt. Aber auch die meisten von uns werden wohl im Urlaub in fremde Länder fahren, wo es dann doch schon mal schnell zu einem Überlebenstraining kommen kann, wenn man z.B. in den Bergen von schlechtem Wetter überrascht wird!!

Ich finde den Vergleich mit dem kampftraining ganz gut: Besser ich bereite mich ein leben lang auf den Notfall vor und er tritt dann nicht ein(wobei letzteres meist Folge von erstem ist!), als umgekehrt.

Das ganze muß natürlich Spaß machen und darf nicht in Paranoia ausarten!!!

das "Überlebenstraining" und verwenden diverser ausrüstung und kenntnisse in der freien natur hat für mich aber noch viele andere wichtige aspekte:
Z.B. wird man sich nach einem solchen "outdoortrip" sofort wieder des Luxus bewußt, welchen man im "normalen "Leben hat, s. Fließend Wasser aus dem hahn, Dach über dem Kopf , Stuhl zum Sitzen, Heizung, Essen im Kühlschrank etc.!! man wird dann sofort wieder zufriedener zu hause und ist dankbar dafür!!
Außerdem stäkrt ein solches Training das Selbstbewußtsein, da man weiß, daß man in freier Natur "(über)leben kann", auch ohne die meisten Luxusgüter!

Gruß neo
 

Flaming-Moe

Mitglied
Re: Wie es euch gefällt

Original geschrieben von hagrid


Die Lachnummer für mich ist das Schrade i-QUIP für 250 Euro

Meine Güte, was ist das denn???

Für die Kohle bekommt man die Komponenten auch einzeln und in vermutlich besserer Qualität.

Außerdem ist bei dem i-Quip gleich ALLES Weg, wenn man es verliert.
Passiert leider manchmal, wenn man draußen spielt...
 
Das was ich mitnehme ist immer abhängig vom geplanten Ziel. Muß den Kram ja selber schleppen.
Was eigentlich immer dabei ist sind Karten der Gegend, Kompaß, Uhr, Taschenmesser und die Stirnlampe, etwas zu Essen & Trinken sowie ein passender Wetterschutz.
Allerdings kommt dann noch eine Vielzahl an Zeugs hinzu - Steigeisen, Eispickel, Sicherungsmaterial, Kocher usw.

Und jau, ich brauch das Zeugs auch.

Touren (bei denen das Zeugs was aushalten mußte) fallen mir schon einige ein:
Grialetsch bei Davos (letztes WE). Wir hatten da abends Windstärke 8, im Windschatten -5°C und fast keine Sicht.
2 Wochen vorher sind wir im Gotthardgebiet im Schnee abgesoffen, durfte mich meist durch hüfthohen Schnee bahnen, es wraen aber auch Stellen dabei wo ich grad noch so mit dem Kopf oben raussehen konnte (bin 1.83 m groß). Den Eispickel hab ich dann in irgend ner dusseligen Wand komplett ausgereizt (brauch jetzt für sowas anderes Material).
Letztes Jahr hat es mich im Juni auf dem Weg zur Wiesbadner Hütte zerblasen - Schneesturm vom Feinsten und Null Sicht.
Dann war das Zeugs schon in Lappland letzten Februar dabei und im April im Jahr davor bei Narvik in Norwegen.
Mein Material hat sich bewährt und ist meiner Meinung nach das viele Geld wert was drin steckt. Das Billigste ist fast das Messer (ich hör die Sammler schon schreien), aber es reicht vollkommen aus :)

Alex
 
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porcupine

Super Moderator
survival

Der Notfall kommt schneller als man denkt. Meistens tritt er aber gar nicht ein. Ich denke aber, wer vorausschaut, kommt um ein Minimum an hochwertiger Ausrüstung nicht herum. Wenn ich auf Kajaktour in der Holsteinischen Schweiz oder auf der Ostsee bin, ist das Messer genau besehen der am seltensten gebrauchte Ausrüstungsgegenstand, die entsprechende Kleidung und Spezialausrüstung ist dann viel umfangreicher. So manche Tour hat mein Busse im Kanusack verpennt, allenfalls das Leatherman wurde ein paarmal benötigt. Aber bei den 2 oder 3 Mal, wo sich das Paddel, die Steuerung oder gar ein Kind in treibenden Angelschnüren verheddert hatte, war ein schnell zugriffsbereites Messer eine unschätzbare Hilfe. So schleppe ich lieber ein bißchen mehr und brauch es dann nicht, als umgekehrt...
 

Hocker

Mitglied
Wenn ich unterwegs bin, dann meistens alleine....
Die Haxen sind schneller gebrochen/verstaucht als man denkt und Handys funktionieren auch in D nicht überall.
Da es meistens jemanden gibt der einem vermißt und man clevererweise hinterlassen hat wo man ungefähr hinwollte, wird man auch bald gesucht. Deshalb sind Nahrung und Wasser in unseren Breiten normalerweise sekundär.
Eine wirklich ernste Sache ist die Unterkühlung. Man sollte immer in der Lage sein eine Notunterkunft herzurichten (Biwaksack, Regenponcho, Alu-Folie etc.), und ein Feuer zu machen.
Bei entsprechender Witterung braucht's keine Minusgrade zum Verrecken...

Hocker

P.S.: Ach ja, auf sich aufmerksam machen sollte man auch noch können...
Trillerpfeife...- man pfeift länger und lauter als man ruft.
 

Paco

Mitglied
Das Spiel mit der Wildnis

Hi Neo,

hat mir gut gefallen Dein Beitrag: Man schätzt dann erst wieder den Luxus den man zu Hause hat und einem wird erst wieder bewusst, wie viel bzw. wenig von dem was man hat, wirklich gebraucht wird. Ich denke daran liegt mit der große Reiz von Outdoor-Aktivitäten (oder auch der Beschäftigung mit der Thematik ganz allgemein): Reduzieren aufs Wesentliche in Kombination mit Natur erleben...

@Hocker: seh ich genauso. Nass werden / Unterkühlung sind in unseren Breiten das größte Problem. Ausserdem sollte man auch auf einer harmlosen Wanderung ein kleines Verbandszeug (ein gutes Messer) und was gegen Regen dabei haben... Auch wenns Gott sei Dank nicht immer gleich ums überleben geht, wirds so viel angenehmer.

Gruß

Paco