Winkel beim Freihandschleifen

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SteffenG

Gast
Hallo zusammen,

im Thread Wie scharf sollte ein Messer sein? hat Leo einige ziemlich präzise Winkelangaben für verschiedene Klingentypen und Verwendungszwecke gemacht.
Jetzt frage ich mich als 'Freihandschleifer', wie ich die wohl am besten einhalten kann. Ist das nur mit Übung zu erreichen, oder gibt's da einen Trick? Wie macht ihr das so?


Vielen Dank und schöne Grüsse
Steffen
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Steffen!

Deine Seite ist mir schon oft aufgefallen, bei den Suchmaschinen hast Du ja beeindruckende Ranghöhen erreicht.

Den Winkel kannst Du versuchen einzuhalten, indem Du Dir kleine Holzklötzchen machst, die Du vor dem Schleifen kurz auf den Stein auflegst, damit Du ein Gefühl für den Winkel bekommst.
Dann das Messer mit dem Daumen fixieren (der Daumen drückt hinten gegen das Messer und liegt beim Schleifen auf dem Schleifstein auf). Der Daumen ist dann eine Art Schleifhilfe für das Messer.

Viel Spaß beim Messerschärfen wünscht Dir der Leo.

P.s.: Wie war Dein Diamond Brand direkt beim Kauf? Musstest Du ihn erstmal abrichten, oder war er ok so?
 
S

SteffenG

Gast
Hallo Leo,

tja, das mit den Suchmaschinen ist mir unbegreiflich :argw:

Vielen Dank für deinen Tipp. Ich habe in dem Lee-Buch was mit Hefter-Klemmschienen gelesen und auch schon ausprobiert. Aber da wird die Klinge ziemlich arg verkratzt und deshalb habe ich das wieder sein lassen. Deine Winkelangaben haben mich aber neugierig gemacht. Ich schätze, ich werde mir Holzkeile mit verschiedenen Winkeln machen. Das scheint mir ziemlich praktisch zu sein...


Ich habe inzwischen nicht nur einen DB. Insgesamt vier sind für verschiedene Verwendungszwecke und an unterschiedlichen Orten deponiert. Einige waren beim Kauf plan, andere schepps. Ich richte bisher aber nur die Steine für Hobel-/Stemmeisen ab. Bei meinem ersten Messerstein ist's wohl inzwischen zu spät. Aber vielleicht erklärt das ja, warum ich damit keine guten Ergebnisse mehr erzielen kann :confused:
Wegen den nervigen Einschlüssen beim DB habe ich vor demnächst einen Kombistein von King zu kaufen (Danke für deine Schleifsteintests! :) )
Wo wir schon darüber reden: Mein erster DB schlämmt stark, was mir eigentlich gut gefällt, da dann bei regelmässigem Spülen während des Schärfens der Stein immer einen guten Abtrag aufweist. Zumindest der neuere Stein, den ich gestern verwendet habe, schwämmt praktisch überhaupt nicht. Es setzen sich die Poren zu - die Steinoberfläche wird fast glatt. Mir kommt's vor, als ob der Stein irgendwie 'ausgetrocknet' ist, und das, obwohl er jetzt bestimmt zwei Wochen im Wasser lag. Kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, woran das liegen könnte (evtl. Wasserhärte?):confused:


schöne Grüsse
Steffen
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo SteffenG!

Diesen Klemmmechanismus gibt es auch von Global, der verkratzt die Klingen aber auch gehörig. Du kannst gegen das Verkratzen einen Streifen Tesafilm auf die Klinge kleben, das hilft.

Das Problem mit dem stumpfwerden des Steines hatte ich neulich auch mal. Allerdings trat das erst auf, nachdem ich versucht hatte den Stein mit einem noch gröberen chinesischen Stein abzurichten.

Das Gefüge wurde wieder offener, als ich den Stein danach mit 60'er Siliziumkarbidpulver und dem alten Dick Abrichtblock abgerichtet habe.

Aber ich frage mich, ob sich der Aufwand bei dem Preis des Steines lohnt, denn das Pulver und der Abrichtblock kosten auch ein wenig.

Mit den japanischen Wassersteinen hast Du beim Abrichten leichtes Spiel und das Gefüge lässt sich durch kurzes Reiben mit einem 240'er oder 400'er SiC Schleifpapier wieder frei machen, so es sich denn mal zugesetzt hat. Die feinen (über 1000'er Körnung) neigen eher dazu als die groben Steine.

Viel Erfolg beim Schleifen wünscht Dir der Leo.