Wie klebt man einen Naniwa-Superstone auf lackiertes Holz?

nelson

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Hallo zusammen,
vor einigen Tagen habe ich einen NaniwaSuperstone 8000 als Schleif-Endstufe für meinen Takamura-Santoku gekauft. Leider wusste ich nicht, dass dieser Stein (210x70x20) von der Firma Feine-Werkzeuge ohne Halterung geliefert wird. :cool: Der Stein liegt ziemlich niedrig zum schleifen. Sehr wenig Platz für die Finger. :rolleyes: Deshalb beabsichtige ich, den Stein auf lackiertes Holz zu kleben. :steirer: Das dicke Brett wird als eine Brücke über die Spüle dienen, so dass beim Nässen keine Überschwemmung auf der Arbeitsplatte entsteht.
Hat jemand Erfahrung mit so einem Projekt? Mit welchem Klebstoff kann man den Stein ans lackierte Holzbrett am besten kleben?
Für jede Hilfe bin ich sehr dankbar :irre:
Besten Dank im Voraus
nelson
 

Blacky

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Eine interessante Frage. Ich gebe teachdair Recht, werfe aber noch eine Frage ein:
Hält das Epoxi bei der doch ziemlich feinen Körnung ordentlich? Wäre ja besser, wenn es in die Poren des Steins läuft und sich dort "verankert", oder? Lohnt es sich, das vorher dünnflüssiger zu machen, damit es besser reinfließt?
 

tombatom

Mitglied
Ich würde ihn nicht kleben sondern einen Holzsockel dafür anfertigen.
Harthoz mit umlaufender passgenauer Kante, leisten leimen oder besser: aus dem Holzblock ausfräsen, dann unten ein Loch passend für eine kleine Zwinge. Zum befestigen auf dem Tisch. Nichts rutscht dann mehr.
Vorteil ist auch:Stein ist beidseitig nutzbar.Im Zweifel kannst du die Flanken des Steines z.B. für Recurveklingen nutzen.
GrußThomas
 

schoene-messer

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Servus,

ich habe meine Belgischen Brocken mit "dünnflüssigem" Sekundenkleber vom Stefan Steigerwald auf stabilisiertes Holz und den anderen auf eine Multiplex-Platte geklebt.

Schleifstein aufs Holz halten, Sekundenkleber von den Seiten reinlaufen lassen, mit einer Leimzwinge fixiert.

Nach dem Durchhärten hält das bombenfest, es darf nur kein seitlicher Schlag drauf erfolgen, das ist aber bei jedem anderen Kleber auch der Fall.

Viele Grüße

Erich
 

Sven

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Auf einen Holzblock geklebt kannst du den Stein nur schlecht reinigen und nicht in Wasser lagern.

Ich habe das für mich so gelöst, das ich auf einen Holzklotz zwei kleine Leisten genagelt habe und die Steine dazwischen mit einem Keil festklemme.

Ciao Sven
 

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Hunter

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Ich würde den Stein auch nicht fest aufkleben, besser ist ein Brett mit umlaufenden Rand, wo der Stein spielfrei sitzt.

Nur mal eine Frage am Rande: "Sekundenkleber", also Cyanoacrylat-Klebstoffe sind meines Kenntnisstandes nach nicht dauerhaft wasserfest, oder hat sich da mittlerweile was geändert ?!
 
Zuletzt bearbeitet:

akiem

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ich würde den stein auf keinen fall auf holz kleben. schleifstein holz und nässe passt einfach nicht zusammen. wie painless potter schreibt ist ein schleifstein halter die bessere lösung.
oder gleich den naniwa superstone kaufen mit dem kunstoffhalter und der mehr als doppelt so dick ist wie der einzelne dünne stein ohne halter.
 

Knörri

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Ich würde den Stein auch nicht Kleben, schon gar nicht auf Holz. Holz und Wasser versprechen nicht gerade eine unendliche Haltbarkeit deiner Konstruktion.

Ich habe mir den Schleifsteinhalter von Dick gekauft, für die Küche ist der sicher sehr gut, aber in Gebrauch habe ich ihn noch nicht. Ich benutze im Moment immer noch eine von unserem Parkettboden übrig gebliebene Holzleiste. Die Steine saugen sich prima fest, kein Rutschen! Die Breite passt auch super (die Steine schließen bündig ab) und von der Länge habe ich gleichzeitig eine prima Brücke für unser Waschbecken im Heizungskeller. Mehr "Bodenfreiheit" und besseres Handling bietet keine Halterung. Wenn du an so etwas herankommst solltest du das mal versuchen.

Den Naniwa SS8000 habe ich mit Halterung und bedauere es bereits. Die Halterung rutscht mehr als die blanken Steine auf meiner Parkettleiste.
 

mila

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Ich würde den Stein auch nicht aufkleben, ich klemme ein Stück Kantholz mit einer Schraubzwinge auf dem Tisch fest. Da lege ich den Stein drauf und damit er nicht rutscht kommt ein feuchter Lappen zwischen Stein und Holz. Funktioniert gut.
Mila
 

nelson

Mitglied
Ich würde ihn nicht kleben sondern einen Holzsockel dafür anfertigen.
Harthoz mit umlaufender passgenauer Kante, leisten leimen oder besser: aus dem Holzblock ausfräsen, dann unten ein Loch passend für eine kleine Zwinge. Zum befestigen auf dem Tisch. Nichts rutscht dann mehr.
Vorteil ist auch:Stein ist beidseitig nutzbar.Im Zweifel kannst du die Flanken des Steines z.B. für Recurveklingen nutzen.
GrußThomas
Vielen Dank Tombatom.
Ich war auch auf deine Idee gekommen. Es ist nur so: mein Naniwa Super-Stone ist nur 20 mm dick. Eine passende Leiste oder Ausfräsung müsste theoretisch eine Höhe von ca. 5 mm haben, so dass der Stein stabil bleibt. Dabei würde ich 25% der Nutzungsdauer meines teuren Steins verlieren. Wenn ich den Stein anklebe, verliere ich höchstens 1 mm, also nicht mehr als 5%. Bei diesem Stein ist diese Überlegung wichtig, weil er sehr weich ist. Aus diesem Grund werde ich irgendwann einen teureren Naniwa Chosera 8000 kaufen. Derweil werde ich wahrscheinlich dem Ratschlag von "schöne Messer" folgen und flüssigen Sekundenkleber anwenden.
Vielen Dank nochmals
nelson :cool:
 

mico

Mitglied
mein Naniwa Super-Stone ist nur 20 mm dick.

... aber das ist doch schon die dicke Ausführung der SuperStones von Naniwa. Der Stein ist doch blos noch zum Abziehen da und nutzt sich sehr langsam ab, wenn Du nicht exzessiv hineinschneidest und dann komplett abrichtest - wie willst Du den denn in Deinem Leben verbrauchen? Die Haltbarkeit des 8000ers ist wesentlich höher als die der Steine niederer Körnungen! Er setzt sich aber durch Schlierenbildung schnell zu, so dass ich froh bin, ihn umdrehen zu können, bevor ich ihn wieder reinigen muss.
Meine Empfehlung wäre auch ein separater Halter - vor allem, wenn es nicht bei diesem Stein bleibt...

Viel Erfolg wünscht
mico
 

Kuno

Premium Mitglied gewerblich
Hallo nelson,

Gummimatte besorgen und unterlegen. -

Rutschfest, wasserfest, flexibel und beliebig höhenverstellbar.. :ahaa:
Außerdem kannst Du beide Seiten weiterhin benutzen.

Gruss, Kuno.
 

nelson

Mitglied
...Den Naniwa SS8000 habe ich mit Halterung und bedauere es bereits. Die Halterung rutscht mehr als die blanken Steine auf meiner Parkettleiste.
Der von Feine-Werkzeuge gelieferte Naniwa-Superstone 8000 ist total unbequem, weil er ohne Halterung geliefert wird. Ich würde in Zukunft nur Schleifsteine mit Sockel kaufen.
 

Sanji

Mitglied
Der von Feine-Werkzeuge gelieferte Naniwa-Superstone 8000 ist total unbequem, weil er ohne Halterung geliefert wird. Ich würde in Zukunft nur Schleifsteine mit Sockel kaufen.

Ob mit oder ohne Sockel hat jeweils Vor- bzw. Nachteile. Muss man schaun wie man den benutzen will. Ohne irgendwelchen Sockel ist ein Schleifstein mit so 2-3 cm Höhe natürlich zu flach um mit dem gut schleifen zu können, klaro. Aber bei einem fest angeklebtem Sockel ist nur eine Seite des Steins benutzbar. Logisch :). Wenn man nur eine Seite benuten will ist ein fest angeklebter Socken (sofern rutschfest) das sinnvollste, imho.
Ich benutz meine Steine jedoch nicht nur um die Schneidkante zu schärfen; damit schleif ich bei meinen einseitig geschliffenen Japanern öfter auch mal die Klingenflächen. Dazu brauchts absolut plane Steine, zum Schärfen der Schneide nicht unbedingt. Daher nutze ich eine Seite meiner Wassersteine für die Schneide der 'normalern' Messer und die andere ist für Flächenschliff reserviert. In dem Fall find ich diese verstellbaren Gummisockel sehr praktisch.
Wenn dann so ein Stein mal stark verbraucht und nur noch so ca. 1 cm dick ist, dann sollte man den auf eine harte verzugfreie Unterlage aufkleben da er unter Umständen sonst bricht.
So einen hab ich mit Badezimmersilikon auf eine passend zurechtgeschnittene Bodenfliese und die wiederum auf ein Korkklotz geklebt. Bis jetzt hält diese Klebung ganz gut.
 
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