Wie Axt schärfen? Winkel?

frogfish

Mitglied
Hallo,

hätte meine Axt (Gränsfors) gerne rasiermesserscharf (wie es sich gehört). Habe es versucht, jedoch leider ohne Erfolg (Feile, Diamantschleifstein).
Mit meinen Messern ist das kein Problem (Basiswissen und Technik also vorhanden)
Ist vieleicht der Winkel meiner Axt zu groß?
 

Beisser

Mitglied
also bei meinem gränsfors jägerbeil gelingt das mit dem spyderco sharpener problemlos. ich schärf das ding wie meine messer.

gruß
Arne
 

Leonardo75

Mitglied
Sollte bei einer Axt kein Problem sein, wie Beisser schreibt, einfach wie ein Messer schärfen (ausreichend fein) und Abziehen und schon rasieren die Dinger.

Gruß Leo.
 

olli16

Mitglied
Nimm einen Edding-Stift um die Schneide zu schwärzen. Beim anschließenden Schärfen kannst Du dann sehen, ob Du die eigentliche Schneide schärfst oder nur den balligen Bereich oberhalb der Schneide. Dabei einen deutlichen "stumpferen" Winkel wie bei Messern nehmen.

Gruß
Olli
 

sanjuro

Mitglied
Es macht nach meiner Erfahrung einen großen Unterschied, ob man ein Beil, eine Spaltaxt oder eine Axt zum Entasten (z.B. Ochsenkopf Iltis) schärfen möchte. Die letztgenannte hat eine Art Hohlschliff, wodurch der Kopf (in der Draufsicht) sehr schlank bleibt. Dadurch kann man aber auch einen relativ spitzen Winkel schleifen, um eine hohe Schärfe zu bekommen. Beim Einsatz einer schweren Spaltaxt hilft das nicht allzu viel; unter Umständen beißt sie sich leichter fest, wenn man nicht genau in der Faserlängsrichtung trifft.

Zum Rasieren würde ich eigentlich kein Beil nehmen, aber - um Emil Steinberger zu zitieren:...was weiß ich, wie Sie ausschauen...

Gruß

sanjuro
 

Fenris

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Hmm, also ich habe Probleme bei einer Axt/einem Beil diesen balligen schliff, und trotzdem ausreichende Schärfe (Armhaare abrasieren sollte möglich sein) hinzubekommen.

Wenn ich es ganz normal auf nem stein schärfe wie meine Messer, dann wird es zwar relativ scharf, aber der für Äxte empfohlene (siehe Wetterlings, Gränsfors etc homepages ;) ) ballige Schliff bleibt aus.

Bewege ich den Axtkopf beim schärfen so das eine ballige schneide zusammenkommt, ist es nachher nicht scharf genug :/

Muss mir wohl irgendein altes Beil besorgen an dem ich üben kann, meine schönen neuen Äxte möchte ich nicht verschleifen bevor sie wenigstens benutzt wurden^^
 

Andreas

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Ähm, warum muß eine Axt rasieren? ;)

Hast Du es mal mit einem Mouspad und einem Stück Schleifpapier/Schleifleinen ausprobiert? Damit läßt sich leichter ein balliger Schliff erzeugen als mit einem festen Stein.
 

Fenris

Mitglied
Andreas schrieb:
Ähm, warum muß eine Axt rasieren? ;)
prestige? ;)

Beim Entasten ises imho von Vorteil, beim spalten bin ich noch nich sicher^^

Hast Du es mal mit einem Mouspad und einem Stück Schleifpapier/Schleifleinen ausprobiert? Damit läßt sich leichter ein balliger Schliff erzeugen als mit einem festen Stein.
nope, kannte ich bis jetzt noch nicht, danke für den tipp!
Hab aber glaub ich kein ausreichend feines papier da^^
 

le.freak

Premium Mitglied
Andreas schrieb:
Ähm, warum muß eine Axt rasieren? ;)

je schaerfer desto besser. ist die axt oder das beil stumpf und du triffst in einem zu flachen winkel auf springt die axt/das beil vom holz ab. sind das beil oder die axt scharf springen sie nicht ab sondern fressen sich in das schnittgut. das erhoeht die sicherheit.

ich hoffe, ich hab das passend ausgedrueckt ...
 
Zuletzt bearbeitet:

Andreas

Mitglied
le.freak schrieb:
je schaerfer desto besser. ...

Ich würde diese Aussage noch etwas ergänzen:
Je schärfer desto besser, aber nur so scharf wie nötig. ;)
Eine Axt, mit der man sich rasieren kann, ist imho schon zu scharf. Diese hohe Schärfe wird sie nur recht kurz behalten, wenn man sie nicht nur "zur Show" sondern eben z.B. zum Entasten benutzt. Meine Beile und Äxte sind zwar scharf, von der "Rasierfähigkeit" sind sie allerdings recht weit entfernt. Dafür bleibt aber diese "geringere" Schärfe recht lang erhalten. Und das ist mir bei der Arbeit wichtiger, als diese hohe Schärfe, die ich dann im Wald nach kurzer Zeit mit einigem Aufwand wieder herstellen müßte, weil sie durch Benutzung recht schnell schwindet. Um eine Vorstellung von der Schärfe zu bekommen: Mit meinen Beilen und Äxten kann man bequem schnitzen, wenn man das Beil/die Axt direkt am Kopf anfasst. Mir reicht das vollkommen für den eigentlichen Zweck. Im Wald benutze ich, falls wirklich nötig, den Schleifpuck von Gränsfors. Klein, handlich und für eine Axt imho vollkommen ausreichend. Auch für die Pflege "zu Hause" reicht das Ding für mich aus.

go0410199.jpg

(Bild geliehen von Globetrotter)

Aber da muß jeder seine Erfahrungen machen, denke ich ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

christophmc

Mitglied
Ich kann mich da le.freak nur anschließen. Ein Beil oder eine Axt sollte für mein dafürhalten immer mglst. scharf sein (genauso wie ein Haumesser). Da diese nur im "Druckschnitt" eingesetzt sind bringen microserrations gar nichts. Eine "stumpfere" Axt oder Beil mit der Begründung einzusetzen, diese würde dann weniger schnell noch stumpfer kann ich nicht nachvollziehen, die Abnutzung an der Schneide ist immer gleich.
Wichtig bei diesem Thema ist zum einen ein balliger Anschliff und zum anderen ein nach Einsatzzweck abgestimmter Schneidenwinkel. Es ist ein Unterschied ob ich eine frische Tanne entasten oder mich an einem knochentrockenen Ahorn vergehen will.
Zusätzlich ist eine mglst. riefenfrei geschliffene Phase ein guter Rostschutz und birgt event. Rissen vor. (Deswegen ein Beil oder eine Axt nie mit der Feile schärfen)
Ein ganz anderes Thema sind hier Spalthämmer und -keile. Die sollen nichts schneiden sondern das Material aufsprengen. Hier bevorzuge ich eine leicht abgerundete Schneide damit sich nichts festfressen kann.

Gruß

christoph
 

Fenris

Mitglied
Hi,
mal ne frage am rande, schleift ihr eigentlich ne fase an die Schneide der Axt?
Bzw ist "Rasiermesserschärfe" mit balligem schliff (wie ich ihn mit der mousepad methode wunderbar hinbekommen, thx nochmal) überhaupt möglich?
 

Andreas

Mitglied
Fenris schrieb:
Hi,
mal ne frage am rande, schleift ihr eigentlich ne fase an die Schneide der Axt?

Nein, die Äxte schleife ich ballig "auf Null". Also ballig bis zur Schneide. So bleibt mehr Material direkt "hinter der Schneide" stehen.

Fenris schrieb:
Bzw ist "Rasiermesserschärfe" mit balligem schliff (wie ich ihn mit der mousepad methode wunderbar hinbekommen, thx nochmal) überhaupt möglich?

Ja, die "Rasiermesserschärfe" ist auch mit balligem Anschliff möglich. Das kommt imho aber u.a. auf den Winkel bzw. den Radius der Schneide an.
 

Fenris

Mitglied
hmm, dann mach ich bei meinem Wetterlings Jagdbeil noch was falsch. Evtl ist der schliff zu ballig, dask könnte durchaus sein. Werds weiter probieren (bis von der Axt nichtsmehr übrig ist^^)

Aber meine Gränsfors hatte jetzt, nachm spalten von 2+ Jahre alten Buchenscheiten, ein paar kleine scharten. Die hab ich mitm wetzstein rausgemacht und dann wie ichs von meinem Messern gewohnt bin geschärft. Sprich jetzt hat se ne kleine Fase (~0,5-1mm) ist das für Äxte unratsam?
 

maulex

Mitglied
hallo , ich hätte mal ne frage . bei uns in der werkstatt liegen 2 Beile und eine Axt . zum Preis kann ich nichts sagen aber wahrscheinlich sind sie aus baumarkt oder so. wie bekomme ich denn da denn nun am besten einen neuen Grundschliff rein ? mein Kumpel (galabau Gärtner ) meinte ich sollte es mit der Flecks schleifen , oder kann ich das auch mit sensenstein machen und wenn ja in welchen Winkel. weil da sind ganzeschöne scharten drin und würde mich über tips freuen. und benutzt werden die eigentlich nur zum lagerfeuer machen am see .
 

Speisesalz

Premium Mitglied
Also ich schleife meine Axt immer mit der Feile. Damit bekommst du eine brauchbare schärfe ( für eine Axt ) wenn du sie schärfer haben willst, dann kannst du noch mit einem Stein nachhelfen. Aber pass auf, dass du nicht verkanntest sonst ist er Stein wenn er etwas weicher ist ziemlich im Ar...

Wenn du sie nicht exzessiv nutzt kannst du sie ruhig in einem kleineren Winkel anschleifen, das geht besser durch Feuerholz am See:hehe:

Die Flex würd ich meiden.
 
G

gast30082009

Gast
Guten Tag frogfish,

Ziel ist es wohl sich oder einen freiwilligen Anderen mit der Axtschneide am Unterarm zu rasieren, die Rasur im Gesicht würde ich den Rasiermessern vorbehalten, auch ist deren Schärfe normalerweise nicht mit einer Axtschneide zu erreichen.

Mit den Schleifmedien die Du aufgeführt hast war es anscheinend nicht möglich. Dann bleibt Dir eben der klassische Weg, Du musst eine neue Schneide zurichten, diese dann mit immer feiner werdenden Steinen auf diese Schärfe bringen. Ich habe es selbst mehrmals aus Versuchsgründen mit einer Iltis gemacht, es ist möglich.

Meinen Vorredner haben Recht was den Sinn dieser Übung betrifft, aber jede Frage ist einer Antwort wert.

Was den Schliff einer Gebrauchsaxt betrifft, früher wurden die Äxte auf meist handbetriebenen wassergekühlten Sandsteinen geschärft. Dabei wurde oft eine "Wippbewegung" während des Schärfens gemacht um anscheinend diesen balligen Anschliff beizubehalten. Der Sinn dieser Methode hat sich mir aber bis heute nicht erschlossen.

Ich schärfe wie gesagt ganz normal, mit einem Bankstein aus Sandstein schleife ich vor, dann mit einem belgischen Brocken nach, wenn man dann mit immer weniger Druck arbeitet, stellt sich automatisch eine feine Schneide ein, wenn man will auch eine die rasiert.

Viele Grüße
Roman