Wer von Euch ist Jäger und welches Messer benutzt ihr?

PiedPiper

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Die Frage ist berechtigt, hatte ich aber bis jetzt keine Probleme mit. Dachte der Griff wäre schon Signalfarbe genug:D

Gruß

PiedPiper
 

neo

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Neulich einen 10 kg Frischling mit dem Mora Eldris aufgebrochen- das ging "saugut"; durch die geringe Größe und den rutschfesten Griff ein wikliches Arbeitstier und empfehlenswert, da es rostfrei ist.
Zum Abfangen taugt es natürlich nicht.

Gruß Neo
 

neo

Mitglied
Am Samstag Nacht konnte ich einen 21kg Frischling erlegen und anschließend mit dem Fox IRVES aufbrechen:

http://www.fkmdknives.com/n/en/product/1807/fx-532_irves.html

Diesen Folder habe ich erst kürzlich von meinem Freund und Trainer Andreas Weitzel, welcher das Messer entworfen hat und ebenfalls Jäger ist, geschenkt bekommen und war dementsprechend gespannt wie es sich bewährt.

Kurzum: Das Aufbrechen im Hängen war mit diesem Messer absolut problemlos!!
Das Messer war sehr sehr scharf und das Öffnen der Bauchdecke und des Schlosses war einfach möglich. Auch das Durchtrennen des Brustkastens erfolgte mit Leichtigkeit; sehr angenehm war dabei, das das Messer so stabil wirkt.
Einzig die Griffschalen (G10) waren mir etwas zu rauh, sodaß ich sie jetzt abgeschliffen habe.

Die Reinigung unter fließendem Wasser und anschließend in der Spülmaschine hat das Messer gut überstanden und der offene Messerrücken machte das Reinigen einfach.

Wer schwere Messer mag, für den ist dies echt eine Kaufempfehlung!!

Gruss Neo
 

scavenger

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Ich bin Jäger und habe verschiedene Messer für die Jagd. Oft benutze ich aber ein Kershaw ANTELOPE HUNTER II ORANGE, gut und günstig und leicht schärfbar. Ideal mit orangefarbenem Griff wenn man direkt im Revier aufbricht. Nur die mitgelieferte Scheide war Müll, die habe ich mal ersetzt.

Auf einer Drückjagd, wenn mit Sauen zu rechnen ist, habe ich gerne mein SRK von Cold Steel an der Seite. Weniger zum Aufbrechen, gibt mir einfach ein sicheres Gefühl im Falle wenn.
 

neo

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Interessant, das Kershaw Antelope hatte ich auch schonmal im Visier...Womit schärfst Du es nach im Revier?
Das SRK wäre mir zu klobig;-)
 

scavenger

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das Kershaw Antelope hatte ich auch schonmal im Visier...Womit schärfst Du es nach im Revier?

Im Revier schärfe ich das eigentlich nicht nach, eher davor oder Zuhause, eins zwei Rehe oder eine Sau hält die Schnitthaltigkeit aber locker aus, mehr schiesse ich eigentlich nicht an einem Tag :). Aber für eine Drückjagd (wo es ja in der Regel mehr zum Aufbrechen gibt), Auslandsjagdreise etc. wie auch Zuhause, habe ich immer mein Spyderco Sharpmaker zur Hand. Die Arbeit mit Schleifsteinen etc. habe ich nicht so drauf - ich bin eher ein User.
 

Dippser

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Moin,

ich bin seit 10 Jahren Jäger und sehr aktiv im eigenen Revier unterwegs.
Ich schieße im Schnitt, pro Jahr, 35-45 Stücken Schalenwild.

Seit dieser Saison begleitet mich ein Victorinox Ranger Grip 55 und bin begeistert, vor allem von der Preisleistung.
Ich habe mir es schnell abgewöhnt "teure" Messer im Jagdalltag zuführen, zu viele Messer sind mir in der Dunkelheit, im hohen Gras und im Schnee bei der Roten Arbeit abhandengekommen.

Das Vic. 55 mit seinen roten Schalen ist schnell wieder gefunden. Außerdem hab ich es in dieser Saison noch nicht einmal nachschärfen brauchen, da ich den verhältnismäßig weichen Stahl hervorragend wetzen kann. Aller drei, vier Aufbrüche kurz wetzen und die Schneide steht wieder da wo sie hingehört.

Außerdem säge ich die Schlösser gerne auf, vor allem wenn ich mit Klappmesser hantiere, um die Scharniere zu schonen und das geht mit dieser Säge des Vic 55 hervorragend...

VG Dippser
 

neo

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hey dippster,
Ich kann dir diesbezüglich auch das Victorinox Ranger Hunter XT empfehlen, da hast du neben der Säge und einer sehr scharfen Klinge auch eine extra Aufbrechklinge mit abgerundeter Spitze, das finde ich sehr komfortabel und durch die orange Farbe findet man es auch wieder:hehe:
Ich habe mir einen Clip von Niteize dran gemacht und kann es so bequem in der Tasche mitführen.
Nur das Saubermachen ist immer ne Fummellei - logisch! Aber den letzten Spülmaschinengang hat es überlebt:eagerness:
Und für 40,-EUR ein Top Messer!!
Gruß Neo
 

neo

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In Sachen orange habe ich jetzt mal einen 37kg Frischling mit dem Manly Patriot D2 mit orangem Griff aufgebrochen und dabei festgestellt, dass das Messer sehr handlich ist und es sich damit sogar ringeln lässt.
Auch war der Griff nicht so rutschig wie zuerst von mir vermutet!

Nur die Kydex Scheide hatte ich gegen eine Lederscheide getauscht, damit nix klappert beim Pirschen!

Gruß Neo
 

neo

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Nicht mehr Jäger hier im MF mit Erfahrungswerten??

Ich nutze jetzt meist das EKA Swing Blade und finde es optimal zum Aufbrechen, da man schnell und unkompliziert zwischen den beiden klingen hin und her wechseln kann! Nur die Schärfe könnte es etwas länger halten und ein Flachschliff wäre auch schön! Vielleicht optimiert EKA das ja noch....

Zuletzt habe ich einen Frischling mit einem "alten" Gerber Fixed, welches mir LeFreak geschenkt hat (DANKE) aufgebrochen- das war ideal! Weiß allerdings nicht welches Modell das ist....

Gruß Neo
 

neo

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Mittlerweile hat sich bei mir ein Custom Messer mit Damastklinge von Heiko Häss als Lieblingsmesser für die Jagd herausgestellt!
Kann hier leider kein Bild mehr einstellen, aber das Messer ist nicht nur stabil, scharf, handlich und funktionell, sondern auch schön!
Hab grade erst gelesen, daß Herr Häss leider letztes Jahr verstorben ist, was mir sehr leid tut. RIP

Gruß Neo
 

Taperedtang

Premium Mitglied
Ich benutze viele unterschiedliche Messer auf der Jagd, eines meiner Lieblingsmesser und langjähriger Begleiter ist dieses Messer aus D2 Stahl.

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Gruß
Matthias
 

Taperedtang

Premium Mitglied
Nö, das ist ein Taperedtang mit Santos Palisander und K110 (D2) Stahl. :)
Danke, freut mich wenn es dir gefällt.

Gruß
Matthias
 
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crashlander

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Ich habe letzten Herbst meine Jägerprüfung bestanden und den ersten Jagdschein gelöst. Bin also nicht mehr jung, aber Jungjäger :D
Ich denke mir, es gibt blödere Sachen, die man zur Midlife-Crisis-Bewältigung (bin 44) machen kann. Und wer glaubt, Messer wären ein teures Hobby: Das geht noch ganz anders :staun:
Allzuviel Beute habe ich in meinem Pirschbezirk noch nicht gemacht, aber verwendet habe ich dazu ein Cold Steel Pendleton Lite Hunter und aktuell ein Morakniv, das bei meinem Wildträger für die AHK als Zugabe dabei war. Aber hier im Forum muss ich ja nicht erwähnen, dass die Moras trotz der günstigen Preise super Messer sind. Ein Damwild (weiblich, aufgebrochen 35kg) lies sich jedenfalls einwandfrei damit aufbrechen. Und man findet es auch wieder.
Gehetec Mora Messer Für das Schloss und Brustbein verwende ich allerdings eine Säge.

Unterm Strich finde ich es aber schon lustig, dass ich in meiner doch recht langen Messersammlerkarriere, in der ich einige recht teure Messer gekauft habe, für die Jagd Messer verwende, die unter 20 Euro gekostet haben.
 

Taperedtang

Premium Mitglied
Mein erstes Jagdmesser war ein Hattori. Es ist jetzt fast 30 Jahre alt und hat dementsprechend den einen oder anderen Kratzer, bei sicherlich 200 Stück Wild die ich damit versorgt habe, kann man das verzeihen. Ich liebe dieses Messer, nicht nur weil so viele schöne Erinnerungen daran hängen, sondern weil es gut in der Hand liegt, sehr scharf wird und einen tapered Tang von 5 mm auf 1 mm hat.


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Grüße
Matthias
 

rocco26

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Ich dachte im ersten Augenblick, ein Barki zu sehen. Aber nein, schönes Messer, das sich schon bewährte. Weißt du, welcher Stahl da verwendet wurde?
rocco26
 
G

gast

Gast
...Unterm Strich finde ich es aber schon lustig, dass ich in meiner doch recht langen Messersammlerkarriere, in der ich einige recht teure Messer gekauft habe, für die Jagd Messer verwende, die unter 20 Euro gekostet haben.
Wundert mich nicht. Mora Messer sind robuste und taugliche Arbeitsgeräte ohne blingbling. Gleiches gilt für ein Opinel und Victorinox. Warum also sollte man etwas anderes hernehmen? Oberförster Hirschhornschalen Romantik aus Solingen glänzt dagegen oft mit Wurfpassung, schlampigem Finish und immer mit saftigen Preisen. Brauch ich nicht.