Wer von Euch ist Jäger und welches Messer benutzt ihr?

Grizzly

Mitglied
Gestern den Sommerbock mit dem Fällkniven F1 aufgebrochen, ab und zu benutze ich auch ein BRKT Gameskeeper aus A2. Aus hygienischen Gründen setze ich keine Klappmesser ein,

Grizzly

PS, bin Revierpächter am Bodensee ( Schweiz)
 

sw686

Mitglied
@Hygiene,

Ist beim aufbrechen vor Ort so und so eine Sache.....

Die Klappmesser reinige ich per Ultraschall und heißem Wasser . Aber von Hygiene kann man da sicherlich nicht sprechen. Gerade wenn man die Klappmesser einige Zeit mit sich trägt.

.....hatte das Eke Swingblade...Kann nur empfehlen die Griffschalen abzuhebeln/schrauben........
Selten so eine Fehlkontruktion gesehen. Rost und Schmodder-

Das gleiche gilt für Victorinox/Wenger usw. Einfach mal abhebeln.
 

wanderfalke

Mitglied
tach zusammen,

ich jage in NRW in einem reinen Waldrevier. Vorkommende Wildarten sind Schwarz-. Muffel-, Damm- und Rehwild. Ich habe auch eine ganze Zeit lang das EKA Swingblade benutzt, bevorzuge aber seit einiger Zeit Messer mit kürzeren Klingen. Seit ich Ringel und hängend aufbreche brauche ich auch keine spezielle Aufbrechklinge und keine Säge mehr. Mein Favorit ist zur Zeit das MSP Backlock. Hier lassen sich die Griffschalen zum sauber machen einfach abschrauben. Ganz neu ist jetzt noch das EKA Nordic H8 bei mir eingezogen. Macht auf den ersten Blick einen tollen Eindruck und hat mich gestern auch schon auf den Ansitz begleitet, ohne jedoch zum Einatz zu kommen.

Gruß
Markus
 

neo

Mitglied
Hallo zusammen!
Ich bin auch Jäger aber habe erst letztes Jahr meinen Jagdschein gemacht. Jagen gehe ich daher also noch überall wo sich mir die Gelegenheit bietet. Die sechs Stück Rehwild (2 aus der Märkischen Heide, 2 Nord Hessen, 2 NO Westfalen), welche ich letztes Jahr zur Strecke bringen konnte habe ich eigentlich alle entweder mit einem Mora Companion MG oder Hultafors HVK GH aufgebrochen. Bei einer älteren Ricken habe ich auch mal die Säge vom SAK zur Hilfe genommen um durchs Schloss zu kommen. Was mir bei dem Mora und Hultafors gut gefällt ist das sie sehr günstig aber dennoch brutal scharf werden. Sie sind schnell und sauber zu reinigen und sind sehr griffig. Wenn man sie dann doch mal im Dunkeln an der Aufbruchstelle liegen lässt ist es auch nicht weiter tragisch....kauft man halt für 8-10 Euro ein neues. Hab sie auch schon diverse Male als Gastgeschenk mitgebracht statt der obligatorischen Buddel Jägermeister. Kamen immer gut an und oft kam später die Frage wo man die denn bekommt...die wären ja so praktisch. Folder nehme ich recht ungern da man dann den ganzen Schweiss erst wieder raus bekommen muss. Aber als Backup ist eigentlich immer noch ein Vic Rucksack dabei. Ich liebäugel gerade mit dem Vic Hunter XT...vielleicht gibt es das zu Weihnachten :hehe:

Was die Moras/ Hultafors angeht: Volle Zustimmung! Von denen hab ich ausch schon das ein oder andere mit orangem Signalgriff an befreundete Jäger verschenkt! Die sind günstig, praktisch und sehen gut aus!

Gruß Neo
 
G

gast

Gast
Bin seit kurzem ebenfalls Jäger :D.

Bisher war ich als Jagdhelfer größtenteils in RLP dabei. Eingesetze Messer waren Buck Nighthunter, Eka Nameweißichnichtmehr, Buck 110, Gerber Freeman Guide, diverse Klappmesser und ein Muela, dessen Stabiltät ich leider überschätzt hatte.

Beile: Gransfors (sp?) und Fiskars.
 
Zuletzt bearbeitet:

MRAG1

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Hallo,

....habe einige der genannten auch schon ausprobiert, mit ganz ähnlichen Erfahrungen.

Derzeit ist mein absoluter Favorit das alte Puma Wildtöter.

Zum Ringeln ist dies zumindest für mich, das beste Messer. (..soweit) :glgl:

Gruß,

MRAG
 

Absalom

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Hallo.

Mal eine Meldung aus einer ganz anderen Ecke. Nach begrenzter Erfahrung mit Rehwild in NRW in den 80er Jahren jage ich jetzt seit 20 Jahren Blacktail Deer (Schwarzwedelhirsche) in Oregon/USA.

Bis vor etwa 10 Jahren habe ich fuer alles meinen Puma-Jagdnicker verwendet, hauptsaechlich aus Tradition und Pietaetsgruenden; war ein Geschenk meines Vaters zur bestandenen Jaegerpruefung. Die Klingenform war prima, aber der Stahl nicht der Beste; die Blacktails sind doch ein paar Nummern groesser als ein Reh, und das verschmierte Messer im Wald beim Aufbrechen und Aus-der-Decke-schlagen dreimal nachschleifen zu muessen, machte nicht viel Spass. Die Griffschalen waren auch mehr dekorativ als praktisch.
Also habe ich mir vom alten Herrn mal was moderneres schenken lassen, sodass ich den Jagdnicker ehrenvoll pensionieren konnte. Seitdem benutze ich ein Linder Super Edge II ATS 34, das ich so ziemlich als ideal empfinde. Klingenform und -laenge sind ideal, der Griff passt fuer meine Handgroesse wie angegossen, rutscht und ermuedet die Hand nicht, und das Messer bleibt sehr lange scharf.
Bloss fuer das Schloss nehme ich eine Klappsaege dazu.

Schoenen Gruss.
 

neo

Mitglied
Danke @Absalom!
Es ist interessant zu lesen, was in anderen Ländern verwendet wird!
Über das Linder Superedge II hab ich auch schon mehrfach nachgedacht, es aber noch nie in den Händen gehalten...

Gruß Neo
 

Vontavious

Mitglied
Hallo,

ich bin zwar kein Jäger, aber hab' mal eine Frage an die Herrn.
Spricht irgendein funktionaler Grund, Stabilität, oder Klingenform gegen einen einfachen Flachangel Nicker?

Gruß
 

neo

Mitglied
Hallo,

ich bin zwar kein Jäger, aber hab' mal eine Frage an die Herrn.
Spricht irgendein funktionaler Grund, Stabilität, oder Klingenform gegen einen einfachen Flachangel Nicker?

Gruß

Aus meiner Sicht/Erfahrung spricht da nichts dagegen; im Gegenteil: Wenn die Spitze sehr schmal zuläuft, kannste damit sogar sehr gut "Ringeln"!
Willst Du damit allerdings das Schloss aufbrechen, würde ich dies mit einer dünnen Spitze- Schneide eher nicht durchführen und lieber ne Säge nehmen!!

Gruß Neo
 

neo

Mitglied
Eickhorn Bellator abfangen und aufbrechen

Ich hab vor Weihnachten ein angefahrenes Reh mit dem Eickhorn Bellator abfangen müssen: Hat wunderbar funktioniert und die arme Kreatur musste nichtmehr leiden!!

Anschließend hab ich es noch mit dem Eickhorn Bellator aufgebrochen und auch dies war überhaupt kein Problem, da das Bellator - auch mit nassen Händen -sehr gut in der Hand liegt und eine gute Klingenform hat!

Beim anschließenden Reinigen des Messers hat der Griff allerdings den Nachteil, daß sich Substanzrillen in den Vertiefungen der Griffschrauben festhaften können und den Reinigungsvorgang etwas aufwendiger machen!

Die Klinge war - trotz Aufbrechen des Schlosses- anschließend noch sehr scharf!!

Gruß Neo
 

neo

Mitglied
Gerber Bear Grylls Ultimate Survival Messer Aufbrechen Rehbock

Am gestrigen Tage konnte ich das Gerber Bear Grylls Ultimate Survivalmesser in plain zum Aufbrechen eines erlegten Rehbocks testen und ich bin nicht enttäuscht worden.
Der Griff des Messers ist sehr führig und die Klinge von Anfang an sehr scharf, wodurch das Durchtrennen der Bauchdecke und des Brustkastens recht leicht ging. Auch beim Aufbrechen des Schlosses zeigte die Klinge keine Schwächen und hatte anschließend keine Scharten.
Durch die orangen Elemente am Griff sah man sofort, wo man das Messer abgelegt hatte und mußte es nicht lange suchen. Der Griff war auch mit nassen Händen sehr sicher zu bedienen.
Säubern lies sich das Messer anschließend ganz einfach, wobei hierbei sehr günstig ist, daß sich die Plastikscheide von der Nylonhalterung einfach lösen und nun auch mit fließendem Wasser reinigen läßt, da zwei Löcher an der Unterseite angebracht sind, wo das Wasser ablaufen kann.

Die Klinge hab ich anschließend einmal über den Spyderco Sharpmaker gezogen und schon war sie wieder zum Rasieren scharf!
(Nächstes Mal werde ich die Schleifvorrichtung auf der Scheidenrückseite testen!).

Alles in allem sehr funktionell und sehr gut für den Preis!!

Gruß Neo
 

nymikel64

Mitglied
Danke @Absalom!
Es ist interessant zu lesen, was in anderen Ländern verwendet wird!
Über das Linder Superedge II hab ich auch schon mehrfach nachgedacht, es aber noch nie in den Händen gehalten...

Gruß Neo


Das Linder SE2 benutze ich seit über 10 Jahren und es ist imho uneingeschränkt jagdlich tauglich.
Zum Ringeln vielleicht etwas breit aber ich bin altmodisch und öffne immer noch das Schloß.
Auch für sonstige Einsatzzwecke ist es einfach ein gutes Messer-es ist allerdings optisch einfach
nur ein Schlachtermesser auf Steroiden.
Ich habe schon XXX Messer probiert und komme immer auf das SE2 zurück.
 

mos2205

Mitglied
Die letzten beiden Jahre habe ich ein Zero Tolerance 0550 benutzt. Durch die offene Bauart gab es auch keine Probleme mit dem reinigen. Stabiles, tolles Messer zum versorgen von Wild.

Seit kurzem teste ich ein Cold Steel Pendleton Hunter und bin hell auf begeistert von der schnitthaltigkeit des VG1 Stahls, ganz zu schweigen von der perfekten Handlage.

Grüße
mos2205
 

neo

Mitglied
Das MORA Companion eignet sich bestens zum Aufbrechen von Wild- durch die orange Signalfarbe des Griffs und der Scheide hat man auch nicht die Gefahr, daß man es bei der "roten Arbeit" verliert, wenn man es mal zwischendurch auf den Boden gelegt hat.
Leicht zu reinigen und natürlich sauscharf!!!!
Ein preiswerter Tip!

Gruß Neo
PS: Eignet sich auch zum "Ringeln".
 
Zuletzt bearbeitet:

makuera

Mitglied
Bin auch Jäger und nutze mein eigens gebautes *Werkzeug
Hab mal einen Klingenrohling geschenkt bekommen, diesen dann weiter bearbeitet, gekürzt, geschliffen, poliert, geschliffen usw...
schwarzes Dichtungspapier als Zwischenlage und Palmholz als Griffschalen angefertigt,
neue Nietlöcher verbohrt und das Ganze dann gefinnisht...und unter dem Laser beschriftet...

sorry, die Bilder sind echt mies, sieht eig. ganz passabel aus das Gerät und das ist es auch, was ich jagdlich dann nutze
5mm starke Klinge und mit dem relativ kurzen Griff, liegt das Teil super gut in der Hand

 

PiedPiper

Mitglied
a8ypany7.jpg


Bin auch Jäger und hatte sonst immer ein parforce Messer genutzt, bis ich mit dem Messermachen angefangen habe:hehe:

Ich dachte mir, du musst dir unbedingt mal ein Messer aus M390 machen! Dann ist es eins aus RWL34 und M390 geworden. Das untere Messer aus M390 ist dann bei mir geblieben. Leider hartte ich im letzten Jahr kaum Gelegenheit es zu testen:ambivalence:

Gruß
PiedPiper
 

neo

Mitglied
@ PiedPiper & makuera:
Ihr habt garkeine "Signalfarbe" an Euren selbstgemachten Messern- habt ihr keine Angst, daß ihr die mal beim Aufbrechen im Dunkeln verliert?

Ich war letztens froh, daß das Mora in Orange ist, denn sonst hätte ich es beim nächtlichen Aufbrechen im belaubten Wald trotz Stirnlampe wohl nicht mehr gefunden!!!

An den Messern, welche keine Signalfarbe haben, hab ich ein Stück fluoreszierende Paracord dran, damit sie auffallen, falls sie mal abgelegt werden!!!

Gruß Neo
 

makuera

Mitglied
@ PiedPiper & makuera:
Ihr habt garkeine "Signalfarbe" an Euren selbstgemachten Messern- habt ihr keine Angst, daß ihr die mal beim Aufbrechen im Dunkeln verliert?
Ich war letztens froh, daß das Mora in Orange ist, denn sonst hätte ich es beim nächtlichen Aufbrechen im belaubten Wald trotz Stirnlampe wohl nicht mehr gefunden!!!
An den Messern, welche keine Signalfarbe haben, hab ich ein Stück fluoreszierende Paracord dran, damit sie auffallen, falls sie mal abgelegt werden!!!
Gruß Neo

Wo nix sehen, ist Fühlen keine Schande :staun::D
Spass beiseite...Recht hast Du, ich hatte mein Messer Ursprungs mal länger ausgelegt und mit Loch für nen Fangriemen.
Das war mir aber dann vom Handling her doch knappe 15mm zu lang und da hab ich es wieder gekürzt und dem ufolge, viel der Kürzung, das Loch zum Opfer.
Wäre viell. mal ne Überlegung, irgendwas mit fluoreszierendem dran zu friemeln, geb ich Dir vollkommen Recht... ;)

Hatte letzten Monat bei der Taubenagd meine Actioncam von der Flinte verloren :staun:
Da fiel die Jagd dann (und das tagsüber) erst mal für 45Min. Suche nach dem Teil aus :lach::mad: