wer hat ne quelle für 440c (1.4125)?

kababear

Mitglied
hab meinen ersten auftrag für n messerchen und bin daher auf der suche nach ner quelle für 440c-stahl (5 x 50 x 300mm).

bin über jeden tip froh..:)
 

Kevin Wilkins

Moderator Forum Kevin Wilkins
Probiere bei Wolf Borher oder Alfred Dobner, sonst von DE-Stahlhändler kannst du 440c nicht finden, eine bessere alternative wäre RWL-34, welch du sicherlich von Wolf Borger oder Alfeed Dobner bekommst.

Sonst die Messermacherzubehör Leute in den USA verkaufen 440c. Koval, Sheffield usw, mit Porto es wird aber eine teuere Spaß.

Hast du jemad der 440c härten kann? Wäre auch zu berichsichtigen...
 

kababear

Mitglied
thx kevin.. ich werd mal mein glück versuchen

das mit dem härten sollte an sich kein soo grosses problem sein, da die härtetemperatur mit 1000-1040°c angegeben wird. das ist ja der selbe bereich wie d2 und -wenn ich mich recht erinnere- der der cpm-stähle.. ausserdem hab ich noch einen s60v- und einen d2-rohling hier rumliegen, die gehärtt werden wollen :)

über rwl liesse sich eventuell auch nachdenken, allerdings sind wir aufgrund der rostbeständigkeit auf 440c gekommen (er ist bei der feuerwehr :D)
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Warum nicht den Böhler K 190, das ist Pulvermetallurgischer 1.2380. Wenn schon rostfrei, dann ist das echt ein geiles Zeug, mein lieber Mann!
 

kababear

Mitglied
@kanji:
krigste direkt von böhler. link steht hier irgendwo:hmpf:

@herbert:
klingt interessant! allerdings hab ich gelesen, dass er nur 12%cr hat, weshalb ich vermute, dass das rostverhalten nicht so ganz als träg bezeichnet werden kann :( ausserdem haben die den, wenn ich recht gesehen habe, im shop nur in 8mm stärke, was etwas überdimensioniert wäre)
ich gehe bis jetzt davon aus, dass das messerchen, wenns fertig ist, nur hin und wieder zum training (löscheinsätze) auslauf bekommen wird. daher sollte der stahl so rostträge, wie möglich sein..
 

herbert

MF Ehrenmitglied
@kababear: d'accord, was den K 190 angeht. Was den 440C angeht, so ist mir eingefallen, dass ich 1996 mal Daten zusammengestellt habe, und da hab ich doch tatsächlich bei 440C nicht 1.4125 hingeschrieben, sondern 1.3543. Das ist dann ein Wälzlagerstahl, der vielleicht erhältlich ist. Und bei der Herstellung von Wälzlagerstählen legt man Wert auf nicht zu große Karbide und hohe Reinheit, dürfte also in jedem Fall die bessere Wahl sein. Wenn Du romans Buch hast, siehst Du im Vergleich die Gefüge von 100Cr6 einmal als 1.3505 (Wälzlager) und 2067, also Werkzeugstahl.
Der 440C als 1.3543 ist für große Kugellager ab 30 mm Kugeldurchmesser, vielleicht wäre das mal ne Idee auf dem Schrottplatz oder so.

@silkcut: wie lang sind denn die Reststücke, und was kostet das?
 

luftauge

Mitglied
@ Herbert:

Das mit dem Kugel-/Wälzlagerstahl ist mir im Stahlschlüssel auch schon mal aufgefallen,
nur:
Sind denn die Lager wenn fertig, auch mit der verarbeiteten Stahlsorte gekennzeichnet ? Meist findet man dort nur die Herstellerbezeichnung für das Lager, bzw. die Teilenummer.

Lt. Stahlschlüssel heissen die nämlich auch W1 - W5 / 1.3543 - 1.3549, die einzelne Sorte ist ja im Prinzip eigentlich egal, Hauptsache, es steht drauf, was drin sein sollte (Stahlnummer)

Gruß Andreas
 

roman

MF Ehrenmitglied
in der regel sind die nicht gekennzeichnet. jedoch hatt jeder Wälzlagerkersteller einen katalog in dem er auch z.B. SKF die verschiedenen lagerlegierungen bekannt gibt und die dazugehöriger Codierung.
 

Silkcut

Mitglied
@herbert,was soll das Kosten
Sorry, hab auch nur einen Meter davon. Ist mehr ein einmaliges Angebot wegen Hilfe zum Erstauftrag...
 

herbert

MF Ehrenmitglied
@silkcut: alles klar, dann für Kaba. Noch was, Du hast nach dem doppelten Härten gefragt. Schau da mal rein.

@kababear: ich wollte Dich noch drauf hinweisen, dass die Sache mit der Rostträgheit nur funktioniert, wenn in der Matrix mindestens so ca. 12% Cr gelöst sind. Alles Cr, das in Karbide geht, ist für die Rostträgheit verloren. Also unter dem Aspekt keinesfalls in der Sekundärhärte anlassen, da scheiden sich ja gerade die Karbide aus.
Andererseits, wenn Du genug agressivere Karbidbildner (W, V, Mo) drin hast, dann bilden die zuerst die Karbide, und der Effekt ist kleiner.
Aber wichtig ist und bleibt: Kohlenstoff, und die Karbidbildner neben Fe (Fe bildet ja Zementit, Fe3 C, das ist ja auch ein Karbid) müssen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Also viel Cr heißt noch lange nicht rostträge. Kommt drauf an, was man draus macht mit der Wärmebehandlung.
 

zorro_43

Mitglied
Hi,

Noch mal zu den Kugellagerstählen:

Wenn einer ein grosses rostträges Lager hat, kann er dann davon ausgehen dass der Stahl ähnlich wie 440C ist?
Oder gibts da grosse Unterschiede?

Zorro
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Also groß und rostfrei bzw. rostträge sind da eben 3543 und der 3589 (X89CrMoV 18-1), das sind in D die einzigen WÄlzlagerstähle mit hohem Cr-Gehalt. Ist ja auch nicht schlecht, der 3589er, oder?
Aber auf der HP von SKF steht, dass man die rostfreien halt nur notgedrungen nimmt, da die nicht so hart werden. Allerdings härten die alle durch, 100Cr6 tut das ja nur bis zu einem gewissen Grad.
 

luftauge

Mitglied
Nachdem Roman gestern SKF ins Spiel brachte, habe ich dort gesucht, aber nur allgemeinen erläuternden Text ohne Stahlnummern gefunden :(

Wo könnte man die herbekommen - KFZ oder Schwermaschinenbau ? (nur für den Fall, dass man auf dem Schrott oder bei Recyclern mal suchen kann).
Die Typenbezeichnungen kann man auf der HP nachlesen, beziehen sich aber nur auf die Art, Verwendung, ...

Gruß Andreas
 

roman

MF Ehrenmitglied
also wo ich das gesehen habe war in norwegen da hatte ein kolllege einen SKF katalog in dem die ganzen bezeichnungen und stahlsorten drin standen.

Rostbeständig heisst nicht gleich ungefähr so wie 440 c. sondern so wie herbert geschrieben hat. Heute sucht man mehr und mehr Chronidur 30 einzusetzen da der eben eine superfeine gefügestruktur hat (Stickstofflegiert).

ICh hab in meiner laufbahn nur sehr selten die rostbeständigen Lagerstähle in der hand gehabt.
Wenn Du also sicher gehen willst solltest Du das material prüfen lassen.

Allgemein wenn ihr kugellager als grundmaterial verwendet empfehle ich euch dringend bei großen lagern ein stück raus zu schneiden, feinst zu schleifen und dann kurz anzuätzen. Um festzustellen ob das lager nicht etwa aufgekohlt ist das wäre sonst eine enttäuschung wenn ihr all die arbeit gemacht habt und dann wirds nicht hart!