Wenn Schluss ist... Wie gehts dann weiter?

Creep

Mitglied
Hallo,
ich habe gerade beim Stöbern im Netz den LED Artikel bei wikipedia zur LED gelesen. Im Unterartikel Lichtausbeute kann man lesen, dass bei bei 350lm/W schluss ist. Soo weit sind die Hersteller davon nicht mehr entfernt. Dann ist schluss. Hier liegt die pysikalische Grenze. Alles weitere wäre ein Perpetuum Mobile der LEDs.

Also lassen sich höhere Lichtströme nur noch mit höheren Leistungen erzeugen. Allerdings wird meine Fenix TK35 mit 800 Lumen so heiß, dass der Herstelller freiwillig nach 25min runterregelt. Was also tun? Die Lampe größer bauen, um eine bessere Kühlung zu gewährleisten? Will sicher niemand! Da kommt man dann wieder in Mag Lite 4D Dimensionen!

Mal von der Wärme abgesehen brauchen höhere Leistungen auch eine gute Stromversorgung. Wird man sich bei hellen Lampen an 2-3x18650 Klopfer gewöhnen müssen? Das ist den Meisten sicher auch schon wieder zu groß! Denn auch bei der AKTUELLEN LiIon Technologie ist irgendwann mal schluss. Soo große Spünge gab es in den letzten Jahren auch nicht. Sicher werden die Akkus immer hochstrom fester, aber was bringen einem 10A Strom bei 20 min Laufzeit?

Wie denkt ihr darüber? Ist bei den aktuellen Lampen in 2-3 Jahren ein Stand erreicht, wo es nicht mehr weiter geht, weil man einfach am Ende der Effizienz ist. Größer will niemand, wärmer will niemand und kürzere Laufzeiten will auch niemand!

MfG
 

Ookami

Mitglied
Ich glaube es wird eher in Richtung Laufzeit gehen. Ich meine, 1000+ Lumen sind zwar super zum Freunde beeindrucken, aber für den alltäglichen Gebrauch doch ein wenig hell. Schon bei den "mickrigen" 200 Lumen meiner EDC Lampe kann ich wg. der Reflexion des Papiers kein Buch mehr lesen.

MMn wäre es gut, sich Gedanken über mehr Bedienfreundlichkeit etc. zu machen. Diese voll per Computer programmierbaren Lampen (Marke vergessen) sind da schon ein Schritt in die richtige Richtung. Vllt. gibt es die auch bald mit bluetooth, so dass man sie ggfs. mit dem Smartphone umprogrammieren kann. Auch die direktere Anwahl verschiedener Modi (insbesondere bei 3+) ist noch ausbaufähig.

Eine weitere Möglichkeit wäre Miniaturisierung, so dass man extrem helle LEDs in Handys oder Taschenmesser integrieren kann. Man denke nur daran, wo es mittlerweile überall LCDs gibt (in den 80/90ern wurde ja an alles mögliche und unmögliche eine Digitaluhr rangebastelt). Auch im Behördlichen Bereich wäre man über verkleinerte Anbaulampen für ihre Dienstwaffen sicher nicht böse.

Sehr viel heller wird es außer bei Spezialanwendungen sicher nicht werden. Man braucht nur mal zu den Messern rüberzuschielen, da gibt es mittlerweile auch einen Gegentrend zu "höher, schneller, weiter". Kershaw, Spyderco und Cold Steel bringen Messer ohne Super-duper-pulvermetallurgisch-in-Krötenblut-bei-Mondschein-gehärtete-Stähle raus. 8Cr13MoV, 13c27, oder 1.4116 haben jetzt die Nase vorn. Daher glaube ich auch, dass sich der Helligkeitswahn bei den Taschenlampen ein wenig abkühlen wird und wir eher praktischere denn hellere Modelle sehen.


Ookami
 

Creep

Mitglied
Stimmt,
die Miniaturisierung wäre ein eichtiger Schritt. Allerdings bekommt man dann wieder Probleme mit der Wärme. Auch müssten die Akku Hersteller im 16340 Bereich mal nachlegen. Der scheint aber weniger attraktiv zu sein als 18650 (welche ja in Notebooks verbaut werden).

Vielleicht kommen auch irgend wann mal gescheite Color Tints raus. ^^

Stimmt. Wenn sich die Hersteller nicht mehr um neue LEDs kümmern müssen, stecken sie vielleicht mehr Energie in vernünftige UIs. :super:

Der Vorteil ist, dass man sich keine neue Lampe mehr kaufen muss, wenn man das für sich perfekte UI gefunden hat und die LEDs nicht heller werden. Der Nachteil ist, dass man sich ein neues Hobby suchen muss, mit dem man sein Geld verbrennt. :haemisch:
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Der Vorteil ist, dass man sich keine neue Lampe mehr kaufen muss, wenn man das für sich perfekte UI gefunden hat und die LEDs nicht heller werden. Der Nachteil ist, dass man sich ein neues Hobby suchen muss, mit dem man sein Geld verbrennt. :haemisch:

Wenn es mir um den Nutzwert von Messern ginge, hätte ich nach dem dritten Messer aufhören können, Messer zu kaufen. Und dieses Forum hätte ich vor fünf Jahren schließen und als Archiv stehen lassen können - steht eh schon alles drin, was man zum Thema wissen muss.

Jedes Messer hat ne Klinge, und hintendran nen Griff. Ich seh derweil aber kein Ende der Messerentwicklung. Da werden Verschlusssysteme, Klingenarretierungen entwickelt, es geht um neue Formen, neue Materialien - gar nicht mal nur Stahl, sondern so Sachen wie Timascus, Upotex, Marble Carbon Fiber, Lightning Strike Carbon und was weiss ich noch alles. "Braucht" kein Mensch, bringt Null Funktion, macht man einfach so.

Lampen haben alle nen Kopf mit LED und ein Batterierohr. Da müssen jetzt halt mal auch Designer dran, nicht nur Techniker. Nur weil ne Lame mal nen blinkiblini Bezel hat, ansonsten aber immer noch ausschaut wie die 67843ste Surefire, ist das ja noch kein Design.

Mit denn Lumen pro Euro Kunden macht man damit allerdings keinen Schnitt, ack. Ist aber bei Messern das gleiche.

Pitter
 

Beelzebub

Mitglied
...Lampen haben alle nen Kopf mit LED und ein Batterierohr. Da müssen jetzt halt mal auch Designer dran, nicht nur Techniker. Nur weil ne Lame mal nen blinkiblini Bezel hat, ansonsten aber immer noch ausschaut wie die 67843ste Surefire, ist das ja noch kein Design. ...

Pitter

Sehe ich auch so irgendwann ist das Maximum an Helligkeit erreicht und dann kommen Innovationen in Sachen Form, Handling usw. :DIch vermisse immer noch eine Lampe die ich per USB als Beamer fürs Handy nutzen kann...:super:
 

Tom_123

Mitglied
Nun ja, da ein Leistungsplus um die 100lm bei gleicher Bauart in der Praxis nicht wirklich
einen großen Unterschied macht, ist für mich eigentlich schon jetzt ein Stillstand erreicht.

Wo aber meiner Meinung nach eher Handlungsbedarf besteht und neue Märkte warten,
ist die Etablierung der bereits vorhandenen Technik.

Das hantieren mit LION-Akkus betriebenen Lampen ist ja leider(!) immer noch
eine Grauzone für wagemutige Technik-Liebhaber.

Es gibt noch kein einziges wirklich (idioten-) sicheres LION-Ladegerät mit
den entsprechenden Prüfsiegeln.

Die Auswahl der Akkus gleicht russischem Roulett.
Aussagen über die Sicherheit werden nicht durch QM, Prüfstellen und Normen
geregelt, sondern durch Hörensagen in Internetforen.

Ex- geschützte LED-Lampen hoher Leistung (500+ Lumen) sucht man vergebens,
Ansprechpartner und Service für Großbetriebe und Behörden ebenfalls.

Daß die Einkäufer größerer Institutionen ein solches Risiko nicht eingehen
und ihre Mitarbeiter dann weiterhin mit Glühbirnchen-Lampen ausstatten
braucht nicht zu verwundern.

Auch könnte die vorhande Technik mehr in anderen mobilen
Anwendungen eingesetzt werden.

Photo-, Film- und Baubranche würden mir hierzu einfallen.

Warum werden Video- und Makroleuchten namhafter Hersteller im Jahre 2011
immer noch mit 5mm LEDs betrieben?

Warum gibt es nur einen Hersteller der Bauleuchten mit LED Emittern anbietet?
(und das zu einem Preis der völlig am Markt vorbeigeht)

Warum gibt es keine einzige große Arbeitslampe mit LED Technik?
Das wäre doch sicher eine ergonomisch sinnvollere Lösung als eine Taschenlampe
im Maßstab 5:1 anzubieten, wie z.B. die SR90.

Allerdings befürchte ich, daß diese Chancen wieder einmal nicht wahrgenommen werden
und wir dank phantasieloser Marketingexperten und Hersteller in nächster Zeit wieder
nur 'Innovationen' sehen werden, die eher Kopfschütteln statt Interesse auslösen.
Ich denke da z.B. an:

Survivallampen, die laut Namensgeber als einzige für das sichere Durchqueren
des Amazonas geeignet sind.
Natürlich mit Firestarter und Fach für Angelhaken.

Lampen mit USB Port und eingebauten MP3 Player.
Natürlich mit regelmäßigen Firmware Updates, damit die
Lampe dann ab Version 3.0 auch das tut was sie soll.

Luxus-2000 € Lampen, graviert vom gerade angesagten Künstler und
mit Edelstein besetzten Bezel.

Na ja eben wieder nur die üblichen 'Innovationen', die man auch aus anderen Branchen kennt,
wenn man gerade nichts wirklich Neues zu bieten hat.

Klingt jetzt etwas düster, aber wenn man bedenkt, daß ich seit Jahren auf eine
bezahlbare LED-Arbeitslampe mit ca. 1500- 2000 Lumen warte oder wenigstens
auf eine helle 2xAAA Lampe mit Forward-Clicky und vernünfigen Interface,
kann man meinen Pessimismus sicher nachvollziehen.:steirer:
 

Erzengel

Mitglied
Gegenwärtig scheint sich eingroßer Teil des Entwicklungsaufwands auf das Temperaturmanagement zu beziehen. Momentan haben wir sehr viele Lampen, die bei Maximalleistung nicht Dauerbetriebsfest sind.
Bei den Bedienkonzepten haben wir ja inzwischen eine ordentliche Auswahl und jeder kann beim Kauf zwischen Funktionsumfang und Praxistauglichkeit abwägen.
Beim Akkukonzept scheint Surefire dieses Jahr was Endnutzer-taugliches vorzulegen - wenn die Lampen dann auch wirklich rauskommen. Hier sollten die anderen nachziehen, ohne dass ein unüberschaubarer Wildwuchs an Ladegeräten, Steckern und Akkuformaten entsteht.
Gute 18650er gibt es schon, nur werden die mit Prüfsiegeln noch teurer. Dann würde ein 2900er AW wahrscheinlich mehr kosten, als der Normalverbraucher für eine Taschenlampe auszugeben bereit ist.

Technische Innovation, welche nur von Enthusiasten erkannt und genutzt werden, sind fürs Marketing sicherlich weniger Interessant als massentaugliche Lampen für die Damenhandtasche.

Ich stimme Tom zu, es sollten endlich bezahlbare Arbeitslampen entwickelt werden. Im format eines Halogen Baustrahlers kann man auch ausreichende Kühlkörper unterbringen.
 

Frittenfett

Mitglied
Also ich persönlich mache mir um "das Ende" wenig Gedanken.

Ich kann mir noch daran erinnern, als ich auf der CeBit war, das müsste 1986 oder 87 gewesen sein, und ich hatte ds große Glück mit ein paar Intel Leuten zu reden, die Stolz Ihre 16MHz 386er vorgestellt hatten und meinten dass sie davon ausgehen würden, dass wohl bei ~30MHz schluß ist, und mehr nicht drin sei. Was daraus geworden ist weis jeder. 4GHz sind technisch machbar, nur die Kühlung ist das Problem.

Ja was wollte ich damit sagen? Die LEDs werden effizienter, und werden bei weniger Leistung gleich hell sein, und wer sagt, das nicht LEDs entstehen, die aus ganz ganz vielen LEDs bestehen ähnlich wie bei einem Fliegenauge.... Die Lichtausbeute mag ja bald erreicht sein, aber ich denke schon, dass die LEDs auch in den nächsten Jahren heller und heller werden, wobei ich mich eher auf sparsamer und sparsamer freue... :)

Nun und ich denke auch die UIs werden ausgeklügelter, die Lampen werden was die Bedienung angeht auch Anspruchsvoller. Früher hatte eine Lampe 1 Stufe, heute haben die mehrere oder sind Programmierbar. Ich bin mir sicher das Spielzeug wird uns nicht ausgehen:super:
 

colifat

Mitglied
Hallo erst mal :steirer:

Ja die Helligkeit ist nicht alles.
Wurde zuerst mal auf die Lumen geschaut und das Erwecken einer heftigen Helligkeit mit kaltweißem Licht hat sich nun schon einiges getan.

Früher, vor noch garnicht langer Zeit, brauchte man noch viel Throw um eine Lampe weit leuchten zu lassen. Das erzeugte Licht musste eng gebündelt werden das die 80 Lumen auch weit leuchten.
Da jedoch die Entwicklung der LED´s weiter ging und die Lumen kontinuierlich stiegen hat sich einiges geändert.

Hier will ich einmal meine Meinung zu verschiedenen Punken kund tun :steirer:

Punkt 1
Wurde früher auf jedes Lumen geschaut, waren LED mit wärmeren Lichtfarben wegen den einigen Lumen weniger oft nicht so gerne genommen.
Heute sind auch die LED mit Farbtemperaturen von 4000K bis 5000K leistungsstark genug und finden immer mehr Freunde.
Auch bieten die Hersteller nun deutlich mehr Lampen mit, meiner Meinung nach angenehmerer Lichtfarbe, an.

Punkt 2
Auch der Beam der Lampen hat sich geändert. Waren früher Lampen mit viel Throw gefragt um weit leuchten zu können genügt nun uch ein Semi-Thrower.
Die Lichtleistung der LED ist nun so stark das man es sich leisten kann das erzeugte Licht breiter zu verteilen und so trotzdem noch die gleiche Helligkeit am Ziel vorhanden ist. Nun aber auf eine größere Fläche verteilt.

Punkt 3
Das UI (die Bedienung) der Lampen wurde nun auch angepasst.
Schalter mehrfach antasten, Drehring, 2 getrennte Schalter, Lampenkopf lösen oder fest, per Computer über USB oder Lichtsensor....
Hier sind viele Möglichkeiten bis hin zu Sensoren die das Reflektierte Licht erkennen und dann die Lampe beim lesen in einem Buch/Landkarte automatisch herabregeln.
Je nach Sinn oder Unsinn oder auch einfach nur Spaß am Programmieren kann sich da nun jeder austoben.

Punkt 4

Marketing der Lampen. Auch da tut sich doch was. Fenix bringt nun Lampen wie die LD40. Die nenne ich mal da ich mir eine zugelegt hatte.
Kommt durchaus an eine Haushaltslape von früher herann mit deutlich längeren Laufzeiten, Energieversorgung mit 4xAA Battereien und unproblematischem UI mit 2 Schaltern.
Neu sind dann ebenfalls die Lampen von Fenix mit D-Cellen z.B. TK50 oder TK60.
Hier wird sich meiner Meinung nach noch einiges am Preis tun wenn der Normalkunde sich dann auch mal solche Lampen zulegt und erkennt das so eine Lampe etwas ist wo man lange Freude daran hat.

Exoten werden sicher für die Lampenfreaks auch noch kommen. Mit was weis ich für Formen und Bedienungsarten.

Punkt 5
Lichtfarbe der Lampen verändert sich.
Auch das hat sicher mit dem früheren Run auf Lumen zu tun oder mit dem "ich habe die Hellste" :super:
Nun sind Lampen um die 200 Lumen meiner Meinung nach hell genug für alles was man normal so braucht. Das bieten heute auch LED´s mit angenehmerer Lichtfabe. Auch sehen viele Lampennutzer nun ein das eine sehr hell erscheinde Lichtfarbe bei gleicher Lichtleistung nicht wirklich immer besser ist.
Eine Lampe mir 200 Lumen mit CW oder OW oder NW??
Ich würde die Lampe nehmen mit der ich mehr "real" sehe als nur hell.
Also dann doch eher die Lampe mit OW.

Punkt 6
Ausnutzen der Leistung der LED´s
Lampen wie die JETBeam PC25 haben nun eine CREE XM-L T6 LED die man durchaus heller leuchten lassen könnte. Man nutzt es aber nicht.
Die Lampe ist mit 408 ANSI-Lumen hell genug, zieht dann 1,5 Ampere und wird dann auch nicht zu warm. Ebenfalls hat sie dann dementsprechend lange Laufzeiten.
Es ändert sich nun auch dahingehend etwas das man die Leistung der zu verfügung stehenden LED´s nicht mehr ausreizt. Man nutzt den besseren Wirkungsgrad dann lieber bei der Laufzeit.
Bei der JETBeam PC25 zum Beispiel sind das:
408 ANSI-Lumen ca. 2 Stunden 165 Min.
160 ANSI-Lumen ca. 5 Stunden
45 ANSI-Lumen ca. 19 Stunden
8 ANSI-Lumen ca. 273 Stunden
Aus eingener Erfahrung kann ich sagen das ich persönlich hier meist nur 8 oder 45 ANSI-Lumen nutze in Räumen. Draußen dann auch eher 160 ANSI-Lumen da es meist schon ausreicht und ich somit eine hübsche Laufzeit von 5 Stunden habe.

Punkt 7

Die Bedienung der Lampen wird verschiedene Wege gehen.
Ganz klar für Polizei oder sonstige Dienste mit Bedienungen die möglichst keine Fehler zulassen.
Dann für die Normalen User. Also soche UI die kein Studium erfordern und mit wenig Information schon beherrschbar sind.

Dann die anspruchsvolle Bedienung duch vorherige Programmierung ect... Hier kann sich dann der Freak austoben und seine Lampe bei Bedarf ständig neu anpassen.
Meine Erfahrung zeigt aber das man es dann 1x einstellt und es dann oft lange so bleibt *g*. OK man kann es für sich so einstellen wie man es gerne hätte aber zahlt dafür oft mehr und wenn dann nach 2 Jahen die Anleitung verlegt ist und man etwas ändern will kann es problematisch werden.
Zudem für Ungeübte das Programmieren schon zum Alptraum werden.

Persönlich mag ich Lampen mit festen Lichtstufen die passen.
Meine Fenix TA21, Fenix LD40 und JETBeam PC25 liegen hier bei meinen Lampen vorne.
Es sind zugleich Lampen die jeder dem ich sie mal in die Hand drücke bereits nach wenigen Worten bedienen kann.


Da es hier auch viel zu kombinieren gibt und der Markt für den Normalverbraucher immer wichtiger wird,geht da noch was.
Fenix hat nun ja einige Modelle die für den allgemeinen Markt sicher interessant sind.
 

ex Vento

Premium Mitglied
Hallo,
...kann man lesen, dass bei bei 350lm/W schluss ist. Soo weit sind die Hersteller davon nicht mehr entfernt. Dann ist schluss. ....

Also lassen sich höhere Lichtströme nur noch mit höheren Leistungen erzeugen. Allerdings wird meine Fenix TK35 mit 800 Lumen so heiß, dass der Herstelller freiwillig nach 25min runterregelt. Was also tun? Die Lampe größer bauen, um eine bessere Kühlung zu gewährleisten?

Mal von der Wärme abgesehen...

Naja, das beste, was z.Z für Geld zu bekommen ist, hat etwa 145lm/W, das ist noch nicht mal die Hälfte des theoretischen Wertes.

Und wenn du bei 350lm/W angekommen bist, hast du exakt Null Probleme mit Wärme, es gibt dann schlicht und ergreifend keine;)
 

arcolino9

Mitglied
Hallo creep,
danke für deinen Denkanstoß. Deine kritischen Fragen sind aus meiner Sicht absolut berechtigt. Seit kurzem bin ich im Besitz einer Jet III PRO ST R2 SMO, hier gibt es wirklich nicht viel zu verbessern. Bauform: schlank, eine elegante, handige Schönheit mit idealer Größe. Reglung: per I.B.S.:, einfach ideal, sinnvoller geht es nmM nicht. Strahlbild: gebündelt und weitreichend, daher für mich zweckmäßig.
Eine kleine Wunschliste habe ich trotzdem:
Baugröße : nicht verändern
Lichtleistung dürfte etwas höher sein und durch Linse noch besser gebündelt
Regelung per I.B.S. belassen
Schaltung durch Drehring, wünschenswerterweise mit Standby und drei selbst wählbaren Schaltstufen.
Das wäre aus meiner Benutzersicht die ideale Lampe.
Ob die chinesischen Starkonstrukteure auf meine Wünsche eingehen????----Ich glaube nicht!
arcolino9 grüßt Euch
 

Arcticfox

Mitglied
Hallo Creep,

ich habe gerade beim Stöbern im Netz den LED Artikel bei wikipedia zur LED gelesen. Im Unterartikel Lichtausbeute kann man lesen, dass bei bei 350lm/W schluss ist. Soo weit sind die Hersteller davon nicht mehr entfernt. Dann ist schluss. Hier liegt die pysikalische Grenze. Alles weitere wäre ein Perpetuum Mobile der LEDs.
an der Stelle sollten wir nicht vergessen, dass es sich nicht um eine physikalische, sondern eher um eine physiologische Grenze handelt: Das Lumen soll gerade den Helligkeitseindruck des menschlichen Auges beschreiben; es lohnt sich, da einmal einen genaueren Blick darauf zu werfen. Ich versuche mich einmal an einer Zusammenfassung aus verschiedenen Artikeln der Wikipedia und anderen Fundstellen im Netz:

Das an Tageslicht angepasste Auge (bei Nacht gelten anderen Werte) hat seine maximale Empfindlichkeit bei 555 nm. Eine Strahlungsleistung von 1 Watt wird hier als 683 lm wahrgenommen. Die maximal erreichbare Lichtausbeute liegt also bei 683 lm/W - allerdings wäre das Licht dann gelbgrün. Da das Auge bei anderen Wellenlängen deutlich unempfindlicher reagiert - rotes Licht wird bei gleicher Strahlungsleistung z.B. deutlich dunkler wahrgenommen - ändert sich der Helligkeitseindruck und somit auch die in Lumen/Watt gemessene mögliche Lichtausbeute.

Für weißes Licht benötigen wir natürlich das komplette Spektrum, weswegen wir bei deutlich kleineren Werten für die maximale Lichtausbeute landen. Je nach Lichtfarbe landen wir dann tatsächlich irgendwo zwischen 200 und 350 lm/W.

Um beurteilen zu können, wie nahe heutige LEDs am theoretischen Maximum sind, fehlt uns aber eine wichtige Angabe: Wir müssten wissen, wie genau das Licht über das Spektrum verteilt ist. Ohne diese Angabe sind die lm/W nicht wirklich aussagekräftig.

Viel interessanter wäre es, den elektrischen Wirkungsgrad zu betrachten: Wie viel Prozent der aufgenommenen elektrischen Leistung wird tatsächlich in Strahlungsleistung umgesetzt? Erst wenn dieser Wirkungsgrad bei 100% angekommen ist, haben wir eine ideale Lichtquelle, und damit kommen wir zu Deiner Folgerung:

Also lassen sich höhere Lichtströme nur noch mit höheren Leistungen erzeugen. Allerdings wird meine Fenix TK35 mit 800 Lumen so heiß, dass der Herstelller freiwillig nach 25min runterregelt. Was also tun? Die Lampe größer bauen, um eine bessere Kühlung zu gewährleisten?
Eine ideale Lichtquelle mit 100% Wirkungsgrad wird nicht heiß! Sie gibt die gesamte aufgenommene Leistung in Form von Licht wieder ab und verballert kein einziges Milliwatt in Form von Wärme!

Gerade die Tatsache, dass leistungsstarke LEDs auch eine leistungsstarke Kühlung brauchen, zeigt uns wie weit wir noch vom theoretischen Maximum entfernt sind. Heutige LEDs sind alles andere als ideal.

Die Rekordwerte bei der Lichtausbeute wurden unter Labordbedingungen erzielt, wenn die LED im Bereich des optimalen Wirkungsgrads betrieben wird, d.h. sie läuft im Laborversuch mit genau dem Strom, bei dem sie den optimalen Wirkungsgrad hat und sie wird sehr wahrscheinlich auch bestmöglich gekühlt. Ich schreibe ja nichts neues, dass LEDs bei höheren Strömen und höheren Temperaturen einen schlechteren Wirkunsgrad haben - und genau da gibt es noch mehr als genug Entwicklungspotential.
 

Geonohl

Mitglied
Ich habe nun wenig Ahnung von modernen Lampen.
Ich sehe aber auch Verbesserungsmöglichkeiten in Härteren Gehäusen die nicht so verkratzen (das Material gibt es ja, als mit Hartschichten versehenem Stahl (auf Alu machen die ja wenig Sinn)) oder auch kratzfestere Gläser. Und wenn die Wärmeableitung so Probleme macht, warum nicht mal schicke Lampen aus Kupferlegierungen (für den Kopf)?
Und bei der foksierbarkeit, die so nicht sinnvoll machbar ist, könnte man vielleicht vervormbare Reflektoren und oder Linsen entwickeln.
Die runden Gehäuse find ich auch nicht gerade praktisch, die die Meisten haben.
 

BlueGerbil

Mitglied
Wenn bei den Lampen die Helligkeitsdiskussion weniger im Vordergrund stehen wird, sind wir ein Stück weiter - analog zum nicht mehr stattfindenen Megahertz-Wahn bei den Rechnern (statt dessen effizienter und mehr Kerne) oder dem langsam ausklingenden Megapixel-Wahn bei den Kameras (zumindest bei den besseren Herstellern, wahrscheinlich erwarten uns nächstes Jahr trotzdem 21 Megapixel Kameras für 120 EUR).

Was ich mir wünschen würde?

- Schlüsselbundleuchte, Laufzeit 2 Stunden, 2-200 Lumen, stufenlos regelbar, Betrieb mit einer CR2
- Taschenlampe mit Clicky und Drehregler (vgl. SureFire U2), zwischen 20 und 800 Lumen regelbar, alternativ mit 2-3 CR123 oder einem "idiotensicheren" Akkupack betreibbar, dazu eine vernünftige Ladestation, die auch erkennt, wenn Batterien eingelegt sind und bei der man nicht in Gefahr läuft, das die Bude abbrennt. Diese Ladestation alternativ mit 230V, 12-24V und USB betreibbar. Das Ganze ohne "Tactical-Kram", keine Blinkmodi, Strobo, SOS o.ä., dafür eine Verarbeitung, die das Anfassen erfreulich macht. Preislich zwischen SureFire und Lupine angesiedelt. Dazu ein Holster aus glattem, schwarzen, weichen Leder für die Lampe und´n Leatherman.