Welches schlichte Holz als Griffmaterial ?

crashlander

Mitglied
Hm, die Suchfunktion ist immer noch nicht so ergiebig, darum stelle ich diese Frage: Ich will an das Knifekit TC4(fixed), welches mir von Pitter geschickt wurde, Holzgriffschalen dranschrauben. Und zwar aus ganz schlichtem, einfach zu verarbeitendem Holz. Muß auch nicht das teuerste sein, ist schließlich mein Erstversuch.
Keine Ahnung, was da geeignet ist, Birne, Buche, Buchsbaum?

Ich wäre für Tipps und Bezugsquellen (wo man für ein Schalenpaar à 130x40x10 mm nicht allzuviel Versandkosten hat) sehr dankbar.
 

bullet101

Mitglied
Hi Crashlander,
ich habe vor kurzem ein zwei Schaalenpaare bei Blades and More gekauft. Ging alles wunderbar, Versandkosten sind minimal und man hat wirklich die Qual der Wahl.
Auf "Zum Verkauf", "Zubehör für Messermacher" gehen, in der Gallerie gibts ein paar Bilder von ein paar Hözern und im Amateurforum kannst du dir anschauen wie die Hölzer am Messer aussehen.

Aber wenn du ganz lieb guckst, erweicht sich vielleicht einer der Forumiten mit jeder Menge Holz vor (in, hinter) der Hütten ;) und schenkt dir etwas Holz.

Gruß Marcus
 

crashlander

Mitglied
Danke erstmal für die Tipps (vor allem vom ersten Poster... ;) )
Zur Not warte ich auch noch bis zur IMA und kram da ein bißchen rum.

Aber trotzdem wäre ein Tipp zur Holzsorte noch toll. Momentan ist der Zugriff aufs Forum aber wohl etwas beschränkt.
 

bullet101

Mitglied
Hi Crashlander,

die Holzsorte sollte erstens dir gefallen :hehe: und sie sollte möglichst wenig arbeiten, da das bei den dünnen Foldernschalen noch deutlichere Auswirkungen haben kann.

Möglich wären z.Bsp. Palisander, Cocobolo oder ähnliches, aber es geht auch jedes andere Hartholz.

Gruß Marcus
 

xtorsten

Premium Mitglied
zu den Holzsorten:
Buchsbaum ist gut (hell, dicht, ölhaltig, unauffällig aber ein bisschen giftig)
Grenadil ist prima (schwer, beständig, dunkel, für die Dichte gut zu bearbeiten).
kommt eben auch darauf an, was für Eigenschaften das Holz haben soll.
Wenn es möglichst wenig arbeiten soll und fest, dicht, schwer sein soll, sind die oberen ganz o.k.
Ebenfalls ginge dann Ebenholz, Cocobolo, Wüsteneisenholz z.B.
Ich würde aber zu Grenadil tendieren, weil es bezahlbar, gut bearbeitbar und trotzdem dicht ist.
Wenn es auf die o.g. Eigenschaften nicht so ankommt, gehen natürlich auch viele andere Sachen noch. Obstgehölze z.B. (allen voran Pflaume).
Wer es mag kann auch Olive oder Flieder nehmen, auch nicht schlecht.
Kommt auf die Prioritäten und die Pflege und das ästhetische Empfinden an.
Um es noch einmal abzuwägen:
steht die Haltbarkeit bei kleinem Budget im Vordergrund: Grenadil.
Bei guter Pflege und Priorität Optik: je nach Gusto und Geldbeutel. Bei wenig Kosten: Holzdrechsler finden und nach Reststücken (z.B. Obstgehölz) fragen.
gruß,
xtorsten
 

luftauge

Mitglied
Wenn es schlichtes und günstiges Holz für den Einstieg sein soll, würde ich mal in einer Tischlerei nach Reststücken fragen.
Mahagoni, Teak/Kirsche, Nussbaum oder vielleicht Esche.
Mit etwas Glück findest Du dort auch Makassar, wird aber wohl sehr selten in größeren Mengen verarbeitet, selbst Nussbaum ist schon relativ selten.

Die oben erwähnten Hölzer sind m.E. zwar hart, aber schon zu speziell und nicht unbedingt günstig und auch nicht unbedingt einfaches Einsteiger-Holz, oder habe ich Deine Frage missverstanden ?

Gruß Andreas
 

xtorsten

Premium Mitglied
@luftauge:
klar sind die harten Hölzer schwieriger zu bearbeiten, bzw. dauert es länger. Trotzdem läßt sich mein Favorit für Gebrauchsmesser (grenadil) noch gut mit Sägen/Feilen/Schleifen von Hand bearbeiten, splittert nicht, riecht nicht unangenehm, läßt sich gut polieren und hält die Politur auch über einen längeren Zeitraum und kostet 6€ pro Schalenpaar, ohne Porto allerdings. Also wenn ich ein gutes knifekit hätte, dann würde ich mir schon überlegen, ob ich mir etwas mehr Arbeit mache und etwas dauerhaftes verbaue, gerade auch wenn es um aufgesetzte Schalen geht. Und am Angang ist auch schnell mal ein bißchen zuviel weggeschliffen, da ist weiches Holz gar nicht so ein Vorteil.
gruß,
xtorsten
 

luftauge

Mitglied
So weich sind meine Beispielhölzer nun auch wieder nicht, zumal ein Einsteiger/Anfänger die Unterschiede wohl noch nicht kennengelernt hat ;)

Ist in meinen Augen reine Verschwendung, ein Schalenpaar zu kaufen, von dem ich max. 1/8 bis 1/10 benötige, weil ich den Rest wegschleifen muss, bzw. eine Schalenhälfte mit 1/4 bis 1/5.

Für das GPC benötigt man nicht mehr als ca. 5x20x50mm pro Seite, dafür wären mir 6€ tatsächlich zu teuer.
Andererseits ist "schlicht" nicht eindeutig begrenzt, für mich sind es gängige, edlere Hölzer, aber nicht unbedingt die "Luxusklasse" der Edelhözer.

Gruß Andreas
 
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Rolandge

Mitglied
Hallo,
für den Anfang habe ich es genauso gemacht wie Luftauge es beschrieben hat. Kirsche ist sehr gut geeignet, relativ hart und beständig. Teak fand ich auch sehr schön, hat aber die Zeichnung nach der Bearbeitung und Behandlung verloren, werde ich nicht mehr als Griffholz verwenden. Vom Pflaumenbaum gibt es auch sehr schöne Stücke.
Viel Spass beim Feilen, Raspeln und Schleifen
Gruss
Roland