Welches Messer benutzt Ihr zum Zerwirken von Rehen?

Leonardo75

Mitglied
Hallo Jäger!

Ich habe neulich eine Anfrage von einem Jäger bekommen, der mit der Schnitthaltigkeit seiner Messer nicht zufrieden war (er benutzt wohl sehr billige Klappmesser (10DM), die häufig nachgeschliffen werden müssen). Die teuren Messer würden die Schärfe nur ein Reh länger behalten und danach auch geschliffen werden müssen.

Meine Überlegung ist allerdings, dass die heutigen Messerstähle weitaus höhere Schnitthaltigekeiten an den Tag legen.

Deshalb meine Fragen:

1) Welche Messer benutzt Ihr denn zum Aufbrechen und Zerwirken von Haarwild?

2) Was würdet Ihr für sinnvolle Serienmesser oder Custommessern in verschiedenen Preiskategorien (sagen wir mal A) bis 50 Euro, B) bis 100 Euro, C) bis 250 Euro, D) nach oben offen)vorschlagen?

3) Welchen Messerstahl (Rostfreiheit, oder feines Gefüge) würdet Ihr für eine solche Aufgabe nehmen?


Meine Vermutungen zu den Fragen wären:

zu 1) keine Ahnung, bin selber kein Jäger

zu 2) A) Böker Drop Point aus 440c feststehend (mit Kratongriff, das Arbotlito), oder Puma White Hunter Kraton
B) Buck Vanguard mit Kratongriff
C) hier würde ich schon eher zu einem Handmade von Guenter Böhlke greifen
D) da könnte man alles wählen, vielleicht ein geschmiedetes Damastcutommesser mit dem Panzerdamast von Markus oder etwas in der Art.

zu 3) Wenn die Schnitthaltigkeit wichtig ist, dann würde ich Vascowear wählen, oder CPM Stähle, bzw. Vanadis 10 wählen, wenn es besonders rostfrei sein soll, dann lieber 440C, vernünftig gehärtet natürlich.

Viele Grüße und Waidmanns Heil wünscht Euch der Leo.
 
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oschapp

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zu 1.) ..aktuell ein MadDog pygmyATAK. ich habe damit zuletzt in folge 2 sauen und 1 reh aufgebrochen (incl. decke, schloß, rippen/brustbein) und das reh problemlos und sauber zerwirkt. (ohne nachzuschärfen - war selbst erstaunt). der "arbeits"schliff ist symetrisch und zugegeben recht steil gehalten, mittels edgepro prof. und nur mit dem medium-coarse stein (180)

der griff ist für mich ergonomisch perfekt und auch fett-/blutverschmiert sicher zu handhaben.
als einzige verbesserung wünsche ich mir, daß die selektiv nachgehärtete schneidekante bis hin zur spitze reicht - ich arbeite sehr viel mit der spitze und würde das mehr an brüchigkeit in kauf nehmen. noch besser gefällt mit für unsere jagdlichen belange (am wildpret) das bearcat oder das AZHunter in 3/16" klingenstärke.

die MadDogs sind nicht rostfrei, zwar hartverchromt, brauchen ein wenig pflege. (geht beim händewaschen - nach gebrauch mal abwischen, abends reinigen und marine-tuf-cloth) mein tauchmesser, auch in salzwasser, ist seit einigen jahren ein ATAK..

für mich zählen in erster linie schnitthaltigkeit, robustheit und ergonomie - besonders rostträge stahleigenschaften empfinde ich nur wenig bedeutsam. für mich übererfüllen die Madogs alle eigenschaften, die ich bei meinem messer erwarte. irgendwie bin ich auf dieser stufe der zufriedenheit stehen geblieben, aber ich weiß, daß es bestimmt viele andere hervorragende messer-/marken gibt.


(((Mad Dog Knives uses Starrett 496-O1 high carbon tool steel. Hardened, then selectively tempered,a Rockwell C-scale hardness of 62 at the edge and a HRC 50-54 throughout the spine and full hidden tang. The blade is hard chromed. The ergonomic glass/epoxy composite grip material that is compression bonded to the hidden full tang)))

oliver
 
Ich benutze dafür immer Klingen aus nicht rostfreien Stählen.
Ob Damast oder Monostahl ist mir dabei egel(habe ja alle möglichen Sorten!)
Mit Rost habe ich dabei keine Probleme.
Zur Gesellschaftsjagd nehme ich seit 16 Jahren immer ein Messer mit einer ausklappbaren Knochensäge im Griff mit. Auch diese ist nicht rostfrei und immer noch schärfer als so manche andere Säge einiger Jagdmesser.
Bei größeren Strecken Schwarzwild kann ich immer ganz gut Vergleiche mit anderen Messern ziehen und muß feststellen, das die meisten Jäger Probleme mit der Schärfe ihrer Klingen haben.
Gruß Markus
 
Lieber Leo,
wenn Du Jäger nach ihren Ausrüstungs- (und sonstigen) Gewohnheiten fragst, betrittst Du den Bereich des rational nicht Nachvollziehbaren. Ich schließe mich dabei selber mit ein: Einerseits schätze ich High Tech für den zivilen Gebrauch (440C, VG 10), andererseits laufe ich seit über 30 Jahren mit dem gleichen Messerzeugs herum. Wenn es um schweres Wild geht, nehme ich den Puma Ofm. Frevert-Nicker. Schnitthaltigkeit reicht (weiß jemand, aus welchem Stahl der ist?) und auch die stärksten Schlösser lassen sich knacken. Für Niederwild nehme ich, wie Markus, ein Klappmesser, nicht rostfrei, mit Knochensäge. Das nimmt nicht viel Platz weg und ist leicht (Gebirge!). Außerdem kommt es leider doch mal vor, daß man auf der Jagd ein Messer verliert, und wenn man dann den Verlust eines >200 EUR-Teils zu beklagen hat, ist das schon bitter. Im übrigen schaue ich eher auf die Fertigkeit meiner lieben Waidgenossen beim Aufbrechen und Zerwirken als auf ihre Ausrüstung. Auf das Können kommt es an, wenn einer zehn linke Daumen hat, nützt auch das beste Messer nichts. Wie mir mal vor langen Jahren ein polnischer Förster beim Anblick eines Schlumpschützen gesagt hat: "Flinta Kruppa, sczelec dupa" - die Flinte von Krupp, aber der Schütze vom A... Manchen echten Könner habe ich schon mit einem obskuren, bis an die Schmerzgrenze schlecht geschärften Messer gesehen. Andererseits: Wenn ich nochmal anfangen würde, käme ich wahrscheibnlich am Fällkniven Hunter doch nicht vorbei.

Beste Grüße
razoredge
 

sniper66

Mitglied
Freunde!!!!!

Ich denke es ist an der Zeit, sich selbst einmal am Riemen zu reissen!
Wir diskutieren hier um des Kaisers Bart! Zugegeben: Es ist von ausserordentlicher Wichtigkeit, über das Thema MESSER zu dikutieren, aber manchmal kommt es mir so vor, als würden wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen!!! Wir betreiben beinahe schon Haarspalterei. Sicher,....sowas objektiviert einerseits, andererseits verrennen wir uns in Dinge, die in der Praxis genausoviel Unterschied machen wie beim selben Auto 5 PS mehr oder weniger!

Also um auf den Punkt zu kommen, ich bin selbst passionierter Jäger, und leidenschaftlicher Messersammler und ANWENDER! Und selbst wenn ich meine Präferenzen auch eindeutig auf dem Sektor der modernen Hochleistungsstähle habe (CPM, Elmax, VG-10,....) und auf handgeschmiedetem Carbonstahl,...... ein Stück Wild aufzubrechen ist ein guter Job für ein Messer, und die Schlösser von Wild zu öffnen ist wahrlich eine Tätigkeit, die jeder Messerklinge zusetzt. Ich mache das übrigens mit einer Opinel-Säge. Nun gut! Soll so sein,....bei einem Stück Wild ist in der Praxis die Schnitthaltigkeit mehr oder weniger "wurscht", das hält sogar ein 420-er Stahl locker aus, bei größerer Strecke wird es interessanter! Ich gebe euch zu bedenken, dass es ja nicht damit getan ist, nur die Bauchdecke zu öffnen, das Wild will ja auch zerwirkt werden und im Falle eines trophäentragenden Stückes,.......nehmen wir zum Beispiel mal einen Rehbock,...... da muss ja auch die Decke um das Haupt herum abgeschärft werden, damit man die Trophäe abschlagen kann,....... DAS ist es, was JEDEM Messer zusetzt und die Schnitthaltigkeit ad absurdum führt! Auch wenn man es kann! (Und ich denke ich kann es). Wenn man wiederholte Male über Knochen schärft - und das lässt sich in der Praxis nicht vermeiden, wenn man mehrere Schlösser aufbricht,... wie weit sind wir dann beim Thema Schnitthaltigkeit??? Lügen wir uns dann nicht in die eigene Tasche??

Ich persönlich benutze ein Fällkniven F1 in VG-10 und bin damit meinen Kollegen, die traditionelle Jadgknicker verwenden haushoch überlegen, aber auch solchen, die CPM verwenden, und ich denke das ist darauf zurückzuführen, weil der VG-10 einfach "zäher" ist und eine sehr agressive Schneide hat! Das ist besonders beim Aus-der-Decke-schlagen von entscheidender Bedeutung bzw. beim Abschwarten. Und nur hierbei ist die Schnitthaltigkeit ein Thema!!!

Henkt mich, wenn ihr wollt,..... aber ich bin ein Praktiker und viele Jahre der "Roten Arbeit" haben mich eines besseren belehrt.

Aber wenn ich bei Stählen für Jagdmesser Präferenzen habe, dann sind es solche, die eine agressive Schneide bilden.

Ich könnte mich zu diesem Thema noch ein gute Stunde lang weiter "auslassen" und meine Erfahrungen hier wiedergeben, aber ich denke für's erste ist es genug,

Grüsse

sniper66
 

heiko häß

Mitglied
Also ich kann mich der Meinung von sniper 66 wirklich nicht anschließen.
Ich müßte ja bekloppt sein wenn ich die teueren pm-Stähle kaufe wenn sie
keine Vorteile gegenüber dem billigen 420er sch.... hätten. Die meisten messer
die ich für Jäger gemacht habe sind aus RWL34. der Stahl hat hervoragende
Schneideigenschaften und ist auch noch bezahlbar. Bisher habe ich nur
positive Rückmeldungen erhalten. Und für die Jäger die Angst davor haben
mit einem normalen Jagdmesser ein Schloß zu öffnen oder eine Trophähe abz
utrennen fertige ich Waidbestecke mit einem küchenbeilähnlichem
Haumesser.
 
Ich bin kein Jäger, also verzeiht die Frage. Was ist ein Schloß öffnen, und was bricht man auf? Und warum? Bricht man etwas den Brustkorb auf? :confused:

Danke, Alan
 

heiko häß

Mitglied
hi charon
ich bin zwar auch kein Jäger aber um deine Fragen zu beantworten müßte
mein Jägerlatein noch reichen.Falls nicht wird mich ein Jäger schon
berichtigen
Aufbrechen von Wild heißt das mann es aufschneidet um die Eingeweide
herauszunehmen. Dies ist notwendig um zu verhindern das der Tierkörper
sich durch Darmbakterien von innen heraus selbst verdaut. Außerdem ist es
wichtig das der Tierkörper so schnell wie möglich auskühlt. Mit Schloß ist
das Schambein gemeint. es muß beim Aufbrechen durchtrennt werden.
Ich hoffe ich habe damit deine Fragen korrekt beantwortet.
 

sniper66

Mitglied
@ heiko häß:

Du scheinst meinen Beitrag entweder nicht aufmerksam gelesen oder andererseits nicht verstanden zu haben! Ähem,.... darf ich mir in diesem Zusammenhang auch die Frage erlauben, ob Du schon einmal ein Stück Wild aufgebrochen, zerwirkt, aus der Decke geschlagen und eine Trophäe gekappt hast?? Sonst kannst du nämlich nicht wirklich mitreden und weisst nicht, was das heisst. OHNE DIR ZU NAHE TRETEN ZU WOLLEN!!! Bitte nicht falsch verstehen!

Nochmals in der Kurzversion: Wenn ich nur ein einziges Stück zu versorgen habe, dann ist es wirklich wurscht, ob ich eine Klinge aus 420er Stahl habe oder eine aus Elmax oder RWL !!! Glaub mir! Ich weiss wovon ich rede, ich habe diese Erfahrung selbst gemacht und nicht kolportiert bekommen. Wie ich auch in meinem vorigen Beitrag sagte, bei mehreren Stücken Wild kommt das zwar mehr zum Tragen, aber,..... die Schärfe des Messers, selbst aus RWL oder Elmax.... die ist dann weg!!! Und bitte,......erzähl mir nix von Jägern!! Die meisten die ich kenne, sind froh und meinen, ihr Messer ist super, wenn sie sich danach noch die Jausenwurst schneiden können (wobei zerdrücken eigentlich richtiger wäre!!!:hehe: )Es ist und bleibt ein Faktum, dass auch das schnitthaltigste Messer nach wiederholtem Male über Wildknochen schärfend (also schneidend) stumpf wird! Jeder der was anderes behauptet, ist ein Traummännlein! Und wer es mir nicht glaubt, der soll es versuchen!

Und zu guter Letzt nochmals meine wichtigste Erfahrung was diese Thematik anbelangt : zähe Messerstähle, die eine aggressive Schneide bilden, sind bei dieser Arbeit eindeutig überlegen!
 

Onkel Tom

Mitglied
Hallo zusammen

Um wieder zurück zum Thema zu kommen. Ich benutze zum aufbrechen ein Linder "Super Edge" aus ATS 34. Mit der Schnitthaltigkeit bin ich sehr zufrieden und es liegt sehr gut in der Hand. Ich hab damit schon drei Rehe hintereinander versorgt ohne Probleme mit der Schärfe zu bekommen. Zum aus der decke schlagen und Zerwirken hab ich Messer und Säge vom Metzgerei Bedarf die werden auch nur mit dem Bandschleifer geschliffen, was solls auch ist die Klinge weg kauft man eben für 6€ ein neues Messer. Der Wetzstahl liegt beim arbeiten mit diesen Messern natürlich immer bereit.

Gruß Onkel Tom
 

heiko häß

Mitglied
hallo sniper66
Natürlich wird jedes Messer irgendwann mal stumpf. Nur ist es ein großer
Unterschied ob mann mit einem Messer nach dem halben Reh nachschleifen
muß oder ob die Schärfe nach dem vierten oder fünften Reh immer noch
ausreichend ist. Der Unterschied ist auch deutlich nach dem Schleifen festzus
tellen. Es gibt Stähle die einfach nicht scharf werden wollen.Es ist ja wahrsch
einlich auch bei nur einem Stück Wild wichtig das mann eine vernünftige
ausgangsschärfe hat Außerdem denke ich schon das ich bei dem Thema
mitreden
kann. Ich habe zwar noch nie Schalenwild zerwirkt aber ich muß mich mit
der Thematik intensiv beschäftigen um vernünftiges Werkzeug für die Jagd he
rstellen zu können. Mein Wissen beruht auf Erfahrungen von mehreren Jägern
(nicht nur von einem ).Erfahrungen im versorgen von Fischen habe ich genüg
end selbst gemacht. Glaub mir, du merkst beim filetieren von Barschen ob du
420er oder RWL34 benützt. Wenn ein Fisch auch kein Reh ist, die arbeit des
Messers ist die gleiche:Schneiden!!
 
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sniper66

Mitglied
Genau was ich sage Onkel Tom!

Kein Problem was das Aufbrechen betrifft! An die Substanz geht die "Knochenarbeit":steirer:

Und ebenfalls bestätigt sich mein Beitrag vorhin auch darin, dass du sagst, die Zerwirkmesser werden auf dem Bandschleifer geschliffen,.......daraus folgt: Aggressive Schneide. Nichts anderes habe ich vorhin gesagt! :super: :super:

Man muss schon wie du Jäger sein, um zu wissen was Sache ist bei dieser Thematik!

Ach ja übrigens,....... das Linder Super Edge aus ATS 34 ist ein sehr gutes Messer, bevor ich auf Fällkniven F1 in VG-10 umgestiegen bin hab ich fast ausschließlich mein Linder Custom in ATS 34 mit Hirschhorngriff verwendet!:super:

Grüße
sniper66
 

sniper66

Mitglied
@ heiko:

Lieber Heiko!

Darum geht es ja auch nicht! Narürlich ist ein Messer Mist, wenn es nachdem ein Reh halb zerwirkt ist nachgeschliffen werden muss! Gar keine Frage. Aber es gibt da mehrere kleine aber feine Unterschiede:
1. Aufbrechen ist eine Sache
2. Zerwirken eine andere
3. Aus der Decke schlagen/abschwarten eine andere
4. Trophäe kappen wieder eine andere

Nichtsdestotrotz gebe ich dir Recht, dass ein moderner Hochleistungsstahl ungleich besser ist.

Was mich an dieser ganzen Diskussion einfach gestört hat, das ist ganz einfach, dass oft Blinde von der Farbe reden. Kaum ein Jäger heute hat Gelegenheit dazu, mehrere Stücke hintereinander aufzubrechen und viele davon haben noch kein einziges Stück Wild versorgt. Aber egal, mir geht es darum, diese ganze Diskussion zu objektivieren und deswegen komm ich nochmals auf den Punkt: Bei einem Stück REH ist es wurscht ob ich RWL oder 420er habe. Das ist es, was ich von Anfang an gesagt habe.

Grüsse
sniper66
 

Onkel Tom

Mitglied
Hallo

Um das Thema noch weiter zu präzisieren, man kann ein Reh auch mit einem Skalpell ;) aufbrechen ohne Probleme zu bekommen, Denn das durchtrennen der Schloßnaht und des Brustbeins ist nicht umbedingt erforderlich sowas kann man auch in der Wildkammer machen. Ich löße ja auch im Wald den Rücken nicht aus. Und wie schon erwähnt Zuhause hat man dann das "richtige" Werkzeug zur Hand.

Gruß Onkel Tom
 
G

gast

Gast
hi leute

ich habe vor jahren ein gemischtes jagdgatter geführt und daher zwangsläufig auch einges aufgebrochen und teilweise zerwirkt,

als messer habe ich einen litle beaver von wolf borger in cpv t 440 v verwendet, das messer war nach ca. 40 stück wild (schwarzwild, mufflon und rehwild) noch nicht wirklich stumpf.
 

Seal_6

Mitglied
Hi zusammen!

Also zu der Thematik mal meinen Senf:

1. Viele Jäger die ich kenne, machen sich über
ein ordentliches Messer wenig (gar keine)
Gedanken.
Da ist der Drillingpreis schon wichtiger:irre:
Aber mal ehrlich:
Wie oft sind mehr als 1-2 Stücke durch einen
einzelnen Jäger aufzubrechen? Ausnahme siehe
unten..

2. Bei der Jagd von mir bevorzugt:
- Fällkniven F1
- CS Master Hunter
- Wolfgan Dell FM 1 (RWL 34)
dazu halt noch ein Folder, z.B.
- Wenger
- Spyderco Military

Zu der Schnitthaltigkeit mal ´ne eigene Erfahrung:

Vor einigen Wochen bei einer Jagd hatte ich mit einem Freund das Vergnügen, 8 Stück Schwarzwild sowie 1 Stück Rehwild aufzubrechen.
Gemacht habe ich das z.B. mit meinem Forum-Messer, weil ich es eigentlich auch nur für diesen Zweck angeschafft habe (Gebrauchsmesser)
Von der Schnitthaltigkeit dieses Messers bin ich wirklich absolut begeistert.
SUPER ARBEIT WOLFGANG!

Micha



:D
 

freagle

Mitglied
war nach ca. 40 stück wild (schwarzwild, mufflon und rehwild) noch nicht wirklich stumpf.

ähliches hab ich auch schon von anderen Messermachern gehört, deren Jägerkundschaft mit PM-Stählen änliche Erfahrungen gemacht haben.

freagle
 

dcjs

Mitglied
ho,
diese geschichten von 30 oder 40 stück schalenwild kann ich nicht so recht glauben. ich habe bis jetzt noch jedes messer nach dem aufbrechen nachgeschärft, ganz einfach, weil ich meine messer gern immer auf dem maximum der schärfe habe.
es kommt natürlich sehr darauf an, was und wie man aufbricht. bei rehen heisst das bei mir bauchdecke öffnen, gescheide raus, eventuell brustkorb öffnen (knorpel zwischen brustbein und rippen zertrennen), schloss öffnen (bis jetzt meistens mit dem messer, sonst fuchsschwanz), drosselschnitt mit auslösen von schlund und luftröhre.
das einzige, was die klinge wirklich belastet ist das durchtrennen von schloss und rippen, der rest ist bei genauer betrachtung nur schneiden durch ein sehr weiches schnittgut (fleisch, sonstiges gewebe).
bei schwarzwild kann sicherlich eine dreckige (sand!) schwarte der schärfe arg zusetzen, aber damit hab ich's noch nicht zu tung gehabt.
ich persönlich halte einen stah für wichtig, bei dem die schneide nicht so leicht ausbricht. nachschärfen tue ich sowieso häufiger, aber ich will keine scharten in der klinge, wenn ich mal ein paar rippen durchgeschlagen habe.
 
ich benutze ein böker vollintegral zum aufbrechen, zerwirken, abnicken und abfangen. beim zerwirken ist aber nach drei - vier rehen schluß und ich muß nachschärfen, zumindest auf dem stahl.
allerdings löse ich auch gleich die knochen von blatt und keule aus und schrupp so ziemlich viel auf dem knochen rum.

waschbär