Welche Uhr habt Ihr bei euren Touren dabei?

Nagelring

Mitglied
Hi,

wie schon aus meinem letzten thread ersichtlich bin ich momentan auf Uhrensuche. Dabei stellt sich für mich folgendes Problem:

am liebsten hätte ich ne Uhr mit Kompass, Barometer, Thermometer, Alarm, 2. Zeitzone und Höhenmesser, das ganze unkaputtbar und wasserdicht. So Modelle gibt es auch: Suunto und Casio (unschlagbare Info im Globetrotterkatalog). Nur sind das riesige Monster, die mein alltagliches ästhetisches Wohlbefinden strapazieren, auch wirken sie im Alltag ein wenig zu aufgemotzt. Auch habe ich irgendwie keine Lust für die paar Touren im Jahr ne Extra-Uhr zu kaufen, die sonst nur im Schrank liegt.

Wie haltet Ihr das? Habt Ihr nen dicken Chronographen oder ne billige Swatch bei einer Tour dabei? Die nächste Frage wäre natürlich auch, ob man die oben erwähnten Funktionen bei einer Tour braucht und - wenn ja - vielleicht lieber als Extragerät mitnehmt.

Ich denke mal ein Kompass ist unstreitig, Höhenmesser bei Bergtouren auch, Barometer und Thermometer vielleicht nicht unbedingt. Ich stelle es mir einfach unheimlich interessant vor, die Zeichen der Natur insbesondere mit einem Barometer zu vergleichen (am besten mit graphischer Tendenzanzeige)und Erfahrungswerte aufzubauen.

Dann mal los

Nagelring
 

pick-up

Mitglied
meine erfahrung hat gezeigt auf alles bezogen:
was für vieles zu gebrauchen ist ist eigentlich für nichts zu gebrauchen. soll heißen
kauf dir eine vernünftige uhr
einen höhenmesser und einen kompass.

wenn eines der sachen defekt kannste die anderen noch nutzen. hat sich bei mir bewährt. außerdem kann man wenn man möchte sich jedes gerät so kaufen wie man will und ist nicht auf die zusammenstellung des herstellers angewiesen

ach so meine uhr ist eine breitling crono modell colt automatik. unverwüstlich das gute teil
höhenmesser und kompass ist im fahrzeug in digitaler ausführung und bei bedarf entfernbar und von hand zu führen.



war ma wieder einer schneller
 

le.freak

Premium Mitglied
die frage ist einfach ...
im normalen leben trag ich keine uhr, hab ja immer ein mobile dabei.

manchesmal braucht man aber eine (mtb-touren, konzerte, saufabende in der altstadt), vornehmlich dann wenn das mobile eben nicht mitkommen darf. dafuer hab ich ne alte swatch chrono mit halbabgerissenem lederband .... sorry, konnt ich mir nicht verkneifen :hmpf:
 

pick-up

Mitglied
Original geschrieben von le.freak

dafuer hab ich ne alte swatch chrono mit halbabgerissenem lederband .... sorry, konnt ich mir nicht verkneifen :hmpf:


na is doch kein thema kauf dir nen neues band und vernünftige einzelgeräte und schon is gut:hehe:
 

Moonlight

Mitglied
GPS-Empfänger bringen eigentlich nur beim Einsatz in der Wüste was. In Regionen mit ausgeprägten Landschaftsprofilen sind sie so unnötig wie ein Loch im Kopf. Ich will noch weiter gehen, sie sind ein Quell ständigen Ärgers. Manche sind so clever konzipiert, dass sie sich im Rucksack einschalten (durch Druck von anderen Gegenständen) und dann beim Auspacken leere Batterien aufweisen. Aber auch wer die Batterien einzeln verpackt, wird nicht recht froh, weil die Batteriedauer doch ziemlich begrenzt ist, zumindest dann wenn keine Disziplin geeübt wird und das Gerät zur Routenaufzeichnung benutzt wird. GPS gibt es auch in der Armbanduhr, von Casio und Seiko. Ständiger Gebrauch leert hier die Batterien schneller als man guckt. Bleiben hier noch die Uhr-Höhenmesser-Kompass-Kombinantionen. Höhenmesser ist o.K., wenn man ihn denn brauchen sollte. Die Kompasse sind im Grunde genommen ungeeignet, weil eine gradgenaue Orientierung damit nicht möglich ist.
Löst man sich von dem Klimbim (wir deutsche sind in Outdoor-Dingen immer overdressed), kommt eigentlich nur die Luminox Navy-Seal, ja, die mit den Kunstoffgehäuse, in Frage. Kostet nicht die Welt, ist unkaputtbar, wiegt nix und verfügt - in der US-Ausführung für 130 USD - über aktive Tritium-Indexe.

Moonlight
 
Zuletzt bearbeitet:

vector0168

Premium Mitglied
Suunto Observer

nachdem mein Vertech Avocet "abgesoffen" ist, habe ich mir den Suunto Observer zugelegt, besonders zu empfehlen ist die Quickfunktion, zeigt die Höhenmeter und Auf/Abstiegsrate auf Knopfdruck an.
Noch ein Vorteil: die Batterie kann man selber wechseln.
 
Zuletzt bearbeitet:

kanji

Super Moderator
Hi,

hab ne alte Casio BM-200 mit Höhenmesser (Barometer).
Das Teil ist mir vor ein paar Jahren mal abgesoffen, wurd aber bei Casio für nen akzeptablen Preis wieder auf Vordermann gebracht.
Seitdem lass ich alle zwei Jahre bei Casio die Dichtungen wechseln.
hat das letztemal mit Batteriewechsel(2 Knopfzellen) 25,- DM gekostetet, fand ich ok.
 

hagrid

Mitglied
Ausrüstung

Hi Nagelring,

kommt darauf an wo Du hin willst. In unseren Breiten habe ich als Uhr meistens meine Citizen Taucher Automatik dabei. Das Teil ist robust, ausreichend genau, auch im Dunkeln gut abzulesen und wenn es wirklich verloren geht zwar ärgerlich aber noch erträglich. Außerdem immer dabei gute Karten 1:25000 topographisch und ein guter Kompass. Neuerdings und eigentlich mehr als Spielerei das ganz einfache Garmin etrex. Bleibt eigentlich immer aus. Hilft aber wie ich schon feststellen konnte gut weiter sollte man sich mit Karte und Kompass wirklich mal nicht sicher sein. Ortsbestimmung auf 5-10 Meter genau ist kein Problem. Danach wandert es aber wieder in den Rucksack. Höhenmessung ist bei dem etrex ebenfalls kein Problem. Barometer hab ich eigentlich noch nie gebraucht, lieber quatsch ich mit Leuten aus der Gegend speziell im Gebirge wissen die über Wetter mehr wie mein Barometer in der Uhr.
Gruß
Hagrid
 

Rage

Mitglied
Hi

Hab mir mal die Suunto Vector bei Globetrotter gekauft, weil sie extrem günstig war. Nette Uhr mit viel Spielereien. Wie von Moonlight
schon erwähnt, auf einen Kompass an der Uhr kannste verzichten, weil
zu ungenau. Kauf dir lieber nen separaten, von Recta z.B.
Den Höhenmesser benutz ich gern bei Bergtouren um zu sehen wie schnell
es nach oben geht.

Gruss Rage
 

Moonlight

Mitglied
Einen Recta nutze ich auch, und zwar ein Box-Modell mit Prismenoptik. Die Anfassqualität ist zwar besch.... (Plastik), die Präzision und Verarbeitung allerdings erstklassig. Wem das das nicht "tactical" genug ist, dem kann das Breithaupt-Modell (BW-Marschkompass) empfohlen werden. Stabiler, aber weniger präzise, mit doppeltem Gewicht. Nochmals: Wer Kartenarbeit machen will, der kommt an einem Kompaß, zumindest aber an einem Winkelmesser, nicht vorbei. Mit digitalen Kompaßuhren geht das nicht. Es gibt allerdings auch Uhren, ein schweizer Modell und ein Modell von IWC (wird nicht mehr gebaut, teuer) mit unter dem Ziffernblatt liegender Kompaßrose.

Moonlight
 

hagrid

Mitglied
IWC

Hi pick-up,

tja ist ja ein schönes Stück. Aber wohl eher was für die Vitrine oder zum Angeben auf dem Geburtstag von Tante Klara:hmpf: ich jedenfalls hätte mit so einem Teil im Gelände immer Angst das ich mal hängenbleibe und mir ein Federsteg reißt und die Watch auf nimmerwiedersehen wo runterfällt. Und dann sind halt doch mal so locker fast 5000 Deutsch Märker futsch.

Gruß

Hagrid
 

pick-up

Mitglied
Re: IWC

Original geschrieben von hagrid
Hi pick-up,

ich jedenfalls hätte mit so einem Teil im Gelände immer Angst das ich mal hängenbleibe und mir ein Federsteg reißt und die Watch auf nimmerwiedersehen wo runterfällt. Und dann sind halt doch mal so locker fast 5000 Deutsch Märker futsch.

Gruß

Hagrid



die dinger sind eigentlich sehr robust gebaut. meine breitling habe ich 24 stunden imer um. und die mußte manchmal ganz schön leiden. auch auf der arbeit ( werkzeugmacher). hat sie aber alles klaglos weggesteckt.
die teile sind echt super.
 

Nagelring

Mitglied
bin wieder da...

...ups, komme später als gedacht in Zwischennetz, freue mich über die Antworten :D :D

@brunk, Hagrid, Rage:

Ihr habt ja recht, wenn es auf das Effektivitätserfordernis ankommt ist es allemal ratsamer die Funktionen getrennt zu haben, allein aus Sicherheitsgründen! Auch hätte ich zu den einzelnen Geräten mehr Vertrauen, leistungsfähiger sind sie bestimmt in ihrer jeweiligen Disziplin.

Allerdings verwehre ich mich gegen GPS, das ist der Tod des Waldläufergedankens. Genau wie seit dem Mountainbikehype jeder fette Trottel die Möglichkeit hat tiefer in den Teutoburgerwald vorzustoßen, in den jeweiligen saisonalen Neon-Trendfarben, und mich und meine Hunde beim Joggen nervt!! :angry:
Ne, irgendwie hat Wandern/Trecking noch etwas von Entwickeln von Instinkten/Fähigkeiten zu tun! Is klar, meine sehr subjektive Eigenmeinung, ich kann verstehen das es Spass macht sich in die Technik reinzufuchsen. Wenn ich mal meinen erworbenen Segelschein ausnutzen sollte wäre das die richtige Gelegenheit dazu, das wäre ok.

Uups, bißchen OT geraten :steirer: :steirer:

@ Moonlight: Du hast recht, gerade die Deutschen sind bei Treckingequippment völlig overdressed. Ich glaube das liegt daran, das wir halt nicht so eine geile Natur wie die Amis oder Skandinavier haben und sich die Vorfreude so lange anstaut. Die Ausrüstung zu perfektionieren ist da ne kleine Ersatzbefriidigung.

@ pick up: geile Uhr, wenn Dich das Prinzip interessiert: im Globetrotter war einmal eine ähnliche, Deckel mit Uhr zum Aufklappen, darunter Kompass, Greenland hieß die Marke glaube ich.

Wie gesagt, mir geht es bei der Uhr um die kleineren Touren, wie zB im August im Böhmerwald. Mit einer 1:25 000 oder 1:50 000 er Karte werden wir da wohl nicht verloren gehen, Kreuzpeilungen, Auffanglinien etc., die den Einsatz eines richtigen Kompasses mit Anlegkante und Visier notwendig machen würden, werden da wohl nicht notwendig sein.

Ach was solls, ich will es ja gar nicht rational begründen, ich habe einfach Bock auf so ein Ding! :irre:

Ich fände es einfach klasse, wenn ich im Alltag eine Uhr umhabe, die mir mit den anderen Funktionen schon beim Wandern hilfreich war.

Nagelring
 

Fugazi

Mitglied
eine schier unverwüstliche Uhr

Hi,

ich habe seit 1994 einen SINN Chronographen in Titanausführung. Damit bin ich schon mal bei Kanu fahren gekentert und gegen Steine geschlagen, im Unterholz hängengeblieben und mich mit dem MTB abgerollt. Ein paar sehr leichte Kratzer auf dem Gehäuse, das Saphirglas vollkommen unbeschädigt, einmal das Hailederband gerissen -aber kein Problem. Ein Höhenmesser ist da nicht dran, ebenso wenig wie ein Kompass, aber zur Not kann man ja sich anhand des auch im Dunkeln leuchtenden Ziffernblattes grob orientieren.

Ich trag die Uhr täglich und bin zufrieden, hat damals so um die 1200,- DM gekostet, die sich echt rentiert haben.

Zum Wandern immer ein Kompaß dabei, mit einer schönen Anlegekante und durchsichtiger Platte.

Ciao Fugazi
 

crashlander

Mitglied
Meine Citizen Promaster Automatic geht überall mit hin. Stabil, nix Batteria, schön tief wasserdicht, Drehlunette, gut ablesbar, passt. Hat schon viel mitgemacht und mich nie enttäuscht.

Nur in Namibia hatte ich sone 5markMcDonaldsPlastikdigitaluhr dabei, irgendwie wollte ich sie da nicht mitnehmen, weiß auch nicht.
 
Y

YAMAHATiger

Gast
Hoi,

Auch wenn ich ein wenig aus der Reihe Falle

Casio G-Shock , 2te zeit Zone , stop uhr ,licht (illuminator) 200m wasserdicht (geräte tauchen geeignet) , hat bis jetzt bike stürze , kanu fahren , fußball , wanderfahrten eigentlich alles überlebt! Habe da ein Lederarmaband dran gehabt welches ich nur noch zu wichtzigen anlässen (wenn ich anzug trage etc.) dran mache , sonst ist immer ein naylon armband dran (schön breit , doppelt gesichert)

Mfg Olli
 
Arsa Baujahr 1942 mit Wehrmachtswerk AS1130 Handaufzug!

Geht seit 60 Jahren und wird auch die nächsten 60 Jahre gehen!

Als Armband für alle outdoor aktivitäten ist das Bundeswehl Lederarmband oder ein ähnlichen sehr zu empfehlen!
 

Nagelring

Mitglied
Pick Up, coool...

...aber leider auch nur bis 30m "wasserdicht". Dat heißt, an einem Bindafaden kann man das Ding für 1 Minute auf 30m runterlassen, wenn man die Uhr aber aus 2m Höhe ins Wasser fallen lassen würde wäre der Druck ev. zu hoch!:irre:

Nichtsdestotrotz: sieht saugeil aus!

Nagelring