welche Stahlsäge(blätter)?

christophmc

Mitglied
Hi,

ich habe bei Recknagel meine erste Stahlbestellung losgelassen und suche noch die benötigte Ausrüstung für meinen ersten Messerbauversuch zusammen.

Welche Metallsäge (mit welchen Sägeblättern) könnt ihr empfehlen?
Ich habe zwar schon viel von PUK-Sägen gehört, wollte aber lieber eine Metallsäge mit längerem Sägeblatt kaufen.

Der bestellte Stahl ist übrigens D2 und O2.

Danke für Eure Hilfe.

Gruß

Christoph
 

zorro_43

Mitglied
Hi,

das mit dem grossen Metallsägebogen ist schon richtig!
Bei der Säge kannst du nicht viel Falsch machen, wenn du nicht gerade die für 1 Euro aus der Grabbelkiste nimst. Sollte eben stabil sein. Und man muss das Sägeblatt bequem und fest spannen können.

Wichtiger sind die Blätter!
Unbedingt nut hochwertige Bimetall-Blätter benutzen!
Zum Beispiel von Sandvick.
Auch wenn die etwas teurer sind, es lohnt sich.
Sägeblätter sind Verschleissteile! Kauf dir direkt 10 Stück und nimm für jedes Messer ein neues. Sonst sparst du am falschen Ende.

Viel spass beim Messermachen!

Zorro
 

freagle

Mitglied
Was Zorro sagt, da stimm ich voll zu, bei der Säge darfst du nicht sparen, versuch eine Bügelsäge zu finden die einen massiver Rahmen hat, also keine Rohrkonstruktion.


Sägeblätter, da hab ich die ganze Zeit welche gehabt, die waren günstiger als die von Sandvic und noch einen Tick besser fand ich, leider wurden die aus dem Programm genommen, nehm jetzt auch die HSS Bimetallblätter von Sandvic, sind rotblau lackiert kaum zu übersehn.

freagle
 

Nidan

Mitglied
Hi Christoph,

mit dem D2 hast du dir ganz schön was vorgenommen ;) Also ich würd dir da auch zu ner möglichst massiven Säge raten. Wichtig ist, daß das Sägeblatt schon straff fespannt wird, sonst geht net viel, wenn du auch mal Rundungenschneiden wilst. Für kleine, enge Rundungen ist die PUK übrigens echt zu empfehlen.

Also ich hab für`s Grobe ne sehr stabile Säge, ne Bahco 325. Das ist ne Ganzmetallkonstruktion die sehr schön anatomische Griffe hat und mit der man auch Gehrungen schneiden kann. Ne billigere tuts aber genauso, nur eben stabil muß sie sein.

An Blättern nehm ich so gold beschichtete Bi-Metallblätter (Marke kann ich leider nicht mehr sagen, mein Blatt ist schon wieder abgewetzt ;) ). Mit denen hab ich erst vor kurzem auch D2 ausgeschnitten, ging besser als ich gedacht hatte.

Und wie Zorro schon sagte, lieber das Blatt wechseln als sich umsonst schinden ;)

Und noch ein kleiner Tip, falls du noch nicht so viel Erfahrung beim Metallsägen haben solltest, kerb dir die Stelle an der du die Säge ansetzt mit ner kleinen Rundfeile vor, dann rutscht das Sägeblatt am Anfang nicht so ab (ist mir immer passiert)

Viele Spaß !!

P.S. Unter welcher Nummer läuft denn O2 bei Recknagel ?? Meinst du den 1.2842 ?
 
Zuletzt bearbeitet:

christophmc

Mitglied
Danke für die Tips, ich werde dann mal schaun was unsere Baumärkte so an Sägen haben...

@Nidan

Ja bei Recknagel wird der O2 unter der Bezeichung 1.2482 geführt (ich hoffe das die Bezeichnung O2 noch stimmt :confused: ), ich habe den Präzisionsflachstahl genommen.

Gruß

Christoph
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Sägefreunde!

Ich arbeite gerne mit BiMetall-Sägeblättern von Promat (das ist so ein Werkzeugreseller). Damit habe ich recht gute Erfahrungen gemacht, auch im Vergleich mit den Sandvik Blättern (oder hießen die jetzt Sandflex?).

Die Teile kosten bei uns im Werkzeugfachhandel ca. 0,79 Euro oder etwas in der Art.

Bei dem Sägebügel solltest Du darauf achten, dass er schon recht vernünftig ist.
Schau Dir an, ob die beiden Blattaufnahmen fluchten, wenn Du das Blat einspannst und nimm auf jeden Fall einen Sägebügel, der ein um 90° gedrehtes Blatt ermöglicht (oder zumindest ein um 45° gedrehtes).
Die Saägebögen von Sandvik sind schön ergonomisch, kosten aber ein wenig (ca. 20 Euro). Ich würde mir aber trotzdem so einen Bogen besorgen.

Viele Grüße sendet Euch der Leo.
 

luftauge

Mitglied
Was habt Ihr eigentlich alle gegen 2379 ?
Vielleicht bin ich mtlw. etwas abgestumpft, aber das Zeug ist gar nicht so schwer zu bearbeiten.

Bügelsägen :
Die doppelseitigen Blätter z24 aus dem Baumarkt gehen auch ganz gut, sind vor Allem stabiler, da sie ca. 30mm hoch sind, kosten nur etwa die Hälfte von Sandvik, sind vielleicht schneller stumpf, brechen dafür nich so schnell, falls man mal verkantet - und man hat evtl. billiges Material für spätere Schmiedeübungen :hehe:

PUK-Säge :
Weis nicht, habe wohl immer die falschen Metallsägeblätter gegriffen, lang haben sie jedenfalls nicht gehalten im 2379, auch nicht bei vorsichtigem Sägen.

Laubsäge :steirer: :
Jahaha,
das geht auch, sogar im 2379, für kleine Ausbrüche im Griff, man muss nur etwas feinfühliger Sägen, zum Glück konnte ich auf dem Flohmarkt alle Päckchen mit den Blättern sicherstellen, gebrochen ist noch keins, war auch nur, um Ecken freizuarbeiten.

Gruß Andreas
 

christophmc

Mitglied
Stichsäge???

Ich habe auf meiner Stichsäge eine Stahlschnitttiefe von 12mm gefunden???:confused:
Habt ihr schonmal versucht mit der Stichsäge messerbaufähigen Stahl zu sägen?
Wenn das gehen sollte, welche Sägeblätter kann man denn dafür nehmen?
Ich dachte immer für solche Materialstärken bräuchte man eine schicke Bandsäge oder einen starken Laser.

Gruß

Christoph
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo christophmc!

Man kann schon höher legierte Stähle sägen mit der Stichsäge, nur brauchst Du dann gute Sägeblätter. Die hartmetallbestückten Sägeblätter bringen da ein wenig. Die HSS Blätter sind schnell weg. Damit habe ich keine guten Erfahrungen gemacht.

Bei Bosch gibt es solche Hartmetallbestückten Sägeblätter. Die kosten im Dreierpack ca. 23 Euro.

HM - Stichsägeblatt Spezial, Typ T 118 EHM, Einnockenschaft, bestückt (Leiste), verzahnte Länge 50 mm, Zahnteilung 1,4, für gerade Schnitte in Stahl, Buntmetall, 2 - 5 mm, rostfreien Stahl, 2 - 4 mm, 3 Stück 22.78 Euro

Als T 118 AHM gibt es die auch noch in ein wenig feiner gezahnt für dünnere Bleche.

Sowas bekommt man aber nicht mehr im Baumarkt (außer auf Bestellung ;) ).

Gruß Leo.
 

Nidan

Mitglied
Hi Luftauge,

völlig richtig, soooo schlimm ist D2 wirklich net. Ich hab erst letzte Woche nen Rohling für ein kleines Messer ausgeschnitten und das ging echt gut. Man weiß zumindest was man getan hat und erspart sich so ein blödes Kraftraining :D

Aber noch ne Frage zu den Sägeblättern, kann man da wirklich was draus schmieden, die Teile sind doch saudünn ????
 

freagle

Mitglied
Also ein richtiger Prüfstein für ein Sägeblatt ist Titan 6Al4V am besten gealtert in 5mm. Ein sehr gutes Sägeblatt schafft da bei mir ca 20 cm, die Sandvic schaffen dass andere auch mit Aufschrift Bi-Metall haben auch schon keine 2 cm geschafft, bei den Blättern gibts gewaltige Unterschiede.

D2 geht meiner Meinung per hand schon schwer zu sägen ab 5mm sag ich mal, aber Titan ab 3mm aufwärts, macht richtig Spass.

Stichsäge mit HM Blättern das geht, zwar nicht so schnell (bin ich per hand schneller) aber halt kraftschonender.

freagle