Weichmacher in Messergriffen?

switch king

Mitglied
Hallo,
Wie der Titel schon sagt,würde ich gerne von euch wissen was ihr dazu meint. Ist es weit verbreitet? Habt ihr schon Messer gehabt die euch verdächtigt vorkamen? Gibt es Messer Hersteller die schon damit aufgefallen sind Weichmacher in ihren Produkten zu verwenden?
Woran kann man es erkennen das Weichmacher enthalten sind?
Denke das es mal interessant wäre darüber mal zu sprechen da immer mehr Artikel aus Asien kommen auch von großen Herstellern.
Bei mir ist es so das ich zwei Messer von einem US Hersteller habe, wo die Griffe aus Zytel bestehen. Und mir ist auf gefallen das Eins davon sehr stark riecht. Das macht mit ein ein wenig sorgen. Ich weiß nicht ob es ok ist den Namen zu nennen da ich keinem etwas unterstellen möchte.
Kann man so was selbst testen um raus zu finden ob wenig oder viel Weichmacher enthalten ist, oder kann man es nur 9in einem Labor testen lassen.

Schöne Grüße,
S.K


Messer Liebhaber sind keine Kriminellen,
sonder Menschen mit einem Hobby.
S.K.
 
G

gast

Gast
AW: Weichmacher in Messer Grifen?

Bei mir ist es so das ich zwei Messer von einem US Hersteller habe, wo die Griffe aus Zytel bestehen. Und mir ist auf gefallen das Eins davon sehr stark riecht. Das macht mit ein ein wenig sorgen. Ich weiß nicht ob es ok ist den Namen zu nennen da ich keinem etwas unterstellen möchte.

Warum sollte man nicht sagen dürfen, dass ein Messergriff unangenehm riecht ? Ich halte das für ein entscheidendes Kaufkriterium, keine negativen Gerüche aufgrund verwendeter Materialien wahrzunehmen. Mag es subjektiv sein oder intersubjektiv, da benötige ich keine objektiven Laborwerte.

Weichmacher sind m.W. dort gefährlich, wo sie leicht aufgenommen werden (Baby-Haut, evtl. Schleimhäute, d.h. Herumkauen auf einem Messergriff, wer macht sowas ? :glgl:) oder sehr häufiger Kontakt über die Haut vorkommt. Letzteres wären bspw. Gummi-Armbänder von Armbanduhren.

Wer hat schon stundenlang ein Messer mit Gummigriff in der Hand, das über Wochen und Monate !?

Oder man lässt den verdächtigen Gegenstand nach dem Kauf erstmal liegen, in der belüfteten Vitrine u.ä. Die gefährlichen Stoffe (Beispiel Phthalate, Info-Material des Umweltbundesamt: "Die nützlichen Weichmacher mit den unerwünschten Eigenschaften", pdf). Im Kontakt mit Sauerstoff, ggf. Durchkneten mit einem Handschuh geschützt, sollten die Ausdünstungen schneller vonstatten gehen. Möchte das Thema nicht verharmlosen, aber umgekehrt nicht dramatisieren, für Erwachsene sehe ich geringe Gefahren, ausser man hat ständig, beruflich mit solchen Stoffen zu tun. Bzw. man befingert seine Messersammlung stundenlang täglich.

Der Test von Kinderuhren (Ökotest 08/2011) zeigt, dass nicht nur Weichmacher in Kunststoff-Bändern, sondern ebenso Textilbänder und Leder als Material problematisch sind:

  • "Textilarmbänder können ebenso stark schadstoffbelastet sein wie Kunststoff- und Ledermodelle. (...) In fast allen Uhrenbändern wurden zinnorganische Verbindungen nachgewiesen, die nicht nur sehr giftig sind, sondern die sich unter anderem auch als immunschädigend erwiesen haben. Die reinen Kunststoffarmbänder enthalten allesamt Weichmacher und sind häufig mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet. Bei den textilen Armbändern hingegen wurden durch das Färben und Aufhellen Schadstoffe eingebracht. Auch Lederarmbänder sind keine Option: Im Armband der (...) wurde Chlorkresol nachgewiesen, das wohl über die Lederkonservierung ins Material kam, und das ist noch lange nicht alles, auch Phthalatweichmacher, Anilin und Chrom stecken im Armband."
Insofern sehe ich in Gummi-Handgriffe das gleiche Risiko wie bei Leder-Handgriffen, hilft nur selbermachen und gezielt unbelastetes Material als Rohstoff einkaufen. Bei meinem Bogenmesser (Herbertz) habe ich den Ledergriff sofort durch eine Wicklung aus Perlonschnur ersetzt, deren Färbemittel selbstverständlich nicht risikofrei ist, aber da entschied das Bauch- und Handgefühl. Holz als Griffmaterial halte ich noch für die beste Wahl, weil unbehandelt leichter verfügbar.
 

sanjuro

Mitglied
......würde ich gerne von euch wissen, was ihr dazu meint.....Habt ihr schon Messer gehabt, die euch verdächtig vorkamen? Gibt es Messerhersteller, die schon damit aufgefallen sind, Weichmacher in ihren Produkten zu verwenden? Woran kann man es erkennen, dass Weichmacher enthalten sind?
Denke, dass es.....interessant wäre, darüber mal zu sprechen......
Es führt zu nichts, darüber zu sprechen oder zu mutmaßen, wenn man keine Fakten hat. Weichmacher sind in sehr vielen Kunststoffprodukten enthalten. Wenn Dir das Thema Sorgen macht, solltest Du die Hersteller direkt ansprechen oder ein Prüfinstitut (z.B. Fresenius) beauftragen.

Gruß

sanjuro
 

kanji

Super Moderator
AW: Weichmacher in Messer Grifen?

Hallo,

da muss ich mir aber die Frage stellen "wo steckst du dir den Messergriff hin?"
Nuckelst du im Schlaf dran oder hast du einen sonstigen Messergrifffetisch?

Wenn dich die so sehr stört dann kauf die Messer mit Holzgriffen.;)
 

Geonohl

Mitglied
AW: Weichmacher in Messer Grifen?

Ich sehe das nicht so unkritisch.
Ich hatte schon gelesen dass geringe Mengen schlimmer sein können als große, da geringe vom menschlichen Körper als Hormone wahrgenommen werden.

Bei "Markt" hatten die auch schon Werkzeuge getestet und festgestellt das Ummantelte Zangengriffe und einige Hammergriffe Sondermüll waren.
 

switch king

Mitglied
AW: Weichmacher in Messer Grifen?

Hallo,

da muss ich mir aber die Frage stellen "wo steckst du dir den Messergriff hin?"
Nuckelst du im Schlaf dran oder hast du einen sonstigen Messergrifffetisch?
Wenn dich die so sehr stört dann kauf die Messer mit Holzgriffen.

kanji,
erwartest du wirklich darauf eine Antwort?

Es geht einfach nur darum das immer mehr Artikel in den Handel gelangen die die Schadstoff Grenzen um das viel fache überschreiten.
Und es so ist das man ein Messer 10min. in der Hand hat und das gleich kommt als ob ich 1000 Zigaretten mehr geraucht habe finde ich es nicht Ok.
Und dann ist es nämlich nicht witzig.
Das weichmacher jedem Kunststoff enthalten ist klar. Man hört aber leider immer mehr in den Medien, das die Grenzen Überschritten werden, leider. Und wenn es so Großen Unternehmen vorkommt, wie zu Beispiel bei Martel (Spielzeug) und die auch vorher nichts davon wussten.
Ich habe denn Hersteller meiner Messer eine E-Mail geschickt, die Antwort war, das sie sich an aller Geltenden Gesetze halten und sie regelmäßig Prüfungen durchführen. Und es noch nie Probleme gab.

S.K

Messer Liebhaber sind keine Kriminellen,
sonder Menschen mit einem Hobby.