Was macht ein Kampfmesser aus? (war Teil von: Was haltet ihr vom Nimravus?)

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[HankEr: Von Was haltet ihr vom Nimravus? abgetrennt]

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Man kann die false edge des Nimravus zwar gut anschleifen, ab Werk ist das Messer aber einschneidig.
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Genauso ist es, und ein "richtiges" Kampfmesser moderner Bauart mit feststehender Klinge ( Mittelalter und Renaissance etc. lasse ich jetzt mal beiseite !) hat eine zweiseitig geschliffene Dolchklinge und auch keinen stumpfen Klingenrücken, denn wozu sollte der bei einer Stichwaffe gut sein ? Und es hat einen beidseitigen, echten Handschutz und keine erweiterte Daumenauflage. Und die Seite von Fred Perrin oder wem auch immer ist mir persönlich egal.

Ich habe mit dem Baby herumgespielt und festgestellt, daß es sehr wohl als Kampfmesser geeignet ist. Aber das ist jedes gute Brotmesser auch. Ausgezeichnetes Handling auch beim schnellen Handwechsel, den Ungeübte mit der scharfen Klinge besser nicht nachmachen sollten. Zulegen werde ich es mir in der nächsten Zeit als Outdoor-Messer für die Lüneburger Heide etc. Unser Mitglied Holzwurm setzt das Baby schon bestimmungsgerecht und ganz in meinem Sinne ein.

Falls hier jemand beim "Kommando Spezialkräfte" in Afghanistan Taliban-Verstecke durchsuchen muß, empfehle ich ihm den "Peacekeeper" von Cold Steel oder ein rasiermesserscharf geschliffenes Boeker-AF II.
Letzteres soll ja angeblich das Gerber Mark II beim KSK abgelöst haben.
 

Nidan

Mitglied
Oh je, sgian, du stehst zwar immer noch auf meiner ignore, aber manchmal spitz ich noch in deine Posts rein und ich kann nur sagen, dein letzter war voll daneben.

Kampfmesser sind also nur Dolche ? Sorry für den Ausdruck, aber das ist ein ausgemachter Schmarrn :D

Dann sind wohl auch die Bowies keine Kampfmesser ?? Dann lies mal ein bisserl weniger von Pentecoast (ich hoff ich hab den Namen richtig geschrieben) und ein bisserl was von Bagwell ;)

Und dein AF kanst du schleifen bis du blau bist, ne richtige Schärfe mit der man auch richtig schneiden kann bekommt das Ding aufgrund seiner Klingengeometrie nie ! Der Peacekeeper ist da etwas besser, weil breiter und mit flacherem Winkel. Wie Bagwell so schön schreibt : "Dolche sind im Kampf Mist seit es keine Rüstungen mehr zu durchstoßen gibt " Und wo der Mann Recht hat...

Achja und dein Nogales-Liebling und z.B. das Civilan sind natürlich dann auch keine Kampfmesser, oder ?? :lach2:

Sorry, wenn`s OT war, aber sowas kann man einfach net stehen lassen ;)
 
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Thomas Wahl

Mitglied
Hi Nidan!

Wenn wir schon beim OT'len sind, OT'le ich halt ein bisserl mit. Du sprichst mir aus dem Herzen. Aus meiner Sichtweise auf die Kampfkünste heraus, "arbeite" ich lieber mit einseitig geschliffenen Klingen. Die sind stabiler. Man kann eine Klinge dann bei verschiedenen Techniken am Mann auch mal von hinten packen, um z.B. Druck auszuüben. Auf technische Details gehe ich jetzt mal nicht ein, aber als alter Ju-Juts'ler wirste schon wissen was ich meine (geht in Richtung Kobutan, Yawara etc.).
Bei Reverse-Grip-Geschichten bietet die einseitige Klinge auch mehr Sicherheit, da man sich damit nicht selber schneidet.
 
Ich definiere den Begriff "Kampfmesser" eher im Sinne des Waffengesetzes. Das heisst, daß das Messer seiner Natur nach als Stichwaffe konzipiert worden ist und nicht als Werkzeugmesser, das auch im Kampf eingesetzt werden kann, wie z.B. Boeker Orca, Eickhorn ACK etc. Und danach sind auch weder ein Bowie noch ein "Vaquero Grande" als Kampfmesser einzustufen.

Civilian und Gunting sind meines Erachtens auch Waffen, aber diese Folder für den zivilen Bereich sind seltene Sonderfälle. Da ich sie sehr wohl berücksichtigt habe, habe ich meine Aussage auf Messer mit feststehender Klinge beschränkt, denn Klappmesser wirst du im Kommandokampf nicht sinnvoll einsetzen können. Wenn der Soldat damit bis zum Hals durch schlammiges Wasser gewatet ist, ist auf die Klingenarretierung aufgrund der Verschmutzung kein Verlaß mehr. Und mit Handschuhen kannst du das schnelle Öffnen sowieso vergessen.

Applegate hat im Buch zu seinem AF II deutlich darauf hingewiesen, daß dieses Messer nicht als Werkzeug konzipiert oder geeignet, sondern ausschließlich zum Verletzen und Töten von Menschen bestimmt ist. Für Werkzeugeinsätze im Feld sollen die Soldaten ein zweites Messer mitnehmen, für das man vielleicht die Bezeichnung "Militärmesser" verwenden könnte. Diese Unterscheidung von Altmeister Applegate halte ich persönlich für sehr sinnvoll und hoffe, daß die Ausrüstung unserer Spezialkräfte bei der Bundeswehr auch so abgestimmt worden ist. Man sollte sie auch bei der waffenrechtlichen Definition des Begriffs "Kampfmesser" heranziehen.

Andernfalls solltet ihr euch darüber im klaren sein, daß ihr mit eurer inhaltlich unzutreffenden Definition des Begriffs "Kampfmesser" jede Menge unserer Babies unter das deutsche Waffenrecht einordnet. Wenn unser Holzwurm dann mit seinem Nimravus beim Camping-Ausflug ist und mit dem Messer am Gürtel abends ein Dorffest besucht, wäre das bereits eine Straftat, da er eine Stichwaffe auf einer Veranstaltung mit sich führt. :ack:

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Und dein AF kanst du schleifen bis du blau bist, ne richtige Schärfe mit der man auch richtig schneiden kann bekommt das Ding aufgrund seiner Klingengeometrie nie ! Der Peacekeeper ist da etwas besser, weil breiter und mit flacherem Winkel. Wie Bagwell so schön schreibt : "Dolche sind im Kampf Mist seit es keine Rüstungen mehr zu durchstoßen gibt " Und wo der Mann Recht hat...
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Nidan:
Weisst du, was das Problem mit diesen "modernen" Messerkampfschulen ist ? Daß ihre Begründer und ihre Schüler vermutlich noch nie einen realen Messernahkampf auf dem Schlachtfeld durchstehen mussten. Was man von den Schülern von Fairbairn, Applegate und Styers etc. bestimmt nicht behaupten kann. Und deshalb verlasse ich unwissendes Würstchen mich lieber auf deren Aussagen. Und je mehr ich mich mit der Materie befasse, um so konservativer werde ich bei der Beurteilung des Begriffs "Kampfmesser". Bei einem voll "aufgerödelten" Soldaten von heute mit und ohne Splitterschutzweste etc. läuft das ganze auf einen Stichangriff gegen Hals oder Unterleib hinaus. Und da brauchst du in erster Linie eine Stichwaffe und nichts zum Schneiden. Und da ist das AF II bestimmt nicht die schlechteste Wahl. Mir scheinen einige dieser "modernen" Experten wieder einmal zuviele philippinische Waffendrills durchgeführt zu haben. Und auch die Moro-Piraten benutzten vorzugsweise Dolche im Enterkampf und weder Balisongs noch sonstige Werkzeugmesser.

Hast du schon einmal versucht, ein "Civilian" auf dem Kiez verdeckt geöffnet zu bekommen, weil gleich zwei miese Typen auf dich losgehen wollen ? Nein ? Aber ich, und die Klinge rastete nicht ein, weil ein Stoffrest aus dem Futter meiner Hosentasche in der Klingenarretierung festsaß. Danach weisst du, daß ein richtiges Kampfmesser immer eine feststehende Klinge haben muß. Shit happens ! :(

Vielleicht können wir uns ja auf die Bezeichnung "Militärmesser" für das Nimravus einigen.
 
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Nidan

Mitglied
Also nachdem HankEr ja jetzt nen eigenen Thread draus gemacht hat schreib ich halt noch ein bisserl was ;)

1) Sicher sind Dolche Kampfmesser, schließlich kann man mit ihnen (fast) nur kämpfen. Ich persönliche liebe Dolche , und hab selber 4 Stück davon, allerdings fasziniert mich mehr die Symmetrie und die Ausstrahlung dieser Klingen als deren Gebrauchswert ;)

2) Was macht ein Kampfmesser IMHO aus :

a) Es darf mich nicht in meinen Möglichkeiten begrenzen : Also es muß mir erlauben zu stechen und zu schneiden. Eigentlich ganz simpel, oder ;)

b) Es muß sich sicher führen lassen.

3) Welche Messer eignen sich nun besonders ?

Der Dolch scheidet da schon mal aus, da ich ja damit nicht (ernsthaft) schneiden kann, dafür kann er aber recht gut pieksen. Wenn es aber nur um eine optimale Penetration geht, warum nimmt man dann nicht gleich eine 4-Kant Klinge ?

Ein Messer das sich besonders gut eignet um alle möglichen Manöver durchführen zu können, ist eben gerade das Bowie. Wenn die Spitze etwa auf der Centerline liegt und die false edge geschärft ist, kann man sehr gut damit stechen. Auf der andren Seite kann man aber auch den Schliff schön hochziehen so daß man eine sehr schöne Klingengeometrie bekommt, die auch schneidet wie die Hölle. Dazu kommt noch, daß man durch die Länge der Klinge eine überlegene Reichweite hat und man hat auch eine sehr beeindruckende Chopping-Power. Von Sachen wie Backcut-Ability will ich hier gar nicht anfangen
Klassiches Beispiel ist natürlich das Hell`s Belle. Ich hatte so ein Trumm bei der letzten IMA (thx an Bigbore) in den Pfoten und war sehr beeindruckt. Das Teil ist groß, gemein und wieselflink. Sowas versteh ich unter optimalen Kampfmesser.

4) Praktische Erfahrungen : Nö ich selber hab zum Glück keine (keine im realen Kampf gegen Mensch oder Tier mein ich) , aber es ist ja bekannt, daß Dolche wie z.B. das berühmte FS, keineswegs sehr beliebt bei der kämpfenden Truppe waren. Schwachstellen bei diesem Messer, der zu schwache Tang und die Nadelspitze. Ich hab selber in jungen Jahren mit einem FS-Nachbau versucht ein bisserl an härteren Gegenständen rumzupieksen, ich hätt es lassen sollen ;) Die Spitze verbiegt sich in null komma nix. Das AF ist sicher eine Weiterentwicklung hat ein bessere Spitze und einen besseren Tang, aber wieder ist das Msser nur zum Stechen geeignet und sogar diesen Job erledigt ein angespitzter Schraubenzieher besser.

Das Bowie wurde ebenfalls sehr intensiv als Kampfmesser genutzt, und es wurde per Gesetz vom Juni 1837 in den Staaten Alabama, Tennesee und Mississipi als schweres Verbrechen (felony) angesehen jemand mit einem Bowie zu töten, eben weil dieser Messertyp als besonders effektiv galt (s. "Bowies, Big Knives..." von Bill Bagwell) Also sgian, nix da mit modernen Kampfstilen :D

Zusammenfassung : Sicher ist auch ein Dolch ein Kampfmesser, aber ganz bestimmt nicht das Maß aller Dinge.

P.S. ich hab mich jetzt bewußt auf den Vergleich Bowie/Dolch beschränkt, weil ich ja grad nen Bowie-Virus hab :) Es gibt natürlich noch jede Menge andrer Kampfmessertypen, aber das würd zu weit führen die alle auzuzeigen ;)

@ kanji : Schön wärs ;) Aber im Ernst, die Schwertler dürfen doch auch was über ihre Lieblinge schreiben und das waren doch bestimmt keine Werkzeuge oder ? :lach2:
 

Geist

Mitglied
Nidan 100% Agree, eigentlich kann man schon sagen: Messer das im Kampf benutzt wird = Kampfmesser!

Ich habe vor einiger Zeit mal so aus Interesse mehrere schwere Kartons ineinandergestellt habe noch die eine oder andere Tageszeitung dazwischengeklemmt und habe mal mit ein Paar Messern einen "Stichtest" gemacht. Mein z.B. Gerber Mark I und II drangen dabei nicht so gut ein/durch wie z.B. das Trailguide III (75mm des Klingenrückens sind scharf geschliffen), dabei hat das Trailguide eine viele breitere Klinge, ist aber dafür schön scharf. Gut geschlagen hat sich z.B. auch das Buck Nighthawk, die Dolche lagen bei meinem "Stichtest" im Mittelfeld.
 

aqua

Mitglied
Mir persönlich gehts ähnlich wie nidan, ich find Dolche schöne Messer, aber ohne jeden praktischen Nutzen (ausser dem Abstechen von Leuten natürlich).
Aber was Deine Argumente da anbelangt sigan kann ich Dir nicht zustimmen. Weisst Du mit was die Schüler von Steyers gekämpft haben, wenn sie sich an den Ratschlag in dessen Buch gehalten haben? Mit einem stinknormalen Bowie-Messer. Die Techniken in "Cold Steel" sind daher auch alle auf den Gebrauch eines einschneidigen Messers angelegt. Ein vernünftiger Schüler würde sicher nicht den Rat seines Lehrers ausschlagen. Zweitens stimmt es (zumindest aus meiner laienhaften Sicht), dass die heutigen Soldaten richtig viel Equipment mit sich rumtragen müssen. Warum sollten sie sich dann auch noch einen Dolch ein "Militärmesser", vielleicht noch eine Axt und eine Stiehl mitnehmen. Ich denke ein Messer reicht bei 20-30 Kilo Gepäck auch locker aus, da brauch ich nicht zwei. Drittens glaub ich weniger, dass es Kriegseinsätzen zu grossen Messerkämfen kommt, weil sich da jeder wahrscheinlcih auf seine Knarre verlässt. Sollte das MEsser doch zum Einsatz kommen, dann doch eher aus GRünden des lautlosen Tötens. So und wenn einer sich von hinten anschleicht und die die Kehle durchschneidet, oder gekonnt in den Rücken sticht, hast Du eh keine Chance mehr ob mit Bowie oder Dolch. Wenn Du angreifst und dem die Kehle durchschneidest oder ihm in den Rücken stichst ists auch nicht anders. Der "Kampf" ist sowieso nach ein oder zwei Stichen oder Schnitten vorbei und dafür würde auch der von NIdan erwähnte Shraubenziher locker reichen.
Also zusammenfassend kann man doch sagen, dass es für Soldaten um die es ja im ganzen Thema ging besser ist ein gutes Allround-, wegen mir auch "Militärmesser" dabeizuhaben und Messerkampf, sollte es dazu kommen auch zu beherrschen.

Jochen
 

HankEr

Super Moderator
Wie werden heutzutage Terroristennester ausgenommen? Stoßtrupp, durchs Fernglas schauen, Einschlagpunkt festlegen, auf einen Knopf drücken und dann steigen ein paar hundert Kilometer entfernt wahlweise ein paar Flugzeuge, Hubschrauber oder Cruise Missiles auf und platzieren ihre Nutzlast dort.

Wie werden heutzutage Wachposten ausgeschaltet? Mir schallgedämpften Werkzeugen aus Oberstdorf und ggf. gleichzeitig stattfindenem Ablenkmanöver ((Presse-)Hubschrauber über dem Dach, z.B.). Wie werden heutzutage unliebsame Personen eliminiert? Vergiftete Unterhosen z.B. mit nachfolgendem überraschendem Herz- oder Gehirnschlag.

Die Welt ist glaube ich nicht mehr so romantisch wie sich das mancher Dolch-Fan so ausmalt.
 

cyberion

Mitglied
Quote( sgian ):
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Bei einem voll "aufgerödelten" Soldaten von heute mit und ohne Splitterschutzweste etc. läuft das ganze auf einen Stichangriff gegen Hals oder Unterleib hinaus. Und da brauchst du in erster Linie eine Stichwaffe und nichts zum Schneiden.
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@sgian:
Ich frage mich wirklich ob das so ist? (Hab ein wenig Tanto Tori Erfahrung aus dem Karate). Wenn ich zusteche greife ich nur eine "kleine" Fläche des Gegners an (und gerade am Hals ist die Trefferfläche recht gering), so dass der Gegner nur eine kleine Bewegung machen muss um aus der "Schusslinie" zu sein. Wenn ich allerdings mit eine horizontale Schneidbewegung den Gegner angreife, dann muss er sich schon ein wenig mehr bewegen um dem Angriff zu entgehen. BTW: Ich rede jetzt von einem Messerkampf Mann gegen Mann und nicht wenn man heimtückisch :) von hinten kommt.

So, wollte auch mal meinen Senf dazugeben ...

Chris
 

TacHead

Mitglied
@Sgian: ein Tanto ist also auch keine Stichwaffe/kein Kampfmesser weil es keinen geschliffenen Rücken hat... :rolleyes:

@HankEr: sehr wahr.

Außerdem darf man bei dem ganzen Militär-Kommando-BlaBla nicht übersehen dass genau aus diesem Grund kaum irgendwelche Soldaten mit den Dingern umgehen können - keine Zeit fürs Training und kein Anwendungsbedarf.

Ein Kampfmesser ist in meinen Augen ein Messer das primär zum Kämpfen entwickelt wurde, rechtliche Definitionen greifen da notgedrungen zu kurz und sind deshalb was die Klassifizierung der Messer betrifft vollkommen irrelevant. Ein A-F ist genauso ein Kampfmesser wie ein Pocket Hobbit und die Konzepte sind grundverschieden.
Außerdem würde ich sehr stark die *Realisierung* des Konzepts mit in die Definition einbeziehen: in den Händen von jemand, der damit wirklich umgehen kann, ist das "Fischermesser" Balisong ein sehr effektives Kampfmesser, wohingegen ein A-F in zivilen Händen im besten Fall ein schönes Virtrinenstück, häufiger aber eher ein eingebildete Macht verleihender Ersatzphallus für Leute ist, die ihr Ego mit 'tödlichen Kampfmessern die auch von Kommandokräften benutzt werden' aufpolieren müssen. Wie war das mit dem Schraubenzieher? Der muß nicht mal scharf sein...
Nun ja, ich gebe zu, das A-F ist schöner :fack:
 

Ookami

Mitglied
ich auch ein wenig mit senf kleckern!!!

für mich ist das kampfmesser numero uno ein tanto, weil es fies schneidet und auch ohne mittelspitze leicht große löcher macht ...
mehr ist denke ich nicht nötig:D

ookami
 

Hayate

Mitglied
Wenn man 30kg Kampfgepäck schleppt, dann sollten doch ein A1, ein AF und ein SAK/ Leatherman o.ä. drin sein. Ich sehe da kein Problem. Und Ersatzschnürsenkel hab ich auch immer vermisst im großen Kampfgepäck.

Ein Dolch ist ohne Zweifel eine Waffe, da ihm eine Widmung zu anderen Zwecken konstruktionsbedingt nicht nachgesagt werden kann. Zum Fleisch schneiden reicht so ein Bökerdolch allemal. Mit einem stattlichen Tanto kann man besser schneiden, fast so gut stechen und zusätzlich furchtbare Hiebe austeilen.
Die Frage, ob ein Messer Kampfmesser ist, muß auch anhand der historischen Fakten beurteilt werden. Ein Kukri ist sicher eine Waffe, es ist Teil der "martialischen Traditionen" der Gurkha-Kultur und im Kampf oft eingesetzt worden. Wäre derselbe Messertyp ein altes nepalesisches Holzfällerwerkzeug, wäre es keine Waffe, bis jemand die Kunst entwickelt, es [EDIT als Waffe /EDIT] zu benutzen.
Auch der Bo war ursprünglich Arbeitsgerät, hat sich aber dann zur Waffe entwickelt, einfach indem man ihn anders benutzte.

Ein Bo ist eine Waffe; ein Wanderstab nicht. Aber der Gegenstand ist derselbe.
Ähnliches gilt für Messer; nur selten ist ein Messer so deutlich nur für einen einzigen Zweck geeignet, daß man es ohne weitere Kenntnisse einordnen kann. Das gibt dem Richter einen erheblichen Ermessensspielraum.
 
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El Dirko

Mitglied
Was macht ein Kampfmesser aus?
Lange Klinge, zumindest teilweise auch am Rücken scharf für bessere Penetration. Guter Griff der das Abgleiten in die Klinge sicher verhindert. Eine Klinge die Schnittfreudig ist -obwohl Stechen erste Wahl ist denke ich, aber das ist ein anderes Thema- also wenn möglich mit einer doppelten Krümmung.
Ich finde sowohl den AF als auch Bowies sind gute Kampfmesser.
Mit meinem AF habe ich mich übrigenz schonmal tierich geschnitten und es erst viel später gemerkt weil der Schnitt sehr sauber war. Weil hier einige sagen der sei nicht scharf zu kriegen, ich kann das nicht bestätigen. :confused:
Oder aber dieses Ding. (Ich setze mal lieber nur den Link. Wenn selbst das zuviel ist macht den Link halt wieder weg, Sorry :))
http://216.71.158.68/webcat/product857.html
Schwer verboten aber DAS ist ein Kampfmesser. Hoffentlich habe ich jetzt nicht verschissen aber ich finde es sieht sehr interessant aus, hat bei "Citty-Cobra" mitgespielt oder?

Tantos finde ich nicht so toll, ich glaube das Bowie und Dolch besser zum Stechen sind. Die ganzen Spezialfolder sehe ich eher unter dem SV Aspekt zur geschlossenen Anwendung mit der Option im Notfal eine sehr gefährliche Waffe zu haben. (Meine bescheidene Meinung.)
Gruß
El

PS:
Wo kann ich was über Bowies im Netz lesen? Die interessieren mich immermehr. Wenn ihr einen tollen Link habt denkt an mich Bitte. :D
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Dann auch meinen Ketchup (oder war es Senf?) dazu.
Das ist für mich ein Kampfmesser:
dolch_a3.jpg
 
--quote:
Die Welt ist glaube ich nicht mehr so romantisch wie sich das mancher Dolch-Fan so ausmalt.
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HankER:
Laut Fairbairn schlägt die Stunde des Kampfmessers, wenn die Schusswaffe deines Gegners leergeschossen ist und dieser gerade versucht nachzuladen. Und Willie Fairbairn war meines Wissens kein besonders romantischer Typ !:p Ach ja: Ich persönlich mag lieber Tactical Folder von "Cold Steel" - zu meiner Schande sei es gesagt !

Hayate:
Der Khukri, mit dessen Geschichte und der der Gurkha-Regimenter ich mich auch schon beschäftigt habe, ist nie als Kampfmesser konzipiert worden. Er ist ein Schlagmesser, mit dem man sich im einstmals dichtbewaldeten nepalesischen Bergland den Weg freigeschlagen hat. Stechen kann man mit der gekrümmten Klingenform gar nicht. Daß er wie jede Machete oder jedes andere Schlagmesser auch eine passable Hiebwaffe abgibt,ist klar. Aber das macht noch keinen Waffencharakter aus.

TacHead, cyberion:
Wie ihr dem MesserMagazin 02/2002 auf Seite 62 (Vergleich von Tanto-Foldern) entnehmen könnt, ist das heute bekannte Tanto eine moderne Erfindung nach dem Vorbild der Katanas und Wakizashi. Die heutige Messerform stammt also aus der Welt der japanischen Schwerter, die ganz andere Kampfmöglichkeiten boten als ein Messer. Der historische Tanto war ein einschneidiger Dolch mit symmetrisch geschliffener, "rückenspitzer" Klinge, am Ende spitz und hatte eine Klingenlänge von maximal 33 cm. Er diente als Stichwaffe im dichten Nahkampf.
Nun frage ich mich: Wieso hatten bushi/Samurai, Rittersleute, Moro-Piraten und Colonel Applegate & Co. immer nur Dolche als Kampfmesser und nicht eure fabelhaften sonstigen Messertypen ? Waren die alle blöde ? Vielleicht hatte aber auch jeder von denen wesentlich mehr Menschen umgebracht als die Mitglieder des Messerforums zusammen in hundert Jahren und wusste deshalb, was er braucht !
Die heutige Tantoklinge ist lediglich stabiler in der Spitze als andere Klingenformen. Aber das alleine macht aus einem Benchmade 722 Mel Pardue noch kein Kampfmesser !

Ansonsten frage ich mich, ob ihr meine Beiträge genau gelesen habt.

Ich habe ausdrücklich geschrieben, daß jedes gute Brotmesser auch kampftauglich ist.

Ich habe ausdrücklich geschrieben, daß ein gutes Militärmesser ausser als Werkzeug auch als Waffe tauglich ist.

Ich habe ausdrücklich geschrieben, daß ein Kampfmesser in meiner Definition (unwesentlich!), der von Rex Applegate (sehr wesentlich!) und der des deutschen Gesetzgebers (folgenschwer und bedeutend!) auf Messer abstellt, die konstruktionsbedingt zum Verletzen und Töten bestimmt sind und für Werkzeugaufgaben gar nicht oder nur sehr schlecht taugen. Anders kann man das nämlich nicht abgrenzen und würde damit der juristischen Willkür Tür und Tor öffnen. Die armen Balisongs sind deswegen ja auch schon so gut wie erledigt. Weiter so, TacHead !

Ich habe euch nachdrücklich ins Gedächtnis gerufen, was eure Kampfmesserdefinition für unser Hobby bedeuten würde.

Fazit:
Hilft alles nichts ! Wenn wir dann beim Schweizer oder britischen Recht in Sachen Messer angelangt sind, werdet ihr erkennen, wohin eure weitläufigen Definitionen so alles führen können. Dann kann sich Nidan ein Bowie mit drei Zoll Klingenlänge umgurten, und das auch nur wenn es ein Bowie-Folder ist ! :D Und dann geht das Gejaule von wegen beschnittener Bürgerrechte etc. wieder los.

(So, krider's Plastik-Mördermesser aus USA sind soeben eingetroffen. Genug mit der Debatte und ab zum Testen !)
 
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T

Thomas Spohr

Gast
Folgendes ist meine persönliche Definition und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Ein „Kampfmesser“ ist ein Messer, dass man in einem Kampf als primäre Waffe einsetzt. (Zur Verdeutlichung: Die primären Waffen eines Ritters waren das Schwert und die Lanze. Der Dolch diente dem Todesstoss („Misericordia“) oder, um ein modernes Wort zu verwenden, als „Backup“. Die Primärwaffe des heutigen Infantristen ist das Gewehr, sein Messer benutzt er hauptsächlich als Werkzeug.)
Die Beschaffenheit ist ohne Bedeutung, oder anders gesagt, aufgrund der Mannigfaltigkeit der verwendeten Bauarten nicht zu normieren.

Den „zivilen“ Bereich (Duelle und Selbstverteidigung) ausgenommen, wurden meines Wissens nach, nur während der Grabenkämpfe des 1. Weltkriegs Messer als erstrangige Waffe eingesetzt.
Die räumliche Enge des Schützengrabens, sowie die Gefahr im Kampfgetümmel durch einen Fehlschuss einen Kameraden zu treffen führten dazu, dass Schusswaffen und Waffen die aufgrund ihrer Ausmaße unpraktisch waren (z. B . Karabiner mit aufgepflanztem Bajonett oder Säbel) durch kurze Hieb- und Stichwaffen ersetzt wurden. Neben dem Spaten war das Messer in dieser Situation die bevorzugte Waffe.
Interessant ist, dass der überwiegende Teil der eingesetzten Messer die Priorität Stich hatte. Betrachtet man die sog. „theater weapons“ wird diese Präferenz umso deutlicher.
 

Lucky

Mitglied
Hallo Leute, ich weiß ich bin neu im Forum und sollte (noch) nicht herumklugscheißern, aber findet ihrs nicht auch ein wenig blöd, herumzustreiten, mit welchem Messer man am besten jemanden erstechen kann. Abgesehen davon, dass das bei ungepanzerten Zielen meiner Meinung nach mit allem geht, das Spitz ist, seid froh, dass das nicht notwendig ist.
Also nicht böse sein, aber diese Diskussion finde ich ziemlich unnötig.
Gruß Lucky
 

TacHead

Mitglied
Original geschrieben von sgian
Ansonsten frage ich mich, ob ihr meine Beiträge genau gelesen habt.

Nö, wozu? Erzähl' mir was sinnvolles was ich noch nicht weiß und ich tu's vielleicht. :steirer:
Ich habe allerdings den Eindruck, dass *Du* hier derjenige bist, der hier einer bestimmten Art von Messern einen "gefährlichen" Nimbus andichten will - aus welchen Motiven auch immer - und *das* ist der Stoff, aus dem Verbote gemacht werden. Träum' wo anders vom glorreichen Dolchkampf gegen das Böse auf Deinen imaginären Schlachtfeldern :finger:

@Lucky: da haste Recht - ist nur schwer etwas unkommentiert stehen zu lassen was man für Blödsinn hält, auch wenn man auf die Diskussion keine Lust hat :rolleyes:

TacHead over and out.
 
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kababear

Mitglied
jupp :)
macht aber spass zu lesen, wie sich die anderen wegen etwas zerfleischen, was im grunde keiner von uns je einsetzen wird, sollte er nicht gerade wahnsinnig fußfaul sein.
(jaja..sgian du und schlappen werden natürlich wieder mit messern in euren einsamen krieg gegen das unrecht unrecht ziehen..:anbet: ihr seit meine helden:) )
 
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