Was ist ein Sleeve Dagger ?

R

Rebell

Gast
Hallo,
das Ding wurde früher von Agenten im 2. Weltkrieg unauffällig am Unterarm getragen. In betimmten situationen haben diese den Dagger genommen, den Daumen fest an das Griffende gedrückt und ihren Feinden das Ding (Ich denke mal von hinten) in den Hals gerammt. Durch die Klingenform ist denen dann das Blut in den Körper gelaufen. Sie sind innerlich verblutet. Durch die Klingenform wird erreicht, daß die entstehende Wunde sich nicht mehr schließt.

Noch Fragen?

Viele Grüße

Daniel
 

MarkusS

Mitglied
Wie der Name schon sagt - Ärmeldolch. Klein aber gemein. Kann unauffällig am Unterarm festgeschnallt. Kann dann 'versteckt' / unauffällig gezogen werden.

Gruss
Markus
 

Alex Wolf

Mitglied
Diese Art von Messer wurde während des zweiten Weltkrieges als "Agentenwaffe" bzw. als Notfallwaffe zum verdeckten Tragen, etwa am Unterarm unter der Kleidung, konzipiert. Vor einigen Tagen gab es meiner Erinnerung nach im Forum hierzu einen Thread.
 
Heutzutage verwendet man als "Aermeldolch" ein kleines, zweischneidiges Wurfmesser in einer am Arm getragenen "Cordura"-Scheide als Backup-Waffe für verdeckte Messerangriffe beim Geheimdienst und leider auch in der Disko. Die Freunde des sportlichen Messerwerfens dürften nicht erbaut sein !
(Quelle des Fotos: http://www.pvk.com )
 

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El Dirko

Mitglied
Wenn ich Deiner Argumentation folge ist auch ein mit Tape an den Unterarm befestigter Schraubenzieher ein Sleeve-Dagger, was Freunde des Heimwerkens nicht erfreuen würde. Das irgendwelche Spinner das Ding in die Disko schleppen und glauben sie hätten einen Sleeve-Dagger dabei ist unerheblich.

Nachdem Du in einem anderen Thread versuchst möglichst klare Abgrenzungen von Kampfmessern zu propagieren damit möglichst wenige Messer darunter fallen machst du hier genau das Gegenteil. :confused:

Ein Sleeve-Dagger ist die Bezeichnung einer Waffe, die früher gebaut wurde. Das Messer das Du da zeigst ist natürlich kein Sleeve-Dagger, da sie ja ganz anders aussieht als das Ding früher. Folglich sollte dieses Messer bei einem eventuellem Verbot von Sleeve-Daggern nicht betroffen sein. :p:
Gruß
El
 
--quote:
Folglich sollte dieses Messer bei einem eventuellem Verbot von Sleeve-Daggern nicht betroffen sein.
-------------
Ich wüsste nicht, warum man den Ärmeldolch des britischen Secret Service verbieten sollte. Eine Stechahle im Unterarmfutteral ist genauso effektiv und nicht so auffällig. Das Teil ist halt sehr romantisch. Ich wollte in meinem Beitrag lediglich die modernen Nachfolger zeigen, die im Gegensatz zum Kriegsmodell nicht so ohne weiteres als Stichwaffe unter das Waffengesetz fallen.
;)
 

grisham

Mitglied
sgian:

Ich wüsste nicht, warum man den Ärmeldolch des britischen Secret Service verbieten sollte. Eine Stechahle im Unterarmfutteral ist genauso effektiv und nicht so auffällig. Das Teil ist halt sehr romantisch. Ich wollte in meinem Beitrag lediglich die modernen Nachfolger zeigen, die im Gegensatz zum Kriegsmodell nicht so ohne weiteres als Stichwaffe unter das Waffengesetz fallen.




Ich weiß der Beitrag ist schon alt...

Aber was ist bitte an einem Sleeve-Dagger romantisch??? :confused:
Der dient dazu jemanden zu ermorden, wurde dazu entworfen und hat keinen anderen Zweck.

Wenn du so etwas romatisch findest... naja :argw:
 

kepptn

Mitglied
Ich frage mich eher ob es an der Discotür einen unterschied macht ob ich einen Dolch, einen Schraubenzieher oder eine Dreikantfeile am Unterarm trage. Ist das nicht jeweils "verdecktes Tragen eines gefährlichen Gegenstandes"?
 

Carnivor

Mitglied
sgian:
Aber was ist bitte an einem Sleeve-Dagger romantisch??? :confused:


Seine historische Bedeutung ist romantisch. Ich empfinde es auch als romantisch, wenn in einem Burgrestaurant mittelalterliche Waffen an den Wänden hängen.

Gerade in der Epoche der Romantik (Ende 18. bis Mitte 19. Jahrhunderts) hat man sich auf Natur und vergangene Zeiten und das damalige Lebensgefühl besonnen.

Wird ja heute auch noch zum Beispiel auf Mittelaltermärkten gemacht, obwohl allen bekannt ist, daß das Leben früher hart, die Lebenserwartung nicht hoch und die Gewaltbereitschaft viel größer als heute war.

Auch wenn für einen Pazifisten alte Waffen vielleicht eher abscheulich sind, kann man durchaus in gewissem Sinne von Romantik reden...
 
M

Micha M.

Gast
...habe vor ein paar Tagen in einer unserer schönen alten Städte in einem alten Kellergewölbe sehr nett gegessen. Saß in einem Teil des Gewölbes, der an den Wänden über und über mit allerlei alten Blankwaffen geschmückt war (oder meinetwegen jedenfalls Replikas...) und fand es dort sehr heimelig und gemütlich - obwohl die Gerätschaften früher sicher nicht zum "Paketaufschneiden" gedacht waren, wie es ja heute immer so gern im Messermagazin herangezogen wird, wenn man verzweifelt einen vorzeigbaren Verwendungszweck für ein Karambit sucht :)

In diesem Kontext habe ich auch das hier geäußerte "romantisch" für den Dagger verstanden. Übrigens: Die Kritiker, die die leicht knisternden Cinemascope-Western mit dem "Duke" & Co. dann wenigstens ein ganz kleines bißchen romantisch finden (hoffentlich!), sollten dann auch nicht vergessen, daß der gute Jim Bowie sich seine lobenswerten Gedanken auch nicht gemacht hat, um das Kartoffelschälen zu optimieren. Nähere Diskussionen über die Romantik und die Verwendung von Sleeve Daggern und ähnlichem "bösen Gerät" sollten allerdings hier im Forum unter Beachtung der seriösen und insofern nachvollziehbaren diesbezüglichen Diskussionsgrenzen erfolgen.

Micha M.
 

tomato

Mitglied
Hallo zusammen !
Unter der Bezeichnung versteht man eine Reihe von verschiedenen Stichwaffen die alle eine ähnliche Form aufweisen. (dreikannig, rund) Die Idee bei der Entwicklung war vermutlich dem "Agenten" oder Kommandosoldaten eine leicht zu verbergende Waffe mit in den Einsatz zu geben, welche bei einer oberflächigen Kontrolle nicht sofort entdeckt wird und somit als "letzte Chance" sich seiner Haut zu wehren zur Verfügung steht.



Text und Bild aus "Kampfmesser" von F.J.Stephens