Was ist besser als ein Framelock?

Welches Verschlusssystem für Klappmesser ist das beste für ein Arbeitsmesser?

  • Axis Lock

    Stimmen: 5 15,6%
  • Compression Lock

    Stimmen: 0 0,0%
  • Frame Lock

    Stimmen: 21 65,6%
  • Liner Lock

    Stimmen: 3 9,4%
  • ein anderes System

    Stimmen: 3 9,4%

  • Umfrageteilnehmer
    32
  • Umfrage geschlossen .

dcjs

Mitglied
ho,
heute mal eine kleine umfrage von mir.
ich habe mich gefragt, ob es eigentlich ein praxistauglicheres verschlusssystem für klapmmesser gibt als den frame- oder integral lock. bei der liste habe ich mich auf die heute gebräuchlichsten bzw. bekanntesten systeme beschränkt, den backlock hab ich weggelassen, weil nicht einhändig bedienbar und damit "tot".
ok, es mag andere verschlussysteme geben, die ein messer genauso zuverlässig verriegeln, aber kaum eins, dass unter belastung sogar noch besser verriegelt.
alle anderen mir bekannten verschlusssysteme bestehen aus mehr einzelteilen, was schon mal an sich ein nachteil ist.
erschwerend hinzu kommt noch für systeme á la axis- oder microbar-lock, dass diese zusätzliche federn benutzen. diese können brechen, im falle des axis lock ist das wohl auch schon passiert .:angst:
dem liner lock meines socom vertraue ich hinsichtlich der stabiliät blind, aber auch hier kann sich irgendein verflixtes stückchen irgendwas unter den liner verirren, und dann ist schluss mit lustig. ebenso beim plunge lock (ist doch das system was z.b. beim UDT verwendet wird, gelle?) oder bei allen anderen systemen, die mit schiebern, knöpfen, tasten oder sonstwelchen mechanuckeln arbeiten.
dass ein framelock stabiler ist als alle anderen glaube ich nicht unbedingt, aber es ist imho stabiler als nötig, und das reicht :D
einziger kritikpunkt am framelock ist für mich, dass ich beim entriegeln mit mittel-ring- und kleinem finger genau von der anderen seite gegen den "liner" drücke, was das entriegeln etwas unkomfortabler macht als beim liner lock, aber das lässt sich wohl mit etwas gewöhnung und fingerakrobatik hinbekommen. ausserdem soll das ding ja primär ver- und nicht entriegeln :glgl:
auffällig ist, dass, wenn über verschlüsse gestritten wird, fast alle verschlusssysteme von irgendwem aus den unterschiedlichsten gründen haue kriegen, ausser dem framelock :steirer:
noch eine frage am rande: was ist eigentlich an der fertigung eines framelock so aufwändig bzw. teuer? die bearbeitung von titan generell?
es gibt halt realitiv wenige serien-framelocks, und die sind alle recht teuer.


so denn, frohes abstimmen!
:)
 
Für mich ist das Framelock das stabilste System: wo nichts ist, kann nichts kaputt gehen. :)

Aber im Allgemeinen: kommt immer darauf an, wie gut die Anfertigung ist!

... dass ein framelock stabiler ist als alle anderen glaube ich nicht unbedingt ...

Welches System ist denn deiner Meinung nach stabiler als ein Framelock?
 

dcjs

Mitglied
Original geschrieben von Charon
Welches System ist denn deiner Meinung nach stabiler als ein Framelock?

hi charon,
ich hab z.b. gelesen, dass das rolling lock von REKAT abartig stabil sein soll, auch ein axis lock halte ich für unkaputtbar (so lange die feder nicht gebrochen ist, hähä :fack:).
die schwächste stelle beim framelock ist die ausfräsung am liner, dort wo er nach innen gebogen wird, bei extremem druck auf die klinge würde diese stelle wohl als erstes nachgeben, aber hier sind wir dann in bereichen, die ein normaler mensch mit reiner körperkraft kaum zustande bringt :D
 

jangs

Mitglied
den backlock hab ich weggelassen, weil nicht einhändig bedienbar und damit "tot".

Wieso denn tot ? Ich besitze ein meyerco speedster mit einer Art mittiger backlock. Nach etwas Üben kann man das mit einer Hand öffnen und schliessen!
Nicht dass ich dies für das non-plus-ultra halte, aber es existiert!:)
PS: Ich mag am Framelock nicht, dass der Griff unterbrochen ist und das Messer schlechter in der Hand liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:

dcjs

Mitglied
jetzt wo du's sachst...

...hab ich ja auch noch mein police, und andere spydercos gibbet ja schleisslich auch mit backlock :staun:
erst denken dann schreiben... :lach2:
 
Original geschrieben von dcjs

ich hab z.b. gelesen, dass das rolling lock von REKAT abartig stabil sein soll, auch ein axis lock halte ich für unkaputtbar (so lange die feder nicht gebrochen ist)

Jep, da schliesse ich mich dir an! :D Sag mal, das Rolling Lock hat sicherlich auch ein Feder, oder? :mad:
 

crashlander

Premium Mitglied
Was mich beim Framelock ein wenig stört ist, daß er relativ schwergängig ist (im Vergleich zum herkömmlichen Linerlock). Aber da spielt wahrscheinlich auch die Verarbeitung mit rein, gibbet es sicher grosse Unterschiede. Zudem ist der Griffkomfort natürlich im vorderen Bereich etwas eingeschränkt, weil der Liner nach innen geht und der Griff nicht mehr die volle Breite aufweist.

Backlock kann man sehr wohl mit einer Hand öffnen und schließen, Beispiel Spyderco Worker:

SpydercoWorkerBack.jpg


Zum Öffnen Spyderhole eh klar, zum Schließen Backlock drücken, die Klinge fällt dann von selber runter oder man hilft mit dem Zeigefinger etwas nach. So einfach ist das ! Bei herkömmlichen Backlocks ala Buck 110 sieht das natürlich anders aus, einhändig ist da kaum was zu machen. Darum bezeichnet Spyderco seinen Backlock ja auch als Frontlock ;)
 

Hocker

Mitglied
PS: Ich mag am Framelock nicht, dass der Griff unterbrochen ist und das Messer schlechter in der Hand liegt. [/B]

Hmmmm...., mein Pinnacle läuft butterweich und liegt hervorragend in meiner Hand....
Und ehrlich gesagt trau' ich dem Lock einiges mehr zu als dem des LCC.;)
 

TacHead

Mitglied
@dcjs: einfache Antwort auf einfache Frage: nix :steirer:

@charon: ja, Rolling lock hat auch eine Feder, und wenn die bricht, isses - anders als beim Axis Lock mit zwei Federn - ganz aus. Ist schon vorgekommen (vgl. BFC); ich finde die Vorstellung, daß mir mein Sifu über die Finger zusammenklappt, wenig charmant :angst:



Grüße,
Marko
 

bigbore

Mitglied
Für Klappmesser fällt mir auch nichts besseres ein als das framelock!

:super:

Aber, um noch was supergescheites daraufzusetzen,
ein alter aber wahrer Spruch:

Wenn Du nicht willst dass Dein Messer zusammenklappt,
nimm ein Feststehendes!

;) :cool: :)
 

freagle

Mitglied
Ich glaub auch das ein gut ausgeführter präzise gearbeiteter Framelock der beste Kompromiss ist.Beim Framelock gibt es halt keine Kleinteile oder Federn die brechen oder verlorengehn können, von der Stabilität her glaub ich schon dass der Axislock stabiler ist, sofern die Stange die verriegelt gehärtet ist, wovon ich ausgehe.

was ist eigentlich an der fertigung eines framelock so aufwändig bzw. teuer? die bearbeitung von titan generell?

Ich glaub nicht, dass ein Framelock teurer zu fertigen ist als ein normaler Linerlock mit Backen. Beim Framelock hab ich keine Backen und Griffschalen, die ausgeschnitten, bearbeitet, gebohrt und gefinnisht werden müssen, also weniger Arbeitsgänge. Obs die Materialstärke von 3mm oder mehr ist, was die Firmen abschreckt, es gibt ja auch Framelocks aus Stahl, mit 2mm Titan hatte ich auf jedenfall keine Probleme mit der Verarbeitung und das mit einfachsten Mitteln, ein Milimeter mehr dürfte auch kein Problem sein. Vielleicht sind Framelocks einfach nicht so gefragt als normale Linerlocks, meistens haben die Framelocks ja keine Griffschalen, wenn ja dann nur recht dünne wegen der Baubreite. Ich denk einfach, dass die Optik von so nackten Framelocks nicht so gut ankommt.

Freagle
 

dcjs

Mitglied
hi freagle,
also hier (und wir sind doch der maßstab, gelle? :steirer: ) kommen framelocks anscheinend mehr als gut an.

**************

PS: wir haben doch sicherlich noch mehr als 33 abstimmungsfähige (man muss dafür nicht wahlberechtigt sein ;) )leute hier? :confused:
 

fria

Mitglied
Original geschrieben von Charon
Welches System ist denn deiner Meinung nach stabiler als ein Framelock? [/B]

ein FIXED wie bigbore schon sagte:D

dass irgendein anderes system noch stabiler ist kann sein aber weniger (Anzahl) anfällige teile gibts nicht mehr
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Mir gefallen in der Regel Framelocks einfach nicht so gut wie normale Liner Locks. Die Dinger haben ja entweder gar keine Schalen oder nur einseitige, das find ich irgendwie nicht harmonisch.
Wobei das mit der Bezeichnung eh ein Gewusel ist. Ab wann ist ein Linerlock ein Framelock? Wenn ich bei einem Linerlock die Backen wegnehme, hab ich auch ein Framelock.
Und sowas wie der Cerbero http://www.messerforum.net/shop/ikoma.shtml#cerbero ist ja von den Massen quasi ein Framelock. 3.5mm Klinge, 2.5mm Liner. Ist ein guter Kompromiss, um das Messer mit Schalen nicht allzu breit zu bauen. Sowas ist mir am liebsten.

Ausser Axis natürlich, das ist eh das beste :))

Gruesse
Pitter
 

HankEr

Super Moderator
Denke schon ein charakteristisches Merkmal für Framelocks ist, daß die führende Hand bei festem Griff von außen auf die Verriegelung drückt und diese damit zusätzlich fixiert. Bei Schalen --- Dimensionen des Locks hin oder her --- geht dies verloren.
 

dcjs

Mitglied
so wie hanker sehe ich das auch.
ausserdem kann bei einem liner lock -egal wie dick der liner ist- wieder murphy kommen und kieselsteine reinklemmen :glgl:
zu reinigen ist ein framelock nebenbei auch noch sehr viel einfacher.