warum immer Liner Lock ?

Major

Mitglied
hallo erstmal:D

also ich muss da mal ne Frage loswerden - es gibt doch in der großen weiten Messerwelt unzählig viele verschiedene Arten von "Locks" !

Aber obgleich die super duper mega tolle Firma Microtech, oder arschteure Custom-Brummer - fast jeder bedient sich des billigsten und primitivsten (für mich auch auch einer der schlechtesten) Locks die es meiner Meinung nach gibt - Liner Lock -

WARUM ?????

Beim Liner Lock muss die Hand bzw. der Daumen immer in den Klingenweg greifen - das heisst, wenn die Klinge nach unten fällt, trifft sie den Finger (siehe Camillus Cuda;))

warum wird nicht öfter der Compression Lock verwendet oder der Plunge Lock wie beim MoD Dieter - warum immer und immer wieder dieser blöde Liner Lock ??

kann doch nicht sein, dass die Firmen alle so arm sind, dass sie nur den billigsten Dünnblech-Lock verbauen können, oder ?? (ja ja bei Microtech ist er nen halben Meter dick, aber es ist und bleibt ein blöder Liner:D)

Bitte um Aufklärung

Danke

Frank
 
Y

YAMAHATiger

Gast
Hi,

Aber obgleich die super duper mega tolle Firma Microtech, oder arschteure Custom-Brummer - fast jeder bedient sich des billigsten und primitivsten (für mich auch auch einer der schlechtesten) Locks die es meiner Meinung nach gibt - Liner Lock -

WARUM ?????

Beim Liner Lock muss die Hand bzw. der Daumen immer in den Klingenweg greifen - das heisst, wenn die Klinge nach unten fällt, trifft sie den Finger (siehe Camillus Cuda)

Das kann ich leider nicht nachvollziehen , Liner sind imo die praktischten , alles mit einer hand zu bedienen und verrigelt sicher!

Mir ist noch NIE eine Klinge auf den finger gefallen (auch nicht bei schnellem schließen)

Nun zu deiner frage :

Imo , greifen die auf Liner's zurück weil die schnell und sicher arretieren. Ausserdem lässt sich eine Klinge so viel leichter zu öffnen (subjektiv ) .

Also ich vertrete die Partei der "Liner sind Top" .

Mfg Olli
 

coolcat

Mitglied
Vielleicht liegt es daran, dass ein Linerlock einfach und vorallem billig zu produzieren ist. Keine Ahnung.

Ansonsten sehe ich das inzwischen wie Du - ich halte ihn für den schlechtesten aller möglichen Verriegelungen. Bei häufigem Gebrauch wandert der Liner die Rampe hoch und recht bald hat man Spiel. Vor allem bei den doch recht häufig benutzten Titanlinern.
Deshalb möchte ich keinen User mehr mit Linerlock haben. IMHO geht nix über einen vernünftigen Back(bzw. Front)-Lock oder Axis.
Die lassen sich ebenfalls mit einer Hand bedienen, befriedigen meinen Spieltrieb :D und sind im Punkt Verschleissanfälligkeit einem normalen LL weit überlegen.
 

Flieger

Mitglied
ähm, bei titanlinern kann ich die verschleißgeschichte ja noch verstehen, aber bei stahllinern ? naja, vielleicht wenn man das messer ständig aufflickt. ich finde jedenfalls an einem gut gemachten linerlock nichts schlechtes. wie raimund schon gesagt hat - da ist nicht viel, was kaputt gehen kann. beim axis-, plunge- und backlock sind jeweils federn im spiel - die können schließlich auch brechen...

gruß chris
 

DeadlyEdge

Mitglied
Linerlocks sind "leicht" zu bauen (verglichen mit anderen Verriegelungen) -> die meisten Custommaker, die Folder machen, machen eben Linerlocks (oder Framelocks) . Da viele Produktionsmesser in Zusammenarbeit mit gefragten Messermachern entstehen, wobei oft das Design eines Handmades mit anderen Materialien übernommen wird, sind auch viele populäre Produktionsmesser Linerlocks...

Gruß,

Martin
 
F

filosofem

Gast
Original geschrieben von Flieger
ähm, bei titanlinern kann ich die verschleißgeschichte ja noch verstehen, aber bei stahllinern ?

Ein Titanliner dürfte doch weniger schnell verschleissen als ein Stahlliner, oder? :argw:
 

coolcat

Mitglied
Original geschrieben von filosofem
Ein Titanliner dürfte doch weniger schnell verschleissen als ein Stahlliner, oder? :argw:
Wieso?? Titan ist doch wesentlich weicher als Stahl.
Dafür bildet sich bei Stahllinern oft ein kleiner Grad, der dafür sorgt, dass sich der Liner an der Klingenrampe festbeisst und dann nur noch mit Gewalt zu lösen ist.
 

freagle

Mitglied
Wenn der Lock gut gemacht und mit der richtigen Geometrie sauber eingepasst wird, dauert es ewig bis der Liner durchwandert.

Jeder andere Verschluss der häufig bedient wird wird über Jahrzehnte ebenfalls etwas verschleißen.

Titan zieh ich z.B. Stahl u.A. auch deswegen vor weil es durch die höhere Reibung auf Stahl wesentlich sicherer verriegelt als Stahl auf Stahl.

Linerlocks werden von Messermachern auch deswegen häufig gemacht, weil sie auch ohne kostspielige Ausrüstung gemacht werden können. Viel Erfahrung bei Foldern hab ich noch nicht gesammelt, aber ich behaupte dass der Linerlock nur vermeindlich einfach zu machen ist (vorrausgesetzt das Ergebnis soll gut sein), er hat auf jedenfall seine Tücken.

freagle

Meine Messer
 

Major

Mitglied
dann noch ne Frage:D

gut - die einfache Bauweise und alle Vorteile, die damit verbunden sind OK ein Plus für den Liner.

ABER

warum baut man dann nicht den wesentlich intelligenteren Compression Lock ein - ist das nicht das gleiche wie ein Liner Lock nur anders rum (also auf dem Messerrücken, und bequem mit dem Daumen zu bedienen) ????

Also wenns schon ein Liner sein muss, dann ist doch ein Compression Lock wesentlich sinnvoller finde ich - und trotzdem sieht man ihn fast nirgends !

Wieso ???
 

Flieger

Mitglied
ich denke, das compression-lock ist ein spyderco patent... das 'schnöde' liner-lock ist schon zu lange am markt, um noch patent-geschützt zu sein.

gruß chris
 

freagle

Mitglied
Denk ich auch dass der Compressionlock patentiert ist, ich kenn auch Leute die mit der Bedienung dieses Locks nicht so zurecht kamen.

Ich hab mir diesen Lock noch garnicht genauer angeschaut, werd ich aber mal machen. Von Bernhard Zwicker weis ich dass er schon Messer mit diesem Lock gemacht hat.

freagle
 

porcupine

Super Moderator
Der Linerlock hat manche Für's und Wider's, aber im Feld bietet er den großen Vorteil, daß es keine unzugänglichen Hohlräume gibt. Man kann ihn jederzeit mit Wasser ausspülen. Das erspart meist das Zerlegen des Griffs. Außerdem gibt es keine filigranen Federchen, die brechen können. Wenn er sorgfältig gemacht wird, ist er ziemlich sicher. Und "primitiv", d.h. wenig Teile, simple Bauweise etc. ist für ein Arbeitsgerät doch ein Qualitätsmerkmal. Man sehe sich ein Sebenza an: Nichts Überflüssiges dran, primitiv hoch drei, IMHO aber das Beste, was es gibt. hugh.
arno
 
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