Warum eigentlich?

x-blades

Mitglied
Moin Leute,

ich war gestern das erste Mal in Solingen udn bin immer noch nicht fit.

WOW!!!!!! Das war der Hammer!!!!! Anders kann ich es leider einen Tag danach nicht in Worte fassen. Das muss ich erst einmal verarbeiten.
Ich kannte zwar schon einige Messermacher von früher, aber was ich da alles gesehen habe, krass.

Nach 1400 km Autofahrt und "gaaanz tollem Wetter" und der Hammer-Ausstellung und einer Unterhaltung mit ein paar Forum Leuten (Grüsse an Leonardo 75, herbert, luftauge,Mr. Abel und freagle) und den ganzen Stresstag mit dem Fotografieren beschäftigt mich eine Frage, die ich z.B. Des Horn, Daniel Vally gestellt habe:

WARUM EIGENTLICH MESSER?????

Jetzt seid ihr gefragt, warum habt Ihr (genau wie ich) eine so große Leidenschaft oder besser gesagt ein solches Interesse an Messern?

Das WARUM ist vielleicht nicht mal so wichtig, vielmehr das WANN und WO!!

Schreibt doch einfach hierzu eine Antwort, wenn Ihr von Solingen
erholt seid.
Mich interessiert wirklich, was dabei rauskommt!

P.S.: Ich werde natürlich auch meine Geschichte dazu erzählen.:cool: :hehe: :)


Grüsse Lars
 
Zuletzt bearbeitet:

cearbhallain

Mitglied
Warum nicht? Liebe kann man nicht erklären.
Ich habe einfach Freude am Umgang mit qualitativ hochwertigen Schneidwaren - je mehr Qalität, desto mehr Freude. Komme auch grade aus Solingen - und da hat schon das eine und andere mal ein glücksehliges Grinsen auf mein Gesicht gezaubert. Aber warum? Warum ist Der Mond nicht aus grünem Käse, warum fällt das Brot immer auf die Butterseite, warum ...

Ganz im Gegensatz dazu: warum ich immer ein Messer mitführe, hat rein Praktische Gründe.
 

Noodle

Mitglied
Wenn Du wüsstest, wie oft ich mich das schon gefragt habe....:rolleyes: :irre: Ich versuche ständig mich zu rechtfertigen, nicht einmal unbedingt vor anderen Leuten, sondern vor mir selbst. Ich versuche stets, das Suchtpotential der Messer so tief als möglich zu halten und meine Kaufwahngedanken im Zaum zu halten. Und jedes mal wenn ich mich wieder frage "warum?", fällt mir die folgende Antwort ein: "keine Ahnung!!!!!!":irre: :fack: :irre: Ich kann's mir nicht erklären, es ist wirklich wie mit der Liebe: Wo die Liebe hinfällt. Zack, und es hat einen erwischt. Da kann man nichts machen. Ist so. Da nützt auch der Psychiater nichts mehr. Amputieren geht auch nicht. Hoffnungslos!
Ich hoffe, ich habe Dir so etwas weitergeholfen :hehe:

Noodle (der immer noch versucht, von den Messern weg zu kommen...)

P.S: Ich bin wahrscheinlich noch einer der harmlosesten....
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Hallo, Lars, hab Dich nicht vergessen, ich denke nur verzweifelt über eine stimmige Antwort nach......
Könnte mich ja auch den beiden Vorrednern anschließen, aber das hat nix Originelles. Bis später.
Hat mich gefreut, mir Dir in SG sprechen zu können.
 

stephan

Mitglied
moin
warum weiss ich auch nicht warum,is mir bei so im laufe der zeit entstanden
wohne halt seit meiner kindheit im wald,da ist "messer"halt`n
thema.mit steigendem alter steigt auch das bedürfniss nach Qualität
bin jetzt 35 und hab das problem das qualtätsbedürfniss den finanziellen möglichkeiten anzupassen.ist zuweilen schwierig,vorallem wenn man gerade aus solingen kommt
 

luftauge

Mitglied
Hallo Lars !

Grüsse zurück !
Diese Frage kann man wohl nicht abschliessend beantworten, ähnlich der Frage nach dem Lieblingsfussballverein.

Gruß Andreas/L
 

rfindigo

Mitglied
Tja, wenn man sich als sechsjähriger das erste mal mit dem, von Opa geschenkten, Taschenmesser den kleinen Finger bis auf den Knochen zersäbelt hat und es dann noch erfolgreich schafft das ganze Desaster vor Muttern geheimzuhalten auch wenn's weh tut, ist der Bund für's Leben wohl besiegelt, oder!?
Ok, war nich ganz so dramatisch, aber in dem Alter hinterläßt das halt Spuren... ;)
Aus der heutigen Sicht betrachtet: Technik die ich verstehe, Design das ich mag und Nutzen im Alltag... aber warum alles begründen müssen?
Ich mag Messer und das ist gut so! :super:
 

freagle

Mitglied
Hallo Lars,

Messer haben vielleicht deshalb so einen prägenden Einfluss auf uns, weil es eines der ersten Werkzeuge ist, das wir in jungen Jahren kennen lernten. Bei mir ist es wohl so, ich hatte bestimmt schon mit fünf oder sechs mein erstes kleines Klappmesser mit dem ich fasziniert rumgeschnitzt habe, da machte man auch schnell erste einschneidenden, autsch Erfahrungen.

Wenn ich mich so zurrückerinnere, hab ich mir eigentlich schon immer jedes Messer das ich in die Hand bekommen hab genauer betrachtet und befummelt, wenn eins dann richtig scharf war, hat mich das besonders fanziniert. Durch das Forum, ist meine Begeisterung für hochwertige Messer aber erst so groß geworden, dass ich motiviert durch andere nun auch selbst Messer mache.

Grüße Peter
 

Major

Mitglied
jetzt mal philosophisch

also für mich haben Messer einfach eine ganz besondere Magie.
Vielleicht liegt es auch nur am Stahl. Wie ne Elster, die auf alles steht was blinkt und glitzert:D .

Das kalte Metall und die festen Formen, die zum Teil Jahrhunderte überleben. Wie die alten Schwerter aus der Römerzeit. Wenn wir schon auf Wolke 7 rumtuckern, gibt es unsere Messer immern noch. So ein Stück Metall ist eben ein Stück Ewigkeit.

Und durch den Schliff wird das Ganze auch noch gefährlich. Es kann eine Waffe sein, die den Tod bringt. Also strahlt ein Messer auch eine Gewisse Macht aus. Ein Werkzeug, dass seinem Träger auch eine gewisse Macht verleiht. Vielleicht wie Siegfried, der mit seinem "Balmung" den Drachen tötet.

Oder beim Folder. Von aussen ist nicht so viel zu erkennen, aber wenn sich dann die Klinge aus den Griffschalen langsam herausschält ist es als entpuppt sich ein Schmetterling. Und man sieht die ganze Schönheit.

Hoppala das war ja richtig romantisch

:D

Gruß

Frank
 

Tierlieb

Mitglied
Das Maximum an Qualität zu einem schlichten, wohldefinierten Zweck. Das fasziniert mich an guten Messern. Ist von der Definition her wohl das Gegenteil von Kunst, eh? Und das ist gut so. *g*

MfG, Tierlieb

P.S.: Einschneidende Erlebnisse? Ich habe es nie geschafft, mich mit einem meiner Messer zu schneiden. Mit Küchenmessern, klar, mit elektischen Bortmessern ebenfalls, noch viel öfter mit Druckerpapier... aber mit einem eigenen Messer? Nie.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Kennt hier jemand meine noch nicht? :steirer: :irre:

Vor zwei Jahren auf der Suche nach einem guten Messer, Vorbesitz ein Haller Butterfly in der Ramschkiste. Forum gefunden, mit Ray gesprochen, Messer gekauft. Man braucht nur eines, drum hab ich jetzt knapp 50. Warum? Keine Ahnung, weils scheeeee iss :irre:

Gruesse
Pitter
 

Claymore

Mitglied
Hi Lars,

Warum Messer.....
Hmmmm.....

Müsste doch bei allen anderen da lauten

WARUM NICHT MESSER.....;)

aber im ernst,
das ganze war bei mir ein eher schleichender Prozess, (schleichende Infektion)

Angefangen von den Holzmessern/Dolchen, die ich mir mit Omas Küchenmesser aus den Feuerholzvorräten gewschnitzt Habe im Alter von < 10 Jahren,

über das erste Messer vom gesparten Taschengeld gekauft Alter Knapp über 10 Jahren.
Im Nachhinein ein Wunder das mir die nette Verkäuferin im eisenwarengeschäft im Ort das Finnmesser mit ca. 14 cm Klinge verkauft hat.
Das Teil hat damals ich glaub 34,50 DM gekostet.
Aber vor über 20 Jahren auf dem Land sah man das noch nicht so eng, und überhaupt, ein Mann ohne Messer in der Hose ist kein Mann ( so hab ich gehört), auch wenn der (zukünftige) Mann mal grade so 4-5 jahre vor der Pubertät und den ersten Bart, oder sonstwo Haaren stand....
:D
Danach kamen noch etliche andere Messer, einige halb zerteilte Finger, die ich aber besser überstanden habe als meine Mutter damals.

Irgendwan wars dann ein Sammelsurium aus diversen Teilen, das dann lange Jahre unbeachtet irgendwo geschlummert hat.
Bis die Leidenschaft dann vor einigen Jahren wieder aufgeflammt ist, im Warsten sinne.
Als ich meine Passion für das rätsel des Stahls wiederentdeckt habe.
Diesmal für die großen Klingen, daran schuld war mitunter die Xte Wiederholung von Conan Der Barbar.
Nun wollte ich wissen wie so ein teil geschmiedet wird.
Alter nun mehr > 20 Jahre
Als ich mich damit beschäftigt habe fiel mir die ganze Theorie, von wegen Werkstoffkunde und eisenkohlenstoffDiagramm usw. aus Berufschule und FH vorlesung wieder ein, und plötzlich habe ich den ganzen Kram auch Kapiert:steirer:
Dazwischen kamen mir so nebenbei meine Hochzeit, der Kauf eines Hauses und andere Nebensächlichkeiten, wie Beruf und ähnliches :steirer: :steirer:
Von da an über das Organisieren von Amboss und Esse und sonstigem Werkzeug, wars dann über Ausprobieren und Lernen etc. der Weg zum erstn' Selbstgeschmiedeten Messer.

Die Faszination Für stahl und Feuer wird immer größer je länger man sich damit beschäftigt.
Für mich hat diese Art der Faszination für das Messer, bzw. die Herstellung eines Messers etwas mystisches.




gruß
Mr.
Peter George. M. Abel
 

Leonardo75

Mitglied
Messerlaufbahn

Hallo Lars!

War ein nettes Gespräch in Solingen.

Es gibt einen Thread, der eigentlich nach dem Alter der Forumsmitglieder fragt. Darin haben auch etliche berichtet, wie sie zu den Messern gekommen sind.

Meine Messerlaufbahn hat wie die von vielen anderen Messerfans schon im zarten Alter von ca. 6 Jahren begonnen. Ein kleines flaches Werbegeschenkmesser mit einer Klinge und einer Nagelfeile in Edelstahlbacken. Das habe ich immer mit so einem Popelsschärfer von dem Wochenmarkt mit Glasschneider dran "geschärft".
Beim Lakritzschneiden habe ich mir dann heftig in den linken Zeigefinger geschnitten (durch den ganzen Fingernagel in Längsrichtung und durch das Nagelbett. Jetzt habe ich einen Zeigefinger mit einer Narbe auf dem Fingernagel.

Später (mit 10 Jahren) habe ich mir dann in Dänemark ein paar Schweizer Messernachbauten geleistet, sowas würde ich mit heute nie mehr kaufen, die Griffschalen brechen und die Schneide hält kaum die Schärfe.
Mit 12 Jahren musste ich meinen Eltern versprechen erstmal keine Messer mehr zu kaufen, bis ich 14 Jahre alt sei (hatte damals ca. 24 Messer) Mein bestes war damals ein Jagdmesser von der Solinger Firma mit dem Storch drauf, habe gerade den Namen vergessen.
Später kamen dann noch ein passables Schweizer Messer dazu (das gleiche was auch Dur Dein eigen nennst).

Dann ruhte das Thema eine Weile. Irgendwann hatte ich dann von meinem Opa der Schreiner war einen alten Schleifstein gefunden, mit dem ich erste richtige Schärfversuche machte. Der Stein hatte zu wenig Abtrag und so hatte ich mir das Buck Honig Set besorgt. Damit ging es dann langsam was besser. Mein Interesse für das Messerschärfen war damit erwacht. Ich habe mir immer weitere Schleifsteine und Schärfsysteme zugelegt. Nach und nach war ich dann zu den japanischen Wassersteinen vorgedrungen und ebenfalls zu den Spyderco Banksteinen. Mit denen arbeite ich inzwischen am liebsten.

Über das Interesse am Schärfen bin ich wieder auf die Messer zurückgekommen (schließlich braucht man ja auch Schärfnachschub ;-) ). Damals habe ich dann zum ersten Mal Kontakt zu meiner Meinung nach besseren Messern gemacht (ich hielt damals das Böker Arbolito Drop Point für ein gutes Messer, ein schönes Arbeitsmesser ist es aber immer noch). Dann kamen Messer von Buck, Martini, Victorinox dazu. Diverse Kochmesser mussten natürlich auch angeschafft werden.

Irgendwann bin ich dann auf das Messerforum gestoßen und dort auf dermaßen gleichgesinnte gestoßen, dass ich mich wieder mehr mit der Materie beschäftigte. Nieto, CRKT und andere Messer folgten.

Dann hat mich Herbert angemailt und irgendwie kam es zu einem Materialaustausch von Stahl. Mit diesem Stahl habe ich dann angefangen Messer zu machen und das Thema Messer machen hat mich gepackt. Vertieft wurde das ganze auf dem Schmiedetreffen bei Markus Balbach. Das Zusammentreffen mit sovielen Messerbegeisterten hat mir unheimlich viel gegeben. Im normalen Umfeld wird man für sein Hobby ja eher misstrauisch beäugt.

Auf der letzten Solinger Messermesse war der Kontakt zu den Messerfreunden mal wieder sehr schön. (Danke an Herbert fürs Mitnehmen, an luftauge für das beäugen seiner tollen Messerideen und an Camig für die Starbondprobe und an all die anderen für Ihre guten Tips und interessanten Messeranregungen).

Durch das Messerforum ist meine Messerlust stark gestiegen und mein Konto deutlich gschrumpft ;-) .

Trotzdem bereue ich nichts,
viele Grüße vom Leo.
 
Zuletzt bearbeitet:

x-blades

Mitglied
Kunst und Handwerk

Moin,

also da war dann wohl jemand vor mir schon schneller mit dieser Frage (Danke Leo75). Trotzdem werd ich es weiter versuchen.

Ich werde bei Gelegenheit, wie gestern schon erwähnt auch mal meine Story dazu schreiben.

Danke für die bisherigen Antworten.:)

Ich denke, dass bei vielen Sammlern eine gewisse/s "Liebe"/ Interesse fürs Detail (ich sage eher ungern Liebe), das Handwerk, die Perfektion, die Kreativität und der Kunsteffekt eine bestimmte Rolle spielen. Klar weiss ich, dass andere Leute Briefmarken oder Comic-Hefte sammlen, wie wir Messer.
Am Samstag sind da jedoch einige tausend Euro über die Tische gewandert. Ich denke, dass viele von euch recht haben, denn viele Sammler sagen, dass sie Messer und auch Schwerter wegen ihrem mystischen Backround so fazinieren. Außerdem kommt noch hinzu, dass ein Messer, wie schon gesagt wurde, mit eines der ältesten Werkzeuge der Menschheit ist. Tja, da kommt dann also auch noch die Geschichte ins Spiel. Kompliziert.
Hoffe auf weitere interessante Antworten.

Grüsse Lars

:cool: :steirer:
 

TacHead

Mitglied
Warum Messer? Einfach :D
Wunderschöne, vielfältige Designs von pompösen Zierteilen bis zur Ästhetik der klaren Linien (mehr mein Ding), mit interessanten Werkstoffen liebevoll und hochwertig verarbeitet - wer könnte so was widerstehen?
Eignen sich zum Sammeln, Arbeiten, Kämpfen, Retten, Brotzeit machen, Ego aufpolieren :irre: , Kochen, Befingern und schön finden etc. pp. - man nehme hinzu die praktische Weisheit "lieber dabeihaben und nicht brauchen als brauchen und nicht dabeihaben" und es ergibt sich als Fazit: völlig unverständlich, KEIN Messer dabeizuhaben :steirer:
 

ge2r

Mitglied
Wie oft wird man als Messerfan belächelt und muss sich Fragen anhören wie:
- Was machst du denn DAMIT ???, oder
- Willst du mich umbringen, oder was !! :irre:

Und wie gross ist dann die Genugtuung , wenn dieselben Leute kleinlaut zu einem kommen: "Äh sag mal, du hast doch sicher - äh - ein Messer... Könntest du mir das vielleicht mal kurz, du weisst schon, borgen oder so ?

Für micht steht der praktische Nutzen eines Messers im Mittelpunkt und alle meine Messer werden regelmässig benutzt. Ich bin also kein Sammler, der die Dinger nur kauft, um sie in die Vitrine zu legen - dafür wär' mir das Geld dann doch zu schade (sorry).

Ich hab übrigens mal ein paar Monate lang Briefmarken gesammelt :eek:

Aber wenn man das nützliche mit dem schönen verbinden kann ist das doch super, oder ? Wer fragt schon den Fahrer eines 100.000 € - Benz, warum er keinen Daewoo hat ?

Grüsse,
ger
 

herbert

MF Ehrenmitglied
warum zweimal denken.....

@Lars, juchhu, ich habs gefunden, das was ich schon mal gesagt habe zu diesem Thema, findet sich hier in meinem Beitrag
Beachte den sozioanthropologischen Aspekt, das beeindruckt jeden Psychoheini, der wer weiss was hinter der Messerleidenschaft vermutet. Und wenn er doch recht hat, so what. (So what ist ein Lieblingsausdruck von mir. Pitter sacht meist feddich dazu. Oder "me locuto causa finita". Is auch nicht schlecht. Eigentlich ja "Roma locuta causa finita". Heißt auch "feddich". Nur feierlicher.
Aber wenn man schon tausende von Jahren mit Latein gequält wird muß man auch schon mal damit protzen dürfen.
 

cearbhallain

Mitglied
So irgendwie kommt mir bei der Fragestellung gaaaanz langsam die Galle hoch...
Denn wenn man mal genau darüber nachhorcht - die Fragesetllung (nicht persönlich nehmen -es iat ja erstens nicht 'Deine' Frage, zweitens bist Du nicht der einzige, der sie stellt) - also die Fragestellung suggeriert ja schon, oder geht davon aus, daß es eben NICHT normal ist, ein Messer mitzuführen. Macht aus jemandem, der ein Messer hat etwas fragwürdiges, etwas das eine Rechtfertigung braucht, etwas unnormales.
Die hier schon öfter , eher scherzhaft, aber doch auch mit leichter bitterkeit gestellte Frage: 'Warum NICHT?' trifft da m.e. schon eher ins Schwarze.
Herbert hat es ja auch in seinem schönen Posting (in seinem Link) sehr gut dargestellt: alle Menschen rüsten sich tagtäglich mit Gegenständen aus, von denen sie annehmen, daß sie ihnen im Laufe der Zeit nützlich seien könnten. Sei es nun ein Regenschirm, ein Päckchen Taschentücher, eine Nagelschere, ein Kugelschreiber .. die Liste der Dinge, mit denen sich die Menschen völlig selbstverständlich darauf vorbereieten, dem Alltag zu begegnen, ist ohne Ende.
Nur wenige Dinge, wie zum Beispiel das offensichtlich in vielen Situationen nützliche Werkzeug 'Messer' werden von dieser Selbstverständlichkeit ausgenommen, ohne darauf zu achten, wie eigentlich unnatürlich dieser Vorgang ist.
 

Camig

Mitglied
recht so cerarbhallain!

Warum eine Uhr, warum eine Brille etc.


Ich nehme ein Messer mit damit ich es habe wenn ich es brauche und ich brauche es häufig.

Für mich liegt ein Teil der Faszination in der Kombination von Nützlichkeit und Design. Vielleicht könnte man sich ja auch für Hämmer begeistern wenn die nichtr alle gleich aussähen.
Aber da die Schönheit im Auge des Betrachters liegt ist halt mal wieder dem een sin Uhl dem annern sin Nachtigall.