Waffenschein für Politiker ?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Tobse

Mitglied
Mein Name ist Schill - Barnabas Schill
Der Tagespresse kann man entnehmen, daß der Hamburger Innensenator Ronald B. Schill inzwischen mit Schusswaffe ausgestattet ist:
Spiegel Online
Welt Online
[Sarkasmus ein]
Die Nachricht kann man auch so lesen: Hamburg ist so sicher und die Polizei, speziell die besser ausgerüsteten und ausgebildeten Personenschützer, so kompetent und zahlreich, daß der Innensenator sich mit einer Damenwaffe zufriedengibt
[Sarkasmus aus]
Der Innensenator ist eben etwas gleicher als die anderen Bürger.

Munter bleiben,
Tobse!
 

luftauge

Mitglied
Ganz so einfach ist es nicht !
Bevor ein Promi eine Waffe führen darf, müssen auch erst Vorraussetzungen erfüllt sein, die nicht einfach als "Lex-XY" angesehen werden können.

Promi allein reicht schon mal nicht aus - wenn er/sie noch eine bes. Funktion im öffentlichen (politischen) Leben hat, sieht es anders aus, genauso Staatsanwälte mit bestimmten FB's, auch Bankdirektoren - je nach "Schutzklasse", in die diese Leute eingestuft werden. Es gibt bestimmt mehr Politiker mit Schulterholster oder Waffe im Schreibtisch, als man glaubt, und sei es nur eine "Damenwaffe".

Was nichts über die Qualität der Arbeit dieser Leute aussagt :argw:

Gruß Andreas
 

Nidan

Mitglied
Hi Luftauge/Andreas,

also ich denk aber schon, daß es für nen Politiker viel leichter ist nen Waffenschein zu bekommen als für nen Normalbürger. Ich kenn selber einen Politiker aus meinem Wahlkreis, der sich damals bei der Terroristen-Panik (RAF) einen besorgt hat. Und der Herr war zwar im bayerischen Innenministerium Staatssekretär, aber sicher so unbekannt, daß da kaum besondere Gefahr für ihn bestand.

Aber was solls, wer sich ne 7.65 als Verteidigungswaffe aussucht, der will sich doch ganz offensichtlich nur damit wichtig machen, sonst würd er was vernünftiges tragen ;)
 

Tobse

Mitglied
Unbestritten ist, daß Schill sicherlich auf der schwarzen Liste der Hamburger Autonomen (wieso nennt sich eigentlich jemand, der von Sozialhilfe und Schnorren lebt, autonom?) Szene steht, mehr als Farbbeutel/faule Eier und Beschädigung von Dienstfahrzeugen haben die Bunthaarigen in den letzten Jahren (zum Glück) nicht angestellt.
Ich denke aber, wer wirklich eine Schußwaffe verdeckt zum Selbstschutz führen will, fährt sicherlich besser damit, wenn er es geheim hält.

Munter bleiben,
Tobse!
 

sharky

Mitglied
Original geschrieben von Tobse
... Ich denke aber, wer wirklich eine Schußwaffe verdeckt zum Selbstschutz führen will, fährt sicherlich besser damit, wenn er es geheim hält ...
Allerdings, man kann sich nur wundern ... :rolleyes:,
sharky
 
R

Rebell

Gast
Hallo,

naja so ganz gediegen ausgedrückt sehe ich nicht ein, daß das Leben von einem Politiker mehr Wert sein soll als meins. Ist doch so, wenn es für die einfacher ist sich selbst zu beschützen dann sind sie damit mehr Wert als andere Bürger. Sind wir vor dem Grundgesetz nicht alle gleich?
 

TacHead

Mitglied
@Rebell: doch, sind wir - aber theoretisch das Bedrohungspotential nicht. Wobei mir allerdings nicht ein einziger Fall bekannt ist, in dem der Waffenbesitz eines Politikers, Managers o.ä. ein Attentat/Entführung oder irgend ein anderes Verbrechen verhindert hätte. Und schießen können die doch alle eh nicht, also was soll das :fack:
 

aqua

Mitglied
Ich finde es völlig richtig, dass er ne Waffe trägt, wäre ja auch zu Schade auf seine ausserordentliche Kompetenz verzichten zu müssen, nur weil er auf der Reeperbahn von einem Zuhälter oder bei einem Drogendeal erschossen wird weil er sich nicht zur Wehr setzen konnte, der arme Herr Schill!!
 

sharky

Mitglied
Also irgendwie kapier´ ich da etwas nicht ganz. Dass man in den Kreisen in denen sich unser Herr Schill bewegt ´ne Waffe braucht ist mir schon klar.

Aber warum dann so ein Locher und nicht was Richtiges ... :haemisch:? Selbst James Bond hat seine PPK abgegeben und ist auf P 99 umgestiegen ... :D
 

aqua

Mitglied
War vielleicht nix anderes verfügbar. Er muss vielleicht auf neues Crack sparen und hat halt ne Knarre genommen, die er von irgend einem Kleindealer konfisziert hat!:glgl:
 

luftauge

Mitglied
Natürlich ist es für einen Politikus leichter, eine Erlaubnis zu bekommen, gar keine Frage !

Nur wird z.B. "Kultur- oder Bildungsminister" wohl nicht in eine so hohe Gefährdungs-/Schutzklasse eingestuft, wie z.B ein Innenminister/-senator, das ergibt sich aus dem jeweiligen Fachbereich, wenn jemand im Bereich OK tätig ist, kann es evtl. auch ein "Kofferträger" sein.

Ziviler Vergleich:
Der Filialleiter einer Dorfbank wird wohl nicht so gefährdet sein, wie der Regional-/Landeschef derselben Bank, zumindest nicht zwangsläufig, auch wenn es in der Praxis oft gegenteilige Fälle gegeben hat (z.B. Uelzen/Wrestedt mit anschliessender Entführung).

Vielleicht ist es bei ihm auch das Pfeiffen im Walde...

Gruß Andreas
 

teachdair

Mitglied
Kurzer Zwischengedanke

Könnte es hier um einen Populisten, ÄÄÄÄH Politiker, mit einem bekanntheitsproblem gehen? Wenn man die durchgehenden Veröffentlichungen zum Thema Schill-Partei liest könnte einem der Gedanke kommen. (Lass Sie gut oder schlecht über mich sprechen, hauptsache sie sprechen über mich).
Oder er braucht nen Potenzersatz:rolleyes: :irre:
 

Nidan

Mitglied
LOL teachdair, also wenn der Typ mit ner PPK seine Potenz erstzen oder gar steigern kann, dann war damit aber nicht sehr viel los :haemisch:

Aber vielleicht sehen wir das alles mit der Baby-Pistole auch falsch und der Schill nimmt die nur deshalb, weil es davon ja noch ne ganze Menge in Polizeibeständen geben muß. Die haben die 7.65er doch alle ausgemustert, weil die nix getaugt haben.

Aber eines erschreckt mich doch ein bißchen : Anschläge auf Politiker werden doch meist aus Menschenmengen heraus gemacht, also wenn da mal z.B. bei ner Wahlveranstaltung jemand auf Schill schießen sollte, schießt der dann einfach in die Menge zurück, oder was ? Also ich würd mich schon davor hüten zu ner Wahlkundgebung von dem zu gehen, gell :fack:
 

teachdair

Mitglied
Abwehrwaffe

@Nidan:

Das einzige "politikertaugliche" Abwehrmittel was mir in den Sinn kommt ist ein Beutel frischgehackte Zwiebeln, obwohl ihr restliches Tun bringt mir auch die Tränen in die Augen:angry: :hintern: :hintern: :finger:
 
Da ich Herrn Schill gewählt habe, um gegen die "Weicheier"-Politik im Bereich der inneren Sicherheit zu protestieren, bilde ich ihn auf Anfrage gern kostenlos im Messerkampf und im Nahkampf a la Applegate/Fairbairn/Styers aus.
Die Pistole sollte er besser abgeben, denn sonst erschiesst er versehentlich harmlose Passanten. Und ein Innensenator mit gezücktem Kampfmesser macht endlich einmal deutlich, daß er die Verbrechensbekämpfung ernstmeint ! :teuflisch

Als Gegenleistung muß er natürlich die Änderung des Waffengesetzes zu Fall bringen, die einige unserer Babies bedroht !:super:
 
Zuletzt bearbeitet:

luftauge

Mitglied
Das Einzige, was mir in diesem Zusammenhang einfällt:

Politiker müssen sogar einen Waffenschein haben, aber einen nach dem KwKG (Kriegswaffenkontrollgesetz),
nicht für ihre Revolverschnauzen, sondern für ihre Schnellfeuer-Mundwerke:

Sie lügen nämlich alle schneller, als sie Laufen können! :fack:

Gruß Andreas
 

TacHead

Mitglied
Original geschrieben von luftauge
Vielleicht ist es bei ihm auch das Pfeiffen im Walde...

Jau...
Wäre die Pfeife doch im Wald geblieben :fack: Da hätte sie sich mit ihrem Spielzeug gegen gemeingefährliche Eichhörnchen verteidigen können :irre:

Mal im Ernst, gibt es für "besonders gefährdete Personen" (das ist er sicher, aber in anderer Hinsicht :D ) keine Zuverlässigkeitsprüfung? Wenn doch, wie in aller Welt ist er da durchgekommen? :confused:

Bleibt nur zu hoffen dass sich dieser ****** mit dem Ding selbst beseitigt - DAS wäre mal ein Beitrag zur inneren Sicherheit und "politischen Hygiene" :teuflisch
 

luftauge

Mitglied
@ TacHead:

Tja,
ich vermute mal, dass ein Politiker von Volkes Gnaden wohl schon aus dem Grund seiner Wahl und die Bestellung in ein Amt als zuverlässig betrachtet wird...
Aber da er wohl tatsächlich als "besonders gefährdete Person" eingestuft wird, ist wohl eine Zuverlässigkeitsprüfung nicht nötig (vermute ich jetzt mal),
nur ob erst Drohungen gegen diese Person ausgesprochen worden sein müssen, oder ob allein das spezielle Amt der Person die Einstufung schon mit sich bringt, weis ich so nicht.

Aber da ja alle vor dem Gesetz gleich sein sollten, müsste dieses Vorrecht auch allen Leuten zugestanden werde, die tatsächlich (nur ohne Amt) wegen irgendwelcher Prozesse reellen Bedrohungen ausgesetzt sind (Kronzeugen etc.)
...

Gruß Andreas
 

sharky

Mitglied
Mein Resumée

Nach eingehender Prüfung der Sachlage unter Berücksichtigung der Postings (denen ich mich fast allen anschließen kann) fällt mir nur eines ein :argw:: Der Typ kann IMHO nur einen an der Klatsche haben, leider wird sowas vom Volk gewählt ... :confused:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.