Vic Öl

GMG

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Hallo zusammen!

Da ich mein Swiss Champ jetzt als Backup Tool in meiner Umhängetasche stets mit mir führe, habe ich mir ein weiteres SC quasi als Reserve für die Sammlung zugelegt.

Ist heute mit der Post gekommen. Perfekt verarbeitet - wie von Vic gewohnt. Das kommt dann ja direkt gleich samt Schachtel zu den anderen Taschenmessern......dachte ich mir!

Als ich das SC aus der Schachtel herausnahm, sah ich sofort einen braunen Fleck sowohl auf dem Plastikteil auf dem das SC zusätzlich gebettet war als auch auf dem SC.

Mein erster Gedanke war, dass jemand dieses Messer schon mal in Betrieb hatte und es (dreckig) zurückgeschickt hat. Oder Rost?:jammer:

Beim näheren Betrachten und Reinigen der braunen Stellen erhärtete sich bei mir die Vermutung, dass es wohl verharztes Öl sein müsse. Am Messer selbst gingen diese Verfärbungen nach längerem Polieren ab.

Das Messer ist sicher schon länger beim Händler gelegen, weil es noch die alte graue Lupe hat.
Die Werkzeuge waren alle recht gut eingeölt und dort wo der Fleck auf dem Plastikteil war ist womöglich Öl zusammengeronnen.

Meine Frage nun:
Kann es wirklich sein, dass es sich um verharztes Öl handelt? Laut Vic verharzt ja das Vic Öl nicht und ich denke die werden ja vor der Auslieferung auch dieses Öl verwenden. Oder nicht?

Danke schon mal für eure Bemühnungen

Grüße GMG
(PS: Habe die Sufu bemüht, aber keine entsprechenden Infos gefunden!)
 

sakfreund

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Tach auch,

ja, es ist tatsächlich so, wie du es vermutest. Ich habe dieses Phänomen erstmals bei meinem Vic SwissTool Spirit und SwissTool beobachtet, als ich diese nigelnagelfunkelneu out of box nahm.

Bei diesen Tools kann man es bei mir auf den Zangeninnenflächen und aussen an den Gelenkstücken sehen, die mit den Klappgriffen vernietet sind. Durch den Gebrauch ist dieser Belag zwischen den Zangen schon fast weg.

Diesbezüglich hatte ich mal bei Vic nachgefragt, als ich mir auf diesen braungoldigen Schimmer an den erwähnten Stellen anfangs keinen Reim machen konnte. Die Antwort lautete: Dies sei "getrocknetes Schmieröl" - hätte natürlich keinen Einfluß auf die Funktion - aber wem es nicht gefalle, könne sein Vic selbstverständlich zu einer kostenlosen Reinigung einschicken.
Interessant wäre es ja mal zu erfahren, ob Vic bei der Herstellung immer das gleiche Öl verwendet, das auch an den Endkunden verkauft wird oder ob es eben auch Ausnahmen gibt.

Servus
sakfreund
 
Zuletzt bearbeitet:

excalibur

Super Moderator
Servus GMG,über das Öl, welches ab Werk für Transport u. Lagerung verwendet wird kann ich Dir leider nichts sagen. Das Vic Öl das in den kleinen Fläschchen im Handel ist ( hab meins bei Globi gekauft ) hinterläßt solche Spuren nach meiner Erfahrung jedenfalls nicht. Jedoch bade ich meine Messer auch nicht damit, sondern benutze es sparsam ( kein Wunder bei dem Preis ).
Salve Excalibur
 

Phijo

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excalibur schrieb:
Jedoch bade ich meine Messer auch nicht damit, sondern benutze es sparsam ( kein Wunder bei dem Preis ).
Wahrscheinlich ist das selbst Victorinox zu teuer und die benutzen anderes.;)
Bei meinem Swisstool Spirit waren auch solche ablagerungen zu sehen: Wisch und weg.

Es scheint mir aber so, als würde Vic die Multitools auch in diesem Öl baden.
Bei mir musste ich erstmal öfter was vom Zangenscharnier wischen.:irre:
Aber besser gut geölt als garnicht.

Gruß
Philipp
 
Hallo zusammen,

also wenn Öl verharzt, dann sieht das anders aus, nämlich richtig dick und pampig.

Daß das Vic Originalöl gelblich wird hängt zwar in der Tat mit der Umgebungsluft zusammen, und sogar nach längerer Lagerzeit im Flächschen verändert sich die Farbe etwas, aber die Schmiereigenschaften bleiben (weitestgehend) unverändert.

Von daher ist es eben kein Verharzen, sondern lediglich ein unbedenklicher Alterungsprozeß, der angesichts der ansonsten sehr guten Qualität zu vernachlässigen ist.

Grüße
 

GMG

Mitglied
also wenn Öl verharzt, dann sieht das anders aus, nämlich richtig dick und pampig.

Ich habe leider gar nicht daran gedacht Fotos zu machen. Aber der "Fleck" der auf dem Messer und der Unterlage war, der hatte schon eine dreidimensionale Struktur und war "dick und pampig".

Hab mir das Messer heute nochmal genau angesehen. Nirgends sonst ist dieses Zeug zu finden. Das Messer selbst ist, wie geschrieben, gut eingeölt.

Ich kann mir´s nur so erklären: Das Messer wurde für den Verkauf (gut)eingeölt und eingeschachtelt. Schließlich landete es in einem Lager und wurde versandt und wurde wieder auf Lager gelegt. Und irgendwann verrutschte das Messer auf der Kunststoffauflage in der Packung und kam so zu liegen, dass genau aus den Gelenken Öl auf die Kunsstoffauflage tropfte. Da auf dieser Auflage so kleine Häärchen sind (keine Ahnung wie ich das sonst beschreiben soll :confused:-fühlt sich fast ein bischen wie dünner Samt an der wo raufgeklebt wurde...) sammelt sich dort der Öltropfen und kann auf Grund der größeren Oberfläche schneller austrocknen (verharzen?) als zwischen den Stahlteilen im Inneren des Messers. Und so ist mein Messer womöglich Monate oder gar Jahre gelegen und die Pampe hat sich halt verfestigt.

Obiges ist MEINE Erklärung dafür. Ich bin kein Techniker und habe mich bisher eigentlich kaum bis gar nicht mit diesem "Phänomen" beschäftigt außer wenn wieder mal die Kette des Fahrrades vor Ölpampe "gestanden" ist.:steirer:

Grüße
GMG