Verzunderung im Salzbad ?

luftauge

Mitglied
Frage an die Experten :

1. Ist die Bezeichnung korrekt ? - von Beschaffenheit/Aussehen her müsste es.
2. Welches Schleifpapier ist am Besten zum Bearbeiten dieser rauhen, zähen Oberfläche geeignet ?

Hintergrund :
Ich hab es endlich geschafft, zwei 2379er Rohlinge in einer recht nahegelegenen Härterei im Salzbad härten zu lassen, und bin mit dem Resultat voll zufrieden (Hallo Herbert :D :super:).
- mehr verrate ich erstmal nicht, erst bekommt Herbert noch Infos ;)

Die Oberfläche ist jedenfalls mondmässig, und die unsichtbaren Salzreste sind sehr agressiv.
Ich habe
4 Schleifpapiersorten in diversen Körnungen,
3 verschiedene Steine,
Teller-/Bandschleifer,
Naßsscheibe
ausprobiert und war jetzt mit 120er SiC-Papier im 7. Versuch auf Anhieb erfolgreich :haemisch: , gibt es noch besseres Material oder -kombinationen für verschiedene Arbeitsschritte ?

Ich hatte zwar den Hohlschliff mit der Naßscheibe vorgearbeitet, aber die harte Klinge will ich nicht mit Wellen/Riefen versaubeuteln, also Handarbeit mit Papier und Kontur-angepassten Schleifpapierträgern.

Hohlschliff ist zwar umstritten, aber die Rohlinge haben förmlich darum gebettelt :D :steirer:

Gruß Andreas/L
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Hi, Andreas, freut mich, dass es geklappt hat.
Ich habe mit Salzbadhärtung folgende Erfahrung gemacht (mit 1.2842): Rohling war vor dem Härten praktisch fertig gefinished, der braune Belag nach dem Härten ging flott und ohne Probleme mit 600er Papier wieder runter.
Auf jeden Fall ist in Deinem Fall Handarbeit angesagt, vor allem wegen der Gefahr der Erhitzung.
Viel Spaß noch!
 

luftauge

Mitglied
@ Herbert :

Ich werde die Tab-Daten etwas verkürzt mailen, nach den gängigsten Werten, den Text komplett !

Ich habe mit trockenem 280er Naßpapier angefangen, ist nur gerutscht - kaum Abtrag/viel Klumpenbildung - die Oberfläche sieht aus wie Zinkblech, nur dass die Textur(?) nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar ist.
Erst mit SiC ist ein erkennbarer Fortschritt eingetreten !

Die SiC-Streifen (trocken) scheinen für diesen Fertigungsgrad genau richtig zu sein, die Salzkrusten müssen das Schleifpapier nur sehen, um zu verschwinden - und das in sehr kurzer Zeit :p

Herbert: Emil :p !

Gruß Andreas/L
 
Zuletzt bearbeitet:

DeadlyEdge

Mitglied
Hi, Luftauge,
Den Zunder, (fast) egal wie der entstanden ist, kann man normallerweise chemisch erledigen, oder?
Gruß,
Martin
 

luftauge

Mitglied
Hallo Martin !

Jo, denke ich schon, Säure mit Lauge neutralisieren, soviel hab ich aus der Schule behalten, ansonsten hab ich's nicht so mit Chemie.
Man hat mir die ganzen Öfen mit den Salzen erklärt, nur war ich so begeistert, dass ich mir Nichts gemerkt habe :glgl: :irre: :D , später habe ich auch nicht mehr nachgefragt, werde ich aber sicherheitshalber nachholen.

Gruß Andreas/L
 

luftauge

Mitglied
Ich greife diesen thread mal wieder auf, weil ich heute den Grund für die Verzunderung und die schlechte Oberfläche erfahren habe:

Die ersten 2379er sind in Natriumnitrid abgeschreckt und angelassen worden, Oberfläche wie eine Mondlandschaft -
heute habe ich wieder einige Klingen abgeholt, diesmal wurden sie in Bariumchlorid abgeschreckt und angelassen,
Oberfläche gleichmäßig graubraun, aber fast glatt !

Gruß Andreas
 

herbert

MF Ehrenmitglied
Aha, das erklärt so manches. Hätte mich sonst gewundert.
Ich schau mal, ob ich eine Liste zusammenkriege mit gängigen oder optimalen Härtesalzen.