Vergleich von Randall #1-Clones mit Original

Jake Cutlass

Mitglied
Liebe Messergemeinde!
Lasst mal Eure Meinung hören: welches Messer schneidet am besten ab:

- Randall #1-7" mit 01-Klinge
- Cold Steel Classic R1 mit AUS 6A-Klinge
- Black Jack #1-7" Fighter mit 52100-Klinge (? Marco)
- was gäbe es sonst noch :confused: :confused: :confused:

bezüglich Schneidleistung, Verarbeitung, Preis/Leistung usw. usf.
Es bedankt sich im voraus:
Jake C.
 

Jake Cutlass

Mitglied
Hallo Hanniball8, danke für Deinen Post,
ich habe u.a. das CS R1 und ein Randall #14 und finde eigentlich beide toll.

Das CS hat mich damals ca. 50% des Randall #14 gekostet (260,- DM/ca. 600,- DM; 1998) und ich finde die Verarbeitung echt super... :super:

Bitte noch viel mehr Meinungen!
Jake C.
 
Hallo zusammen,

Ist gar nicht so einfach zu sagen. In punkto Verarbeitung ist es mit Sicherheit das Randall, das führt (muss ich als Blackjack-Dealer leider zugeben, das tut weh). Aber ob ein hartgeloetetes Parierstueck oder die wirklich schoene Lederscheide den doppelten oder dreifachen Preis rechtfertigen muss jeder selber entscheiden.
Fakt ist: Randalls sind gute Messer und top verarbeitet.

Das Cold Steel kenne ich nur von Bildern, die Cold Steels die ich hatte (Black Bear Classic, Trailmaster) waren von der Verarbeitung aehnlich wie meine Blackjacks. Von der Schneidleistung wird das Cold Steel hinter Randall und Blackjack liegen, es hat den "schlechtesten" Stahl.
Meine Meinung zu Cold Steel: Frueher einige gute Messer, heute eher absteigende Qualitaet. Aber Super Werbung und eindrucksvolle Tests, nach dem Motto: jeden Morgen steht ein Dummer auf.

Blackjacks sind halt von der Verarbeitung her nicht so auf Vitrine getrimmt wie die Randalls, sind halt User-knives ohne Schnoerkel, das sollte eiem schon klar sein. Im Bezug auf die Schneidleistung setze ich auf Blackjack. Erstens ist der ballige oder konvexe Schliff superscharf und durch die spezielle Geometrie auch robust und zweitens ist der 52 100 der hochwertigste Stahl in dieser Auswahl.

Vielleicht kann ich ja mal einen Test arrangieren wenn die neuen 7 inch Blackjacks da sind, denn mich bewegt schon seit jahren die Frage: was ist dran am Mythos Randall made Knives?

Gruß,

Marco
 

Jake Cutlass

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Hi Marco,
danke für Deinen Post! Mal gucken, wenn die 7"-Fighter da sind könnte ich ja vielleicht auch noch mal zuschlagen, dann aber vielleicht mit Hirschhorn- oder Holzgriff (jibt et dat?) :confused: (ich hab noch ein spanisches "Halcon" mit Ledergriff, das wohl auch vom Randall #1 inspiriert ist, und möchte gerne was verschiedenes...)

Beim CS R1 ist die Parierstange auch hartgelötet aber im Gegensatz zu Randall nicht aus Neusilber, sondern Stainless (300er), die Lederscheide ist sehr gut verarbeitet und mit Mr. Gutchers Randall-Scheiden IMHO vergleichbar. Der Klingenstahl AUS 8A entspricht meines Wissens dem 440B, der ja auch von Randall bei den Stainless-Modellen verwendet wird, kann also nicht völlig unbrauchbar sein... :argw:
Von dem Konvex-Schliff hat man ja Wunderdinge gehört: z.B. in Knives 97 vom jetzigen Black Jack Firmenboß Ken Warner, der die Black Jack Messer als die schärfsten Fabrikmesser bezeichnet hatte; wollen mal sehen obs dabei bleibt...

Wer hat noch ne Meinung???
Es freut sich darauf
Jake C.
 
Ich kann den konvexen Schliff jedem empfehlen, der sein Messer nutzt. Gleich ob auf der Jagd (besonders fuer's abschwarten von Sauen) oder im Outdoorbereich. Ich denke nicht umsonst schwenken viele renomierte Messerfirmen (u. A. Fallkniven oder Busse in modifizierter Form) wieder auf einen konvexen Schliff um.

Ken Warner hat mit seinem Ausspruch in der 97er Knives meiner Meinung nach recht (damals war er sogar noch nicht voreingenommen und ohne persoenliches Interesse an Blackjack:) ). Die Blackjacks sind die schaerfsten Fabrikmesser, out of the box, die ich jemals in Haenden hatte.

Was die neuen 1-7er angeht, wird es wohl wie bei den 1-5ern mit Leder und Micarta anfangen (auch gleich als Subhilt-Version).

Gruss,

Marco
 

Slick

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Dazu nur eine Anmerkung: Die BlackJack Fighter haben eine eine klinge aus 1095 Stahl nicht aus 52-100( das sind die Trailguides )
und dieser Stahl ist zwar nicht schlecht Aber bestimmt nicht So gut wie der 01 von Randall.
 

Odin

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Ich denke das kommt zunächst mal auf die wärmebehandlung des stahls an.
Da kann die anfangsqualität von einem stahl ziemlich egal sein wenn nachher bei der wärmebehandlung geschludert wird. nun will ich das beiden herstellern hier nicht unterstellen, aber das ist ein sehr wichtiger punkt in der endleistung des stahls.
 

Slick

Mitglied
Bei der Wärmebehandling würde ich jetzt allen 3 Herstellern mal unterstellen das sie wissen was sie tun.
 

zorro_43

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Bei der Wärmebehandling würde ich jetzt allen 3 Herstellern mal unterstellen das sie wissen was sie tun.

Sicher, aber es gibt beim Härten ja nicht "Richtig" und "Falsch" sondern "Sehr Gut" und "Gut".

Ausserdem wird fast überall mal geschlampt, gerade wenn mans am fertigen Produkt nicht sieht. Und das passiert bei manchen Firmen halt öfter als bei anderen.

Die Klinge aus dem "schlechteren" Stahl kann also nach der Wärmebehandlung das bessere Messer abgeben, muß aber nicht.

Das Problem ist doch immer, dass man's nicht sieht.

Zorro
 

Knifecollector

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Randall/Cold Steel/BlackJack

Hallo Zusammen!

Ich habe jedes der hier aufgeführten Messer in meiner Sammlung.

Von der Optik und der Verarbeitung bevorzuge ich das Randall #1.

Jedoch sind auch CS und BJ gut verarbeitet.Nur die Scheiden von CS

und BJ können denen von Randall nicht das Wasser reichen.Habe mir

aber bei Greg Gutcher neue Scheiden für CS und BJ bestellt.

Gruß Ralf
 
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Nidan

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Balliger Schliff ??

Also ich hoff ich gleit hier nicht in`s OT ab, aber wie schaut es denn mit dem balligen Schliff bei den Black Jacks mit dem selber Nachschleifen aus ? Ich stell mir das fast als unmöglich vor !

Bitte korrigiere mich Marco :cool:
 

zorro_43

Mitglied
Hi Nidan!

Dazu hats doch bei Fällkniven schon endlose Diskussionen gegeben.

Es gibt durchaus möglichkeiten das auch ohne Bandschleifer zu machen.

Nur mit dem Lansky klappts halt nich!

Zorro
 

Jake Cutlass

Mitglied
Liebe Mitsammler und sonstige Messerfreaks,
erstmal, wie immer, vielen Dank für Eure Mühe hier zu posten, es freut mich, wenn mein thread auf etwas Interesse stößt.

@slick/odin/zorro_43: bzgl. des Stahls der Fighter von BJ war ich mir auch nicht ganz sicher, Marco meint es wäre 52100, aber es stimmt natürlich, daß die Wärmebehandlung den Ausschlag gibt und das man dieses dem Messer nicht ansehen kann, daher interessiert mich ja hier die Meinung der Gemeinde... vielleicht gibts ja auch Erfahrungen aus der Einsatzpraxis :confused:

@knifecollector: wie Du weiter oben lesen kannst finde ich die Scheide des CS durchaus annehmbar, z.B kein Vergleich mit der Scheide des o.a. "Halcon"-Messers, die ist ne echte Grotte...
Übrigens... wäre nett, wenn Du Greg Gutchers Adresse kurz veröffentlichen könntest (es sei denn, sie stünde hier irgendwo), Marco Stanzel wäre auch daran interessiert, ich hatte sie mal, aber finde sie u.U. nicht mehr wieder... (sonst frage ich mal Big Brother Google...) :steirer:

@nidan/zorro_43: das mit dem Schliff habe ich mich auch schon gefragt, als ich in KNIVES 97 davon gelesen hatte. Allerdings würde ich erwarten, daß das Messer scharf geliefert wird. Bei mir wenigstens landet es in der Vitrine und wird nur ab und zu bewundert... davon wird wohl kaum stumpfer ;)

An alle, die eins oder mehrere dieser Messer ihr eigen nennen dürfen: seid Ihr nicht auch wie ich der Meinung, daß die Dinger echt super austariert sind? Sollte ich jemals in ein Messerduell verwickelt sein, würde ich mir wünschen, so ein Messer an meiner Seite zu wissen (vorausgesetzt, ich kann nicht wegrennen, die Behörden alarmieren oder auf ne Distanzwaffe zurückgreifen) :hehe:

Nur weiter so, keep 'em sharp, babe
es grüßt Jake C.
 
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Slick

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Oh, noch was zu den Randalls, die sind am Rücken auch scharf, ich weiß nicht wie das mit CS ist, aber die BJ sind auf jeden Fall stumpf...
Für nen Fighter ist scharf wohl besser..
Obwohl ich dann das Randall Mod. 2 vorziehe:hehe:
 
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Jake Cutlass

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CS R1

Slick,
mein CS R1 ist auf einer Länge von 70mm am Rücken scharf angeschliffen (rein zufällig lags hier neben mir :D ).

Randall hat das #1 während des 2. Weltkriegs als Kreuzung zwischen Kampf- und Gebrauchsmesser und das #2 als reines Kampfmesser entworfen. Insgesamt ist die "Kompromißlösung" #1 IMHO für Soldaten wohl die bessere Wahl, da sie damit ja nicht nur kämpfen sondern alles mögliche anstellen werden...

Ich als alter Bowie-Fan (s.u.) ziehe das #1 (CS R1) jedem Dolch vor, obwohl ich Gerbers Mk II, das Fairbairn-Sykes und das Fairbairn-Applegate (danke Odin!) in der Sammlung habe! :haemisch:

Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen...

Gruß Jake C.
 
Wow, ist ja richtig was gegangen hier,seit ich ads letzte mal reingeschaut habe.

Also noch paar Facts:

Stahl: Alte Fighter 52 100, der neue wird aus 1095 cryo tempered sein.
Alte Trailguides A 2 (gemein scharf), neue aus 52 100.

Schliff: Ich behaupte mal ist wie bei sovielen Sachen nur Uebung, mir faellt es mittlerweilen leichter konvex mit einem Stein zu Schleifen als einen Flachschliff zu machen (nehm' ich immer noch mein ueberarbeitetes Lansky)

Scharfer Klingenruecken: Hat Blackjack jetzt auch bei dem Trailguide III.

@ Knifecollector: Schoen das Du wieder online bist, Ralf. Demnaechst auch Ek's bei mir. Produktion in U.S.A. laeuft schon. Erstes Modell wird der klassische "Pig-Sticker" sein (allerdings aus D 2 Stahl mit Paracord).

Gruss,

Marco
 
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