Verbesserungsvorschläge

eisensack

Mitglied
Böker fehlt die konsequenz.Z.B. Böcker Ti CPMV,welcher andere Hersteller bietet ein Einhandmesser ohne Clip an?Beispiel Super Liner Ti-Carbon,warum sind die Platienen und der clip nicht auch aus titan?Außerdem ist der Clip zu weit in der Mitte,wenn man sich für ein so kleines Messer entscheidet,dann doch weil man ein dezentes,unauffälliges messer sucht.Wenn man sich so ein Messer an die tasche clipt sieht es größer als ein Socom Elite aus.Böker sollte altes mit neuem verbinden.Warum nicht ein Einhandmesser(mit Clip!)und Hirschhorn.Das BFT-2 (Walter Brend mit Cocoboloholz) ist meiner meinung der richtige Anfang.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Primär sollte sie einfach erstmal die Qualitaet verbessern und auch alternativ zu dem ganzen anderen Kram hochwertige Messer anbieten. Damit werden Sammler gluecklich und das ganze ist labsal fuers Image. Wie ich schon mal gesagt habe, auch wenn sich hochwertige Messer nicht direkt rechnen sollten, eine Firma mit einem klangvollen Namen in einer fuer Messer weltbekannten Stadt sollte auch ein wenig Ehrgeiz entwickeln.
Und wenn das mit dem Stanzen nicht klappt, sollen sie halt bei mir ne Highspeedkamera kaufen dann sehen sie auch warum das so ist - ich habs bei denen schon probiert, die wollten nicht - ich kann nix dafuer. :ahaa:

Zum Design: Ich finde die Modelle Walker/Brend/Tactical Liner eigentlich recht gelungen, das Speedlock mit Abstrichen (finish sieht irgendwie billig aus). Wenn da die Verarbeitung durchgängig besser wäre, sind das schonmal keine schlechten Messer. Keine Knueller, aber schon nicht schlecht. Die Preise sind ja soweit auch ok. Was eben jetzt noch fehlt, wären ein paar freche/neue Designs mit durchgängig guter Verarbeitung und Materialien (CPM/ATS/440C, titan, carbon) .

Damit man dann mit den US Messern mithalten kann, fehlt halt noch das entsprechende Marketing. Sagen wirs mal so, wenn Böker in einem Video mit nem Tactical Liner 2000 Busse Messer zerschnippelt und das Messer danach noch rasiert, dann haben sies begriffen :steirer:.

BTW, die Jadnicker und die Integralmesser, die ich bisher in der Hand hatte, waren fuer den Preis hervorragend gemacht.


Gruesse
Pitter
 

eisensack

Mitglied
Potential ist vorhanden aber es wird nicht richtig eingesetzt.Böker hat das ideale Material für Neckknife(Sintered Titanium)aber sie benutzen es nur für Küchenmesser.Leicht,amagnetisch,nicht allergen,rostfrei und schnitthaltig.Neckknife sind zur zeit sowieso der Renner,wenn Böker die Profis (uns) gefragt hätten,hätten sie schon längst es im Programm.
 

Nidan

Mitglied
Ich hab gerade den neuen Magnum-katalog bekommen und mich gleich wieder geärgert. Kann man denn keine vernünftigen Materialien verwenden ????

1) Magnum Collection 2001 : ein wirklich hübsches Messer, aber wieso denn nur ne poplige 440 A - Klinge, bei dem Preis müßte doch auch 440 C drin sein. Und hat das Messer eigentlich den Chisel-Grind, wenn ja , bitte auch ändern.

2) Piranha (Seite IV) : auch nicht häßlich aber nur 420er !!! Knn man da den Preis nicht ein bißchen höher machen und dafür nen vernünftigen Stahl verwenden ? Wirklich schade um das hübsche Design von Dietmar Pohl !
 

TacHead

Mitglied
Zuallererst sollte Böker die Fertigungstoleranzen und die Qualitätskontrolle verbessern - bevor sie es nicht schaffen, ein vernünftig dickes und haltendes Lock zu machen kann man leider auch mit einem so schönen und von den Materialien her guten Messer wie dem Walter Brend nichts anfangen. :(

Dann ist da immer noch die Marketingstrategie, die mir im Magen liegt: aggressiv wirkende Messer mit einer aggressiven Sprache, die vor allem angeknackste Egos anspricht, an (zum Teil) potentiell aggressive Leute verticken paßt mir einfach nicht und ist nicht unbedingt geeignet, Messern und ihren Sammlern/Benutzern einen besseren Ruf zu verschaffen. :boes:

Das muß doch auch anders gehen, andere Großfirmen wie Herbertz schaffen es ja auch. Marktwirtschaft (übrigens: wir haben in D eine soziale, keine freie) hin oder her, manche Zielgruppen sollte man nicht bedienen.

In diesem Sinne: gute Besserung!
 

crashlander

Premium Mitglied
Das mit den Locks ist denke ich ein Hauptproblem. Der Copperliner den ich mir hab schicken lassen ging sofort wieder zurück. Der Liner Lock hatte nicht mal ein Kügelchen im Liner um die Klinge in geschl. Zustand festzuhalten. Und gwackelt hats auch ziemlich.

Der Brend BTF 2 gehört vom Aussehen zu meinen Lieblingsstücken, aber der Lock ist wieder dermassen schlecht... wenn man die Klinge relativ schnell aufschnappen läßt, kriegt man den Liner kaum mehr runtergedrückt, so fest klemmt der sich. Und die Backen sind auch nicht gerade perfekt eingepasst.
So leid es mir tut, ich fände es sehr schön wenn eine traditionsreiche Firma wie Böker in der Oberliga mitspielen würde, aber mit diesen Messern ist das einfach nicht drin.

Es gibt natürlich auch Lichtblicke. Der Look-Folder (ist wohl so ne Art Klassiker bei Böker) sieht wirklich gut aus und ist auch einigermaßen verarbeitet. Aber den gibts jetzt auch schon ein paar Jahre. Man kann sich halt nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen.
 
Nicht das ich das einem Durchschnitts-Magnumkatalogbesteller empfehlen würde/zutrauen würde aber man kann bei Böker Messern durch geringfügige Modifikation die (eigentlich ja schon bezahlte aber nur nicht gelieferte) Qualität erheblich verbessern.

Ich hatte mir vor Jahren mal ein Speedlock mit den Thujaholz Einlagen gekauft. Damals fand ich das noch toll aber je mehr Messer bei mir dazu kamen und je mehr ich nicht mehr Böker-Ware gekauft habe, desto mehr rückte das Speedlock in den Hintergrund bzw. verschwand irgendwann (ebenfalls bereits vor Jahren) in ner dunklen Schublade.

Aufgetaucht ist das dieses Jahr wieder als ich umgezogen bin. Seitdem lag es in einer weniger dunklen Schublade...

... bis ich dann neulich plötzlich die Idee hatte das Teil mal etwas zu "tweaken". Die beiden Hälften des Alugriffs z.B. passten auch bei angezogenen Schrauben einfach nicht zusammen - eine deutlich sichtbare Lücke war immer auf dem Griffrücken. Ich habe also das Teil zerlegt und erstmal das Grauen gekriegt. Wie mir schien haben die die Alu-Gussteile nahezu unbearbeitet zusammengefrickelt. Ich habe auf den Innenseiten also gleichmässig etwas Material weggenommen und schon war die Lücke weg. Das Klingenspiel übrigens auch...:ack: Und was mich wirklich wundert ist das ich jetzt(im krassen Gegensatz zu vorher) die Klingenachsenschraube fest anziehen kann ohne das das Messer nicht mehr feuert. Mechanisch also eine echte Verbesserung. Das Ding macht jetzt obwohl die Feder viel schwächer ist als z.B. bei nem UDT ziemlich selbstbewusst "SCHWOCK!" wenn's aufgeht und wie gesagt wackelt da auch nix mehr.

Step 2 war eine Schönheitskur. Das Messer besitzt ab Werk in meinem Finish mit den Thuja-Einlagen ein eher mässiges Oberflächenfinish (kann nur für meins reden - vielleicht ist es ja mitlerweile besser geworden): Die Oberfläche besitzt neben quer laufenden Riefen auch gelegentlich "Pocken" (so wie Aknenarben...) die wohl beim Giessen(?) entstanden sind. Ich hab also das Ding abends beim Fernsehen und bei abwesender Freundin gemütlich mit Schmirgel zu bearbeiten angefangen. Erst etwas gröber um die Macken schnell wegzukriegen, später immer feiner werdend bis 1200er Körnung. Im Anschluss daran noch mal mit der guten Autosol-Chrompolitur drangegangen und fertig war das Finish (zumindest das des Aluminium). Durch das ganze geschmirgel und die Poliererei war das Holz etwas abgedunkelt aber da konnte ich mit nem Scheuerschwamm vorsichtig Abhilfe schaffen und die Maserung kam wieder voll raus. Als Letztes habe ich noch mit nem Skalpel hervortretende Kleberrückstände vom Kleber der das Holz im Griff fixiert abgeschnitten. Komischerweise arbeitet entweder das Holz oder der Kleber denn nach einiger Zeit (das Messer ist bestimmt seit 5 Jahren in meinem Besitz) kommt immer wieder ein Rand am Übergang Holz/Alu zum Vorschein.

Fazit: Das Messer sieht jetzt echt toll aus und funktioniert auch mechanisch sehr gut. Der Arbeitsaufwand für mich ohne professionelles Werkzeug und natürlich entspannter als in einer Arbeitsumgebung weil in meiner Freizeit belief sich auf etwa 2 Stunden.

NUR:Wieso muss man bei einem Messer das mitlerweile bei Böker 200 Mark kostet (und das ohne die 440C Klinge die meins hat) noch nacharbeiten? Schliesslich ist im Katalog nicht von einem Bausatz die Rede...:argw:
 

Schütze BUM

Mitglied
Schön wäre, wenn sich die Bökerleute nicht nur aus dem Verborgenem das MF beobachten, sondern sich aktiv an dem hier stattfindenden Gedankenaustausch beteiligen würden.
Sicher wäre es auch nicht falsch, wenn Böker als Sponsor des MF hervorträte.
 
Original geschrieben von Michael S
Schön wäre, wenn sich die Bökerleute nicht nur aus dem Verborgenem das MF beobachten, sondern sich aktiv an dem hier stattfindenden Gedankenaustausch beteiligen würden.
Sicher wäre es auch nicht falsch, wenn Böker als Sponsor des MF hervorträte.

Ja sowas könnte man dann "PROAKTIVES Verhalten" nennen. Das hier genug Bekloppte sind, die auch schon mal gerne den einen oder anderen Tausender unter die Leute bringen dürfte selbst einem passiv mitlesenden Böker-Azubi klar sein.
Allerdings auch das man die MF Leser nicht so abzocken kann wie die Katalogkunden (die ja scheinbar die stille Mehrheit bilden).
Nur sollte Böker klar sein das in unserem Zeitalter der sich exponential weiterentwickelnden Informationstechnologie auch HEUTIGE KATALOGKUNDEN früher oder später den Weg ins Internet finden, dem Ort wo man sich fast kostenlos mit Bildung und Preisinformationen versorgen kann.
Wenn die zukunftsorientiert dächten würden sie uns nicht als aufmüpfige Minderheit betrachten sondern als den harten Kern einer ständig wachsenden Gruppe von (bereits verlorenen?) Kunden.
Und dann würde ich als Verkaufsleiter 1+1 zusammenzählen und den Dialog mit den Querulanten suchen um herauszufinden ob es nicht irgendwas gibt was beiden Seiten einen Vorteil bringt.
Ich mein hier sind ja genug Leute die einen Teil der Böker-Eigenkreationen nur deshalb nicht kaufen weil die ewig 420er Dreck verbauen oder weil die Spaltmaße sind wie bei meinem ersten Alfa Romeo von 1987... ich klammere mich da nicht aus. Hab oft genug schon schicke Sachen gesehen die dann die s/n 001 hatten und deshalb vermutlich wirklich handmade waren aber ich kauf's nicht nur wegen den teilweise (oder eher oftmals) überhöhten Preisen nicht, sondern weil ich weiss, dass das Messer was ich dann bekäme, nicht so gut sein wird wie das, was im Katalog zu sehen ist.
Von importierten Markenmessern a la MT rede ich mal bewusst hier nicht, denn das ist nicht die (ungenutzte) Stärke einer Firma mit Historie wie sie Böker ist. Anderer Leute Zeug importieren kann jeder und je kleiner der Wasserkopf ist desto besser der Enduserpreis. Die sollen mal lieber back to the roots gehen und versuchen den Qualitätsansprüchen von uns hier dauerhaft zu genügen und damit meine ich keine getweakten Testobjekte (wie's in der PC Industrie halt oft gemacht wird).

Und wenn hier im Böker Forum oder bei den Test's mal was anderes drinsteht als (berechtigte) Kritik, dann könnten die als Step 2 auch mal über Sponsoring nachdenken. Direkt sponsern würde nichts bringen weil's a) nichts an unserer Meinung ändern würde und man b) schnell eine finanzielle Abhängigkeit hineindeuten könnte. Wie lange würde sich das MM wohl noch verkaufen, wenn denen aufgrund absolut miserabler Tests auf einmal die Böker-Werbeanzeigen ausgehen würden?
 
Zuletzt bearbeitet:

luftauge

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Marketing - Gewohnheit

Möglicherweise liegt das Problem wo ganz anders, nämlich an der typisch deutschen Angewohnheit, "alt bewährtes" beibehalten zu wollen, nur um nichts verkehrt zu machen.

Ein Amis hat ne Idee, geht zur Bank / sucht einen Partner und fängt an - hier wird Innovation totgeredet und die Person wird als Spinner oder Weltverbesserer wieder nach Hause geschickt, mangels dosierter Risikobereitschaft der entscheidenden Leute.

Selbst wenn es um Qualität geht, wird eingleisig gefahren.
Nur um Eure Kritikpunkte an B**** besser zu verstehen, habe ich einen örtlichen Händler und bei Kettner gefragt, wie es in deren Läden mit B.-Ware läuft.

Antwort 1 (örtlicher Händler):
... wir bestellen nur das eine Modell, die anderen will niemand... (vermutlich Speedlock)
Antwort 2 (Kettnerfiliale):
... die Klappmesser bieten wir hier erst gar nicht an, aber die Feststehenden sind gut und werden gerne genommen ... (u.a. Arbolito)

Einerseits kaufen die meisten Kunden bestimmt nur mit Augen, Ohren und Portmonnaie und dann erst mit Verstand, weil B. eben eine deutsche Traditionsmarke ist, und das wiederum ist kein Grund für die Macher, etwas zu ändern, da der Laden ja läuft.

Aber andererseits ist es mir unverständlich, warum B. in USA einen so guten Ruf haben soll, wenn die Qualität nur Mittelmaß ist. Ich denke dabei an die Produkthaftung. :staun:
... oder gibt es hier nur das, was in USA als Ausschuss nicht verkauft werden darf ? :staaun: (die Frage ist ernst gemeint!)

Gruß Andreas/Luftauge
 

Rolf

Mitglied
Hallo zusammen
Ich schaue mir jetzt seit Solingen diese Böcker Diskussionen an.
Dort versprach H.Pohl: Es wird sich was ändern, was im einzelnen wurde in einer kurzen Zusammenfassung von mir unter dem Thema "Solinger Messertage" geschildert.
Es tut sich aber leider gar nichts und ich komme immer mehr zu dem Schluß, man sollte dieses Thema und die Firma an Akte legen.
Wer sind wir denn? Das wir dieser Firma mit guten Ratschlägen hinterherlaufen. Wir wollen denen nichts verkaufen sondern die uns.
In diesem Sinne
Gruß Rolf