Unbekanntes Messer vom Haller-Stahlwarenhaus

eckesax

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Hallo,

vor einigen Jahern hatte ich einen Sonderprospekt des Haller Stahlwarenhauses in der Hand, auf dessen Rückseite ein Messer abgebildet war, über dessen Mechanik ich gern mehr wüsste.

Es handelte sich dabei um ein relativ kleines Taschenmesser mit ca 7 oder 8 cm langer Drop-Point Klinge, Messingbacken und grüner Beschalung. Das Besondere an dem Teil war, dass es am Griffrücken offen war. Man schob die Klinge (mittels einer geriffelten Daumenauflage) zum Öffnen nach vorn. Ich habe das Teil nie in der Hand gehabt, immer nur in dem Prospekt gesehen. Was mich interessiert ist, wie verriegelt das Teil und wie entriegelt man es ? Gibt es Literatur über solch ungewöhnliche Taschenmesserkonzepte ?

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Gruß

Ralph
 

Odin

Mitglied
Ich glaub das Cold steel emrgency rescue Knife (oder so) hat das selbe prinzip.
Ist glaub ich nicht so stabil.
 

Vogel75

Premium Mitglied
Von der groben Beschreibung her würde ich sagen, daß es sich um ein Benchmark Rolox handelt. Wurde früher über die Fa. Gerber vertrieben, deshalb auch im Haller-Katalog als damaliger General-Importeur. Die Verriegelung hab ich nur von außen gesehen, sieht aber aus wie ein Lockback, nur daß der Riegel auf der Vorderseite des Griffes angebracht ist. Für nähere Aussagen muß ich erstmal in meine "Bibliothek" gehen und ein paar Seiten lesen. Ich hab noch ein Original-Prospekt von Benchmark da, vielleicht finde ich ihn gleich. Ich schreibs dann hier rein.

Gruß Sascha
 

judge

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Oops, da hast du recht. War mir nicht ganz sicher mit dem Fabrikanten, hab mir aber eingebildet es war Puma. Danke für die Berichtigung.

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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco
 

judge

Mitglied
Puma hatte auch mal so ein Ding im Angebot, vielleicht war´s das. Keine Ahnung, ob es das Messer noch gibt. Man verschob die Griffschale, um den Schlitz (entlang der ganzen Platine auf einer Seite) zu entriegeln. Wenn die Klinge mit einem Knopf, der durch den Schlitz ragte, herausgeschoben war, kam die Griffschale wieder in die ursprüngliche Position, und das Messer war verriegelt. Merkwürdiges, etwas ungewohntes System.

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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco
 
hi ralph!
ich habe ein altes originales benchmark messer(ca25 jahre alt)stahlrahmen mit cocobolo holzschalen. öffnen folgendermassen:
druck von oben auf die geriffelte stelle am ende der klinge.diese kippt mit der spitze nach vorne oben aus dem griff um ca 10 grad heraus.dann schiebt man die klinge mit dem daumen nach vorne aus dem griff heraus.am ende der führung nach vorne kippt die klinge wieder in die waagerechte position und verriegelt.
zum zurückschieben der klinge entriegelt man die arretierung hinten an der unterseite des griffes ,die klinge kippt wieder um ca 10 grad und man schiebt die klinge mit daumen und zeigefinger im zangengriff nach hinten in die endposition.die klinge kippt dann in die waagerechte zurück und arretiert im griff.gefährlich ist es nur wenn man ungeübt drangeht und das messer mit den fingern umschliesst während man die klinge vorschiebt.wenn der zeigefinger zu weit vorne liegt schneidet man sich unweigerlichin die innenseite des 2.zeigefingergliedes.ich hoffe die vorgangsbeschreibung ist verständlich genug und ich konnte helfen.