Tutorial - Romisen RC-C5 goes XP-G - Einsteigermod

Palladin

Mitglied
Hast Du mal versucht, den Treiber direkt ans Alu zu löten ? :D

Genau darum geht es, eine vernünftige Masseverbindung des Treibers
Und diese läßt sich halt günstig und zuverlässig durch ein festlöten bewerkstelligen. Der Ring ermöglicht dieses löten.

Die Bedeutung dieser Masseverbindung sollte man nicht unterschätzen.
Wenn die Lampe in den unteren Stufen flimmert würde ich auch gerade da (neben der Tailcap) unbedingt mal nachschauen.
 

joering

Mitglied
Wer Probleme hat das LED-Board abzuhebeln (insbesondere wenn eine Wiederverwendung geplant ist) sollte es mal mit heissem Lötfett probieren, dieses löst das Chinasilikon an, nach einigen Minuten lässt sich das Board dann recht leicht lösen.
Fragt nicht woher ich das weiss...:glgl:
 

spearo

Mitglied
Hallo zusammen die Lampe funktioniert seit 4 Monaten ohne Probleme mit günstigem Zahlmann Wärmeleitkleber . Der Umbau ging problemlos vonstatten . Gratulation und Danke für diese tolle Umbauanleitung.:super:

Ich hätt da mal noch ne Frage :

Funktionieren auch 2x cr 123A mit je 3,7 Volt auf `` Dauer`` mit dem Treiber oder eher nicht?

Mich hat´s gejuckt und dann habe ich es einfach mal ausprobiert ,kaputtgegangen ist nichts und etwas heller wurde es auch.:hehe:

Was meint Ihr dazu Lg.Spearo
 

Palladin

Mitglied
Gegenfrage: Wieso unbedingt die Verrecklinge mit der bescheidenen Kapazität?
Funktionieren auch 2x cr 123A mit je 3,7 Volt auf `` Dauer`` mit dem Treiber oder eher nicht?

Nein, und es macht auch keinen Sinn.
Linearregler wandeln alles an Spannung oberhalb 3,7V in reine Wärme um.
Die Treiber eignen sich daher lediglich für 1 x LION Stromversorgung, sonst für rein gar nix.
Wenn die Spannung stimmt, sind sie allerdings günstige, robuste, sehr effiziente Treiber.


und etwas heller wurde es auch.
Höchstens wenn der Treiber anfing zu glühen :glgl:
 

spearo

Mitglied
Halli hallo ,
die Lampe leuchtet immernoch, und das sehr lange.
Mir ist heute allerdings einer von meinen blauen Protected Ultrafire 18650er Akkus kaputtgegangen ,er fuktionierte garnicht mehr ,
da habe ich einfach die Isolation abgemacht und den Pcb
abgeknipst, neu isoliert und siehe da er läuft wieder...

Im Anschluss daran stellte sich nun folgende Frage:
``Kann ich eigentlich Unprotected 18650er Akkus mit dem eigebauten PCb verwenden ohne das diese auf Dauer kaputtgehen , oder sich die Lebensdauer eklatant verkürzt?``

Ich verwende zb. bei meiner Fenix P1d CE auschliesslich Unprotected 123er , da in dem Pcb der Lampe eine Schutzfunktion intigriert ist wie ich in mehreren CPF .Foreneinträgen lesen konnte und die eben einen solchen Betrieb zulässt .

Besitzt der Linearregler von KD. auf dem Board eine ebensolche Funktion oder nicht ?

MfG. Spearo
 
G

gast

Gast
Die P1D besitzt eine Akku-Schutzfunktion? Ist mir neu. Die ist doch für 3V Primärzellen ausgelegt. Oder?
 

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
@spearo:

Die Treiber haben eine low-batt Warnung bei 3V (unter Last).
Das Licht blinkt mehrfach und schaltet dann auf low.

Zuvor bemerkt man aber deutlich, dass die Helligkeit nachlässt.

Nachlassende Helligkeit sollte das Signal sein, den Akku zu wechseln.
Blinken und runter schalten das letzte Signal, den Akku nicht zu quälen.

In Notfällen kann man mit low noch etliche Minuten Licht haben, schadet aber dem Akku.


Akkus ohne Schutzschaltung dürfen nur in Ladern verwendet werden, die zuverlässig nicht überladen.



Heinz


Die Fenix P1D (CE) hat keinen Schutz gegen Tiefentladung von LIR16340.
Der Betrieb mit LIR16340(3,7V) ist zwar möglich, aber nicht empfehlenswert, da die Lampe thermisch überfordert wird.
 

Palladin

Mitglied
Tailcap Zerlegen / öffnen / aufschrauben:

Tailcap Zerlegen / öffnen / aufschrauben:

Das Thema hatte ich oben ausgelassen, für diesen Mod ist ein Blick auf den Clicky entbehrlich.


Da die Frage aber regelmäßig im Forum auftaucht, hänge ich das Thema hier mal ran :)

Grundsätzlich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, man braucht halt ein Werkzeug mit zwei passenden Stiften die in die Bohrungen des Ringes greifen um diesen abzuschrauben.
Die vorgestellten Werkzeuge sind daher nur exemplarisch zu verstehen.

Wichtig ist nur, daß die Stifte ordentlich greifen und sich nicht verbiegen, ansonsten sind unschöne Kratzer vorprogrammiert.

Manchmal sind die Bohrungen arg schmächtig ausgeführt.
Wer sich das sauber zutraut, sollte mit dem Gedanken spielen, die Bohrungen etwas zu erweitern und/oder zu vertiefen.

Mittlerweile finden sich insbesondere bei Markenherstellern auch mehr und mehr Linksgewinde in der Tailcap.
Wenn sich der Ring ums verrecken nicht lösen läßt, empfiehlt sich daher auch mal ein Versuch in die andere Richtung.:ahaa:

Hier mal ein paar der möglichen Werkzeug Optionen:



- Stabile Pinzette:

Gut 95% aller Verschraubungen lassen sich bereits mit diesem einfachen Werkzeug lösen.

Sehr bewährt hat sich die Shining Beam Pinzette (1.v.l. auf meinem Foto), ein übel derbes Stück Blech, welches jedoch die teilweise recht hohen Belastungen erstaunlich gut wegsteckt. :super:
Wer da ohnehin bestellt, sollte zugreifen.

Für größere Bohrungen verwende ich üblicherweise das 13er Modell aus diesem DX Set (2.v.l. auf meinem Foto)
(Die dünnen sind zu fein für den Job)
Wer die Bestellung bei Shiningbeam wegen der Portokosten scheut, kann sich bei dem geringen Preis für die Sets aber auch bedenkenlos 2 DX Sets bestellen und eine 13er Pinzette bei Bedarf etwas dünner feilen.

Die billigen Pinzetten vom Baumarkt taugen in der Regel übrigens rein gar nichts.


Für renitente Verschraubungen empfiehlt sich eine Rundzange (Mitte) mit möglichst langen "Backen", damit man auch problemlos in tiefe
Tailcaps hinein kommt.
Mit der Zange hat man halt eine ganz andere Hebelwirkung. Aber wie gesagt, ist dies nur in Ausnahmefällen nötig.


Häufig empfohlen werden auch Seegerring (Sicherungsring, Nutenring, Sprengring) Zangen.
Ich persönlich rate davon aber eher ab.

Spezialisierte Modelle (4.v.l.) passen zwar teilweise vorzüglich, die Spitzen machen aber zumindest nach meiner Erfahrung häufig durch eine unpassende Wärmebehandlung Ärger.
Billige Spitzen verbiegen sich nur allzugerne, Profi Spitzen tendieren hingegen eher dazu, zu spröde zu sein und zu brechen.

Universal Seegerring Zangen (ganz rechts) lassen sich theoretisch (mit oben genannten Einschränkungen) auch recht gut nutzen.
Diese sind jedoch bereits recht sperrig und passen nicht in jede Tailcap.
Die Mechanik ist zudem nicht für ein drehen ausgelegt und verbiegt sich leicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Xacto

Mitglied
Wow, was für ein genial, informativer Thread, die perfekte Frühstückslektüre. Speziell die Hinweise zu den Zangen sind klasse, da ich mittelfristig mal etwas derartiges anschaffen möchte. Das ich trotz der super Anleitung lieber bei Dropinlampen bleibe, liegt allerdings eher an der fehlenden Zeit und meinem mangelhaften Löttalent. ;-)

Danke an die Autoren.

Gruß
Thorsten