Trick zum Freihand-Schärfen

omo

Mitglied
Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum und auf der Suche nach einer Anleitung zum Schärfen hier gelandet. Die Beiträge waren sehr hilfreich und deshalb wollte ich jetzt auch mal meinen Senf dazu abgeben.

Mein Opfer war ein Opinel-Taschenmesser (INOX) und trotz Leos toller Homepage wurde das Ding eher stumpfer nach meiner Bearbeitung auf einem 1000/6000 Wasserstein. Das Problem ist halt die Einhaltung des Winkels. Der Trick mit dem Daumen am Messerrücken hatte leider nur den Effekt, daß er nach einer gewissen Zeit anfing zu bluten (durchgeschiffen) :mad:

Statt das Messer anzuwinkeln, winkel ich nun den Schleifstein an, indem ich einen Keil unterlege. Den kann man genau auf den gewünschten Winkel zusägen und kann somit den Winkel jederzeit wieder nachvollziehen. Das Messer drücke ich mit der Klinge flach auf die Tischplatte und fasse den Griff so an, daß der Daumen obenauf liegt. Bei der 1000er Seite des Steins fahre ich mit der Schneide voran bergauf und versuche durch eine Drehbewegung die gesamte Klinge zu schärfen, wobei man für die Spitze den Griff etwas anheben muß. Nach jedem zweiten Strich registriere ich das Messer wieder auf der Tischplatte, damit der Winkel möglichst konstant bleibt. Von Zeit zur Zeit den Stein drehen. Bei der 6000er Seite fahre ich bergab wobei ich erstmal mit der freien Hand etwas Druck auf die Klinge ausübe, hinterher aber nicht mehr sondern den Druck bis zum Streicheln verringere. Mithilfe dieser Technik, bekomme ich das Messer so scharf, daß man sich damit die Arme rasieren kann. Für mich reicht das an Schärfe vollkommen aus. :super:

Vielleicht hilft dem einen oder anderen dieser Trick etwas weiter.

Beste Grüße,
Oliver
 

coolcat

Mitglied
Hihi, so ähnlich mache ich das auch, nur um 90 Grad verdreht. Ich ziehe die Klinge senkrecht nach unten ... äh, wie soll ich es beschreiben ... halt genauso wie der Sharpmaker funktioniert, nur mit Schleifstein halt. Alles klar?? :glgl:
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo coolcat, hallo omo!

Ich meine, so wie coolcat das macht, habe ich das auch schonmal hier im Forum als Tipp gelesen, wenn man mit dem Sharpmaker mal was mehr Material wegschaffen muss. Klang auf jeden Fall vielversprechend. Mir ist allerdings die waagerecht Freihandvariante lieber, ist aber wahrscheinlich bloß eine Sache der Gewohnheit.

Gruß Leo.
 

omo

Mitglied
Den Stein wie ein Sharpmaker zu benutzen habe ich auch probiert. Allerdings wird der Wasserstein dabei zu schnell trocken, da das Wasser ja sofort abfließt, weshalb der Stein weniger effektiv ist.

Bei einem um den Schärfwinkel angewinkelten Stein ist das zwar ähnlich, aber nicht ganz so drastisch. Alternativ zu der oben beschriebenen Technik kann man den Keil benutzen um das Messer dort zu registrieren. Dann verwende ich aber lieber einen beidhändigen Griff, der es mir ermöglicht den Winkel besser einzuhalten. Der Stein liegt übrigens parallel zur vorderen Tischkante und ich bewege das Messer von rechts nach links und nicht von vorne nach hinten. Das ist sicher keine Revolution, aber je mehr Tricks man kennt um so eher findet man einen, der bei einem selbst auch funktioniert. :rolleyes:

Beste Grüße,
Oliver
 

Tolstoi

Mitglied
hallo OMO,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, ziehst Du das Messer von links nach rechts über den Schleifstein. Dabei kann es aber sehr schnell passieren, dass der Schleifstein die Kontur Deiner Schneide bekommt.
Mir scheint es sinnvoller zu sein, wenn man den Schleifstein über die gesammte Länge/Fläche benutzt. Dann sollte er auch nicht so oft abgerichtet werden müssen. Aber wenn Du mit Deiner Methode Erfolg
hast, ist das sicher auch in Ordnung.

Gruß

Tolstoi
 

omo

Mitglied
Hallo Tolstoi,

das habe ich wohl falsch erklärt. Ich ziehe das Messer schon über die gesamte Länge des Schleifsteins ab, aber der Schleifstein zeigt mit seiner langen Seite zu mir. Insofern bewegt sich das Messer von meiner Sicht aus von links nach rechts und nicht auf mich zu und von mir weg.

Bis dann,
Oliver