Trennen / Sägen ???

Tarlyn

Mitglied
Hallo, hab da mal ne dumme Frage...

Ich such eine Methode um 1,6mm VA zu trennen.
Das Material ist in Ringform aufgedreht.
Diese Ringe muss ich trennen.
Hört sich so nicht schwierig an, aber nu kommt das dumme dabei, ich darf nicht viel Materialabtrag beim trennen haben.
Habs mit ner Diamanttrennscheibe auf nem Dremel versucht, die hat ne Schnittbreite von 0,6 mm und das ist noch zuviel.

Hat vielleicht einer n Tip ?

P.s. mit ner Zange hab ichs auch schon gemacht, is aber ne Schweinearbeit, da ich ca. 40.000 Ringe brauche :-(
 

cearbhallain

Mitglied
Wie ist denn der Innendurchmesser des aufgedrehten Materials? Wenn Du Glück hast, kannst Du vielleicht mit einer Hebelblechschere da rein? Sonst Bolzenschneider (gibbet auch in niedlich UND taugt z.B. von Knipex). Wenn Du keinen Materialverlust haben darfst, bleibt Dir kaum etwas anderes übrig als schneidend zu trennen. Lasern könnte gehen, wenn Du jemanden findest, der gerne experimentiert. Plasmaschneiden auch - vielleicht backen aber dabei die Ringe zusammen. Weiß ja nicht, was Du vorhast, und welche Möglichkeiten Du hast - aber bei der Menge würde ich mir schon fast ein eigenes Werkzeug bauen dafür.
 

Armin II

Mitglied
Also bei der Menge würde ich mich an nen Federnhersteller wie z.B. die Fa. Gutekunst wenden und mir die Ringe da aus federstahl fertigen lassen.....
 

Floppi

Mitglied
Kauf Dir lieber die Ringe fertig. Kostet auch nicht die Welt. Links kann ich Dir bei Bedarf raussuchen. Außerdem ist rostfrei was das "Durchkneifen" angeht auch nicht gerade einfacher als rostendes Material.
Ach ja: 40000 Ringe?
a) Du bist entweder ein 2,10 m Mann und wiegst 150+kg :irre:
b) Du willst Dir 'ne volle Montur inklusive Kettenhose und Haube bauen :argw:

Frage: was davon ist richtig? :D
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Oder er will zumindest stellenweise in doppelter Dichte knüpfen.
Was ich aber nicht verstehe, warum darf nichts aus den Ringen herausgeschnitten werden?
Beim Knüpfen faßt Du die Ringe doch sowieso mit 2 Zangen und mußt sie biegen, da kannst Du doch die 0,6mm auch noch zusammenbiegen. Zugegeben, normalerweise mußt Du nur jede 2.Reihe biegen, aber so ein Trennscheibenschnitt ist noch die sauberste Fuge. Und wenn Du das Material schon hast...
Am einfachsten ist aber natürlich wie schon zuvor gesagt, sich die Ringe aus Federstahl biegen zu lassen.
 

Camig

Mitglied
Hi Tarlyn,

Zahntechniker benutzen Trennscheiben von teilweise nur 0,02mm Stärke.
Nachteil: superbruchempfindlich. Vorteil: passt auch auf Dremel.
 

luftauge

Mitglied
40000 ?

Da würde ich eher einen grossen Satz entsprechender Kettenglieder (-ösen) kaufen.
Bis Du die alle durchgetrennt hast, bist Du alt und grau :waaah:
Maschinell werden sie wohl erst als Stäbe geschnitten und später entsprechend der Profilierung zur Öse rundgepresst.

An fertigen Ketten kann man unterschiedliche Grate und Spaltbreiten erkennen, so sauber und genau passend wird man sie wohl nicht in der Stückzahl hinbekommen, Du wirst sie ja wohl auch noch irgendwie zusammenfügen wollen, oder musst Du das beschriebene Ausgangsmaterial unbedingt verarbeiten ?

Gruß Andreas/L
 

Tarlyn

Mitglied
40000

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a) Du bist entweder ein 2,10 m Mann und wiegst 150+kg
b) Du willst Dir 'ne volle Montur inklusive Kettenhose und Haube bauen
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Also zu a) Bin dann doch nur 1,78 m wiege aber auch nich wirklich über 100 kg eigentlich noch knappe 8 kg drunter also is schon ne nich mehr ganz so kleine Kugel da, naja was soll ich sagen Met ist halt n Schmackhaftes Gesöff :irre:

Ne die Anzahl kommt zusammen, weil ich die Ringe etwas kleiner habe, hab n Aussenmaß von 8,2 mm, also um einiges kleiner wie die Hemden welche man normalerweise kaufen kann, naja außer man will sich dumm und dusselig bezahlen wür n Hemd, was eigentlich überhaupt nich ambientetauglich ist. ( Rostfreier Stahl war ja nu nich wirklich so verbreitet damals, aber n Hemd aus geschmiedeteten feuerverschweissten / Vernieteten Ringen kostet mal eben ca. 5000 € :angst: )

Aber die Sache mit den Trennscheiben aus dem Ärztebereich is gar nich so uninteresant, mal schauen ob ich was finde, falls du ne Addy hast wo man sich das mal anschauen kann immer her *gg*
 

Tierlieb

Mitglied
Öhm, wenn es nur darum geht, das Dir verschweißte Ringe zu teuer sind, geh doch zu www.ziegler-metallgewebe.de , da bekommst Du was Verschweißtes für um die 450 EURO.

MfG, Tierlieb
*schmiedet seine Rüstungen selbst, findet Kette aber zu zeitaufwendig*
 

cearbhallain

Mitglied
*findet daß es ROSTFREI nun wirklich nicht sein muß, und war bisher mit den brünierten Federstahlringen von Gutekunst sehr zufrieden als Alternative zu verschweißt*
 

Leonardo75

Mitglied
@Camig:
Aus welchem Material bestehen die Trennscheiben eigentlich? Bei 0,02mm bekommt man ja kaum noch das Trennmittel in eine feste Matrix gepresst. Das ist ja sicher dünner als ein Blatt Papier, oder?
Was wird denn mit den Trennscheiben nachher getrennt? Zähne, Prothesen oder welches Material?

Gruß Leo.
 

Camig

Mitglied
Hi Leo,

mea culpa, ich habe mich geirrt!

Die Scheiben sind zwar sehr dünn, aber nach eingehendem Studium der Verpackungsangaben korrigiere ich mich auf eine Stärke von 0,2mm.

Hauptverwendungszweck ist das Abtrennen von Gußkanälen bei der Herstellung von Kronen und Bücken. Dabei wird nach dem Prinzip der "verlorenen Form" ein modelliertes Wachsteil in feuerfeste Masse eingebettet und nach dem ausbrennen des Wachses mit flüssigem Metall gefüllt ( entweder durch Fliehkraft beim Schleuderguß) oder durch Luftdruck (beim Vakuumguß).

Als Ausgleich beim Erstarren des Metalls und als Reserve bleibt ein sog. "Gußkanal" stehen der möglichst nah am fertigen Teil und (besonders bei Edelmetall) möglichst materialsparend abgetrennt wird.

Bei gewerblichen Labors macht das bei einigen Hundert oder mehr Gußteilen dann schon einen Unterschied ob man 0,2mm oder 1mm zerspant. Cearbhallain hatte schon mal sehr schön und anschaulich beschrieben wie bei einem Goldschmied aller Schleifstaub, Polierabfälle und sogar der Fußbodenkehhricht gesammelt werden und später bei einer Scheideanstalt wieder "aufbereitet" werden.

Da wird einiges wieder zurückgewonnen, aber erstens nicht alles und zweitens kostet es Geld und das am leichtesten verdiente Geld ist das das man gar nicht erst ausgibt.

Aus was diese Teile gemacht werden weiß ich nicht genau, aber ich vermute mal es handelt sich um Schleifkörner aus z.B. Siliziumkarbid die mit einem Bindemittel verbacken werden. Es ist jedenfalls kein beschichteter Träger sondern ein einheitliches Material.
 
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