Tipps und Tricks beim Messerbau

JoKa

Mitglied
14.

Damit Feilen länger offen bleiben, kann man sie mit Tafelkreide einreiben, dadurcht setzen sich nicht so schnell Staub, Fett und Schleifreste fest und die Feile verkratzt den Stahl oder was auch immer nicht so schnell:super:
 
Hallo, hier ein Mini-Tutorial, wie man üble Löcher und Fehler in Maserhölzern, die erst nach dem Schleifen sichtbar werden, wieder hinbekommt:

Es handelt sich um stabilisiertes Redwood. Beim Formschleifen eröffnete sich eine Harzgalle oder Faulstelle, die kein Kunstharz aufgenommen hatte. Das Material war total lose und ließ sich mit einem spitzen Gegenstand herausbröseln. (Bild 1)

Ein passendes Stückchen des gleichen Material wurde grob zugeschnitzt und mit 5 Minuten Epoxydkleber (R+G) eingeklebt. (Bild 2)

Zustand nach dem Überschleifen. (Bild 3 + 4)

Durch Einölen mit Kamelienöl ist der Defekt fast nicht mehr zu sehen. (Bild 5 + 6)

Dieses Verfahren klappt natürlich umso besser, je mehr schwarze bzw. dunkle Bereiche das Griffmaterial hat, weil die mit Kleber gefüllten Hohlräume auch dunkel erscheinen.

Viele Grüße

painless potter

P.S. Das fertige Messer demnächst in der Galerie;)
 

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WeVau

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Also, für das reinigen von Schleifbändern e.t.c.hätte ich auch einen. Ein Stück Kunststoff, z.B. den Deckel einer CD-Hülle leicht bei laufender Maschine gegen das Schleifpapier drücken(mit einer der Kanten,nicht mit der Fläche).Der sich erwärmende Kunststoff hält denHolzstaub fest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bohren von konvexen Griffschalen

Das Problem: Wenn bei einem Flacherl die Bohrungen auf das Griffmaterial übertragen werden, ist das bei einem planen Brettchen kein Problem. Einfach Klinge drauflegen und durchbohren, umdrehen, das gleiche nochmal, fertig!

Bei gewölbten Naturmaterialien, hier Kamelknochen oder auch Mammut sieht das schon anders aus. Hierfür kann man ein Knetsilikon aus der Zahnarztpraxis oder auch aus der Zahntechnik, welches mit einem Pastenhärter in einer Minute aushärtet, verwenden. Man nimmt einen Klümpen davon, drückt die Griffschale hinein, und so ist sie wunderbar unterstützt und kann beim Bohren nicht wegeiern.

Die Fotos zeigen, was ich meine.

Grüße

PP
 

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Ookami

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18. Öl einfach dosieren

Dann will ich auch mal.

Bei meinem Tipp geht es um das Ölen von Messergriffen. Beim Auftragen auf den Griff bzw. beim Einfüllen des Öls in ein Mischgefäß, kam grundsätzlich mehr aus der Flasche, als ich brauchte.

Ärgerlich, nicht nur weil ne Menge Öl verschwendet wird, sondern insbesondere wenn man (zumindest relativ genaue) Mischungen machen möchte. Zudem muss man bei polymerisierenden Ölen nach dem Ausgießen immer die Schraubverschlüsse reinigen oder man bekommt irgendwann die Flasche nicht mehr auf. Ich musste schon mal meine Tungöl-Flasche gewaltsam öffnen...:jammer:

Aber letztens hab ich mich an meinen Chemieunterricht in der Schule erinnert und wie wir dort mit offenen Pipetten gearbeitet haben.

=> Die Lösung des Dosierungsproblems: Trinkhalme! Einfach einen Trinkhalm in die Ölflasche tauchen, Daumen drauf und der Luftdruck hält das Öl im Halm. Auf diese Weise lässt sich Öl bequem entnehmen und auch in kleinsten Mengen punktgenau auf den Griff auftragen.

Auch Dosierung ist relativ gut möglich, man muss nur das Ende mit Knick voran eintauchen. so kann man relativ leicht abschätzen, wieviele Teile von welchem Öl, Lösungsmittel, etc man zur Mischung gibt.


Ookami
 
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jato

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Wenn man zwei Messer mit der exact gleichen Aussenkontur haben will, schleift man erst den einen Zuschnitt auf maß so das man mit diesem zufrieden ist und klebt diesen dann mit doppelseitigen Klebeband auf den anderen Zuschnitt.
Dabei an einer unproblematischen stelle am besten griffende einen cm nicht kleben. Dort kann man die beiden Teile dann später mit einem Schraubenzieher auseinanderhebeln
 

dcon

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Eine Hilfe beim Kleben - der Gefrierbeutel:

Eine der beiden unteren Ecken eines Gefrierbeutels großzügig mit der Schere ausschneiden. Die zweite Ecke fürs nächste Mal aufheben.

Tütchen öffnen, 2-K Kleber rein, schließen, mit den Fingern durch Quetschen vermischen.

Anschließend Kleber in die spitze Ecke drücken und und ein kleines Loch reinstechen.

Kleber durch Drücken (wie beim Spritzbeutel für Sahne o.ä.) auftragen.

Ist schnell, sauber, und man kann so prima Kleber in das Loch für einen Steckerl einbringen.
 

AlexKremer

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Steckerl-Löcher für Griffe leich und schnell

Ich habe eine Vorgehensweise, die eventuell den ein oder anderen interessiert.

Wenn ich einen Block Holz/Micarta für eine Steckerlklinge habe, bohre ich zunächst ein Loch mit 3-3,5mm komplett durch, je nach Klinge.

Um die längliche Aushöhlung zu schaffen nehme ich einen Dremel mit einem Bohrer drin (ebenfalls 3-3,5mm).

Damit kann man dann das Griffinnere bequem, präzise und schnell ausfräsen.
Zu beachten ist, dass sich der Bohrer, falls er zu lang ist, verbiegen kann. Ist aber nicht schlimm, wenn man ihn nur fürs Griffefräsen nimmt...bohren selbst geht dann weniger gut.

Habe das jetzt schon bei einer Hand voll Messer gemacht, mit Erfolg. Nur einer von drei Bohrern wurde tatsächlich krumm.

Dies erspart einem das lästige aussägen/ausfeilen der Griffe. Das Parierelement bleibt aber natürlich nicht erspart, da funktioniert das Fräsen nicht.
Grüße, Alex
 

VolkerBraun

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Parierelemant bei Steckerl anpassen

Hab da auch einen.
Hatte mit dem Spaltmaß beim Parierelement beim Steckerl immer so meine Probleme. Angezeichnet, ausgebohrt und dann in mühevoller Präzisionsarbeit mit ner Schlüsselfeile ans Endmaß rangefeilt damit dann Blöderweise am Ende doch ein Spalt zwischen Klinge und parierelement zu sehen war. :mad:
Habe das dann mit Kunstharz, den ich mit feinem Metallstaub verrührt hatte aufgegossen. Blöd war nur das ich die Harzreste nicht befriedigend weggeschliffen bekommen habe ohne mir was zu versauen. Und bei genauen hinsehen war dann auch zu erkennen wo Metall aufhört und Harz anfängt.
Dann mit verlöten versucht. Resultat Klinge angelaufen und Lot runzelig, auch sch...!
Ein Bekannter der mir mit ner Flasche Bier in der Hand über die Schulter geschaut hatte, fragte dann beiläufig :"Warum treibst das nicht einfach?"
:hmpf: , manchmal ist die Lösung so einfach und man sieht sie nicht. Ich zumindest nicht manch einer mag da schneller sein, aber für die jenigen die ähnlich "langsam" sind wie ich.........
Parierelement bohren, dann Schlüsselfeilenaction bis das Teil über den Erl flutscht und an der Klinge ankommt. Dann das Material mit nem rundgeschliffenen Fugenmeißel und Hämmerschen an die Klingenwurzel rantreiben bis jeglicher Spalt verschlossen ist. Wenn der meißel zu scharf ist haut man sich zu tefe Macken in die Oberfläche. Parierelemnt runterziehen und die Macken vom treiben wegschleifen. Wieder aufs Messer schieben und.......passt saugend!:super: