Tierknochen wie verarbeiten ?

Hallo,

in meiner Kühltruhe liegt noch ein Beinknochen eines Rindes. Wer kann mir sagen wie man das Teil behandeln muß um daraus Griffschalen für ein Messer zu bekommen (auseinandersägen ! :hmpf: ).
Muß man dieses Teil vorbehandeln, kochen (Suppe) ???

Gruß concho
 

xtorsten

Mitglied
z.B. hier: http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=4770
ansonsten habe ich das auch schon gemacht, und zwar wie folgt: mehrfach auskochen, zwischendurch gewebereste mit einem Messer abkratzen und dann trocknen lassen. Trocknen würde ich schon über längere Zeit machen, um sicherzugehen, daß nichts mehr arbeitet. Weie lange genau, daß kann ich Dir nicht sagen, aber mit ein zwei Wochen oder so würde ich mich auf keinen Fall zu Frieden geben.
gruß,
xtorsten
 
Hallo,

Danke für Euere Beiträge,

@AxelKleitz: leider habe ich noch nicht viel Erfahrung, weder mit Knochen noch mit Horn, daher meine Frage hier im Forum.

@xtorsten: Damit komme ich weiter, mir ging es hauptsächlich um das kochen und trocknen der Knochen. Die weitere Verarbeitung dürfte keine Probleme darstellen. Dann werde ich mal mein Glück probieren.


Gruß concho
 

OniKudaki

Mitglied
Ein Ameisenhaufen tut auch Wunder, was die Gewebereste angeht.
Funktioniert ab dem Frühjahr, wenn die kleinen Helfer wieder aktiv werden.

Danach ist aber noch Geruchshemmung angesagt: Kochen, Geschirrspüler, aber auch: CocaCola, Phosphorsäure (Rostlöser): knabbert das Fleisch chemisch weg.
Bei grossen Rinderknochen ist es wichtig, dass das Mark sauber raus ist. Das duftet nämlich besonders.

Grusz : kuda
 

Philipp

Mitglied
Knochen putzen

EIn Freund, der zu Studienzwecken Carnivorenschädel sammelt (von irgendwelchen überfahrenen Viechern), legt die immer einfach unter einem Blumentopf in den Garten. Nach 4-6 Wochen sind die schön freigeknabbert von allerlei Gewürm. Gründlicher geht's, aber länger dauert's, wenn man Knochen komplett eingräbt. Die Maden lassen dann keine nennenswerten Gewebereste verschmäht. Wegen des Marks macht es aber sicherlich Sinn, den Knochen längs aufzuschneiden oder in kleinere Stücke zu zerlegen, um den kleinen Helfern guten Zutritt zu gestatten.
Zum Schluß das Ganze in verdünnten H2O2 kochen, was den Knochen schön bleicht.

@Axel: "Ist Knochen denn was anderes als Horn? "

Das sind zwei sehr unterschiedliche Substanzen. ABer Achtung: "Horn" im Sinne von Geweih (z.B. Rentier-, Elch-"Horn") ist kein Horn, sondern Knochen.
 

Silkcut

Mitglied
Jo, wie Philipp schon sagt, Horn ist das gleiche wie Haare, kommt bei Kuh, Büffel, Ziege, Antilopen usw. vor, Geweih besteht aus Knochen und Arbeitet bei weitem nicht so stark wie Horn.

Habe einen Rinderknochen einfach nach dem Kochen aus dem Topf geangelt und einige Monate später verarbeitet. Das Messer ist inzwischen 15 Jahre alt und der Giff ist tatellos.
P.S.
Es handelte sich dabei allerdings nicht um einen ganzen Knochen sondern um 15 cm langes Stück (für Beinscheiben, nur halt extra nicht zerschnitten). Dadurch konnte das Mark auskochen und das Fleich ging ohnehin runter.
 
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