Teststation für Emitter

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Hallo,

In der Vergangenheit habe ich LEDs von renomierten Anbietern, aber auch von DX und kaidomain gekauft.

Die Ergebnisse konnte ich immer bestaunen, wenn die Emitter in einer Lampe verbaut waren...Das Staunen war nicht immer mit Freude verbunden; egal ob von PhotonFanatic, oder von anderen premium Verkäufern, es war eine Lotterie.

Emitter mit niedriger Vf waren schon niedrig, aber dennoch höchst unterschiedlich...

W0 war mal neutral, oder hatte einen violetten Tint im Spillbeam...

W0, oder V0 war sicher wie zugesichert, aber ein Bin ist ein Körbchen, in das passende Emitter einsortiert werden, die sich aber dennoch kräftig unterscheiden können.
Alles innerhalb der Toleranz, aber eben doch mit beträchtlichen Abweichungen...


Seit einigen Monaten benutze ich meine Teststation für lose Emitter und Emitter auf Star, um selbst zu selektieren.

Die Vf habe ich nun vollständig im Griff und eine Beurteilung des Tint ist mit etwas Erfahrung und einer Referenz auch sehr gut möglich.


Die Teststation ist höchst einfach aufgebaut und für wenige Euro nachbaubar.

Kernstück ist eine CPU Kühler (Intel boxed), ein 1000mA linear Regler (Lötbrücke von 700 auf 1000mA nicht vergessen) und ein 5V/1000mA geregeltes Steckernetzteil.

Die Litzen sind Teflon isoliert und auf dem Kupferkern ist eine Isolierscheibe aufgeklebt, damit die Kontakte des Emitters keinen Kurzschluss verursachen.


Das ganze funktioniert einwandfrei, ließe sich aber mechanisch und optisch sicher noch verbessern....



Heinz


p10000138ha.jpg
 
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Long John

Mitglied
Gute Ausführung Heinz:super:

Meine Erfahrungen mit Leds von Fred waren fast durchweg positiv.
Das "fast" bezieht sich, wie Du schon richtig erklärt hast, auf die "Lotterie" auserhalb von Einflüssen der Einkäufer.

Mit etwas Erfahrung konnte ich den Teint auch beim Anlegen von der Spannung zweier AA-Alkalines (3V) an den Ermitter/Star recht vernünftig abschätzen.
Allerdings ist bei meiner, als auch bei Deiner Methode, außer Acht gelassen, daß sich der "Tint-Shift" über eine Stromänderung an der Led verändert.

Um auch das auszuschließen, müßte/könnte man über eine Regelung............

Aber um es kürzer zu machen, wenn der Grundteint passt, stören mich leichte Veränderungen im "Schwachlichtbereich" nicht.

Umso mehr Leds in einer Lampe verbaut sind, umso besser mischt sich der Ton;)

Meine maximale Anzahl pro Lampe bisher waren 4, bei meiner nächsten werden 9 drinnen sein, mehr verrate ich jetzt aber noch nicht;)

Viele Grüße

____
Tom
 

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Hallo Tom,

Natürlich hast Du mal wieder Recht, ich aber auch....:hehe:

Früher habe ich die Emitter auch mit niedriger Spannung auf Tint geprüft und die Ergebnisse auf den Betrieb beim späteren Strom interpoliert.

Der Tint Shift, abhängig vom Strom, spielte bei den SSC-P4 dabei keine große Rolle, aber mich interessiert der Tint beim späteren Strom, der ehr bei 1000mA liegt, als bei dem, was 2xAA bewirken.


Die Vf lässt sich für jeden Strom ermitteln, aber natürlich interresiert mich auch hier der Wert für den späteren Einsatz.


Ich binne und vergleiche deshalb bei 1000mA, das hat sich mittlerweile bewährt.

Natürlich gebe ich Dir Recht, je mehr Emitter in einer Lampe verbaut werden, desto mehr nivelliert sich das color binning, allerdings auf Vf kommt es um so mehr an....



Heinz
 
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schrenz

Premium Mitglied
danke für den Hinweis, wurde durchgeführt :D (auch, weil der Aufbau einer Teststation im allgemeinen Interesse liegt)!

Was halten den die versierten Elektronikschrauber von Rollins Reichelt-link?
Taugt so ein Teil für unsere Zwecke?
Eigenbau würde ich zumindest gern vermeiden, da ich in der Hobbywerkstatt genug am Hals habe, da muss man nicht alles selbst zusammenbasteln ;).

Grüße
Jens
 

Long John

Mitglied
Hallo Jens

Ich kenne das Gerät nicht, von daher kann ich auch den Aufbau und die damit verbundene Qualität nicht beurteilen.
Evtl. auftretende Fehler am Gerät, die dann die Led "killen" könnten, wären bei einer 9V Spannunsversorgung denkbar.

Der maximale Strom an der Led scheint 0,1A zu sein, somit auch weit entfernt von maximalen Stromstärken im Lampenbetrieb (je nachdem ~1A), IMO tut's dann auch mein 3V-Test.

Grüße

____
Tom
 

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Hallo Jens,

Der LED-Tester von OSRAM, der bei Reichelt angeboten wird, kann eine Ergänzung zu meiner High-Power Station sein.

Meine Station ist dafür ausgelegt die Vf bei 1000mA zu messen, was mit einem an der roten und der schwarzen Klemme angeschlossenen Multimeter gemacht wird.

Die Beurteilung des Tint erfordert als Zubehör noch eine farbneutrale Sonnenbrille:cool:, sonst sieht man erst mal Sterne...:hehe:


Der Tester von OSRAM erlaubt eine Funktionstest und mit einem Multimeter zusammen die Bestimmung der Vf bei maximal 100mA...
Eigentlich nicht sonderlich interessant für Flashaholics; dafür kann die Sonnenbrille entfallen....:hehe:



Heinz
 
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schrenz

Premium Mitglied
Meine Station ist dafür ausgelegt die Vf bei 1000mA zu messen, was mit einem an der roten und der schwarzen Klemme angeschlossenen Multimeter gemacht wird.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil :rolleyes:
Die 100mA hatte ich beim schnellen Blick auf den link glatt übersehen, dann also um so mehr Danke für deinen Eigenbauanleitung

Die Beurteilung des Tint erfordert als Zubehör noch eine farbneutrale Sonnenbrille:cool:, sonst sieht man erst mal Sterne...:hehe:
Da es zur Teststation als unverzichtbares Zubehör dazugehört, greife ich das Thema Brille mal auf:
Du machst das doch nicht wirklich mit Sonnebrille?
Nachdem mir das Sternchensehen sogar bei Gläsern fürs Autogenschweißen echt auf den Senkel ging, habe ich mir DIN 9 Gläser fürs E-Schweißen in die Brille gemacht ( ein Automatikhelm wäre auch noch was :D).

Grüße
Jens
 

Andi_800

Mitglied
Ich nutze in meinen Versuchen 2 Konstantstromquellen - 300 und 700mA mit direktem Anschluss auf 230V (je 4.90€ meine ich)
Ist aber Geschmackssache, ich habe meinen billigtreibern nicht getraut.

LT-1088-1183034582.jpg



Farbvergleiche kann ich leider nicht "messen" und daher schätze ich mit weißem Papier gegen meine vorhandenen LEDs ab.

Die LED verweilt während dem Test auch auf einem CPU Kühlkörper.
 
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Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Hallo Andi,

Die netzgespeisten Regler sind eine Alternative, wenn sie denn den Strom reproduzierbar einhalten.

Bei den linear Reglern ist die Genauigkeit und Konstantheit verbüffend.

Jeder der drei Chips auf der runden Platine liefert genau 330mA; es sind also 990mA um genau zu sein. Der Einfachheit halber habe ich auf 1000mA aufgerundet.

Von den Boards habe ich mittlerweile acht Stück verbaut und jedes lieferte genau diese 990mA:super:

Die Teile eignen sich auch in idealer Weise zum Bau einer Lampe mit 1xLIR, wenn die Vf der LED niedrig ist.

Datenblatt für die Chips



Heinz
 

measure

Mitglied
Bin gerade auf diesen Thread gestoßen. Die Idee der Teststation finde ich großartig, auch wenn ich im Augenblick keine LED ausmessen muß.

Zur elektrischen Seite fiel mir die folgende universelle Erweiterung ein:

An einem (möglichst genauen) Labornetzteil werden für die zu messende LED sowohl die maximal zulässige Spannung (Vf) als auch der maximal zulässige Strom als Limit eingestellt, z.B. 3,985V und 1150mA. Nun kann man innerhalb dieser nicht überschreitbaren Bereiche ohne Risiko jeden der beiden Parameter beliebig variieren und es stellt sich der jeweils zugehörige andere Parameter automatisch ein und wird ebenfalls angezeigt. Die LED wird hier natürlich direkt angeschlossen.

So lassen sich ggf. auch Änderungen im Tint beobachten und mit Hilfe eines Luxmeters die (relativen) Helligkeitsänderungen feststellen.

Wulf
 

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Hallo measure,


Einstellbar Spannungsbegrenzung ist gar nicht nötig, wenn der Strom auf ~1200mA limitiert ist, da der höchstzulässige Strom erreicht wird, bevor die Spannung unzulässig hoch wird.

Ein Labor Netzteil mit einstellbarer Strombegrenzung ist noch erschwinglich, während einstellbare Höchstspannung nur bei programmierbaren und steuerbaren Geräten integriert ist.


Um Messkurven aufzunehmen, wäre ein vom PC steuerbares Netzteil ideal, aber reichlich kostspielig...


Bei allem Hobbyismus:
Mein Vorschlag ist preisgünstig und leicht realisierbar und auch für kleinere Ströme anpassbar.

Für Messreihen ist meine Station allerdings nicht geeignet.



Heinz
 

measure

Mitglied
Hallo Hiltihome,

die Idee Deiner ohne großen Aufwand zu realisierenden Teststation soll hier keinesfalls abgewertet werden.

Da für mich aber ein Labornetzteil seit Jahrzehnten zur unverzichtbaren Grundausstattung eines elektrischen/elektronischen - auch privaten - Arbeitsplatzes gehört, kam mir nun ganz spontan die Idee zu dieser äußerst bequemen Erweiterung ohne Risiko; die vorgeschlagenen Limits sind für die Messungen, wie Du ja selbst weißt, beide nicht erforderlich und dienen ausschließlich dem Schutz der LED gegen versehentlich zu hoch gewählte Werte. (Auch gut zur Ermittlung der Daten von LEDs mit unbekannten Werten.)

Labornetzteile haben inzwischen wohl durch die Bank auch eine Spannungsbegrenzung - selbst das billigste Netzteil für 129,- EUR, das ich auf die Schnelle finden konnte - und manche sogar zusätzlich noch eine einstellbare Begrenzung der abgegebenen Leistung in (m)W.

Hat halt jeder seine persönlichen Schwerpunkte: mir ist eine Taschenlampe für viele bis sehr viele hundert EUR einfach zu teuer, während ich bei Meßgeräten da weniger Hemmungen habe. (Mein Nick deutet schon darauf hin :hmpf: )


Wulf
 

Rantanplan

Mitglied
Ich weiss auch nicht, wie ich früher ohne Labornetzteil ausgekommen bin ;) ... sofern man sich etwas länger mit "Kleinspannungselektrik" wie LEDs und Co beschäftigt, sollte man sowas unbedingt auf die Anschaffungsliste setzen.

In den Nutzungsbedingungen steht was zu Onlineauktionshäusern.
Daher habe ich diesen Textteil gelöscht.
Gruß
chamenos
 
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