Testbericht und Vorstellung - Fenix LD25

BlackFred

Mitglied
Wie angekündigt folgt ein Testbericht mit Bildern meiner neuen LD 25 welche ich nun seit einer Woche als Lampe auf der Arbeit benutze.
(Ich hab mich mal vom Aufbau und Vorgehensweise der Vorstellung bereits bestehenden Berichten unserer alteingesessenen Mitglieder angeglichen. Dann wird das nicht so kompliziert und hoffentlich weitestgehend vollständig) :hmpf:

Technische Daten:
- Cree XP-G R4 Neutral white LED
- 4 Helligkeitsstufen und SOS, einstellbar über 3 Modi am Lampenkopf wählbar
- Batterie sowie Akkubetrieb über 2mal AA (Alkaline, Ni-MH)
- 16,4cm lang, 2,54cm Kopfdurchmesser, 2,4cm Body
- 75,5 g (ohne Batterien)
- digitale Regelung für weitgehend konstante Helligkeiten
- gummierter Body für guten Halt auch mit feuchten Händen
- taktischer Endkappenschalter aus Gummi, Moment - und Dauerlicht
- wasserdicht nach IP-X 8 (2m)
- Smooth-Reflektor

Lieferumfang:
- 1 x LD25
- 1 x Ersatz-Dichtring
- 1 x Ersatz-Gummi-Endkappe
- 1 x Holster
- 2 x AA Batterien
- Lanyard
- Bedienungsanleitung

Verarbeitung:
Eine rund um sauber verarbeitete Lampe steht vor mir.
Ich konnte keinerlei optische Mängel feststellen.
Durchgehend saubere Anodisierung. Keine Kratzer in der Linse. Die Led sitzt perfekt mittig im Smooth-Reflektor, dieser ebenso keine Kratzer aufweißt. Beschriftung am Lampenkopf sowie am gummierten Body sind gerade und einwandfrei. Der Endkappenschalter sitzt fest und hat kein Spiel.
Die Gewind sowie Dichtringe sind von Anfang an gut geschmiert und laufen ohne Hackeln. :super:

Bedienung:
Ich betreibe die Lampe "noch" mit Varta Ni-MH 2500er Akkus. (Eneloops sollten schon längst da sein :mad:)
Der Schalter hat zwei (nach meinem Empfinden) gut gewählte Druckpunkte für Moment und Dauerlicht. So wird vermieden dass die Lampe in der Hosentasche etc... aus Versehen angeschaltet wird.
Wie noch auf den Bildern zu sehen, besitzt die Endkappe zwei Möglichkeiten um das Lanyard zu befestigen. Was es jedoch mit etwas größeren Fingern wie meinen schwierig machen kann den Schalter von allen Seiten ohne Probleme zu bedienen. Tailstand ist NICHT möglich!!!
Gestartet wird auf Mode 1 mit festgedrehtem Kopf. Der Endschalter macht nur AN / AUS und die Modes bzw Helligkeitsstufen werden über ein Drehen am Lampenkopf eingestellt.
Das Wechseln zwischen den Modes erfolgt, ausgehend von einem festgedrehten Kopf, über zweimaliges schnelles auf- und zudrehen des Kopfes. Hier die Schaltreihenfolge...
Mode 1(regular):
- fester Kopf - 180lm
- lockerer Kopf - 45lm
Mode 2(Camping)
- fester Kopf - 85lm
- lockerer Kopf - 3lm
Mode 3 (Rescue)
- fester Kopf - 85lm
- lockerer Kopf - 45lm SOS - - - danach wieder Mode 1

Laufzeiten laut Hersteller:
3lm - 74 h
45lm - 13h
85lm - 6h 15m
180lm - 1h 46m
Was mir beim Einschalten bis jetz ca. 2 - 3 mal aufgefallen ist wäre, dass der Druckschalter vielleicht einen ganz kleinen Wackler hat wenn die Endkappe nicht 100% zugedreht ist. Ansonsten schalten alle Stufen und Helligkeiten ohne Probleme auch sehr schnell nacheinander durch.

Lichtbild:
Dank Smooth-Reflektor, eher in Richtung Thrower ausgelegt, erzeugt die doch recht kleine Lampe einen weit reichenden und klar definierten Spot.
Die Lichtfarbe ist dank R4 neutral white sehr angenehm zu sehen.
Beim Test auf der weißen Wand ensteht ein runder Spot (kein Donuthole) welcher sanft in eine gleichmäßig ausgeleuchtete Corona übergeht (auch hier kein Ringe oder Flecken zu sehen). Der Spillbeam schließt mit einem NUR auf der Wand sichtbaren helleren Rand ab.
Auf 45 sowie 85 lm ist die Lichtfarbe logischer Weise leicht im gelblichen anzusiedeln - welches bei Camping, Spaziergang oder Gassigehen sehr angenehm für die Augen ist und eine wahrheitsgetreue Farbwiedergabe ermöglicht. Auf High ist dies immer noch der Fall, jedoch deutlich weißer.

Letzte Anmerkung:
Ein Gürtelclip ist nicht mit dabei! Für mich war das wichtig, da ich die Lampe immer in Hosen oder Jackentasche trage. Hierbei war es störend da sich der Clip öfters beim Herausnehmen verfangen hat. Für den Einen oder Anderen, der die Lampe nicht immer im Holster trägt evtl ein kleines Manko.?

Nun aber ein Paar Bilder (leider mit Handykamera geschossen und ich hoffe es ist Einiges zu erkennen) Beamshots hiermit nicht möglich da keinerlei Belichtungszeiten einzustellen sind :mad: (ist halt ein Handy - mit ner guten Kodak lässt es sich einfach schlecht im Internet surfen :D)


Endkappenschalter:

Lampenkopf:

Reflektor und LED:

Endkappe samt Gewinde, am Body konnte ich die nicht richtig ablichten. Wollte einfach nicht scharf stellen (ansonsten will ich nix hören - ich bin Kaminkehrer, natürlich hat der dreckige Fingernägel :lach: ):

Lampenkopf von Innen:

Einzelteile und Größenvergleich:



Ein Beamshot fürs Lichtbild (Entfernung 1m, Durchmesser Außen 1,2m)):
 

hornet

Mitglied
Super Bericht -Danke!!!:super:

Wie würdest du denn die Reichweite im Vergleich zu deinen anderen Lampen beschreiben?

Wenn du in 2-3 Wochen noch schreibst, wie sich die Lampe im harten Arbeitsalltag schlägt wär der Testbericht 100% vollständig.

Schön wenn eine Kaufberatung in so einem tollen Bericht endet.

Viel Spaß weiterhin im Forum!
 

BlackFred

Mitglied
So,
nachdem gestern mein Dittman UNi.36 Modul gekommen ist konnte ich dann auch meine Mag gleich in den Vergleich miteinbeziehen.
Zur Auswahl hab ich in der Helligkeitkategorie leider nur meine Mag mit neuem Modul (beim Start mit 230lm) logischer Weise fokusierbar, LL P14 (200lm) fokusierbar und eben schon erwähnte LD 25 (180lm und einzige mit neutral weiß Led).
Reichweite der LL und Mag fokusiert auf jeden fall viel weiter.
Diese beiden erzeugen bei ca. 150m einen immer noch sehr eingegrenzten Spot. Die Fenix streut hier deutlich mehr und erreicht dementsprechend auch keine so hohe Lichtleistung auf Entfernung.
Zugleich leistet die Fenix jedoch den brachbarsten Spillbeam zur Ausleuchtung vor den Füßen, wie beispielsweise beim Spazierengehen.
Sind die beiden anderen Lampen fokusiert leistet nur die Mag einen kleinen Spillbeam der jedoch aufgrund der sehr bläulichen Lichtfarbe nicht so angenehm erscheint. Und eine fokusierte LL... (reden wir nicht darüber)
Hier punktet die Fenix sogar auf 45lm mit ausreichend Lichtleistung im Umfeld.
Defokusiere ich nun beide anderen Lampen - punktet die Fenix auf voller Linie. Das rießen Donuthole einer Mag kennen wir und die LL zaubert ein paar kleine Ringe dahin, wobei wir keinerlei Spot mehr haben.
Fazit:
Beide fokusierbaren Lampen verlieren das Duell hier, da ein Kompromiss gemacht werden muss.
Die Fenix kann beides zur gleichen Zeit sehr gut. Und der leichte Unterschied in der Lichtleistung fällt nicht mehr ins Gewicht. Ganz im Gegenteil. Die sauberere und schönere Ausleuchtung liefert die Fenix. (und das aus 2mal AA - und nicht 4mal AA, bzw 4mal Mono D)
Was mich auch selber interessiert ist der Vergleich zur Sunwayman M20A R5.
Die sollte nächste Woche bei mir ankommen. (220lm und OP-Reflektor)
Dann auch mit neu und vollen Eneloops.
Leider fehlen mir noch immer die Mittel für brauchbare Beamshots.
Ich hoffe es ist für die Meisten ein kleiner Anhaltspunkt bezüglich der Lichtausbeute.
Als nächstes folgt der Vergleich zur Sunwayman.
Gruß
 

BlackFred

Mitglied
Gestern kam dann auch meine M20A endlich bei mir an.
Diese ist mit 220lm und einer R5 in cool white angegeben.
Kurz dazu eine Frage: Neue Lampen werden doch alle einheitlich in ANSI lm angegeben bzw getestet?
Denn die 220lm der Sunwayman sind nichts im Vergleich der 180lm der LD25 !!
Sowohl ganz doof auf der weißen Wand ausprobiert als auch direkt beim Arbeiten im Dachboden, Heizraum ... überzeugt die LD25 immer deutlicher.
Die 45lm in neutral white im Gegensatz zu 70lm der M20A sind ebenso heller wie die Max. Leistung...
Auch gefällt mir der Smooth-Reflektor der Fenix deutlich besser. Irgendwie schafft Fenix es mit SMO-Reflektor mehr Helligkeit im Spot als auch im Spillbeam zu erzeugen als "Sunny" mit OP-Reflektor.
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Dass sich die M20A nach gerade mal 30min Testzeit dann auch schon verabschiedet hat und ihren Dienst nicht mehr verrichtet - ist natürlich ärgerlich.
Die Led leuchtet zwar noch, jedoch gerade mal in einer Helligkeit welche bei genauem Hinsehen kaum zu erkennen ist.
Siehe hier, angeschaltet (der Strobe funktioniert noch :lach: und sonstige Helligkeitsabstufungen auch. Sprich 0.02 - 0.3 - 0.6 lm :lach:)

und hier ausgeschaltet, so dass man deutlich die normale gelbe Färbung der Led sieht:

Wird also gleich wieder eingeschickt die gute :mad: schade, klasse Lampe!!
 

Hirschhorn

Mitglied
Hi,
dreht sich eigentlich die Gummiarmierung? Bei der TK40 ist mir nämlich genau das sehr negativ aufgefallen.
Vermittelt einfach den Eindruck lappriger Verarbeitung. Hoffentlich hat Fenix da nachgebessert.
 

Paetzi

Mitglied
Hi,

bei meiner LD25 ist die Gummierung bombenfest. Bei meiner TK20 ist dies leider nicht der Fall, sodass Fenix im Vergleich zur TK20 nachgebessert hat. Die LD25 macht einen hochwertigen Eindruck - ich habe nichts zu meckern :)
 

BlackFred

Mitglied
Sitzt auch bei mir fest und muckt keinen Millimeter.
Kann also in dieser Richtung nix negatives berichten.
Nachdem ich jetz zwei Satz Akkus durch hab - ist mir nur aufgefallen dass die angegebene Sicherheitsschaltung (welche mich durch ein Blinken in hellster Stufe vor zu niedriger Akkuspannung warnt) nicht funktioniert.
Sind die Akkus leer, geht se einfach mal nicht mehr an von einer Sekunde auf die andere. Dann leuchtet se wieder mal auf ganz kleiner Stufe und wird dann innerhalb einer Minute dunkler so dass garnix mehr leuchtet... macht also grade was se will.
Kennt das Phänomen jemand?
@Hirschorn - Peatzi ??
Gruß
 

colifat

Mitglied
bei meiner LD25 ist die Gummierung bombenfest. Bei meiner TK20 ist dies leider nicht der Fall, sodass Fenix im Vergleich zur TK20 nachgebessert hat.

Bei meiner TK20 habe ich mit einer Spritze Leim (auf Wasser basierender Klebstoff, z. B. Ponal :hmpf:) hinter das Gummi injiziert und dies dann aushärten lassen, was lange dauert.
Danach saß die Gummierung auch fest und wurde seither auch durch nichts wieder locker.
Ponal gibt es auch Wasserresistent so das er bei Feuchtigkeit sich nicht auflöst.

Ist zwar nicht im Sinne des Erfinders und etwas ärgerlich bei einer Lampe die einige Euro kostet doch sehr hilfreich und simpel.

Wollte das nur mal anmerken im Bezug auf lockere Gummierung.

ACHTUNG !!
Auf keinen Fall Klebstoff verwenden mit Lösungsmittel die den Kunststoff der Gummierung auflösen können.
 

Paetzi

Mitglied
Moin,

@BlackFred
ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie sich meine Lampe verhält, wenn die Akkus so gut wie leer sind, da ich diese immer rechtzeitig lade, da Fenix Akkus sehr gut ausnutzt bzw. tief entlädt. Da Akkus Tiefentladung nicht sehr mögen, lade ich nach, bevor die Spannung in den Keller geht.

@colifat
Danke für den Tipp mit dem Leim. Es ist ja auch nicht so, dass mich die lockere Gummierung sooo sehr stört, aber toll ist es nicht. Werde das mal test :super:


Gruß

Paetzi
 

Nachtmensch

Mitglied
Hallo!

Ich habe in den tiefen den Netzes gelesen, dass die Batterien in der Lampe scheppern würden. Kann das jemand bestätigen, und wenn ja, kann man etwas dagegen machen? Reicht es aus etwas Isolierband um die Batterien/Akkus zu kleben?
 
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BlackFred

Mitglied
Hi, sorry war einige Zeit nicht Online.
Kann ich NICHT bestätigen. Ich benutzte mitlerweile zwei LD25. Eine auf Arbeit, und eine privat Camping und mit Lenkerhalterung am Bike.
Bei keine der beiden Lampen hab ich das beschriebene Problem. Im Gegensatz zu meinen MagLite oder LED Blender, perfekter Sitz der Akkus.
Hoffe ich konnt helfen.
Gruß