Taschenlampen und starke magnetische Felder

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Assassin

Mitglied
Hallo,

da ich gerade "berufsbedingt" in einer Umgebung arbeite, wo ich hin und wieder sehr starken Feldern ausgesetzt bin, und wo ich nichtmal ne Uhr trage, um sie nicht zu zerstören, ne Frage:

Welche Lampen gibt es, wenn überhaupt, die sowas dauerhaft durchstehen? Ich bräuchte hin und wieder eine und hab keine Lust, meine Surefires zu zerballern.

Es geht dabei um einen Bereich, wo 4 Stromdurchflossene Leiter im Quadrat mit einer Seitenlänge von 2m stehen. Auf jedem dieser Leiter bewegen sich etwa 25kA.

Wer weiss Rat?

Grüße
Micha
 

achindoon

Mitglied
Ich könnt mir vorstellen, dass eine einfache Surefire mit rein mechanischem Schalter und Xenonbrenner ziemlich unbeeindruckt von starken Magnetfeldern ist.
 

Dischn

Premium Mitglied
Da würde ich dir die E1e von Surefire ans Herz legen, für den Normalgebrauch kannst du sie mit einem Veleno Dropin aufrüsten. Die E1e gibt es immer wieder mal zu Sonderpreisen.
Wechselt das Magnetfeld?
Wenn da jedoch Induktionströme entstehen können....
Auch die E1e hat eine Spule (Feder in der Tailcap) :hmpf:.
 

Assassin

Mitglied
Wechselt das Magnetfeld?
Jep, 50Hz Netzfrequenz. Also alles was man sich wünschen kann.
Ums klar zu machen: Geht um ne ESU-Anlage, falls das jemandem was sagt. Großformat.

Mein Schlüsselbund klimpert, wenn er den stromleitenden Teilen zu nahe kommt.

Da bleibt wohl wirklich nich viel übrig.

Grüße
Micha
 

Erzengel

Mitglied
Wenn die Federn das Problem sind, kannst du sie auch auslöten und durch einen einfachen Spacer ersetzen. Dann sind die Batterien nicht mehr so gut vor Stürzen geschützt, aber da kann man sich mit einem Stück Schaumstoff und Litze sicherlich etwas basteln, was elektrisch leitet und zusätzlich Stürze dämpft.
Eine Solarforce mit 6V Xenon Drop-In kostet bei solarforce-sales in der günstigsten Variante keine 20US$ ohne Batterien. Wenn dir hier etwas durchbrennt, sollte der finanzielle Verlust überschaubar sein. Mit dem Body und einem LED-Drop-In hast du dann immer noch eine brauchbare Haushaltslampe.
 
Nimm mal eine (Treiber-LED-)Lampe mit, deren Verlust du verschmerzen kannst.
Wenn du magst, schick mir eine PM und ich packe dir eine billige Testlampe rein.

Gibt gute Chancen, dass da rein garnix passieren wird.

Mich interessiert die Thematik durchaus.
Aber die Zeiten, als ich an Punktschweißzangen etc. rangekommen wäre, um Lampen daran zu testen, sind vorbei.
Hab mir nur mal die Zeiger einer Billiguhr mit ner PSZ rausgerupft. Die Quarze bzw Schaltkreise etc. waren davon aber schlichtweg unbeeindruckt.

Kann dir auch ein olles Dropin schicken, falls du eine Surefire damit bestücken willst.

gruß
 

lambda_

Mitglied
Ich bin relativ sicher das fast jede Lampe das überstehen wird !

also Halogen und co. auf jeden fall.
LED Lampen ohne Treiber auch
LED Lampen mit linear Treiber aber ohne Mikrocontroller sollten auch unbeeindruckt sein

LED Lampen mit linear Treiber aber mit Mikrocontroller könnten abstürzen
das halte ich aber aber für unwahrscheinlich.
ein defekt ist auch noch unwahrscheinlicher.

bei led Lampen mit buck oder Boost converter könnte die led von alleine angehen
wireless energy :super:

wen sie einen Mikrocontroller haben könnte der abstürzen.

einen bleibenden defekt halte ich für unwahrscheinlich da nennenswertere Energie mengen nur in die Drossel induziert werden können.
und das auch nur wen die nicht geschirmt ist

und wen die die drossel doch was induziert wird dan wird es in die led abgeleitet und die sollte das locker aushalten



Aber teste es doch einfach !
Es ist mit Sicherheit ein garantie Fall :p:
 
Zuletzt bearbeitet:

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Aber teste es doch einfach !
Es ist mit Sicherheit ein garantie Fall

Das ist grundsätzlich natürlich falsch, es sei denn, es gibt überhaupt eine Garantie und die würde den Betrieb der Lampe in starken Magnetfeldern mit einschließen.

Also setz den Leuten bitte keine Flausen in den Kopf.

Pitter
 

Trabireiter

Mitglied
Vor allem finde ich es bedenklich, wenn der Hersteller am Ende solche Experimente ausbaden darf.

Ausprobieren gern, aber doch bitte auf eigene Gefahr.
 

lambda_

Mitglied
Also wen das Feld so stark (energetisch) ist dan dürfte da überhaupt kein Mensch in der nähe sein.

laut Arbeitsschutz sind nur glaube ich 80mT peak erlaubt
bei 50Hz

solange man keine magnetophosphenes sieht ist das fled nicht nennenswert stak :haemisch:

Denk mal drüber nach mit wie vielen nanoampere bio elektrische Prozesse ablaufen

bevor ich mir Gedanken um ne Taschenlampe mache würde ich drüber nachdenken mir Alufolie um den kopf zu wickeln.

(ps. das wa nur spaß)

@pitter
Ich denke nach Deutschem recht müsste die Garantie/Gewährleistung den Betrieb der Lampe in starken Magnetfeldern explizit ausließen.

Wobei stark ja noch zu definieren wäre
und ich mein für Menschen unbedenklich ist ungleich stark

Ich kann mich aber auch irren und lasse mich gerne eines besseren belehren.

Aber komm mir nicht mit Rhetorik die auf gesunden Mensch verstand anspielt, den "Recht" hat nur selten etwas damit Zutun.


Der andere punkt ist in den ersten 6 oder 12 monaten ist soweit ich weiß der Verkäufer in der Beweispflicht.

Und das könnte nicht mal CSI Miami.

Den Moralischen bedenken von Trabireiter kann ich natürlich nicht widersprechen !
 

Profi58

Mitglied
Also wen das Feld so stark (energetisch) ist dan dürfte da überhaupt kein Mensch in der nähe sein.

laut Arbeitsschutz sind nur glaube ich 80mT peak erlaubt
bei 50Hz

Das mag im Arbeitsschutz so stehen, aber jeder aktuelle Kernspintomograph arbeitet mit Feldern zwischen 1,5 und 3 Tesla, Experimentalgeräte sogar noch deutlich höher. Die Gradienten-Auslesefrequenzen liegen mehrere Zehnerpotenzen über 50 Hz. Und in all diesen Geräten liegen täglich Menschen und überleben das :p!

Wenn ich allerdings auf die Idee kommen sollte, versuchsweise eine Taschenlampe ins Gerät zu legen, handle ich mir mächtigen Ärger mit unseren MRT-Leuten ein. Fragt also gar nicht erst danach!
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
@pitter
Ich denke nach Deutschem recht müsste die Garantie/Gewährleistung den Betrieb der Lampe in starken Magnetfeldern explizit ausließen.

Der Blick ins Gesetz und die Rechtsprechung ersetzt nicht das Denken, führt aber meistens auf die richtige Spur.

Garantie: Da kann der Hersteller (fast) reinschreiben was er will; Garantie ist ein freiwillige Vereinbarung seitens des Herstellers oder Händlers.

Gewährleistung/Sachmängelhaftung. Der Verkäufer schuldet Ware mittlerer Qualität und Güte. Nicht weniger, und auch nicht mehr. Wenn eine Lampe unter dem Einfluss unüblich starker Magnetfelder einen Defekt hat, ist das nach meiner Überzeugung kein Mangel. Genauso wenig, wie wenn eine handelsübliche Lampe auf 8000m Höhe, 3000m Tiefe und bei 1200°C Außentemperatur überraschenderweise nicht funktionieren sollte.

Nebenbei bemerkt hat Recht - nach meiner Erfahrung - in den allermeisten Fällen sehr wohl was mit gesundem Menschenverstand zu tun. Oft hapert es beim Betrachter allerdings am Fachwissen oder dem Verstand. Das ist allerdings ein eher generelles Problem, auch außerhalb der Juristerei.

Der Punkt ist: Du schreibst:

Aber teste es doch einfach !
Es ist mit Sicherheit ein garantie Fall


um dann nachzulegen

Ich kann mich aber auch irren

Auf Deutsch: Du weißt es zwar nicht genau und kennst offensichtlich nicht den gravierenden Unterschied zwischen einer Garantie und der Haftung für Sachmängel (samt Folgen), rätst aber anderen, ihre Lampen ruhig mal zu testen. Na Mahlzeit.

Hint: Man kann auch einfach mal nichts schreiben.

Pitter
 

lambda_

Mitglied
@Profi58
jeder aktuelle Kernspintomograph arbeitet mit Feldern zwischen 1,5 und 3 Tesla, Experimentalgeräte sogar noch deutlich höher.
Richtig! das Feld ist aber statisch und gleichmäßig
Deswegen überträgt es keine Energie

Ahnlich wie mit vögeln auf eine Hochspannungsleitung.

@pitter
Ich gebe zu ich vermische da was mit Gewährleistung/Garantie.

Mein erster Post wäre besser so zu formulieren gewesen:

Sollte die Lampe beim Test beschädigt werden wird der Verkäufer nicht feststellen können warum und davon ausgehen müssen das es durch eine Mängel der schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestand verursacht wurde beziehungsweise wird er nicht das gegenteil beweisen können.

Wenn eine Lampe unter dem Einfluss unüblich starker Magnetfelder einen Defekt hat, ist das nach meiner Überzeugung kein Mangel. Genauso wenig, wie wenn eine handelsübliche Lampe auf 8000m Höhe, 3000m Tiefe und bei 1200°C Außentemperatur überraschenderweise nicht funktionieren sollte.

Das mit 3000m Tiefe das währe ja mit der IPXX definiert beziehungsweise: spitz wasserdicht, (druck) wasserdicht bis X meter.

Max. und Min. Betriebstemperaturen für Gerät anzugeben ist auch nicht unüblich (wen sie nicht außerhalb 2-40c betrieben werden dürfen)

Wen etwas in bestimmten höhne nicht mehr funktioniert dan ist das auch definit.
Beispiel Festplatten oder Verbrennungsmotoren

Ich Glaube der Sauerstoff Gehalt auf 8000m der druck auf 3000m und 1200°c sind sind für Menschen Ungesund ...

Die Magnetfelder sind das aber offensichtlich nicht.
Warum sind sie also "unüblich" starke Magnetfelder.

Wen etwas nicht Magnetfeldern ausgesetzt werden darf dan wird auf der Packung oder in der Beschreibung davor gewarnt.
zb. Magnetische Datenträger...

genau so wie darauf hingewiesen wird wen etwas keine zb. Vibrationen oder licht ausgesetzt werden darf.

TL;DR

Wen du mir sagst wie viel Strom durch die besagte Leitung fließt
Kann ich ja mal das Magnetische Feld (grob)berechnen
Anschließend simulieren und an einer billigen Lampe testen.

Nur für den fall das es überhaupt noch jemanden interessiert.

Ansonsten nimm eben eine Lampe die solide gebaut ist und keine Aktiven Bauelemente besitzt.
zb. diese mag*irgendwas* die sich sonst nur als schlagstock eigenen

oder http://www.knixs.com/onlineshop/PowerKNIXS-1-Stk-Gletscherweiss-Detailansicht-161.html

Und dafür Hafte ich Persönlich:
Sollte das "PowerKNIXS" nachweislich aufgrund magnetischer Felder von nicht mehr als 50Hz die nicht stärker sind als vom Arbeitsschutzgesetz für Felder dieser Frequenz zulässig, beschädigt werden so das seine Photonen Emission unterdrückt wird...

Dann Bekommst du von mir eine Neues !
 
Zuletzt bearbeitet:

lambda_

Mitglied
hm vllt. wa mein Vergleich mit vögeln nicht passend.

natürlich übertragen Hochspannungsleitungen Wechselspannung und natürlich könnte durch ein Vogel Energie übertragen werden kann.

aber darum ging es mir nicht, ich wollte nur ausdrücken das ein Vogel eben unbeschadet auf so einer Leitung sitzen kann auch wen einige kV drauf sind.

So wie ein Mensch eben in einem MRT sein kann auch wen da statische Magnetfeld sehr stark ist.


Ich weiß diese Annahme vernachlässigt einige Effekte wie beim Vogel die Kapazitive Bildleistung / Feldstärke (Gefälle)
 
Theoretisiert doch nicht so viel, kommt eh nix bei rum. ;)

Mein Angebot mit dem ollen Dropin steht noch. (Surefire hat er ja)
Vielleicht finden sich ja noch mehr Lampen, die ins Testgelände sollen?

Besteht an dem Thread denn noch Interesse @assassin?

gruß
 

Assassin

Mitglied
Also für die, die es nachrechnen wollen:
4 Leiter im Quadrat, Kantenlänge ~2m
50Hz, 70-80V, und mehr als 25kA (meist 28-30). Die Anlage läuft also schön im MW-Bereich.

Ja, da stehen Warnschilder, und ja, ich möchte da nicht dauerhaft rumstehen. Aber hin und wieder muss ich da für ne kleine Weile ran und dann brauch ich Licht.

Surefire 6PL habich grad - da geht Wechseln recht schnell. Bei der E-Serie ists nicht so leicht, da würd ich ungern rumschrauben. Dropin: Wenn du keine Angst hast, dass ich das Teil abfackele, warum nicht.

Ich werd morgen mal vorsichtig testen, was ne kleine AAA-Fenix dazu sagt.


Grüße
Micha
 

lambda_

Mitglied
Theoretisiert doch nicht so viel, kommt eh nix bei rum.
ok zeit für mythbusters methoden

http://imageshack.us/clip/my-videos/717/44941344.mp4/

Der Killer Elekto Magnet
Ich hab kurz bis auf 25A aufgedreht bei 230V

Bei etwa 2A fing die lampe an sich zu bewegen

Bei 25A hat der trafo und die 2.5² Zuleitung angefangen zu stinken!

Aber Lampe bleib unbeeindruckt im strobe modus
(das strob wa gleichmäßig auch wen es im video nicht so aussieht weil es mit der Kamera Indifferenz Effekte gibt )

Sowohl Treiber als auch Mikrocontroller bleiben unbeeindruckt.

Zu Berechnung:

in etwa 5cm Abstand zum geraden leiter mit 25KA beträgt die Feldstärke ca. 800 A/m

Bei meinem Aufbau komme ich über 1000 A/m
(wegen der viele Windungen, weil die Lampe sehr viel näher ist und weil der Eisenkern das Feld konzentriert)
 
Zuletzt bearbeitet:

Profi58

Mitglied
@Profi58

Richtig! das Feld ist aber statisch und gleichmäßig
Deswegen überträgt es keine Energie

Na und? Du fragst entsprechend der Überschrift und nach dem Inhalt Deines ersten Posts nur nach starken magnetischen Feldern, nicht etwa nach Wechselfeldern. Klar ist das was anderes. Die Gradientenspulen sind aber auch nicht ohne, und das sind Wechselfelder!
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.