Survivalbogen

T

Tinolito

Gast
Wie weit kann man mit einem Survivalbogen schiessen?
Mit Survivalbogen meine ich einen Bogen, welchen man selber in einer entsprechenden Situation herstellt: frisches Holz, einziges Werkeug ein Messer.

Bitte nur antworten wenn Ihr es schon selber ausprobiert habt. Keine Schätzungen. Bitte nicht übertreiben.:cool:

Nochmals, ich rede hier nicht von Sportbögen, oder aufwendig hergestellten Eigenproduktionen aus gelagertem Eibenholz, sondern von einen Ding, dass man aus dem nächstbeliebigen Baum schnitzt.

Gruss Tinolito
 

Aleena

Mitglied
Hi Tinolito,

seit 20 Jahren nicht mehr probiert. Aber X-beliebiges Holz und untarierte und nicht gerichtete Pfeile >>> geht gar nicht.:D: Survialteil frisches Holz (z.B. Erle) und tarierte Pfeile (krieg ich hin) etwa 20 m Reichweite >> treffsicher (Hase) etwa 10 m. :super: Treffsicherheit und Schußweite wird mit jedem Schuß schlechter, da frisches Holz die Belastung nicht aushält.
Lieber mehr Zeit in die Suche nach geeignetem Holz (z.B. trockenen Ast an einer Eibe) investieren und derweilen Fallen stellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Guenter

MF Ehrenmitglied
Das kommt darauf an, was Du mit dem Bogen willst und wieviel Zeit Du für den Bogen und die Pfeile aufwenden willst (kannst).
Gutes, buchsicheres Holz ist Haselnuß. Wächst gerade ohne viel Zweige, ist leicht in verschiedenen Dimensionen für jede Zugkraft verfügbar. Noch besser ist Robinie, aber nicht so leicht zu finden, ebenso wie Erle. Weide geht zur Not auch, aber mit etwas stärkeren Abmessungen. Wenn Du dann damit auf Flugwild schießen willst, genügt meistens ein Blunt (Stumpf-)pfeil aus vorjährigem (weil trocknem) Schilfrohr mit einer Spitze aus einem Abschnitt von einem Holunderzweig. Diese pfeile sind recht gerade und Du kannst mit so einem Pfeil auch mit primitivem Bogen leicht über 100 m weit schießen. Treffsicherheit hängt naturlich von der Übung ab und wird 20 bis 25 m kaum überschreiten. Für schwerere Pfeile auf Haarwild wäre es schön, abgestorbene Haselzweige zu finden. Ansonsten sind die nassen Teile recht schwer. Kiefern- und Fichtenzweige sind für ihren Durchmesser relativ steif und Hart genug für’s anspitzen und somit gut geeignet. Wenn Du nicht das Glück hast, aus einer Geweih-Abwurfstange Pfeilspitzen machen zu können oder welche bei Dir zu haben, sollte auf jeden Fall der Pfeil befiedert werden. Mit Vogelfedern oder Birkenrinde in den gespaltenen Pfeil einbinden. Diese Pfeile haben natürlich bei weitem nicht die Reichweite und Treffsicherheit wie die Schilfpfeile; auf 10 - 15m läßt sich noch was treffen. Band sollte man allerdings für die Sehne und die Pfeile dabei haben, Naturmaterial aus unseren Breiten erfordert erst lange Vorbehandlung.
 
T

Tinolito

Gast
Danke schon mal für die Antworten.
x-beliebiges Holz geht schon. Klar halten die Dinger nicht ewig, Pfeile sind natürlich befiedert.
Meine Bögen schiessen so zwischen 60-80m. Treffen eher auf 10-15m.
Holzauswahl ist in einer Survivalsituation meist beschränkt.

Gruss,
Markus
 

Ritschratsch

Mitglied
DIY

Der "schnellste" Bogen, den ich je gebaut habe war ein sogenannter Bündelbogen.....schnell jetzt rein zeitlich gesehen:hmpf: Man/fra nehme: Einige unterkleinfingerdicke Stecken....vorzugsweise nicht im Saft stehende Haselnußminibäumchen zwischen 120cm und 50cm......etwa 8-12m Paracord oder dünne Reepschnur.....und eine Battle Mistress....:hehe: ....geht aber auch mit jedem Schweizermesser, da ja keine Holz-"Bearbeitung" stattfindet.
Die "Hölzer" werden jetzt so angeordnet, daß zwei 120er Stecken ca. 50cm überlappend zusammengebunden werden, immer neue kürzer werdende Stecken symmetrisch dazugebunden werden bis das Bündel nach außen immer schlanker wird....Verjüngung immer nach außen..... und ganz oben nur noch der mittlere Stecken rausschaut.
Dadurch entsteht ein nach oben schlanker werdender, gut mannshoher, faustfüllender Bogen, den man praktisch aus allen ähnlich dimensionierten Stecken, Dübelstangen, abgebrochenen Pfeilen, Bambusblumenstecken, Schilfgewächsen und dgl. basteln kann.
Schwer zu beschreiben, aber denkbar einfach zu bauen.

:steirer:
Wenn man die Hölzer geschickt platziert, liegt die Sehne....übrigens ebenfalls Paracord.....außermittig und dadurch wird das Archer`s Paradox abgemildert.
Schiessen tut so ein Teil im 50 lbs-Bereich erstaunlich gut.....Schussweite je nach Pfeil bis 150m........ aber treffen muß halt der Pfeil.......und dem sollte man in diesem Fall mindestens soviel Zeit widmen wie dem Bogen.....d.h. ca. 3/4 Stunde.
Strala, Ritschratsch alias Infirulez
Tat ist Trägheit mal Wille.Herbert Heckmann
 

Tiddy

Mitglied
Gut funktioniert ein Bogen, wenn du ein etwas dünneren Ast ninnst, und von Griffteil ausgehend mehrere Lagen Holz nachlegst:confused: :confused: Ok, stell dir eine Blattfeder vor,ja , die:staun: ,So sollst du den Bogen bauen.Das ganze der Steifigkeit her mit Draht feste um wickeln und los gehts.Ist ein Tipp von Sir Vival himself:super: Als Pfeil kannst du gut Haselnuss nehmen, hat lange gerade Pfeile.
Tschö Micha