Super Forum auch für Frau zum Griffschalen- Umbau :)

tuff

Mitglied
Hallo in die Runde.
Durch Zufall auf einer Seite gelandet die wunderschönes Holz verkaufte , landete ich ebenfalls durch Zufall hier im Messerforum .
Idee ist für meinen Sohn ein größeres Messer das mit Klebeband umwickelt ist mit einem neuen Griff zu versehen. Dazu muss man erst ein Übungsobjekt haben.

Bei diesen schönen Bildern hier und allen tollen Tipss wird man plötzlich begeistert und nun nach drei Tagen habe ich durch Infos , und ein Stückchen Billig- Holz das ich gestern Abend bekam, gleich den ersten Test bewältigt.

Ein Schweizer Taschenmesser mußte dafür herhalten.
Das Holz vorerst unspektakulär ist eine Tepichleiste von der ich einen Abschnitt bekam.
Evtl. Kiefer oder Fichte.

Alles funktionsfähig , aber noch nicht verklebt, denn..

Am Dienstag treffe ich mich mit einem versierten Holz- Besitzer für diese Zwecke, der eigentlich Kugelschreiber herstellt.

Mal schauen was ich da an besoderen Hölzern finde um das Taschenmesser zu verschönern.

Die Farbe entstand durch Rotwein :) der mir beim Schnitzen Gesellschaft leistete. Darüber dann eine Mischung von Wachsen.Alles schön glatt. Das Schleifen an den Seiten habe ich etwas vernachlässigt ,da ich nur ein Restchen Scleifpapier da hatte und für das Testobjekt es sich ohnehin erübrigt.



Hat alles gut geklappt. Jedenfalls gut genug um nun den richtigen Versuch in der nächsten Woche zu beginnen.


Sitzt glatt und dicht am Metall. (Nur Scan, kein Foto ,aber besser wie nix)



Das macht Mut auf mehr ..

Wie ich bei er zukünftigen Griffschale die Befestigung machen soll , weiß ich noch nicht .

Es könnte ja sein das man in späteren Jahren etwas ändern möchte.
Frage: Bekommt man dann eine feste Verklebung wieder ab ?
Oder reicht eine Verklebung mit Teppichband ?

Grüße aus Wiesbaden
Christel
.
 
Zuletzt bearbeitet:

ma.el

Mitglied
Hallo Christel,
sieht doch schon prima aus.
Teppichklebeband hält sicher nicht, wenn das Messer benutzt werden soll. Nimm einen Epoxydharzkleber ( 2 Komponenten ) etwa Patex Stabilit Express oder Uhu Endfest oä.
Wenn man vorsichtig arbeitet, kann man das auch später noch ändern.
Viele Grüße in eine frühere Heimat
Martin
 

luftauge

Mitglied
Das sieht soweit schon ganz gut aus.
Das Problem ist, dass die Originalschalen aus Kunststoff auf die Pressringe der Verstiftung geclippt werden und durch Reibungskraft halten. Mit Holz geht das nicht so einfach.

Doppelseitiger Kleber wird nur eine gewisse Zeit halten, da er nicht starr ist, ausserdem kann er durch nachträgliches Ölen und Alkoholisieren des Holzes [:glgl:] angelöst werden, dann fallen die Schalen einfach ab.

Für so einen Zweck wäre wohl ein 2K-Epoxidkleber zu empfehlen, ist dauerhaft und *meist* unlösbar, wenn er korrekt gemischt und sauber angebracht wurde. Für den nächsten Versuch würde ich die Originalschalen einfach mit Papier durchpausen, um auf das endgültige Holz genauere Bohrpunkte übertragen zu können, und/oder ergänzend das nächste Holz einfach auf das festmontierte Innenleben (die Stauchköpfe in den Pressringen) zu drücken, damit die großen Bohrpunkte direkt markiert sind.

Dann die Papierschablone mit den Bohrpunkten kombinieren. Falls Du zuhause oder in der Verwandtschaft eine Tischbohrmaschine benutzen kannst, wäre das eine Vereinfachung und Verbesserung gegenüber der Schnitzerei.

Gruß Andreas
 

tuff

Mitglied
Danke für die Tipps.
Wenn ich soetwas in der Nase stecken habe , stürze ich nach Hause mit der ergatterten Trophähe dem Stück Teppichleiste, laß alles fallen und höre erst wieder auf wenn es fertig ist ...

So habe ich das gemacht , ohne das Werkstück irgenwo einspannen zu können als Kante höchstens den Spülenrand, der mit einem Handtuch rutschfest gemacht war. Also überwiegend frei in der Hand.

lacht nicht :cool: funzt trotzdem ..


Mit meinem großen Brotmesser einem ..? Stechbeitel (Schnitzwerkzeug mit Hohlrinne) zum Löcher aushölen hinten, große Holzfeile/Raspel und einem total abgewetzten Rest 150iger Schleifpapier. Wie das so ist wenn man immer mal was am ausprobieren ist. Man hat dann keine fachlich orientierte Werkzeugaustattung sondern von jedem etwas, nie das geeignetste.

Wenn ich nächste Woche das richtige Holz hole werde ich die Löcher mit meinem Dremel vorsichtig und formschön machen.

Aber ich bin froh das ich es mit diesem Holz schon mal weiß das ich es auch mit anderem schaffen kann.

Das Wunschholz das nächste Woche dran ist ,werde ich dann also doch verkleben.

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Wenn man die Politur mit Wachsen macht zieht das durch und löst es den Kleber wieder?
Oder sollte man besser eine Bienenwachs -Politur mit Alkohol machen?
Schellack ?
Da es kein Möbel ist sondern angefasst wird, bin ich ratslos.
Das feinschleifen ist da sicher die halbe Miete.
Glänzen wie Speck soll es , jedoch ohne Lackierung.

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Erka

Mitglied
...
Wenn man die Politur mit Wachsen macht zieht das durch und löst es den Kleber wieder?
Oder sollte man besser eine Bienenwachs -Politur mit Alkohol machen?
Schellack ? ...
Das feinschleifen ist da sicher die halbe Miete.

Wegen der Wachse musst du dir um den Kleber keine Sorgen machen, sobald er ausgehärtet ist.
Das mit dem Feinschleifen hast du richtig erkannt, da wirst du auch noch feineres Schleifpapier benötigen. Und auch mal zwischen den feineren Schliffen das Holz anfeuchten, damit sich die Fasern aufstellen.
Benutze mal die Suche im Unterforum "MessermacherTreff" mit Begriffen wie "Griffbehandlung", "Oberfläche", o.ä.
Auch auf etwaige künftige Fragen lässt sich dort mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Antwort finden ;)

Grüße
Rainer
 

tuff

Mitglied
Beute ! Gestern bei uns in der Stadt "erjagt" .

Von links nach rechts:
Cocobolo , Goldfield Maser und ? Erle oder Esche?





Hab mit Cocobolo angefangen.
Man ist das hart ! Aber tolle Farbe.
Und Wasserschleifpapier bis 1000 hab ich auch schon besorgt.

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corax

Mitglied
Hallo Christel,
das Holz ganz rechts im Bild dürfte wohl eher Esche sein. Bei der Erle sind die Jahresringe nicht so deutlich erkennbar und das Holz müsste einen rötlichen Farbton haben.

Bin gespannt, wie es weiter geht!

Gruß
corax
 

sanjuro

Mitglied
Super-Forum auch für Frau.....

......Von links nach rechts:
Cocobolo, Goldfield-Maser und ?Erle oder Esche?.....Hab mit Cocobolo angefangen. Mann, ist das hart! Aber tolle Farbe. Und Wasserschleifpapier bis 1000 hab ich auch schon besorgt....
Das Holz rechts ist vermutlich Erle; Esche ist farblich eher homogen, Erle hat aber oft ein farbiges Kernholz wie auf dem Foto. Qualitativ ist Erle für Messergriffe wie Linde oder Pappel einzuordnen, also weniger geeignet, falls es nicht stabilisiert wurde.

Cocobolo ist ein sehr schönes Holz, aber neben den Schadstoffen, auf die die Menschen unterschiedlich heftig reagieren, ist zu bedenken, dass die Verklebung mit '2-Komponisten'-Klebern problematisch ist. Darüber kann man ebenfalls in der Suchfunktion Infos finden.

Das 1000er Schleifpapier wirst Du wohl kaum benötigen, denke ich. Bei harzreichen Hölzern setzt es sich nach meiner Erfahrung sofort zu.

Gruß

sanjuro
 

corax

Mitglied
AW: Super-Forum auch für Frau.....

Das Holz rechts ist vermutlich Erle; Esche ist farblich eher homogen, Erle hat aber oft ein farbiges Kernholz wie auf dem Foto.

@sanjuro
Da muss ich dir widersprechen. Erle gehört zu den Splintholzarten, d. h. Kern und Splintholz sind optisch nicht unterscheidbar. Ältere Eschen bilden im Gegensatz zur Erle allerdings ein schwach sichtbares Kernholz. Die farblichen Unterschiede auf dem Foto können aber auch wachstumsbedingte Unregelmäßigkeiten sein. Aber welches Holz es letztendlich ist, lässt sich anhand eines Fotos ohnehin nur schwer beurteilen.

Gruß
corax
 
Zuletzt bearbeitet:

sanjuro

Mitglied
Super-Forum auch für Frau.....

......Da muss ich dir widersprechen. Erle gehört zu den Splintholzarten, d. h. Kern und Splintholz sind optisch nicht unterscheidbar. Ältere Eschen bilden im Gegensatz zur Erle allerdings ein schwach sichtbares Kernholz. Die farblichen Unterschiede auf dem Foto können aber auch wachstumsbedingte Unregelmäßigkeiten sein. Aber welches Holz es letztendlich ist, lässt sich anhand eines Fotos ohnehin nur schwer beurteilen......
Vermutlich hast Du aus botanischer Sicht Recht. Ich habe aber sowohl stabilisierte Erle zu Messergriffen verbaut als auch zwei komplette Erlenstämme gekauft und zu Brennholz verarbeitet. Dabei habe ich in vielen Fällen genau die Färbungen vorgefunden, wie sie von Tuff gezeigt wurden.

Esche habe ich auch in meinem Sortiment, aber eben ohne Kernfärbung, daher meine wohl falsche Einschätzung.

Gruß

sanjuro
 

teamaster

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Guten Morgen,

Aus dem Bild ist es sehr schwer, die Holzart des rechten Stückes zu ermitteln. Ich persönlich hätte aufgrund meiner Erfahrung, und meiner Holzproben erstmal auf (Garten-) Eibe getippt....

Das zu Esche und Erle gesagte stimmt grösstenteils, Die Erle bekommt im Alter ein leicht anders gefärbtes Kernholz, das das Holz für hochwertige Verwendungen (Furnier) so gut wie entwertet. Erle fäbt sich bei frischem Abschneiden von frisch geerntetem, nassen Holz sehr schnell rot, bei bereits getrockneten Stücken kann sich das etwas verzögern, und geschieht mit der Zeit. Noch zu unterscheiden ist, dass es in Deutschland zwei Erlenarten gibt, die Weiß- oder Grauerle auf kalkhaltigen Standorten mit grauer mehr oder weniger glatter Rinde, und die Schwarz- oder Roterle auf kalkfreien Standorten mit schwarzer, schuppiger Rinde. (Die ebenfalls existierende Grünerle wächst meist nur Strauchförmig und ist fast ausschliesslich auf das Gebirge beschränkt) Was die meisten Stücke Erle, die ich verarbeitet hatte, zusätzlich noch aufwiesen, was mir an deinem Stück fehlt, sind dunklere ebenfalls rötliche Markstrahlen.

Die Esche bekommt ein braunes Kernholz, jedoch nicht zwingend jeder Stamm, das hängt nach meiner persönlichen Erfahrung im forstlichen Aussendienst sehr stark vom Standort ab. Der Kern hat jedoch keine schlechteren Eigenschaften, wie das Splintholz, sieht nur anders aus, weswegen Esche bei Eichenholz-knappheit auch gerne als Ersatz für die Eiche genommen wird.

Abschliessend würde ein Blick auf die Stirnseite der Kantel die endgültige Beurteilung der Kantel sehr stark vereinfachen. Bei der Esche als Ringporige Baumart sind die Poren extrem stark ausgeprägt, und können problemlos mit blossem Auge erkannt werden, sie haben in etwa den Durchmesser von 0,5 mm!

Beide Holzarten werden für Messergriffe verwendet, Esche auch gerne für Axt/Beil/Hauen etc. Stiele. Erle wird hauptsächlich bei skandinavischen Messern eingesetzt, insbesondere stark gemaserte Stücke (Alder, Box-Alder).

Gruß

Christian
 

corax

Mitglied
AW: Super-Forum auch für Frau.....

... Dabei habe ich in vielen Fällen genau die Färbungen vorgefunden, wie sie von Tuff gezeigt wurden...Esche habe ich auch in meinem Sortiment, aber eben ohne Kernfärbung...

@sanjuro
Ja, das ist das schöne an natürlichen Materialien. Es gibt die Regel und viele Ausnahmen. Letztere machen meiner Meinung nach das Material erst richtig interessant. :)
Aber eigentlich müsste sich Christel mal wieder melden. Vielleicht hat sie ja inzwischen erfahren, welches Holz es ist. Und was viel wichtiger ist, wäre, wie es mit dem Messer weiter geht. ;)

Gruß
corax
 

tuff

Mitglied
Hallo.
Danke für Eure Rückmeldungen.

Ich hab das Holz bekommen weil es zweifarbig ist.Stärke ca. 8mm und dort sieht man das die Maserung diagonal verläuft um die zweifarbigkeit zu erreichen.
Eben Hell und rötlich
Ich muss nochmal fragen welches es ist.

Das Cocobolo zum niesen reizt, hab ich nun schon erfahren.Hoffentlich kann man es ordentlich verkleben.
Das dauert ein bischen länger bei mir ,weil ich nur mickrige Werkzeuge habe und keine Maschinen. Cocobolo ist seehr hart.


Und gerade eine Blase geholt weil ich einen Garten übernommen habe mit gut 3 m² Distelbeet und 2m² Brennessel am Stück mit wurzelnden Ranken.

Beim Kirschlorbeer / Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)werde ich einen sehr dicken Ast absägen müssen.
Ist das Holz für Schnitzarbeiten nutze?
Durchmesser mind 5-7 cm und ziemlich gerade.
 

corax

Mitglied
Hallo Christel,
auf Deinem letzten Bild sieht mir dass Holz eher nach einem Nadelholz aus, wie auch smio vermutet hatte. Kiefernholz hätte z. B. einen rötlichen Kern und einen hellen Splint. Auch die jetzt gut sichtbaren groben Poren sprechen für ein Nadelholz (weitlumige Tracheiden im Frühholz und Harzkanäle). Sollte es sich wirklich um Kiefer handeln, würde ich es allerdings nicht für Griffschalen verwenden, da dieses Holz meiner Meinung nach einfach zu weich ist.

Ob sich Kirschlorbeer als Griffmaterial verwenden lässt kann ich nicht sagen, aber ich würde einfach mal ein paar Stücke trocknen und es ausprobieren.

Gruß
corax
 

tuff

Mitglied
Lärche-
Hier ein Foto mit genauso einer Färbung wie der Ast aus dem es geschnitten wurde. Außen hell und innen rötlich . Wird als das härteste Holz nter den Nadelhölzern beschrieben.
http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4rchen

und Lärchenholz
http://http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4rchenholz


oder
Eibe
Ebenfalls weiter unten ein Foto mit zweifarbigen Holz
aus dem früher Bögen und Speere gebaut wurden.
http://http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Eibe

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Im hellen Bereich läßt sich der Fingernagel eindrücken im rötlichen nicht
Geplant war es von einem Drechsler zum verarbeiten für Kugelschreiber und Füller aus Holz.
 

sanjuro

Mitglied
Super-Forum......

........Dass Cocobolo zum Niesen reizt, hab ich nun schon erfahren. Hoffentlich kann man es ordentlich verkleben.......Beim Kirschlorbeer.....(Prunus laurocerasus) werde ich einen sehr dicken Ast absägen müssen. Ist das Holz für Schnitzarbeiten nutze?......
Wenn die schlechten Eigenschaften des Cocobolo sich auf den Niesreiz beschränkten, wäre das gut.....Über die Probleme beim Verkleben hatte ich schon geschrieben.

Kirschlorbeer hat ein recht hartes, dichtes, fast weißes Holz, das man nach sorgfältiger Trocknung durchaus für Messergriffe, Holzhämmer (Klüpfel) und Werkzeugstiele nehmen kann. Allerdings ist es meist ziemlich langweilig von der Maserung her. Als gestocktes Holz sieht es hingegen sehr reizvoll aus.

Falls das rätselhafte Holz von Gerhard Christmann kommt, wäre es ein Leichtes, ihn dazu zu befragen. Dann müssten wir hier nicht weiter raten, ohne Dir tatsächlich helfen zu können.

Gruß

sanjuro