Sumpfratte stinkt gegen Herbertz ab...

S

Scarab

Gast
Die Kontrahenten:
Swamprat Battle Rat

Gesamtlänge: 37cm
Klingenlänge: 24cm
Klingenstärke: 6mm
Gewicht: 440 g
Alter: out of the Box

Herbertz Outlaw Knife

Gesamtlänge:41cm
Klingenlänge:28cm
Klingenstärke:5mm
Gewicht:750g
Alter: ca.6 Jahre
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Die Benotung: 1= Sehr gut - 5= Nicht genügent
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Papiertest:
BR:1
HO:1
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Gummiringtest:
BR:1
HO:1
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Rasiertest:
BR:1+
HO:1+
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Tomatentest:
(Klinge wird mit dem Schneiden Anfang auf eine Tomate gesetzt, und dann ohne Druck auf die Klinge auszuüben zurückgezogen)

BR: 3
(erst bei der Hälfte der Klingenlänge ist die BR in die Tomate eingedrungen, und kommt gerade mal bis zur Mitte der Tomate)

HO: 1
(HO zerteilt die Tomate ohne Zug, alleine durch sein Eigengewicht "fällt" geradezu durch die Tomate)
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Schnitzen:
Schnitzobjekt: ein Besenstil Durchmesser 3cm aus dem Baumarkt (Eschenholz schätze ich) schräg angeschnitten

BR: 3
(Die BR schafft es gerade mal so einigermaßen "Chips" von dem Besenstil abzuschnitzen man merkt das die stärke der Klinge stört.)

HO: 1
(Das HO schnitzt den Besensielt wie Salami runter, die "Chips" sind komplett kein stück ist "zerfallen".)
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Hacktest Fichtenbrett: Länge 100cm Breite 15 cm und 2 cm stark

BR: 3
(Die BR dringt bedingt durch die Stärke der Klinge nicht genug ins Holz ein, dadurch ist auch das Prinzip "schräger Schlag, gerader Schlag" nicht sehr effektiv.)
Eindringtiefe erster schräger Schlag 1,5 cm
Dauer bis durch: 2min 50sek

HO: 1
( Die Klinge dringt fast 4cm in das Fichtenbrett beim Schrägschlag ein dadurch geht auch beim geraden Schlag dem entsprechend was weiter.
Eindringtiefe erster schräger Schlag 3,8 cm
Dauer bis durch: 1min 10 sek
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Hacktest Baumstamm:

Baumstamm: 10 cm durchmesser Fichte

BR:3
(detto wie beim Brett, Dauer 3min 40 sek

HO:1
(detto wie beim Brett, Dauer 2min 20sek
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Danach:
BR:1
Die BR rasiert auch nach allen Tests noch gut.

HO: Rasiert nicht mehr einwandfrei "reißt" viel mehr
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Ergonomie:

BR:2
(der Griff ist sehr angenehm zu halten sehr rutschfest, die Fingermulde ist da schon etwas krampfiger, die klinge fängt gleich nach der Mulde an.

HO:4
Pakaholzgriff ist zu dick, ich hab recht große hände, aber trotzdem ist mir der Griff zu groß, lässt dich bei keinem schlag ins Holz im unklarem wie hart das Material gerade ist, nach 20 min. tut mir der Ellenbogen weh)

Testende !
alles IMHO
lg Scarab
So und jetzt könnt ihr mich in der Luft zereissen
 

LasterSepp

Mitglied
Hallo,

Ich find den Test gut. Auch wenn die Stärken von 6mm Klingen eher beim Hebeln als beim tief ins Holz eindringen liegen, bleibt die Sache, dass immer gute Rest-Schärfe nach dem Einsatz beobachtet wird, wenn es ein Busse oder Swamprat ist oder die Klinge aus Infi besteht.

Manchmal könnte man beim lesen denken diese 6mm Klingen aus Infi können hacken wie Macheten, hebeln wie Brecheisen(das geht wohl) und schneiden wie ein Küchenmesser.

Welcher Stahl hat denn das Herbertz-440 A oder C?
 
Zuletzt bearbeitet:
S

Scarab

Gast
@LasterSepp:ääääh... ich denke 440c, die Battle Rat ist deutlich schnitthaltiger, ich hätt mir halt mehr chopp qualitäten erwartet, an stabilität mangelt es der ratte sicherlich auch nicht.
Zumindest wüsst ich nix womit man dem messer zu leibe rücken könnt.
Beim herbertz möcht ich solche "brachialtests"
wie -das messer in einen Baum dreschen und dann als trittstufe benützen- nicht ausprobieren.
Bei der Ratte sicherlich zero-Problemo
Sie ist auch super "führig"(sagt man das so?) weil doch ziemlich kopflastig, man bekommt einen riesen schmakes drauf beim hacken, nur die klinge bremst den schlag so abrupt ab, da zweifeld man an seiner eigenen armkraft (deshalb hab ich auch meinen alten herbertz Prügel rausgekramt und mit dem ging´s wie gewohnt.)

Genaueres kann ich dann in 14 Tagen berichten ich fliege nämlich morgen nach Kronogård (Schweden) :D und da muß die Ratte dann die Hosen runterlassen, ist nämlich ein survivaltripp.

lg.Scarab der Sumpfrattenschänder:cool:
 

darley

Mitglied
meine rede seit anno '59:

die busses einfach ein bisserl dünner machen.
ich empfand diese 6 mm immer eher als handicap.

so ein wunderstahl wird doch auch mit 4 oder 4,5 mm noch gewisse "steher-qualitäten" haben, gell??

und dann sollte so ein test auch eindeutiger ausfallen!

bernd
 

achlais

Mitglied
Schöner Vergleichstest:super:

Das Ergebnis tätte ich allerdings nicht erwartet, die Stärke scheint wirklich in der Schnitthaltigkeit zu liegen. Über die Stabilität braucht man ja bei 6mm von diesem Stahl nicht zu diskutieren.

Viel Spaß in Schweden! Bin schon auf deinen Bericht gespannt:cool:

BTW: Mich würde mal die Eindringtiefe in ein echt schwedisches Knäkebrot mit Elchleberwurst interessieren.:hmpf:

Servus sgian achlais
 

Jake Cutlass

Mitglied
Ich hätte ja gerne vom Herbertz Outlaw mal ein Foto gesehen, wenn es technisch machbar ist...
Ich denke doch, daß es so eine Art Bowie ist!
Gruß Jake C.
 

Flieger

Mitglied
hier mal ein bild vom outlaw:

Herbertz_Outlaw_Knife.jpg


(geliehen von www.actionmall.de)

so wie's ausschaut ist die klinge hohlgeschliffen - IMHO nicht unbedingt der ideale schliff bei einem großen user.

gruß chris

edit: größeres bild...
 
Zuletzt bearbeitet:

Flieger

Mitglied
noch was - das rtak hat ne 4mm dicke klinge aus 1095-kohlenstoffstahl, flachschliff und 'chön groß isses auch... wär vielleicht ne alternative, wenn's mehr um's schneiden in weiches material geht.

gruß chris
 

Jake Cutlass

Mitglied
Danke für das Bild, ich finde das Outlaw in der Tat grottenhäßlich. Es sieht IMHO aus (und ist es wahrscheinlich auch) wie eine Billiginterpretation eines Rambo/First Blood aus Fernost. Da mag es sich noch so wacker schlagen, das Auge schneidet auch mit...
Meint, etwas enttäuscht, Jake C.
 

darley

Mitglied
test

also, um mal nichtr nur zu lästern:

ich finde den test schon klasse, scarab hat sich da echt mühe gegeben.
so ein test aus der scharfen praxis ist vielleicht mehr wert als manche "ich hau mein messer mit dem daumen durch 5mm stahlplatten"-tests :D

und ein wenig entmystifizierung von fabelmessern find ich auch ned schlecht!

allerdings wird das busse bei längerem gebrauch seine vorteile wohl noch überzeugend ausspielen und den herbertzprügel alt aussehen lassen.

außerdem darf man nicht übersehen, dass das herbertz fast das doppelte wiegt wie das busse.
also kein wunder, wenn es beim choppen tiefer eindringt und - frisch geschliffen - die tomate fast von selbst zerteilt :irre:

vielleicht mal zuerst holz hacken und dann tomaten schneiden?

bernd
 

HankEr

Super Moderator
Die Messer sind ja grundverschieden. Das Herbertz hat einen niedrigen Hohlschliff und das Swamprat einen hohen Flachschliff gepaart mit einer konvexen Schneide. Sehr viel unterschiedlicher können zwei Schneidgeometrien gar nicht sein und genauso wie sich die Messer unterscheiden muß sich auch die Technik des Anwenders unterscheiden. Wer mit der für das eine Messer optimalen Technik mit dem anderen arbeitet wird damit i.d.R. schlechter fahren.

Ändert aber auch nichts daran, daß der Schneidenwinkel des Swamprat im Serientrimm sicher wie bei den meisten Messern ein wenig arg grob ist.
 

dcjs

Mitglied
tja,
und ich hab heute mit meiner BR die krone einer geflällten esche zu kleinholz verarbeitet und hinterher eine birke mit über 20cm durchmesser gefällt und in teile zerlegt.
dann habe ich unseren zaun ausgebessert, dabei einen 2mm-draht durchgehauen und ne neue zaunlatte angenagelt (mit dem klingenrücken als hammer).
das ist ein job, für den andere ihre stihl, einen hammer und ne kneifzange rausholen. :D
dabei habe ich eigentlich gar nicht gemerkt, dass die ratte zum hacken nicht geeignet ist :rolleyes:
ok, meine gränsfors hätte den job schneller hingekriegt, aber das ist halt kein messer:glgl:
die ratte sieht inzwischen zwar aus wie die sau (ne "sumpf-sau" sozusagen :steirer: ), auch der griff hat ein paar schrammen und dellen vom messerwerfen auf bäume (falschrum aufgetroffen, abgeprallt...), aber wen stört das schon? ist halt ein werkzeug.
ich bin mit meiner ratte eigentlich ganz zu frieden und würde sie sicher nicht gegen irgendein herbertz-teil tauschen.