Streitaxt

dr.bob

Mitglied
Hallo Leute

Hier eine freie Interpretation einer Streitaxt. Ich hab mich klar an Archeologischen Funden orientiert,
die in ca 50-100 Jahren gefunden werden:D
Zum Material: Klinge war irgend ein massives 4Kant, aber härtbar.
Griff Baustahl, welchen ich mit einer Verdickung unterhalb vom Haus versehen habe. Und nach dem Härten oben am Haus vernietet. Hatte leider einen minimsten wackler. Daher hab ich unten am Haus Schweisspunkte gesetzt. Problem behoben, sieht leider nicht authentisch aus.
Gewicht 1.8 Kg
Grifflänge 38cm
Klingenhöhe 13cm
Mit der hat das Weihnachtsbaum zerlegen richtig Spass gemacht.
Aber nun Bilder:

IMG_0171kl.jpg


IMG_0172kl.jpg


IMG_0173kl.jpg


IMG_0175kl.jpg


Gruss Bobby
 
G

gast

Gast
:super:Sieht gut aus, nur ders Stiel aus Eisen irritiert mich etwas.
Behält man den denn in der Hand beim Arbeiten?

Gruss unsel
 

no bird

Premium Mitglied
Hallo Bobby
klasse Arbeit , sieht bärenstark aus deine Axt,
nur schade wegen der Schweisspunkte .
Bitte noch ein Bild 'in der Hand' da sieht man die Größe besser.

Grüße aus dem Neckartal ... Norbert
 

gnilreh

Mitglied
Feines Teil!

Bleibt zu Hoffen, dass keiner unbedacht Streit mit Dir anfängt... :teuflisch :glgl: :teuflisch

Schöne Grüße,
Dom
 

dr.bob

Mitglied
@ Sanjuro
Du magst ja bei konventionellen Äxten bzw Beilen Recht haben.
Jedoch kenne ich kein Streitbeil. Und siehe da, Wikipedia spuckt folgende Definition aus:
Der Begriff Streitaxt ist eine Sammelbezeichnung für alle ein- oder zweihändig führbaren,
im Fusskampf eingesetzte Äxte und Beile.


Gruss Bobby
 

sanjuro

Mitglied
......Du magst ja bei konventionellen Äxten bzw Beilen Recht haben.
Jedoch kenne ich kein Streitbeil. Und siehe....., Wikipedia spuckt folgende Definition aus.....
Ich bin ja durchaus WIKIPEDIA-Fan, aber das ist mal ein wenig kompetenter Artikel, sowohl was die unzutreffenden Definitionen als auch die historischen Fakten angeht.

Ich kann nicht recht nachvollziehen, warum Archäologen eine eigene Terminologie für Werkzeuge und Waffen entwickeln, ohne sich einmal in der Welt der Technik umzuschauen. Da gibt es dann 'Griffzungenmesser' statt Flachangel, und das hat nach meiner Beobachtung damit zu tun, dass die Archäologie häufig im stillen Kämmerlein statt im wirklichen Leben zu Hause ist.

Ich glaube, dass es für alle verständlicher ist, wenn wir bei Beilen und Äxten bleiben. Und natürlich gibt es - nicht nur im Internet - auch das Streitbeil!

Gruß

sanjuro
 

Holgi

Mitglied
Guude!

Nicht schlecht das Teil, schön urig. :super:
Ich wußte garnicht, daß Du auch so große Sachen kannst :D.

Aber mal im Ernst: ist die Gewichtsverteilung durch den Stahlstiel nicht etwas ungünstig?

Gruß aus Mittelhessen,

Holger
 

munin

Mitglied
also, ich finde deine interpretation einer streitaxt sehr stimmig,du findest ganzstahlstreitäxte geschichtlich vom frühmittelalter bis ins 16te jahrhundert(angelsächsisches grab,türkische waffen zur zeit der 2ten türkenbelagerung,indien mogulwaffen,..)
gruss munin
 

munin

Mitglied
ich kann dir noch den autor ortwin gamber sehr empfehlen er war am kunsthistorischen museum in wie waffenexperte und schrieb das buch wehr und rüstung eurasiens eines meiner besten bücher über das thema.
vom faustkeil bis zum bihänder.
gruss munin
 

Furlan

Mitglied
Das ist ein Hammer!!! (Nee, das ist eine Axt!)

Geniales Teil, schade nur dass die Schweisspunkte nötig waren...
 

Mirko

Mitglied
Hallo,

tolles Teil :super:

Nun mal meine Version:

Sapeuraxt nach Bardin:

http://img832.imageshack.us/i/img5321y.jpg/

Die Axt ist nach Original gefertigt, 35 cm hoch, 21 cm Schneidlänge und 3,5 kg Kopfgewicht. Man Fällt einen baum mit wenigen Schlägen, wenn man die Kraft für das Monster hat.

In Napoleons Linienregimentern wurden die besten und kräftigsten Männer der Grenadierkompanien als Sappeure (Sapeure) eingesetzt. Diese Truppenhandwerker hatten wichtige Aufgaben, wie etwa das Freimachen von Marschrouten, Vorbereiten von Biwakgelände, Erstellen von Feldbefestigungen oder auch Schiessscharten in bestehende Mauern zu schlagen.
Dieser Dienst erforderte Mut und Körperkraft.

Die wohl grösste, bekannte Tat der Sappeure war das Errichten einer Holzbrücke, mitten im Winter in den eiskalten Fluten der Beresina, um Napoleon die Flucht aus Russland zu ermöglichen.

Mirko Günther
 

erny

Mitglied
Hallo Mirko,

ich finde Deine Axt viel schöner - SORRY, DR. BOB ;-) - und ich bin mir sicher, daß wieder rasiermesserscharf ist. :super:

Mein Bartbeil von Dir ist auch eine sehr gute Wahl gewesen.

An Dr. Bobs Teil gefällt mir der Griff nicht. Und der Axtkopf ist längst nicht so gut ausgearbeitet. Seine Funktion wird die Axt aber auf jeden Fall gut erfüllen - glaube ich. Bei dem Schneidwinkel und ordentlicher Härte :haemisch:
 

bluesman

Mitglied
Hallo Bobby,
einfach cool das Teil. Gefällt mir sehr gut. Bin nur erstaunt, dass der Stiel auch aus Stahl und nicht aus Holz ist. Passt aber trotzdem gut dazu.

Gruß aus Freiburg
Uwe
 

Blau

Mitglied
Furcht erregendes und Respekt einflößendes Stück auf den ersten Blick.
Wenn man sich aber vorstellt, was für eine Arbeit es ist, so ein Unikat zu fertigen wird erst dessen wahren Wert ersichtlich.

Rustikal, einfach und unverwüstlich sieht es auf aus! :super: