Stahlfragen-Verschleißteile schmieden?

Zorgan

Mitglied
Guten Tag,
Nach ewigkeiten komme ich mal wieder zum Schmieden
und nachdem ich mit meinem Lehrling an vielen Landwirtschaftlichen geräten zwei Tage lang Arbeiten wie Verschleißmesser wechseln und Schärfen oder Grubberschare rückarbeiten erledigt habe kam ich nebenbei auf die Idee ob man diese zu brauchbaren Messern umschmieden kann.:ahaa:


Da ich allerdiengs weder rausbekommen habe :confused: was für Stahl das ist noch wie ich damit umzugehen habe,meine Frage an euch: Hat jemand Erfahrung damit?,Kann mir Jemand etwas über den Stahl sagen? und Ist es Überhaupt möglich?:confused:






Wer noch ein paar Bilder sehen will muss hier schauen:
http://img253.imageshack.us/g/dsc00270s.jpg/
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es dir nicht um mustergesteuerten Schweißverbundstahl geht und du ab C 60 hast,kannst du ja mit der Flex nach dem Funkenbild gehen und vergleichen.
Ansonsten härten und Brech/Glas-Ritztest machen.
Da von deinen Sachen bestimmt verschiedene Hersteller gibt und jeder vielleicht noch unterschiedliche Stähle verwendet,wird dir wohl keiner sagen können aus was jedes einzelne Stück sein könnte.
 

gmo

Mitglied
Hallo,

ich habe schon Messer aus Pflugschar, Egge- und Grubberzinken geschmiedet. Das Funkenbild entspricht in etwa C 40, Meine Klingen haben nach dem Härten bisher alle Glas geritzt. Der Stahl ist sehr verschleißfest. Da jeder Hersteller wahrscheinlich eine andere Stahlzusammensetzung hat, würde ich aiuch meinen, Du solltest es mal ausprobieren. Aber ich würde sagen, dass eine Pkw--Fahrwerksfeder mehr C enthält und feinere Klingen ergibt.

Grüße
Gerd
 

U. Gerfin

MF Ehrenmitglied
Was ich sehen kann, sind durchaus verschiedene Werkzeugteile. Sie sind daher vermutlich aus verschiedenen Stählen gemacht. Einzelheiten, wie etwa den ungefähren C-Gehalt kannst du über die Funkenprobe ermitteln.

Dabei wird etwa folgendes herauskommen: Grubberteile ähnlich C 45, da sie zäh-elastisch sein müssen. Vermutlich leicht Si-legiert.

Die übrigen Teile wie etwa die Mähmaschinenmesser liegen im C-Gehalt höher ab etwa 0,6 %. teilweise bis 0,9 %.

Das ist eigentlich schon alles, was Du wissen musst.

Die in der Landwirtschaft verwendeten Stähle sind genormt.
Logischerweise werden Stähle verwendet, die die gewünschte Leistung möglichst einfach und billig erbringen.
Damit ist die ungefähre Legierung festgelegt. Außer Kohlenstoff liegen Silizium und Mangan vor, teurere Legierungselemente werden vernünftigerweise gespart..
Immerhin wird bei Pflugscharen und Streichblechen von Pflügen recht häufig Verbundstahl eingesetzt, mit zwei harten Schichten und einem weichen Kern. Bei alten verschlissenen Teilen kann man das am unterschiedlichen Abrieb sehen, ebenso nach dem Anschleifen am Ätzmuster.

Da die Unterschiede außer im C-Gehalt recht geringfügig sind, ist es überflüssig, durch Rückfragen bei den Firmen die exakte Legierung feststellen zu wollen. Die Wärmebehandlung richtet sich nach dem C-Gehalt.

Wunder darf man keine erwarten, es handelt sich um einfach aufgebaute Stähle, gut brauchbar sind sie aber auf alle Fälle- bei richtigem Einsatz besser als überlegierte, zu andern Zwecken entwickelte "Superstähle".

Freundliche Grüße

U. Gerfin
 

hartzahn

Mitglied
Hallo Zorgan,
die oben mittig liegenden Teile sehen aus wie Strohächselmesser aus einem Mähdrescher.
Ich habe auch einige davon (aus einem John Deere Mähdrescher) und deshalb bei der Herstellerfirma Busatis aus Österreich angefragt um welchen Stahl es sich handelt.
Die promte Antwort lautete es handele sich hier um einen Chrom-Vanadium Vergütungsstahl.
Die genaue Werkstoffnummer könne eventuell John Deere mitteilen.Weitere Angaben wurden leider nicht gemacht.
Ich habe neulich bei Mike (Stealhead) eine Probeklinge daraus in Öl gehärten; war aber mit der erreichten Härte nicht zufrieden. Weitere Versuche stehen aus Zeitmangel noch aus.
Grüße, Hartzahn
 

hartzahn

Mitglied
Hallo Zorgan,
die oben mittig liegenden Teile sehen aus wie Strohächselmesser aus einem Mähdrescher.
Ich habe auch einige davon (aus einem John Deere Mähdrescher) und deshalb bei der Herstellerfirma Busatis aus Österreich angefragt um welchen Stahl es sich handelt.
Die promte Antwort lautete es handele sich hier um einen Chrom-Vanadium Vergütungsstahl.
Die genaue Werkstoffnummer könne eventuell John Deere mitteilen.Weitere Angaben wurden leider nicht gemacht.
Ich habe neulich bei Mike (Stealhead) eine Probeklinge daraus in Öl gehärten; war aber mit der erreichten Härte nicht zufrieden. Weitere Versuche stehen aus Zeitmangel noch aus.
Grüße, Hartzahn
 

Zorgan

Mitglied
Ich bin ja Landwirt kenne mich auch ein winzel bischen aus.

Also,die Hächsler-.und Haspelmesser, sowie die Finger stammen aus einem Laverda-Massey Drescher (MF 7256)
von Agco.

Die Grubberschaare stammen von einem Lemken-Smaragd.

Die Scheibe ist von einem Kverneland umbau.

Pflugschaare sind von einem Kuhn Vari-Master 182.
Andere verschleißteile hiervon sind auch noch vorhanden.

Kreiseleggen-teile sind ebenfals von Kverneland.

Mulcherschlägel kommen von einem Müthing MU-Farmer/S.

Frontlader-teil müsste Stoll sein.


Es sind Alles ORIGINAL teile, zum großteil von Agco.
 
Warum der Aufwand ?
Diese Stähle sind alle recht einfach,(sprich billig)
zum schmieden eines mittelgrossen Messers benötigt man ca.200 G Stahl
da fallen die Materialkosten doch nicht ins Gewicht,
Kauf Dir ein paar Kg 1.2842 und Du weißt was du verarbeitest
PS:Wenns schon Schrott sein muss nimm Kugellager bis ca.150mm Durchmesser(C1% Ch1-1,5%)
 

Zorgan

Mitglied
Kugellager nehme ich ja bis Jetzt schon,davon fallen auch genug kaputte und zerstörte von den Maschienen an.