Stabilisieren mit Vakuum und Überdruck. Vorteil oder nicht?

Ernie80

Mitglied
Hallo

Ich habe schon mehrmals gelesen und gehört dass manche nach dem Vakuum mit 3, 5 oder noch mehr bar Überdruck arbeiten um das Holz in größerem Ausmaß mit Harz zu tränken/füllen.
Ist das ein Mythos oder stimmt das wirklich?

MfG
Ernie
 

Hermann

Mitglied
Hallo Ernie,
ich hab das schon x-mal gemacht
wenn du genügend lang, bei Raumtemperatur,
das Vakuum einwirken lässt,
das heißt bis wirklich keine Blasen mehr aufsteigen
hast du nicht nur die Luft sondern auch alle Feuchtigkeit draußen.
Dann, das Werkstück muß immer untergetaucht bleiben,
den normalen Luftdruck, also ein bar Überdruck, genügend lang einwirken lassen.
Das Problem ist ein brauchbares Harz aufzutreiben!
Mit Leinöl/Firnis funzt es immer.
Halt uns auf dem Laufenden.
Frohes Schaffen
 

Ernie80

Mitglied
Servus Hermann

Aber hast Du auch schon mit dem angesprochenen Überdruck gearbeitet?
Mir geht es darum ob es einen Unterschied macht und es den Mehraufwand und die Mehrkosten wert ist.
Nur Vakuum ist ja kein Problem, beides ist aber schon eine Herrausforderung in den Dimensionen in denen ich stabilisieren muss (Kanteln mit 700x70x70mm).

MfG
Andi
 

Hermann

Mitglied
Hallo Ernie,
mit Überdruck hab ich noch nie gearbeitet
war auch nie nötig
hab aber noch keine 70 cm lange Werkstücke verarbeitet
da das Harz/Öl hauptsächlich der Länge nach eindringt, könnte es in der Tat schwierig werden.
Andere Frage: wir sind hier im Messerforum
was machst du mit so langen Prügeln?:confused:
 

Ernie80

Mitglied
Hallo

Die brauche ich für bestimmte Möbelstücke.
Messergriffe fallen da auch einige ab beim Verschnitt.
Wieso war Druck deiner Meinung nach noch nie nötig?

MfG
Andi
 

Hermann

Mitglied
Hallo Andi,
wie ich bereits in meinem ersten Beitrag geschrieben habe
hat bei mir bisher ein bar Differenz immer ausgereicht.
Dh. heißt in den Poren des Werkstücks fast 0 bar
gegen 1 bar Athmosphäre.
Wenn das Holz vollgesogen ist, ist es voll, was soll also passieren
wenn ich den Druck noch erhöhe.
Mein Vorschlag: einfach mal ausprobieren.
Nimmst du Harz oder Öl?
Grüße
 

Ernie80

Mitglied
Hallo

Ich nehme Epoxy da ich damit auch verleime.
Momentan noch in kleineren Maßen aber die größeren sind jetzt in Planung.
Für kleinere Stücke habe ich zum casten auch einen Drucktopf jedoch müsste ich für die größeren Stücke entweder eine große Vakuumkammer bauen (oder kaufen falls sich ein Eigenbau nicht rentiert) oder eben einen Vakuum-/Drucktopf in XXL was einen viel größeren Aufwand und viel höhere Kosten verursachen würde.
Was der Druck angeblich bringen soll steht ja in meinem ersten Beitrag.
Tests habe ich schon geplant für dieses oder nächstes Wochenende. Ich denke persönlich aber auch nicht dass der Druck was am Ergebnis ändert, lasse mich aber auch gerne überraschen und vom Gegenteil überzeugen.

MfG
Andi
PS: Schöne Grüße aus REG nach R! :)
 

Hermann

Mitglied
Hallo Andi,
benutz mal die Sufu
Epoxy ist zum Stabilisieren, sagen wir mal suboptimal.
Schon allein deßwegen weil man die Reste
entsorgen muß. Einkomponenten Harze sind immer sinnvoller.
Grüße aus Regensburg ( Umland )
 

Ernie80

Mitglied
Hallo

Ich werde so geplant nur 1-2x im Monat im voraus stabilisieren.
Es ist ein langsam aushärtendes Epoxy und es werden dann nacheinander verschieden große Stücke stabilisiert bis das Harz fast verbraucht ist.

MfG
Andi
 

Ernie80

Mitglied
Hallo

Werde in nächster Zeit mal die Tests machen.
Suche jetzt aber erst mal eine Vakuumkammer in der passenden Größe (siehe anderer Thread. Hast Du ein paar Tips?) und wenn die Tests aussagen dass Druck einiges bringt dann bau ich mir sowas in groß.

MfG
Ernie
 

Hermann

Mitglied
Hallo Ernie,
wie Gerhard schon schrieb würde eine Gasflasche sich anbieten
natürlich geht auch jedes andere Rohr - kommt halt auf den Druck an.
Bei Unterdruck reicht ein Deckel aus Plexiglas oder auch mehrere Schichten Fensterglas ( verklebt ).
Ein ``Schaufenster `` ist wirklich von Vorteil, es dauert oft ewig bis kein Blasen mehr aufsteigen!
Man könnte ja für die Überdruckphase einen Verschluß aus Stahl verwenden?!?
Denk aber bitte dran bei deinen Tests auch wirklich 700mm lange Hölzer von der gleichen Sorte
wie später zu verwenden.
Also: loslegen und uns das Ergebniß zeigen
 

keksdose1

Mitglied
Hallo

Ich habe schon mehrmals gelesen und gehört dass manche nach dem Vakuum mit 3, 5 oder noch mehr bar Überdruck arbeiten um das Holz in größerem Ausmaß mit Harz zu tränken/füllen.
Ist das ein Mythos oder stimmt das wirklich

Ich Klink mich hier mal ein und meine mal gehört zu haben das der Unterdruck die blasen aufsteigen lässt und dadurch minimiert im werkstoff_(was man auch sieht) meine erfahrung
In einem Video hab ich bei Druckkammer das so verstanden, das man da, nach dem Unterdruck die evt noch kleine bis feine Luftblasen (falls da noch welche sind)... Im Druck zusammendrückt und aushärten lässt (hab da aber keine Erfahrung mit)
Im Unterdruck bis 850mb und Nem erwärmten Harz bis zu 50° was flüssiger wird, Giese ich momentan giffstücke die sichtbar ohne blasen sind... Beim runter schleifen und später auch beim polieren ist mir auch nichts aufgefallen was blasen angeht
Hab auch schon Holz stabilisiert... Bzw versucht aber bin nicht so richtig glücklich da ich nach einem lauten knall und verformung meines Topfes nun Angst hab die Pumpe länger wie 1 min laufen zu lassen

Meine Frage, kennt jemand aus der Praxis heraus wie hoch die Wandstärke sein sollte um den Unterdruck bis 1bar stand hällt ohne zu implodieren, vor allem wenn man unmittelbar mit dem Kopf durch den Deckel schaut😀
Hatte einen edelstahltopf wurde in einem Video so gezeigt und ich arbeite mit 850mb Unterdruck
Auch hatte ich versucht Holz zu beizen mit mehrmaligen Unterdruck und dann hab ich es unter Unterdruck 3h einziehen lassen bei ca 800mb, det Erfolg war grausam... Nicht mal 2 mm ging die beize ins Holz... Ich denke es lag am Hartholz was ich benutzte oder?
 

spanierjun

Mitglied
Schönen guten Tag. Epoxy geht vor dem Aushärten in eine Gelphase. Dass heißt das das Material sehr zäh wird. so weit ich weiss benötigt man für das richtige sättigen des Holzes mehrere Stunden. Ich glaube nicht das du mit epoxy dazu in der Lage bist. Ebenso würdest du mindestens eine Viskosität von 400 mPas. Was Richtung injektionsharz geht. Das Harz was du zum kleben nutzt muss natürlich zähflüssig sein. Das geht dann eher in die Richtung 1000 - 1600 mPas. Du würdest nur minimal in die Oberfläche eindringen. So tief, das du beim Schleifen komplett durchschleifen würdest.
 
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