Spiegelpolitur auf Klingen

knive

Mitglied
Hilfe!!!

Entweder stelle ich mich einfach zu ungeschickt an - oder ich mache etwas falsch...

Ich habe meine Messerklinge (.3034)in Längsrichtung mit Schmirgelpapier bis 1200-er Körnung abgezogen.

Nun wollte ich die Klinge an der Polierscheibe polieren und mußte mit entsetzen feststellen, dass der Stahl bei genauerem hinsehen deutliche unregelmäßigkeiten in Längsrichtung aufweist (vergleichbar mit der Maserung von Holz). Von einer Spiegelpolitur kann hier keine rede sein.

Liegt das am Stahl (Preis), an dem Walzverfahren des Stahls oder an meiner falschen Poliertechnik???

Bitte helft mir schnell - sonst gibt es wieder einmal nur eine satinierte Klinge!

Vielen dank!

mfg

knife
 

Armin II

Mitglied
Normalerweise solltest Du beim Abziehen jedesmal die Richtung wechseln, wenn du auf eine höhere Körnung umsteigst. Also z.B. mit Korn 220 quer, dann Korn 400 längs, Korn 600 quer, usw.
Mit jeder Körnung arbeitest Du dann solange, bis die Riefen der vorhergehenden Körnung herausgeschliffen sind. Dadurch, dass Du jedesmal die Richtung wechselst siehst du sehr deutlich, wann das der Fall ist.

Dadurch, dass Du nur in Längsrichtung abgezogen hast kann es natürlich sein, dass noch Bearbeitungsspuren von sehr viel gröberen Körnungen vorhanden sind. Diese siehst Du aber nicht, da du mit der feineren Körnung in die gleiche Richtung schleifst

Sowas kommt dann spätestens beim Polieren zum Vorschein. MIt der Polierscheibe lässt sich das dann auch nicht entfernen, die einzige Möglichkeit ist, nochmal von vorne anzufangen. Beim Handabzug solltest Du übrigens Öl verwenden. Das Schleifleinen / Schleifpapier bleibt dann länger frei.


[Dieser Beitrag wurde von Armin II am 04.09.2000 editiert.]
 

Wolf

Mitglied
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von knive:
Hilfe!!!


Von einer Spiegelpolitur kann hier keine rede sein.

Liegt das am Stahl (Preis), an dem Walzverfahren des Stahls oder an meiner falschen Poliertechnik???

[/quote]
Das scheint mir ein schnellstahl zu sein, wohl mit entsprechender Härte. Der ist nicht für polierfähigkeit gezüchtet. Die schwabbel kann u.u. die makrostruktur des stahles hervorbringen. ansonsten ist die schwabbel für perfekten hochglanz nur bei ebenso perfekter vorbereitung das richtige. Der schliff mit diamant auf der tellerscheibe bringt erst den richtigen glanz, da dabei auch die karbide angeschnitten werden und sie nicht erhöht (microbereich) stehen bleiben.

wolf