Spalthammer: Fiskars oder Gränsfors?

williw

Super Moderator
Moin werte Freunde der warmen Holzöfen und -heizungen ;)

Da ich das meiste Brennholz ganz dekadent mit einem Posch RuckZuck klein mache, hat die Spaltaxt ein eher ruhiges Leben ;)

Aber dann und wann ist dann doch mal Handarbeit angesagt. (Ist eh besser für meine Untergröße :steirer: )
Dafür nutze ich meist die 2400g Fiskars Spaltaxt.
Grundsätzlich bin ich von der Axt begeistert, doch manchmal stößt auch sie an Grenzen. Nämlich dann, wenn auch mit Keilen gearbeitet werden muss, um die knorrige Eiche oder Birke zerteilen zu können.
Da wäre ein Spalthammer mit Schlagfläche schon schön.

Ganz oben auf der Wunschliste steht der Gränsfors Bruks Spalthammer
Das Fiskars Pendant wäre wohl der X37
Hat jemand mit dem X37 oder dessen Vorgänger Erfahrungen und mag sie hier kund tun?

Ist die Spaltwirkung des Gränsfors und des Fiskars Spalthammers mit der meiner Fiskars 2400 vergleichbar/besser/schlechter?

Willi
 
ich würde auf jeden Fall die Gränsfors nehmen
ich habe zwar noch nie mit der Fiskars gearbeitet aber ich habe den Spalthammer von Gränsfors und einen Müller Spalthammer .
da wir unseren Wald gelinde gesagt in einem Schattenloch haben die Beume entsprechend dichtes und zähes holz .
selbst mit den knorrigsten Teufeln hatte ich mit der Gränsfors kaum Probleme
die besete Spaltaxt ever wärmstens zu empfehlen:super::super:
 

kababear

Mitglied
Gränsfors!

habe im Urlaub bei Gränsfors innerhalb 2h ein halbes Ster Holz mit deren Spaltäxten gespalten.
Seitdem ist klar, wenn ich mir eine kaufe, dann eine von diesen!
Selbst die knorrigsten Abschnitte hat das 1,x Spaltäxtle geknackt.
Erst ein Stumpen mit ca 40cm Durchmesser, mit 2 diagonal laufenden 10cm Ästen habe ich nicht mehr klein bekommen..
 

klausevert

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optisch ist Gränsfors wohl der Hammer,

von der Spaltleistung liegt Fiskars meistens vorne

ich würde versuchen, bei einem Händler / Bekannten / etc mal mit beiden Äxten einen praktischen Vergleich zu machen.

Dann haste wirkliche Erfahrungswerte
 

goshawk

Mitglied
Moin,

ich lese nun schon seit einiger Zeit mit, mußte aber Dank euch und der Suchfunktion bisher keinen Beitrag schreiben, bzw. hatte eurem Fachwissen nichts hinzuzufügen/beizutragen ;-)

Aber: Lass die Finger von den Playmobil Äxten...

Ich hatte eine Whiskas 2400 und eine 1500Pro (?), beide konnte ich zum Glück verkaufen.
Mal abgesehen von der wesentlich schlechteren Spaltwirkung, ist auch die Gewichtsverteilung der Plastik Äxte nicht arbeitsfördernd. Die "unkaputtbaren" Stiele sind auch noch etwas "Besonderes".

Hast du zum Beispiel eine waldfrische 40er Rolle Nadelholz vor dir, wirst du erleben, daß die Whiskas zurückfedert und die eingesetze Kraft verpufft...

Beim Gränsfors wirst du ein Ergebnis sehen. :haemisch:

Gruß
goshawk
 

Cicero

Mitglied
Hallo Willi,

da ich von Fiskars nur die Hippe habe (die ich im Übrigen sehr gut finde), kann ich leider keinen Vergleich ziehen. Aber meinen Gränsfors Spalthammer, den ich schon des Öfteren geschwungen habe, kann ich ebenfalls nur wärmstens empfehlen. Er liegt super in der Hand, ist sehr ausgewogen und schafft einfach alles.

Gruß,
Cicero
 

Mister B.

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Moin!
Ich bin mit meiner Fiskars Spaltaxt sehr zufrieden.
Zum Keilen und Spalten nehme ich meinen Simplex-Spalthammer.
Suuuuper Teil und man kann alle Teile einzelnd auswechseln:super:
Gruß Stefan
 

williw

Super Moderator
Moin und Danke für Eure Antworten :)

Wie gesagt, bin ich mit der dicken Fiskars gut zufrieden.
Es stimmt allerdings, dass man bei Schlägen auf astiges Holz höllisch aufpassen muss, dass die Axt einem nicht gegen den Kopf zurück springt.
Ob es jetzt daran liegt, dass die Anti Haft Beschichtung gut arbeitet oder die Geometrie ein Einschneiden verhindert, ist letztlich egal.
Gut zu wissen, dass die Gränsfors hier wohl problemloser ist.

Samstag haben wir ein wenig im Garten der Verwandtschaft aufgeräumt.
Da sind u. a. zwei Eichen mit bummelig 75cm BHD gefallen.
Das heißt, eine Scheibe von 35cm Höhe wiegt noch gute drei Zentner.
Und diese Scheiben gilt es in ein transportables Maß zu bringen.
Bei vielen reicht halt ein Schlag mit der Fiskars. Bei anderen brauchts dann schon ein gutes Auge und ein paar Schläge mehr, und bei den Härtefällen Keile oder erst Kettensäge und dann Keile. :rolleyes: ;)

Ich werde jetzt einfach mal zu Grube nach Hützel fahren und mir die Dinger in Natura anschauen. :)

Willi
 
Zuletzt bearbeitet:

williw

Super Moderator
Sodele........

Grube kann sich jetzt über meine Euros freuen und ich mich über den Gränsfors Spalthammer.
Und eine Gränsfors Forstaxt gabs auch noch :)

Mal schaun, wie sich die Teile jetzt den Winter über im Einsatz schlagen.

Willi
 

williw

Super Moderator
Danke :)

Heute war nun der große Tag.
Testobjekt war eine Eiche am Feldrand mit ca. 65cm BHD, die leider in ca. 5m Höhe in der ersten Gabel faul war und daher weg musste.
Der Stamm war zum Glück noch größtenteils ok.

Abgelängt wurde auf ca. 35cm und die großen Scheiben mussten wieder in vier bis sechs Teile gespalten werden.

In der reinen Spaltleistung geben sich beide Äxte nichts.
Wenn man bedenkt, dass der Spalthammer von GB ca. 700g schwerer und der Stiel länger ist als bei der 2400er Fiskars, halte ich die Fiskars für die bessere Spaltaxt. - Vorausgesetzt, das Holz ist auch willig ;)

(Interessant wäre es, die Fiskars X27, die zwar die gleichen Kopf wie die X25 aber einen um 20cm längeren Stiel hat, mit dem GB Spalthammer vergleichen zu können.
Aber die X27 scheint derzeit noch nirgends lieferbar zu sein.)

Ist das Holz aber astig, was bei Solitäreichen leider die Regel ist, hat der GB Spalthammer leichte Vorteile.
Haut man genau auf einen Ast, springen beide Äxte zurück. Die GB ist vllt. etwas gutmütiger.
Aber nach einigen Schlägen gibt der Stamm dann (meistens) doch nach und ein Spalt tut sich auf.
Ich habe das Gefühl, dass der Spalthammer, wegen eines flacheren Anschliffs an der Schneide etwas weiter ins Holz eindringt und auch schneidet.
Mit der Fiskars sind bei solch widerspenstigen Holzscheiben deutlich mehr Schläge nötig.
Auch beim Entasten übersehene Äste lassen sich mit dem GB wesentlich besser entfernen als mit der Fiskars.

(Noch besser ging dies mit der GB Forstaxt :)
Das Dingen wiegt fast nix und schneidet Äste wie Butter)

Irgendwann kommt aber auch der GB an seine Grenzen.
Macht aber nix. ;)
Der Alukeil sieht jetzt zwar nicht mehr ganz so gut aus, aber dem Spalthammer hat diese Aktion nicht geschadet.
Letztlich habe ich auch die knorrigsten Stücke damit klein bekommen.

Mein Fazit:
Für mich hat sich der Kauf gelohnt.
Ich brauche keinen Vorschlaghammer zusätzlich mit zu nehmen und bekomme das Holz klein.
Das bessere Universalwerkzeug ist für meinen Bedarf der Gränsfors Bruks Spalthammer.

Wenns nur ums Spalten geht, reicht die Fiskars völlig aus.
Und ich denke, dass im direkten Vergleich die X27 dem GB beim reinen Spalten überlegen sein wird und die Fiskars Spalthämmer (so man sie denn irgendwo kaufen kann) werden sich wohl auch gut schlagen.

Letztlich sind beides gute Werkzeuge, mit denen die Arbeit Spaß macht. :super:
Mit keinem der Geräte macht man etwas falsch.
Da gehts dann nur noch darum, ob einem das Wissen um die Gränsfors Produktionstechnik den Mehrpreis gegenüber der Fiskars Industrieware wert ist.

Willi
 
Zuletzt bearbeitet:

williw

Super Moderator
Moin,

da mir gerade etwas fad ist, schreibe ich doch noch mal etwas zu den jetzt fast zweiwöchigen "Langzeiterfahrungen".

Für die Arbeit mit dem Spaltkeil ist der GB Spalthammer nach wie vor das Mittel der Wahl.
Für alles andere nehme ich inzwischen wieder lieber die 2400er Fiskars.
Warum?
Die Fiskars ist im wahrsten Wortsinn pflegeleichter.
Es kommt immer mal wieder vor, dass so ein großes Stück Holz nicht gerade spaltet. Das hat dann häufig zur Folge, dass der Axtkopf im Holz versinkt und der Stiel aufliegt und die restliche Schlagenergie auffangen muss.
Der Fiskars war dieses bisher egal. Dem Stiel ist nix anzusehen und letztlich gibts auf das Gerät 10 Jahre Garantie.

Hätte ich mit dem GB weiter gearbeitet, wäre nun langsam wohl ein neuer Stiel fällig. Und der ist mit bummelig 30.-€ nicht eben billig.
Der Stiel zeigt nämlich schon deutliche Macken.
Sicherlich ließe sich dieses vermeiden, wenn man nur "von vorne" spaltet. Doch manche Stücke spalten halt nicht so einfach.
Hier lässt sich die Fiskars wesentlich unbekümmerter einsetzen.

Falls ich jetzt im Netz mal irgendwo fündig werde, steht die Fiskars X27 und/oder X37 ganz oben auf der Einkaufsliste.
Aber die X27 scheint außer auf der Fiskars Homepage noch nirgends bekannt, geschweige denn verkäuflich zu sein.
Ähnlich sieht es leider mit dem X37 Spalthammer aus.

Willi
 

williw

Super Moderator
Moin,

leider habe ich erst gestern heraus gefunden, dass leborgne eine Tochterfirma von Fiskars ist und die Spalthämmer somit bis auf die Farbe identisch sind.
Da man bei dem Preis nicht viel falsch machen kann, kommt jetzt auch noch der große Leborgne Spalthammer mit 3,7 kg Kopfgewicht für 50.-€ ins Haus.

Falls es jemanden interessiert, kann ich meine Erfahrungen mit dem Prügel hier ja noch mal kund tun.
Falls nicht, wohl auch :D

Willi
 

williw

Super Moderator
Moin,

gestern kam der Prügel nun an und heute war bei leichtem Frost und etwas Schnee der Ersteinsatz.

Ans Gewicht und insbesondere die Gewichtsverteilung muss man sich erst gewöhnen.
Auch der Durchmesser des Stiels ist vergleichsweise klein.
Da ich jedoch momentan mit Handschuhen arbeite, empfinde ich dies nicht als Mangel.

Ich bin froh, den großen Leborgne gekauft zu haben.
So ist er eine sinnvolle Ergänzung nach oben und ich komme nicht auf die Idee, den Gränsfors Spalthammer dadurch zu ersetzen.

Nach einiger Einsatzzeit mit dem Leborgne wirkt der Gränsfors richtig handlich ;)
Der Schwede ist übrigens an der dicksten Stelle knapp 5cm dick, der Franzose satte 7,5cm.

Der Leborgne hat Bumms, aber richtig. Für irgendwas müssen das hohe Kopfgewicht und der lange Stiel ja gut sein.
Und obwohl der Anschliff des Franzosen eher stumpf ist, federt er so gut wie nicht zurück, wenn er auf einen Knast trifft.
Aber für den Dauereinsatz ist das Ding nix. Dafür ist er mir zu schwer.

Fürs reine Spalten habe ich ja meine beiden Fiskars.

Allen Äxten gemeinsam ist der Anschliff.
Die Schneide, bzw. die ersten ca. 3cm sind mehr oder weniger ballig, der Rest konkav gearbeitet.

Biberfraß gibts übrigens auch beim Leborgne. Aber dafür soll die Gummihülse ja da sein.

Fazit: Habe ich keines. Imo ergänzen sich die Äxte so ganz gut.
1400er Fiskars fürs Kleinholz, 2400 fürs normale Spalten, Gränsfors fürs harte Spalten und Keilen, Leborgne für die richtigen Härtefälle und Keilereien.

Nun fehlt mir zum Vergleich nur noch das Zeugs von Ochsenkopf.
Irgendwann wird mir bestimmt so ein Big Ox und ein Spalt Fix Rotband auch noch zu fliegen.

Klappmesser in der Vitrine sind ja ganz hübsch.
Aber wie bekomme ich die tollen Äxte da nun rein? :jammer: :D

Willi
 

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Karin

Mitglied
Hallo Willi, ich habe deine Berichte sehr interessiert verfolgt da ich von Äxten und Beilen auch sehr fasziniert bin. Dank dafür:super:
Gruß Dieter

PS:ich weiß auch noch nicht wie ich meine in die Vitrine kriege:irre:
 
Mal sehen wann ich einen 3,7 Kg Damastblock über habe,aber Danke für das Vergleichsbild.
Ochsenkopf soll ja auch für andere herstellen,ob die Formen und Gewichte da auch unterschiedlich sind ?.
 

williw

Super Moderator
Moin,

zwar habe ich immer noch keine Vitrine für Äxte, :irre: aber nachdem die große Spaltaxt von Gränsfors endlich wieder lieferbar ist, habe ich sie mir nach längerer Liebäugelei nun gekauft.
Hätte ich man mal besser schon viel eher machen sollen :rolleyes:

Die 2400er Fiskars ist schon nicht schlecht aber die Gränsfors geht noch besser. Und das quer durch alle Holzarten von weicher Fichte bis harter Eiche.
Ich habe heute fünf Stunden damit gespalten und bin fix und fertig regelrecht begeistert :super:

Oben erwähnte Ochsenkopf konnte ich zwischenzeitlich auch mal testen und gefiel mir überhaupt nicht, da die Dinger absolut stumpf sind.
Brennholz geht bei mir bis 4cm Durchmesser und muss dann liegend gespalten werden, da die dürren Dinger kaum noch auf dem Hauklotz stehen bleiben.
Scharfe Äxte schneiden sofort ein und spalten. Stumpfe schleudern den Ast dann gerne mal zu Seite.
Kurz: Ich mag sie nicht.
Sicher bekommt man mit der Ochsenkopf SpaltFix auch alles irgendwie klein. Aber mit Fiskars und eben Gränsfors gehts deutlich besser. IMO!

Willi
 

Timm

Mitglied
Moin Willi,
vielen Dank für deinen schönen Bericht, der trifft genau das Thema zu dem ich mich gerade schlau mache!
Eine dreiste Bitte:
Falls du zufälig mal wieder alle deine Spaltäxte und -Hämmer beisammen hast, könntest du dann mal ein paar Bilder davon machen und zwar mit der großen Spaltaxt von GB? Besonders das Bild weiter oben mit der Draufsicht auf die Augen war super, aber auch die Profilansicht.
Wäre wirklich toll und würde mir und anderen die Kaufentscheidung deutlich einfacher machen!
...oder ich schmiede eine davon doch nochmal nach ;)
Gruß,
Timm
 

williw

Super Moderator
Moin,

meinst Du so etwas?
GB Spalthammer, GB Spaltaxt und Fiskars 2400 (von links).

Willi
 

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