Söders Vize befürwortet Selbstbewaffnung

[Nick]

Premium Mitglied
Moin,

ich habe da ein anderes Leseverständnis. Dort ist keine Rede von Selbstbewaffnung, sondern der Hinweis, dass es nicht zur Sicherheit beiträgt, wenn man "anständigen" Leuten verbietet ein Taschenmesser zu führen. Sondern eben gegen tatsächlich Kriminelle vorgehen muss.
Das mag zwar etwas missverständlich ausgedrückt sein, entlarvend finde ich eher die Rhetorik der Kritiker. Denn erst dort wird das Taschenmesser sofort mit "Waffe, Selbstverteidigung und Selbstjustiz" assoziiert.
Leider geht es hier wieder einmal um politische Grabenkämpfe als um Inhalte.

Gruß,

Nick
 

Rock'n'Roll

MF Ehrenmitglied
Was auch immer der Beweggrund Aiwangers gewesen sein mag, seine Wortwahl ist in jedem Fall kontraproduktiv für Freunde von Messern als EDC / Werkzeug. Mit der Aussage „Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte …“ hebt er auf Messer als Waffe / zur Selbstverteidigung ab. Und gießt damit Öl auf die Mühlen der Messergegner-Fraktion.

R’n‘R
 

bigbore

Premium Mitglied
Zitat. "Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte und wir würden die Schwerkriminellen einsperren. Das wäre der richtige Weg"

Wer hier etwas von "Bewaffnung" oder Selbstschutz liest ist wohl der eigenen Hysterie aufgesessen.
Es geht im Zusammenhang darum dass weitere Verschärfungen des WaffG (dem Bürger das Taschenmesser verbieten) nichts zur Sicherheit beiträgt sondern man besser Straftäter nicht frei herumlaufen lässt.
 

bigbore

Premium Mitglied
Hat jemand eine Quelle zum gesamten Redetext und nicht nur den letzten 2 aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen?
 

Furlan

Mitglied
Es geht im Zusammenhang darum dass weitere Verschärfungen des WaffG (dem Bürger das Taschenmesser verbieten) nichts zur Sicherheit beiträgt sondern man besser Straftäter nicht frei herumlaufen lässt.

Ich sehe das genau so wie Du, hier ist kein "Kampfmesser" zur Selbstverteidigung gemeint, sondern genau das Taschenmesser (als Werkzeug) welches früher wirklich jeder in der Tasche hatte...die bereits vorgenommenen Einschränkungen haben keinerlei Auswirkungen auf die Kriminalität sondern sind reiner Aktionismus.
 

Rock'n'Roll

MF Ehrenmitglied
Es spielt doch überhaupt keine Rolle, was gemeint war. Das Presse-und Twitter-Echo zeigt ja mehr als deutlich, wie es verstanden wurde. Und so den Messergegnern in die Hände spielt.

Falsche Wortwahl allemal ...

R'n'R
 
Zuletzt bearbeitet:

Abu

Premium Mitglied
Mit Nachdenken käme vmtl. jeder drauf, was er gemeint hat. Ist aber nicht IN, schon gar nicht bei dem Thema. Reflexhaftes Niedermachen ist in Gesellschat und Politik an der Tagesordnung.

Wie das / sein bayrische Wahlvolk denkt, zumindest ein einflussreicher Teil, klingt beruhigender in unserem Sinn. https://youtu.be/efyAzF5bgD0

Gruß
Abu
 

Nidan

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Ok, also jeder der sich auch nur ein ganz klein bisserl mit bayerischer Politk beschäftigt weiss, dass der Hubsi Aiwanger extreme Artikulationsprobleme hat und auch rhetorisch rundweg eine Lachnummer ist.

Er ist halt ein niederbayerischer Bauer, den es irgendwann mal zu den Freien Wählern verschlagen hat und der sich dort mit einer gehörigen Portion Bauernschläue und auch Ellenbogen an die Parteispitze durchgemogelt hat.

Ein ernstzunehmender Politiker wird aus dem sicher nicht mehr, aber ihm jetzt zu unterstellen, er würde zur Bewaffnung der "anständigen" Bayern aufrufen, das gibt sein echt saublöd formulierter Redeauszug nun wirklich nur mit ganz viel bösem Willen her und wenn ich mir da die Diskussionen auf seinen beiden Facebook-Seiten die letzten Tage anschaue, dann sehen das wohl auch die meisten von denen so, die sich da an den Diskussionen beteiligt haben.

Sorry, ich mag weder die Freien Wähler noch den Aiwanger, aber was da von den Medien und der politischen Konkurrenz aus einer unglücklichen Formulierung gemacht wird, das ist doch echt peinlich...
 

Wrangler

Mitglied
Auch und gerade ein Politiker in seiner Position sollte die alte "Verkäuferweisheit" kennen: "Nicht das was Du sagst ist entscheidend, sondern was der Andere (darunter) versteht!"
 

Nidan

Mitglied
Auch und gerade ein Politiker in seiner Position sollte die alte "Verkäuferweisheit" kennen: "Nicht das was Du sagst ist entscheidend, sondern was der Andere (darunter) versteht!"

Da bin ich absolut deiner Meinung, aber das lernt der Hubsi halt in 100 Jahren nimmer. ;) Aus einem niederbayerischen Bauernschädel einen geschickt oder auch nur halbwegs klar formulierenden Politiker zu machen ist halt vermutlich einfach nicht drin :D

Das hier hat er übrigens gestern auf seinen Facebook-Seiten schreiben lassen und ich nehme es ihm sofort ab, dass es von Anfang an von ihm so gemeint war.

"Zur Debatte um ein geplantes #Messerverbot: Ich bin gegen weitere Verschärfungen des ohnehin strengen deutschen Waffenrechts, was vor allem legale Waffenbesitzer treffen würde, zb Schützenvereine und Trachtengruppen. Das diskutierte Messerverbot an öffentlichen Orten (Vorstoß Bremen, Niedersachsen) führt in die falsche Richtung, wird von der bay Staatsregierung abgelehnt und bringt gesetzestreue Bürger plötzlich in Schwierigkeiten, zb auch mit Taschenmesser, Handwerker mit Teppichmesser, Arbeitsmesser, Trachtenvereine etc. Von denen geht keine Gefahr aus. Stattdessen müssen wir gegen Gewalttäter gezielter vorgehen und zB bei Mehrfach-Straftätern mit Körperverletzungsdelikten das Strafmaß ausschöpfen. Die Interpretation der Grünen mit Selbstbewaffnung etc ist böswillig absichtlich fehlinterpretiert um Stimmung zu machen. Ich verweise schlichtweg auf die geltende Rechtslage, demzufolge ist ein Messer in der Tasche (deshalb „Taschenmesser“) (noch?) erlaubt. #GesunderMenschenverstand statt Hysterie"
 

Rock'n'Roll

MF Ehrenmitglied
Er ist halt ein niederbayerischer Bauer, den es irgendwann mal zu den Freien Wählern verschlagen hat und der sich dort mit einer gehörigen Portion Bauernschläue und auch Ellenbogen an die Parteispitze durchgemogelt hat.

Ein ernstzunehmender Politiker wird aus dem sicher nicht mehr, ...

Die Bayerische Staatszeitung schreibt dazu:

"Er geht unbeirrt - Kritiker würden sagen: unbeirrbar und durchaus egoistisch - seinen Weg. Der hat ihn über die Kommunalpolitik an die Spitze der Freien Wähler geführt. Seit 2008 sitzen er und seine Mannschaft nun schon im bayerischen Landtag - und sind dort längst zur festen Größe geworden.

Bodenständig ist Aiwanger bei alledem immer geblieben. Heimat des Agraringenieurs und zweifachen Vaters ist ein Bauerhof bei Rottenburg an der Laaber in Niederbayern. Der passionierte Jäger ist im Landtag nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung. Er kann auch lange Reden komplett ohne Manuskript halten. Selbst seine Kritiker halten ihn für politisch begabt - aber auch ein Stück weit für einen begabten Populisten."

R'n'R
 

ordonnanz

Mitglied
gestörte Politiker

Wenn unsere politisch gestörten Politiker ein Taschenmesser als Waffe deklarieren - und meinen es verbieten zu müssen - glaube ich, dass Millionen von Wähler diese Politiker als gestört einstufen.

Mein Taschenmesser werde ich deshalb nicht in die Mülltone werfen!
 

Armin II

Mitglied
AW: gestörte Politiker

Wenn unsere politisch gestörten Politiker ein Taschenmesser als Waffe deklarieren - und meinen es verbieten zu müssen - glaube ich, dass Millionen von Wähler diese Politiker als gestört einstufen.

Mein Taschenmesser werde ich deshalb nicht in die Mülltone werfen!

Ich glaube eher das Millionen von Deutschen kuschen werden. War schon immer so.